Feuchtigkeit in Bruchsteinmauer

Diskutiere Feuchtigkeit in Bruchsteinmauer im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; In meinem Haus (Bj. ca 1870, Reihenhaus einseitig, nicht unterkellert, Bruchsteinmauerwerk aussen ca.50 cm) zieht Feuchtigkeit in die Giebelwand...

  1. #1 Locke1208, 05.01.2009
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    In meinem Haus (Bj. ca 1870, Reihenhaus einseitig, nicht unterkellert, Bruchsteinmauerwerk aussen ca.50 cm) zieht Feuchtigkeit in die Giebelwand (Wand zum Nachbarhaus) und über Eck (Frontseite). 1993 wurde der ehemailige Stall im (1/2 Fläche im EG) zu einer Einliegerwohnung umgebaut. Aufgrund fehlender Raumhöhe erfolgte die Ausschachtung des Bodens um 50cm Tiefe. Zwischen Betonboden und Giebelwand besteht kein direkter Kontakt (Spalt ca. 5cm). Die Giebelwand wurde mit Rigips (Holzunterbau) begradigt ausgebaut. Ich bemerkte die Feuchtigkeit auf der Rigipswand. Ursachen für die Feuchtigkeit sind:
    - durch Ausschachtung Vertiefung des Bodens, dadurch erhebliche Nähe zum Mauerfundament
    - keine Isolierung/ Drainage der Giebelmauer, Hausfrontseite
    Eine Maueraustrocknung von aussen (Drainage, etc.) ist nicht möglich (Nachbarhaus).Zudem liegt der Boden der Einliegerwohnung 60cm tiefer als Ausenboden. Meine Idee war nun, eine Horizontalsperre auf Injektionsbasis durchzuführen. Ist dies bei dieser Wand möglich (Überlappende Bohrungen in den Steinen)? Wie trockne ich die Wand dazu aus? (siehe Photos)
     
  2. Robby

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    Interessant...


    Eine nachträgliche Horizontalsperre macht nur an der richtigen Stelle und mit falnkierenden Maßnahmen wie einer Innenabdichtung Sinn. Ebenso unklar ist ob das Mauerwerk überhaupt verschiessbare Kapillare aufweist. Denn wo keine zu verschliessenden Kapillare ist auch keine Bohrlochsperre möglich, ebenso wenig klar ist ob die Kapillare bereits mit Wasser gefüllt sind und so ein Kapillarverschluss nur schwer möglich ist. Wieviele Hohlräume weist das MAuerwerk auf? verschwindet die Bohrlochsperre einfach im Nirvana (Hohlräume?)

    Sowas macht ohne BAuwerksanalyse und Untersuchung wenig Sinn!
     
  3. #3 Locke1208, 05.01.2009
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    Die Feuchtigkeit ist mit der Hand zu fühlen! Die Rigipswand (habe diese im unteren Teil zur Offenlegung der Wand entfernt) und der Holzunterbau schloss nicht bündig mit dem Boden ab. Hier wurde mit einem ca. 20cm breiten Streifen beigeputzt. Vom Mauerfundament drang Feuchtigkeit über den Streifen in die Rigipswand ein und sorgte sogar für Korrosion an den Steckdoseneinsätzen (s. Photo). Bei der Ausschachtung wurden die Innenwände so sehr freigelegt, dass der Lehmboden unter dem Mauerfundamnt zu sehen war. Möglich ist, dass der Betonboden bei den Aussenwänden nicht nur auf das Mauerwerk stösst, sondern auf den Lehmboden.
    Es liegt keine Tropfenbildung innen vor. Wie stellt man fest, ob das Mauerwerk verschliessbare Kappilare aufweist? Anmerkung: die Feuchtigekeit ist sicherlich schon sehr viel länger vorhanden, wurde jedoch nicht bermerkt. Ich möchte einen Parkettboden in der Wohnung verlegen und das wäre Feuchtigkeit das sichere Ende für den Holzboden. Vielen Dank für Ihre Antwort und Informationen !!!!
     
  4. #4 Helferlein, 05.01.2009
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    Hallo Locke1208,

    vor ein Bruchsteinmauerwerk eine Vorsatzschale mit Holzunterkonstruktion zu erstellen ist meiner Meinung nach die zweitbeste Lösung. Mein Vorschlag wäre die Vorsatzschale entfernen und die Wände verputzen.
    Wie feucht ist die Wand??
     
  5. #5 Locke1208, 05.01.2009
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    Die Feuchtigkeit ist wetterabhängig. In der Ecke (s. Photo) ist es am feuchtesten. Die Feuchtigkeit ist in der Mitte der Giebelwand höher geklettert als aussen. Im Sommer ist keine Feuchtigkeit im Mauerwerk fühlbar (eine Messung hat es noch nicht gegeben). Der Putz trägt doch nur auf einer trockenen Fläche. Die Rigipswand sollte die Giebelwand begradigen. Ich bin auch kein Freund davon, die Feuchtigkeit jediglich von der Vorsatzschale fernzuhalten. Ein trockenes Mauerwerk ist einzig sinnvoll. Aber wie?
     
  6. Robby

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    bei einer Innenabdichtung mit nachträglicher Horizontalsperre ist sogar davon auszugehen, daß das Mauerwerk noch nasser wird und bleibt als jetzt ... und nu?
     
  7. #7 Locke1208, 05.01.2009
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    Gute Frage, was nu? Was würdest Du Robby unternehmen, um der Feuchtigkeit den garaus zu machen? Ich habe heute Mittag mit zwei Firmen für Mauertrockenlegung nen Termin für die Woche gemacht. Habe jedoch die Befürchtung, das die Buben ihr Geschäft wittern und mir mir den Reibach machen wollen!
     
  8. #8 Helferlein, 05.01.2009
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    Hallo Locke,

    wenn die Wand feucht ist kann mann sie auch verputzen, vorausgesetzt mann verwendet den richtigen Putz. Eine Horizontalabdichtung, wenn man die richtig macht, ist aufwändig. Die 60 cm was dein Mauerwerk tiefer liegt wie die Strasse müsste von innen Abgedichtet werden (Spritzputz, Sperrputz, Dichtschlämme alles mineralisch) bis über OK Strasse. Danach würde ich als Horizontalabdichtung nur eine Bohrlochinjektion als Mehrstufeninjektion verwenden, diese wird dann von außen ausgeführt. Die Löcher werden in 10° oder 30° Grad im Abstand von 10 cm gebohrt. Die Mehrstufeninjektion aus dem Grund weil dein Mauerwerk aus Bruchsteinen besteht, als erstes wird ein Injektionsmörtel verpresst am nächsten Tag wird dann die Bohrlochflüssigkeit verpresst. Ein Laie kann das nicht selbst ausführen, ich rate davon ab sondern hol dir eine Fachmann der das schon mal gemacht hat. Es ist ein kostspielige Angelegenheit.
    Wenn das Mauerwerk nur feucht ist und die Kosten niedrig gehalten werden sollen, wäre die Möglichkeit es mit Sanierputz zu verputzen. Durch den Sanierputz könnte die Feuchtigkeit ausdiffundieren und die Salze bleiben im Sanierputz. Das hält nicht für die Ewigkeit je nach Feuchtigkeit (Glaskugel an) 10- 20 Jahre (Glaskugel aus). Nichts gegen Trockenbau aber mit der Vorsatzschale habe ich so meine Probleme, die Feuchtigkeit kann dann nach oben oder nach außen. Du schreibst ja dass in der Mitte der Wand die Feuchtigkeit schon höher ist als am Rand.

    Hol dir einen Fachmann der es vor Ort einschätzt.
     
  9. #9 Locke1208, 05.01.2009
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    Danke Helferlein, ich werde in dieser Woche wissen, was Sache ist und hoffe, mich zieht keiner über den großen Tisch. Werde die Ergenisse hier mal posten damit alle wissen, das es das Fachhandwerk nicht für den Spaß gibt.
     
  10. Robby

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    Ja,

    könnte sein, oder auch nicht. Wenn der Untergrund es nicht hergibt ist aber auch eine Dichtschlämme nicht möglich! Schäden "können" schlimmer sein wie zuvor.

    Ein "Spritzputz" ist als Maßnahme ungeeignet.

    Ohne Bauwerksanalyse alles "raten" und für eine fachgerechte und dauerhafte Instandsetzung unabdingbar.

    Sanierputz alleine scheitert wenn die Verdunstungsmenge geringer ist als die kapillare und hygroskopische.
     
  11. #11 Locke1208, 14.01.2009
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    Hier ist jetzt das erste Angebot einer Fachfirma. Die bieten an: Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Saugwinkelverfahren mit Köster Crisin 76. Preis je lfd. Meter 225,50 € (189,50 € netto). Weitere Angaben fehlen (Materialbedarf, Stundenansatz, Zeitbedarf gesamt). Der Aussendienstmitarbeiter hat sich die Wand angesehen und war nach 10 Minuten fertig. Ging mir irgendwie zu schnell und oberflächlich. Auf meine Frage, ob er die Ursache nicht Näher untersuchen müsse antwortete er: "Diese Sache ist nichts besonderes und bei alten Häusern üblich". Nächste Woche kommt der nächste Fachbetrieb und ich bin mal gespannt, ob die unter 10 Minuten bleiben. Bei einer Länge von 12m und einer Investition von ca. 2500 - 3000€ hatte ich mit mehr Aufwand zur fachgerechten Klärung gerechnet. Oder liege ich da falsch?
     
  12. #12 Meizter, 15.01.2009
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    Da liegste glaub ich falsch. Denn dieser Mann hat das Schadensbild bestimmt schon zigmal gesehen, ist ja sein Täglich brot. Und selbst wenn er sich verhaut in der einschätzung, liegt ja die gewährleistung bei ihm*g*
     
  13. #13 Bauwahn, 16.01.2009
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    ...und trotzdem bau ich kein Sanierungskonzept auf Verkäuferaussagen auf.
    Und solange er nicht schriftlich zusichert, dass die Maßnahme das Problem lösen wird, ist's mit der Gewährleistung auch Essig. Mein Getränkehändler gibt auch keine Gewährleistung darauf, dass ich kein Kopfweh bekomme.
     
  14. DaCe

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    Hallo Locke! Bin heute zum ersten mal in eurem Forum und finde es sehr spannend!
    Wir besitzen selber ein Haus (Bj 1920) und haben das selbe Problem(Ziegelmauerwerk).
    Uns liegt ein Kostenvoranschlag von 533 pro lfm vor. So richtig wissen wir nicht weiter, bei 60 laufenden metern ein hohes Investetionsvolumen und keine Garantie das es auch funktrioniert (Injektionsverfahren).
    Melde Dich mal, wenn es bei Dir etwas neues gibt!
    Mfg Dana
     
  15. Robby

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    Nicht verstanden das es nicht so vorteilhaft ist den wirtschaftlichen Gegner eine Planung machen zu lassen, wenn er umso mehr verdient als er verkauft?

    Als Beispiel gibt es hier im Forum mindestens 2 Fälle die nach o.g. Verfahren saniert werden sollten. Kosten zwischen 15 und 25 K. Nur in den Fällen hätten die nie eine Gewährleistung in Anspruch nehmen müssen weil die gar keine Abdichtung brauchten :think

    Wenn eine benötigt werden sollte geht ohne Bauzustandsanalyse sowieso nichts.
     
  16. DaCe

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    Bauzustandsanalyse? Wer macht sowas?
     
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