Feuchtigkeit unterhalb Randdämmstreifen im Wandputz

Diskutiere Feuchtigkeit unterhalb Randdämmstreifen im Wandputz im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, vor 5 Wochen wurde in unserem Neubau der Estrich eingebracht. Im Keller steigt nun Feuchtigkeit aus dem Randdämmstreifen im Putz...

  1. #1 Ruhrtal, 30.04.2023
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    Hallo zusammen,
    vor 5 Wochen wurde in unserem Neubau der Estrich eingebracht. Im Keller steigt nun Feuchtigkeit aus dem Randdämmstreifen im Putz nach oben. Wir haben im Keller die Randdämmstreifen nun teilweise entfernt und dort ist der Putz maximal nass.

    Keller ist komplett aus WU-Beton und zusätzlich mit Bitumen gestrichen. Der Kellerboden hat Bitumenbahnen als Dampfsperre.

    Unsere Bauleitung meint nun, dass wir wahrscheinlich einen Wasserschaden unter der Estrichdämmung haben. Wir hatten auch einen Fleck im Estrich. Woher ist unklar.

    Daher die Frage an Euch... ist dies normale Feuchtigkeit, die nicht entweichen kann oder liegt ein Baumangel vor. Jeder Handwerker weist das von sich. Alle Leitungen wurden abgedrückt. Habt ihr Ideen?

    Jetzt soll eine Dämmschichttrocknung starten.

    Besten Dank...
     

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  2. #2 Gast 85175, 30.04.2023
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    Auf dem Bild "Nässe 4" sieht es im Türdurchgang so aus als wäre die untere Steinreihe klatschnass. Wenn das auch an den anderen Steinen so ähnlich aussieht, hast ein Problem. Nur zur Sicherheit, das war mal trocken, oder wars schon seit dem Rohbau klatschnass da unten?

    Ich würde in dem Fall in dem das schonmal trocken war mal ganz schnell irgenwo aufstemmen und da reinkucken wollen ob da das Wasser wirklich schon drunter steht.

    Wenn es da ein Leck gibt, musst erstmal das Leck finden und dann auch ganz schnell mit dem Trockenen anfangen.
     
  3. #3 Ruhrtal, 01.05.2023
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    Ja, mir ist das auch aufgefallen und vor dem Putz waren die Steine zwar leicht feucht aber nicht so nass. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Es sind zwei Steine nass. An den restlichen Türen im Keller sind die Steine alle trocken.
     
  4. #4 JohnBirlo, 01.05.2023
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    Was läuft denn so im Estrich? Befüllte Fußbodenheizung? Trinkwasserleitungen? Führen Regenwasserleitungen in den Keller? Oder geht ihr aktuell von Grundwasser aus?

    Übrigens: Nach DIN-Norm soll man die Randdämmstreifen erst nach den Bodenbelagsarbeiten abschneiden
     
  5. #5 Ruhrtal, 01.05.2023
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    Es verlaufen Fußbodenheizung und Wasserleitung im Estrich. Beide wurden mehrfach auf Dichtheit geprüft, sagt der Sanitärmeister.

    Falls wirklich Wasser unter dem Estrich ist, kann es nur Anfang April ein Unwetter gewesen sein, da das Wasser bis am Kellereingang bis zur Schiebetür hoch stand und der Abfluss mit Baufolien verstopft war. Türabdichtungen sind aber okay und reingelaufen durch die Tür ist das Wasser nicht.

    Ich bin komplett ratlos...
     
  6. #6 JohnBirlo, 01.05.2023
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    Ist denn die Kellertür bereits abgedichtet? Ich meine jetzt nicht Rahmen zu Türblatt, sondern Türzarge zu Rohboden außen. Und zwar gegen genau solch ein Ereignis, was du gerad beschreibst. Ich hab eine Ähnliche bauliche Situation, hab da extra eine Stufe und zusätzlich mit Flüssigkunststoff abdichten lassen.
     
  7. #7 Ruhrtal, 01.05.2023
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    Ja, die Schiebetür im Keller (Eingang) wurde außen an der Unterseite durch den Dachdecker abgedichtet. Aber das Wasser stand hoch, bevor ich es abgepumpt habe. Aber innen ist kein Wasser reingelaufen... siehe Bild
     

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  8. #8 Tilo, 01.05.2023
    Zuletzt bearbeitet: 01.05.2023
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    Hallo
    Ich sag mal, das war das Unwetter, siehe letztes Foto "Wasser" und " Nässe 2".
    Beräume mal den gesamten Treppenabgang gründlich und schaue dir alle Anschlüsse zum Haus an. Wenn der Gully / Bodenablauf da auch verstopft war, wie du schon geschrieben hast, ist das doch kein Wunder.
    Ist der Ablauf überhaupt fachgerecht angeschlossen ? Wird das Wasser gehoben ? Das Regenwasser steht dir jetzt überall unter dem Estrich und treibt an den Wänden / Randdämmstreifen wieder aus. Da ist keine Haustechnikleitung undicht....
     
  9. #9 Ruhrtal, 01.05.2023
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    Ja, der Ablauf zur Drainage mit 20cbm in den Garten war zu mit Bauschutt und Folien. Aber wenn das Wasser nicht über oder durch die Schiebetür getreten ist, wie ist es dann rein gekommen? Hast Du eine Idee? Nicht dass dies nochmal passiert…
     
  10. #10 JohnBirlo, 01.05.2023
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    Du schreibst WU-Beton und dann noch Bitumen. Also habt ihr eine Weiße Wanne komplett? Wurde das ordentlich gemacht? Gibts Durchführungen für z.B. Abwasserleitungen?
     
  11. #11 Ruhrtal, 01.05.2023
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    Ja, weiße Wanne komplett und zusätzlich abgedichtet- auch jedes Kellerfenster. Die Abwasserleitungen laufen unter der Bodenplatte und sind auf Dichtigkeit geprüft…

    Ich stehe vor einem Rätsel… es sei denn die Abdichtung ist undicht am Kellereingng, wo das Wasser stand.

    oder es ist die Baufeuchte noch vom Putz, aber wie gesagt. Einige Backsteine sind voll mit Wasser.
     
  12. #12 Tilo, 01.05.2023
    Zuletzt bearbeitet: 01.05.2023
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    Mach doch mal Foto von aussen.
    Das Wasser ist vermutlich unter dem Fenster in den Raum gelaufen
    An der Fensteraussenwand ist nach meiner Ansicht nach auch die aufsteigende Feuchtigkeit am größten.
     
  13. #13 Ruhrtal, 01.05.2023
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    Anbei die Abdichtung des Fensters... ich hoffe, dass sich Ursache und Verursacher ausfindig machen lassen. Wenn wirklich seit Wochen Wasser unter dem Estrich ist, wird sich wahrscheinlich Schimmel in der Dämmung gebildet haben und der Estrich muss raus.
     

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  14. #14 Tilo, 01.05.2023
    Zuletzt bearbeitet: 01.05.2023
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    Hallo
    Bild 3 Elektrokabel von der inneren Schalterreihe nach aussen.
    Stand das Wasser so hoch ? Und ist nach innen gelaufen ?
    Wenn nicht, dann findet sich unter dem PSK-Fenster / Fensterschwelle bestimmt irgendwo noch ein Loch, meistens im Eckbereich.

    Bild 1 sieht man wahrscheinlich, wie hoch die braune Brühe stand.

    Fenster sind ja generell auch nicht druckwasserdicht.....
     
  15. #15 thomenec, 01.05.2023
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    Hallo Ruhrtal,
    ich würde ebenfalls die Feuchtigkeitsquelle im Bereich des Fenster suchen. Wie aus dem Lehrbuch sieht die Verarbeitung / Abdichtung irgendwie nicht aus. Möglicherweise ist das Wasser unter die Bitumenabdichtung gelaufen und diese wiederum z.B. durch eine Bohrung zur Fensterbefestigung undicht. Möglicherweise muss im Bereich vor dem Fenster den Estrich öffnen. Dann hast Du Gewissheit ob und wieviel Feuchtigkeit dort ansteht, ausserdem könnte man eventuell die Eintrittsstelle ausmachen.

    Mit einer Dämmschichttrocknung ohne Ursachenermittlung würde ich mich nicht abspeisen lassen wollen. Nachher wird nur der Schaden und nicht die Ursache behoben. Dann hast Du am Ende der Gewährleistung einen heftigen Starkregen, einen verstopften Abfluss und wieder Wasser im Keller.

    Wasserdichter Keller und bodentiefe Fenster / Tür darin sind nicht unbedingt die beste Kombination...

    Grüße
     
    Gast 85175 gefällt das.
  16. #16 Gast 85175, 01.05.2023
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    Ich würde halt erstmal da unten reingucken wollen, ob es da überhaupt nass ist. Von diesen Trocknungsarien auf Verdacht mit vierstelligen Kosten halte ich nix. 1-2 kleine Stellen, mit dem Dosensenker vom Elektriker, reichen da oft aus, man muss dazu nicht alles kurz und klein schlagen. Ich würde in der Nähe der nassen Steine nachsehen.
    Wenn es da wirklich nass ist muss die Ursache finden, oder halt die Trockner kaufen statt mieten, weil wenn die Ursache nicht abgestellt wird könnte es etwas länger dauern mit dem Trocknen.


    Mal abgesehen von Leckagen an Rohren oder sonstigen „versteckten“ Problemchen wäre es eigentlich die Aufgabe von denen gewesen, dass es da überhaupt keinen Wasserschaden gibt. Diese geniale Diagnose, dernach es da wahrscheinlich einen Wasserschaden gibt finde ich dummblöd. Frag die mal was sie beruflich machen!
     
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