Feuchtigkeit Sockelbereich Keller

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  1. Luca09

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    Hallo zusammen,

    seit gestern habe ich in meinem, vor einigen Wochen verputzten Keller, feuchte Stellen im Sockelbereich vernommen. Das Haus ist Baujahr 1959.

    Wie man auf den Fotos sehen kann, sind die Ecken der Wände besonders stark betroffen. Dort scheint die meiste Feuchtigkeit vorhanden zu sein und die feuchte Stelle geht bis ca 25 cm die Wand hoch (vom Boden aus gesehen). In diesem Bereich sind teilweise auch Tropfen auf dem Boden zu sehen. Auffällig ist dabei auch, dass ausschließlich die unteren Bereiche der Wand (max 20-25cm vom Boden) betroffen sind, darüber scheint die Wand trocken zu sein.

    Der Spritzschutzstreifen im Außenbereich wurde (am 28.05.2021) ca 30cm tief ausgeschachtet, die Lichtschächte entsprechend tiefer, damit diese versetzt werden können. Zudem wurden die Laibungen der Kellerfenster (welche hinter den Lichtschächten sitzen) gedämmt und entsprechend verputzt damit keine Gefahr von Wärmebrücken entsteht.

    In der Zeit seitdem der Streifen freigelegt wurde (seit dem 25.05) hat es keine starken Regenfälle gegeben. Außer vorgestern am letzten Samstag, da hat es stark geregnet. Fraglich ist, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen Ausgrabung des Spritzschutzstreifen in Verbindung mit Starkregen und der Feuchtigkeit an den Wänden gibt, normalerweise dürfte das ja nicht sein, da die vertikale Abdeckung dies abhalten sollte (sofern intakt) und vom Vorbesitzer auch erst ca vor 10 Jahren gemacht wurde.

    Zur generellen Feuchtigkeit des Kellers ist zu sagen, dass zum Zeitpunkt des Kaufes des Hauses ( letztes Jahr Sommer) an einigen wenigen Stellen der Putz etwas lose war. Die betroffenen Bereiche lagen aber an den inneren Wänden und nicht an den äußeren Wänden wie jetzt. Damals wurde vermutet, dass etwas Feuchtigkeit aus der Bodenplatte kommt, wie bei vielen Häusern mit Baujahr 60er Jahre und eventuell die Horizontalsperre nicht mehr ganz intakt ist. Diese losen Putzstellen wurden abgeschlagen und wie der komplette Keller neu verputzt.

    Die vertikale Kellerwand Abdichtung wurde wie schon beschrieben nachträglich von einem der Vorbesitzer gemacht und ist noch nicht sonderlich alt. Auf einigen Bilder ist der Aufbau zu erkennen (Schweißbahn auf Mauerwerk, dann Dämmung, dann Noppenfolie).

    Nun die große Frage, woher die Feuchtigkeit stammt. Liegt es an dem Starkregen und dem offenen Spritzschutzstreifen? Liegt es an der feuchten Bodenplatte? Oder haben wir es hier nur mit Kondensat zu tun ?

    Bin gespannt auf eure Meinungen ..
     

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  2. #2 petra345, 22.06.2021
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    Wenn Regenwasser an die Mauer kommt, wird sich die Feuchtigkeit auch innen zeigen. Steine dichten nicht ab.

    Wenn erst vor wenigen Jahren vom Vorbesitzer etwas an einer Mauer gemacht wurde, wird er Gründe ghabt haben. Welche??
     
  3. #3 meisterLars, 22.06.2021
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    Sieht für mich so aus, als ob die Wandabdichtung so weit funktioniert. Allerdings würde ich hier auf die Bodenplatte tippen. Maximal 25cm von OKF dürfte relativ genau die Mauersperrbahn sein. Bis dahin kann sich das Wasser durch Kapillarität vorarbeiten, danach kommt es nicht weiter. Wobei ich mir gerade die Frage stelle, ob der Vorbesitzer nur von außen abgedichtet hat, oder auch eine nachträgliche Horizontalsperre eingebracht wurde.
    Ist auf den Bildern der Rohfußboden zu sehen oder liegt da noch Estrich drauf?
    Sollte Estrich vorhanden sein, mal an mehreren Stellen aufmachen und schauen, ob das Wasser überall unterm Estrich ist.

    Bei nem >60 Jahre alten Haus ist es eigentlich nichts ungewöhnliches, dass die aus damaligen Zeiten vorhandene "Abdichtung", die meistens nur aus einem Schwarzanstrich besteht, nicht mehr ihren Zweck erfüllt. Irgendwann muss man dann tätig werden.
     
  4. Luca09

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    In den meisten Räumen scheint lediglich eine Art Ausgleichsmasse und in anderen Räumen (sieht man auch gut auf den Fotos) sind Fliesen auf dem Boden.

    In manchen Räumen kann man den Aufbau sehen, s. Fotos im Anhang.
     

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  5. Luca09

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    Ob nachträglich eine Horizontalsperre eingebracht wurde ist mir nicht bekannt. Ich vermute eher nicht. Gibt es eine Möglichkeit, das festzustellen ?
     
  6. #6 petra345, 22.06.2021
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    Man sollte die als horizontale Linie auch durch den Putz erkennen. spätestens, wenn der Putz abgeschlagen ist muß man sie sehen.
     
  7. #7 Manufact, 23.06.2021
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    Da das Haus BJ 59 ist, gibt es keine durchgehende Bodenplatte sondern nur eingegossenen Magerbeton / Estrich.

    Die Feuchtigkeit steigt seit Bau des Hauses vom Streifenfundament in die Mauern, deswegen auch Feuchtigkeit in den Innenmauern.

    Oftmals drückt es deshalb im Bereich des Wand-Sohlen-Anschlusses bei Starkregen das Wasser durch.

    Ein Stückchen Putz im unteren Bereich (0 - 35 cm) wegklopfen und:
    1.Überprüfen ob Hori vorhanden ist (schwarzer "Strich")
    2.Feuchtigkeit überprüfen.
     
  8. Luca09

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    Hori ist vorhanden. Feuchtigkeit unter halb der Hori mit Werten 20-30, oberhalb der Hori weitesgehend trocken.Somit wohl intakt.

    Ich denke, dass die untere Feuchtigkeit sich über den Putz überträgt. Wenn man ca 25cm des bestehenden Putzes abschlägt, Dichschtlämme aufträgt, unten eine Trennfuge zum Boden ausbildet und am Ende einen Sanierputz drauf macht, dürfte das Problem meiner Meinung nach erledigt sein. Was meint ihr?
     
  9. Luca09

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    Was sagt ihr zu der Lösung?
     
  10. #10 Bromm Edmund, 08.07.2021
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    Und wie sicher kann man Tauwasser ausschließen ?
    Welche Raumtemperaturen sind im Keller und welche Luftfeuchte wird denn gemessen?
     
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