Feuchtfleck Zimmerecke Neubau.Wärmebrücke oder undichte Stelle?

Diskutiere Feuchtfleck Zimmerecke Neubau.Wärmebrücke oder undichte Stelle? im Spezialthema: Wärmebrücken Forum im Bereich Bauphysik; Hallo liebe Bauexperten, ich hoffe hier nützliche Hinweise zu unserem Problem zu bekommen. Wir sind vor ca. 2,5 Jahren in einer...

  1. #1 lillly mueller, 13. April 2015
    lillly mueller

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    Hallo liebe Bauexperten,

    ich hoffe hier nützliche Hinweise zu unserem Problem zu bekommen.

    Wir sind vor ca. 2,5 Jahren in einer Neubau-Wohnung eingezogen, die wir noch während der Bauphase gekauft haben. Die Wohnung verfügt über eine Fußbodenheizung. Seit Einzug bildet sich jedes Mal im Winter einen Feuchtfleck im Schlafzimmer an der äußeren Deckenecke zum Nachbarhaus. Dies stellt so zu sagen einer der vier äußere Eckpunkte vom ganzen 5-Familien-Haus dar, aber zur Seite des Nachbarhauses. Über die Ecke befindet sich die Attika und die Dachterrasse vom Painthouse über uns. Im ersten Jahr wurde das auf die restliche Baufeuchte geschoben. Wir haben Luftentfeuchter eingesetzt. Im zweiten Jahr hat der Bauherr versucht nochmal durch kleine kosmetische Nachbesserung an der Fassade die Ursache zu beheben. In diesem Winter ist dieser Feuchfleck, der auch verschimmelt erneut aufgetreten. Das Blech vom Attika wurde aufgemacht, war aber trocken (allerdings 3 Monate später). Der Bauherr behauptet, alles wäre dicht und es läge an uns, dass wir nicht richtig lüften. Wir lüften aber mindenstens ca. 3 Mal am Tag - morgens, mittags und abends, je 10-15 min. Die Schlafzimmertür ist immer zu, damit keine Feuchtigkeit reinzieht. Tagsüber beträgt die Luftfeuchtigkeit ca. 50-56%. An Regentagen bekomme ich sie trotz viel Lüften nicht unter 59%. Morgens nach dem Aufstehen beträgt diese ca. 65%. Der Bauherr meint, ich sollte noch mehr lüften, am besten alle 15 min. Das ist doch nicht zumutbar. Außerdem, wenn draußen die Luftfeuchtigkeit hoch ist, kann ich lüften, wie ich oft ich will und ich bekomme kein Wert unter 59-60%. Zimmertemperatur ist durchschnittlich 20 Grad. Wände sind nur gestrichen.

    Wir haben die Feuchtigkeit in den Wänden gemessen und überall in der Wohnung und im Schafzimmer haben wir eine Feuchtigkeit von 0,0-0,1 %. Nur an dieser Ecke beträgt die Feuchtigkeit je nach Wetter 15-40%. Diese nimmt stufenweise ab, je weiter weg man von der Ecke misst.Wir haben versucht zwei Nächte bei offenem Fenster (mit Jalousien fast unten) zu schlaffen. Morgens war die Ecke ca. 18-20% feucht. Die beiden Tage waren sonnig, ca. 18 Grad und die Sonne schien den ganzen Nachmittag im Schlafzimmer (Südlage) richtig stark. Dabei war das Fenster mehrere Stunden auf. Trotzdem ist die Feuchtigkeit bis zum Abend nicht unter 12% gesunken. Ist das normal? Wie lange trocknet Kondenswasser (wenn es das wäre)?

    Deshalb meine Frage. Handelt es sich um eine Wärmebrücke weil z.B. die Isolierung zum Nachbarhaus oder Dach nicht gut/ausreichend ist oder kommt Feuchtigkeit durch eine Undichtigkeit in der Isolierung. Wenn es eine Wärmebrücke wäre, stellt das eine Baumangel dar? Die Ecke ist gemessen mit Infrarotgerät um ca. 3 Grad kälter als ein Punkt 30 cm weiter. Sogar mit bloßem Hand ist es fühlbar kälter und nasser als eine Hand weiter.

    Auffällig ist auf ein paar Fotos von der Bauphase, dass die Betonplatte vom Dach fast das Nachbarhaus berührt und nicht richtig auf die Kalksandsteine liegt. Also ein Stückchen länger ist als die Wand darunter. Dazu ist ein kleiner Spalt zwischen Betonplatte und Kalksandsteine zu erkennen. Deshalb vermuten wir eine Wärmebrücke. Auch das Fallrohr von der Dachterrase ist in der Betonplatte über die Feuchtecke.

    image003.jpg
    image006.jpg
    image008.jpg

    Ich hoffe, ich habe alle Informationen und auch verständlich beschrieben. Wenn noch was fehlt, bitte schreiben.

    Vielen Dank im Voraus!
     
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  3. ThomasMD

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    Mit Deinen Bildern kann ich nichts Rechtes anfangen. Bin unterwegs und kann sie leider nur auf dem Handy betrachten.
    Die Beschreibung lässt tatsächlich auf eine Wärmebrücke schließen. Ob das ein Mangel ist, kann man so noch nicht feststellen.
    Eine geometrische Wärmebrücke ist eine Außenecke mit darüberliegender Dachterrasse des Staffelgeschosses allemal.
    An dieser Stelle kann sehr viel falsch gemacht werden. Angefangen vom teilweise Fehlen oder Verrutschen der Dämmung der Trennfuge, über eine unzureichende Überdämmung der Attika bis zur fehlerhaften Dachdämmung im Traufbereich.
    Liegt in der betroffenen Ecke vielleicht noch ein Dachablauf?
    Die niedrigen Oberflächentemperaturen deuten in eine solche Richtung, könnten aber auch Folge einer Taupunktunterschreitung wegen ungenügender Beheizung und Lüftung sein.
    Stichwort Huhn oder Ei. Was war zuerst da?
    Zerstörungsfrei wird die Aufklärung sehr schwierig werden. Für eine thermografische Nachweisführung ist der Dampfer für dieses Jahr abgefahren.
    Ich würde über den Sommer trocknen und im nächsten Winter genauestens Buch führen über Temperaturen, Feuchtemessungen des Bauteils und rel. Luftfeuchte.
     
  4. #3 Alfons Fischer, 14. April 2015
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    erst mal Pläne sichten. Bitte stellen Sie mal einen Grundriss und einen Detailplan der betroffenen Ecke ein. Bitte zeichnen Sie die Nordrichtung (oder eine sonstige Himmelsrichtung) ein.
    in welcher Bauweise wurde das Gebäude errichtet? Kalksandstein + WDVS? oder monolithisch?
    Könnten Sie mal ein Foto des Gebäudes mit der betroffenen Ecke von außen einstellen?

    Unabhängig von einer möglichen Wärmebrückenwirkung halte ich die vorhandenen Luftfeuchtewerte schon für recht hoch. Bei 65% rel. LF in Raummitte ist der Schritt zum Schimmel an geringfügig kühleren Ecken nicht weit.
     
  5. #4 lillly mueller, 14. April 2015
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die schnelle Antworten.

    @Thomas

    Die Bilder waren vergrößerte Ausschnitte. Ich habe jetzt die originalen Bilder angehängt. Das Fehlen oder Verrutschen der Dämmung der Trennfuge scheint mir auch ziemlich wahrscheinlich. Leider kann man das nicht mehr sehen, ohne ein Stückchen der Fassade herauszuschneiden. Aber wäre auf jeden Fall einen Anhaltspunkt. Unter der Attika ist lt. Bauherr eine dicke Dämmung. Ansonsten ist das ein Flachdach. Ja, in der betroffene Ecke liegt ein Dachablauf. Kann das auch der Grund sein, dass kalte Luft/Wasser durch den Rohr fließt und deshalb die Ecke auskühlt?

    @Alfons Fischer

    Anbei hänge ich den Grundriss an. Es geht um das Zimmer "Eltern". Beide Schlafzimmer (Eltern und Kind) sind in Westlage. Und Wohnzimmer und Küche sind in Ostlage. Zimmer mit Nordausrichtung haben wir nicht. Was ist mit Detailplan der Ecke gemeint? So was haben wir leider nicht. Das Gebäude wurde Kalksandstein mit 16 cm Styropor-Voll-Isolierung errichtet, ausgenommen die Mauer, die zum Nachbarhaus verläuft. Dazwischen sind Isoliermatten hereingeschoben worden.

    Die relative Feuchtigkeit von 65% entsteht nur im Winter morgens, wenn wir mit geschlossenem Fenster schlafen. Es wird morgens sofort gelüftet. Ist es denn zumutbar bei 1-2 Grad mit offenem Fenster schlafen zu müssen, nur damit nicht für ein paar Stunden die Feuchtigkeit steigt? Sonst ist die rel. Feuchtigkeit tagsüber 50-56%. Um das Fenster herum ist die Wand sogar etwas kühler als diese Ecke, da bilden sich aber keinerlei Feuchtigkeit.

    Vielen Dank noch mal für die Hinweise.
    Gruß Lilly

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