Feuchtigkeitssperre gebundene Schüttung

Diskutiere Feuchtigkeitssperre gebundene Schüttung im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wollte eine Kaiserdecke die relativ uneben ist, mit gebundener Schüttung ausgleichen und anschließend Trockenestrich drauf...

  1. OlliBB

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    Hallo zusammen,

    wollte eine Kaiserdecke die relativ uneben ist, mit gebundener Schüttung ausgleichen und anschließend Trockenestrich drauf verlegen. Jetzt hab ich gelesen das unter die Schüttung keine Feuchtigkeitssperre, also keine Folie darf.
    Bin mir jetzt unsicher wie ich das jetzt machen soll. Prinzipiell ist die Betondecke zwar trocken, ist aber Kellergeschoss drunter und teilweise auch Wäschetrockner, etc.
    Gibt es eine alternative wie ich da gegen aufsteigende Feuchte vorgehen kann?

    Trockenschüttung will ich nicht nehmen.

    Gruß
    Oli
     
  2. #2 Andybaut, 29.10.2018
    Andybaut

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  3. OlliBB

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    Ist der Klassiker, fermacell gebundene Schüttung. Dort steht in den Verarbeitungshinweisen:

    Um die notwendige Haftung auf dem Untergrund zu gewährleisten, ist dieser zu grundieren, z. B. mit fermacell Tiefengrund. Die Verlegung auf losen Schichten bzw. Trennlagen z.B. Rieselschutz, PE-Folie, Ausgleichsschüttung, fermacell Wabendämmsystem u.Ä. ist nicht zulässig.

    Bei der NORIT gebundenen Schüttung steht das selbe.

    Ich habe das bei Liapor auch gelesen, allerdings stellt man hier die Schüttung selber her mit Zugabe von Zement, die Austrocknung dauert ein paar Wochen. Bei Fermacell scheint ein hoher Anteil an Kunststoff-Zuschlag zu sein, belegreif laut Datenblatt in 24h.

    Wenn ich ehrlich bin: Nichtmal ausgewiesene Experten kennen sich da richtig aus, manche sagen direkt auf die Betondecke, manche sagen die Dampfbremse gehört auf die warme Seite der Dämmung, d.h. in dem Fall zwischen gebundener Schüttung und Trockenestrich. Ein Andere sagt nur auf der Oberseite des trockenestrichs. Ich kenn mich da ehrlichgesagt nicht mehr aus...
     
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  4. SIL

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    Aufgrund der 'Kaiserdecke' und ihren partiellen Ausgleich den sie durchführen möchten, gehört Ihre Dampfbremse unter den Trockenestrich. Ergo zwischen Schüttung gebunden und Ihren weiteren Aufbau.
     
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  5. #5 Andybaut, 30.10.2018
    Andybaut

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    Da steht ja nun nicht, dass es keine Dampfbremse geben darf.
    Dort steht lediglich, dass diese nicht lose verlegt sein darf.

    Knauf Katja wäre eine einfache Möglichkeit.
    Natürlich nur als Beispiel, gibt noch genügend andere Hersteller.
     
  6. OlliBB

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    Nein da steht es darf auch nicht auf Trennlagen eingebaut werden, auf losen Schichten sowieso nicht. Letztendlich ist es mir aber auch egal ob erlaubt oder nicht, sondern wichtiger wo die Bremse am richtigen Platz ist. Zementärer Estrich wird ja auch so aufgebaut: Rohbeton, Dämmung, auf die Dämmung Folie und darauf schwimmend der Estrich. Also auch hier auf der warmen Seite der Dämmung die Folie.
    Nur bei loser Schüttung ist es generell anders, da wird immer empfohlen unter die Schüttung die Folie zu legen. Damit ist es auf der kalten Seite der Dämmung und da hab ich mal gelernt dass dann die Schüttung im schlimmsten Fall im Wasser steht. Das kann irgendwie keiner so richtig erklären, denn bauphysisch sollte Dämmung gleich Dämmung sein.
     
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  7. #7 Andybaut, 30.10.2018
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    Nein. Auf den Beton kommt eine Sperre. Z.B. die Katja und dann der Rest.

    http://liapor-shop.de/WebRoot/Store...a96/MediaGallery/Liapor_Schuettungen_2014.pdf
    Seite 7 ist es doch beschrieben wie es geht.

    Kannst du mal die Texte einstellen wo du das liest?
     
  8. OlliBB

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    Leider darf ich noch keine Links einstellen, zu wenige Beiträge...
    Ich kopiers mal rein:

    Fermacell:
    Verarbeitung
    - Der Untergrund muss tragfähig, sauber, dauertrocken und frei von Trennmitteln und die Haftung beeinträchtigenden Substanzen sein. Lose Beschichtungen sind zu entfernen. 
    - Um die notwendige Haftung auf dem Untergrund zu gewährleisten, ist dieser zu grundieren, z. B. mit fermacell Tiefengrund. Die Verlegung auf losen Schichten bzw. Trennlagen z.B. Rieselschutz, PE-Folie, Ausgleichsschüttung, fermacell Wabendämmsystem u.Ä. ist nicht zulässig.

    NORIT:
    Untergrund
    - Federnde Konstruktionen wie z. B. lose Holzdielen müssen fixiert werden. Der Untergrund muss sauber, tragfähig und frei von Trennmitteln sein. Beschichtungen, die keine Haftverbindung haben müssen entfernt werden.
    - Um eine optimale Haftung zu erreichen sollte auf eine Trennlage z.B. Rieselschutz oder PEFolie verzichtet werden, die bauphysikalischen Regeln sind jedoch zu beachten. Bei einer erdberührenden Betonplatte muss eine spezielle Feuchteabdichtung nach DIN 18195 unter der Schüttung angeordnet werden. Optional kann ein ...


    Gerade Fermacell will eigentlich eine Verbindung mit dem Untergrund, sprich Grundieren.
    Damit bin ich wieder am Anfang meines Problems, Liapor sagt Folie drunter, Fermacell sagt auf keinen Fall Folie drunter.
     
  9. SIL

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    Sie verwechseln etwas, genau wie Andy natürlich wird gebundene Schüttung auch oberhalb von Abdichtungen oder Sperren verwendet, dann aber zur Ergänzung der verlegten - in Aussparungen von ELT, SAN Rohren etc oder Überzüge, dort ist seit längerer Zeit die Verwendung von gebundener Schüttung vorgeschrieben egal ob Harz, Bitu oder zementös gebunden( diese wird nicht mit dem Untergrund verhaftet . Ein Schüttungsaufbau zur Dämmung ( im Sinne EneV) , von fermacell ( gebunden) zum Beispiel muss mit dem Untergrund verhaftet sein, dort schließt sich ergo die Verwendung von 'Sperren' aus, also nochmals wie hoch und wieviel wollen Sie oder müssen Sie auftragen...? Ist beabsichtigt das wirklich in cm starken Aufbauhöhenhöhen durchgängig auszuführen dann - Sperre darauf, bei partiellen Ausgleich 'Sperre' darauf
     
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  10. OlliBB

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    Hintergrund ist der unebene Rohbetonboden. Hier müssen ca. 2cm Gefälle ausgeglichen werden. Die maximale Aufbauhöhe beträgt ca. 6 -7cm, inkl. Trockenestrich der darauf verlegt werden soll. Keine Heizelemente, keine Rohre in der Schüttung.
    Die Schüttung dient also zum Ausgleich und zur Dämmung gegen die Betondecke. Höhe der Schüttung ca. 4cm durchgängig.
    Die Rohbetondecke ist zudem nicht geglättet. Eine Folie hier aufzubringen ist nicht so einfach.
     
  11. #11 Andybaut, 31.10.2018
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  12. #12 OlliBB, 31.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 31.10.2018
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    Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen...

    Liapor ist der einzige Hersteller der eine Trennschicht explizit verlangt. Generell eine Folie wird keineswegs verlangt, sondern nur da wo Feuchte aus dem Untergrund zu erwarten ist. Ansonsten könnte man wahrscheinlich auch Estrichpapier nehmen. Liapor kommt für mich eh nicht in Frage weil das Trocknungszeiten wie ein Zementestrich hat.
    Hersteller andere Produkte verbieten konkret die Trennlage.

    Ich denke man sollte das eher bauphysisch betrachten wie stur auf Anweisungen der Hersteller zu gehen. Und da ergibt eine Folie unter der Dämmung für mich keinen Sinn, weil die warme Raumluft durch die TE-Elemente und die Dämmung durchdiffundiert und an der Folie, die direkt auf der kalten Betondecke liegt kondensiert. Deshalb macht für mich die Dampfbremse auf der Schüttung Sinn (wie von SIL erwähnt), weil die warme Raumluft dann vor der Dämmung gebremst wird und die kalte Massivdecke gar nicht erreicht, ergo kein Kondensat.
    Vielleicht ist es im Zweifelsfall besser sowohl drunter wie auch drüber eine Folie zu legen, die Folie drunter um aufsteigende Feuchte zu verhindern und die Folie drauf um die Raumluft abzuhalten. Übrigens ist es im Liapor-Schaubild oben auch genau so dargestellt.

    Aber ich bin kein Bauexperte und kann da auch falsch liegen.

    Ich habe als Beispiel mal die Fermacell-Verarbeitung angehängt. Seite 2, zweiter Punkt.
     

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  13. SIL

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    Ich sagte doch bereits - durch ihre 'Kaiser Decke' kommt da nichts, ausser sie planen eine offene Sauna darunter, auf diese Elemente eine Folie gleich welcher Art zu bringen - hilft ihnen gar nix, ist im Gegenteil ein Verstoß gegen die Sicherstellung des Verbunden. :closed:
     
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  14. #14 Modernisierer70, 02.11.2018
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    Hallo Oli,

    wie die anderen schon geschrieben haben, muss bei der fermacell gebundenen Schüttung die Feuchtigkeitssperre mit dem Untergrund verbunden sein.
    Diese kann dann zwischen der Schüttung und den Estrichelementen ausgeführt werden.
    Viel Erfolg !
     
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