FI-Schutzschalter

Diskutiere FI-Schutzschalter im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Leute, habe mal ne kurze Frage. Bei unserem Neubau hat der Elektriker gerade den Sicherungskasten verdrahtet. Jetzt hat er zwei...

  1. winky

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    Hallo Leute,

    habe mal ne kurze Frage. Bei unserem Neubau hat der Elektriker gerade den Sicherungskasten verdrahtet. Jetzt hat er zwei FI-Schutzschalter eingebaut! Ich dachte immer man bräuchte nur einen. Die Elektroinstallation im Dachgeschoss hat mir ein bekannter gemacht, der nur einen FI eingebaut hat! Muß ich oben jetzt noch einen zweiten einbauen? Oder ist unten einer zuviel?
     
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  3. #2 Baumeister70, 30. April 2008
    Baumeister70

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    Die zwei FIs sind nicht hintereinandergeschaltet, es würde also ein FI reichen. 2FIs haben den Vorteil, das man nicht alle Stromkreise an einem FI hängen hat. Wenn man z.B. einen für oberes Erdgeschoss und einen für Keller hat und der für Erdgeschoss fliegt in der Nacht raus (unbemerkt), dann hat der Gefrierschrank im Keller noch Strom.

    Sind es denn FIs für eine oder drei Außenleiter?
     
  4. winky

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    Also beide FI´s sind für das Erdgeschoss. Es sind 4 Polige FI´s. Die drei Phasen vom Zähler gehen in den ersten FI in der obersten Reihe. Vom Eingang des ersten FI´s werden dann wieder die drei Phasen für den zweiten FI in der zweiten Reihe abgegriffen. Das Obergeschoss ist extra durch drei Neozed Sicherungen und einen Eigen Sicherungskasten im OG mit eigenen FI abgesichert.
     
  5. #4 Baumeister70, 30. April 2008
    Baumeister70

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    Mal ausprobieren, was passiert, wenn man einen FI rausnimmt. (Evtl. vorher PC in Ruhezustand bzw. wichtige Dateien sichern). Vielleicht einer fürs Bad, oder einer für Licht, der andere für die Steckdosen, ...

    Da hats der Elektriker bestimmt gut gemeint und das EG aufgeteilt.
     
  6. S.Oertel

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    Tach auch!

    Lass dir das vom Eli mal erklären, warum er zwei FIs gesetzt hat und wie die Stromkreise verteilt sind. Wenn es richtig gemacht ist, ist das durchaus sinnvoll - ein FI kostet nicht die Welt und stell dir mal vor, du stehst eingeseift unter der Dusche und irgendwas im Steckdosenkreis himmelt den FI und gleichzeitig geht überall das Licht aus...
    ..viel Spaß beim durchs Haus tasten...

    Gruss
    Sven
     
  7. winky

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    Hallo Leute, noch mal eine kurze Frage: Ich würde gerne oben noch einen Stromzähler für Hutschienenmontage installieren um für mich die Kosten zu ermitteln (Keine Abrechnung, also nicht geeicht). Muß ich jetzt oben einen Drehstromzähler nehmen oder drei wechselstromzähler?
     
  8. #7 Baumeister70, 1. Mai 2008
    Baumeister70

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    Wenn Drehstrom vorhanden ist (also drei verschiedene Außenleiter) musst du einen Drehstromzähler verwenden.

    Sollte nur ein Außenleiter nach oben gelegt worden sein, dann einen für Wechselstrom.

    Da der FI 4-polig ist (einer für N), wird vermutlich Drehstrom vorhanden sein, zu erkennen an den Farben schwarz,braun und nochmal schwarz für die Außenleiter, blau für Neutralleiter und grün-gelb für Schutzleiter. Aber nicht blind nach Farben gehen, lieber nachmessen.

    Also sollte eine fünfadrige Leitung nach oben führen, von der zwischen einem Außenleiter und N bzw. PE jeweils 230V gemessen wird, ist es Drehstrom und so ein Zähler muss verwendet werden.

    mfg
     
  9. winky

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    Danke,

    also drei Phasen habe ich oben und wie die auszusehen haben weiß ich auch. Wie angeschlossen wird ist mir auch klar. Ich dachte halt nur das Drehstromzähler z.B. bei einem Motor der über Drehstrom läuft und auf allen drei Phasen die gleiche Abnahme hat genommen wird. Beim Verteiler oben hängen ja halt an jeder Phase verschiedene Verbraucher und so ist der Stromfluß an jeder Phase ja halt anders. Und da dachte ich halt es würde nicht funktionieren.

    Was ist von den Drehstromzählern bei ebay zu halten? Swissnox usw. habe ich noch nie gehört. Oder soll ich lieber Hager oder Finder nehmen.
     
  10. Julius

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    Der Schüler kann wieder was dazulernen:

    Die Außenleiter-Farben in Mehraderleitungen wurden vor einigen Jahren erneut geändert.

    Seitdem gilt: braun, schwarz und grau

    Und da die Übergangsfristen für die Verwendung von Leitungen mit alter Farbcodierung längst abgelaufen sind, sollte man in Neubauten eigentlich keine zwei Schwarzen mehr finden...
     
  11. #10 Baumeister70, 3. Mai 2008
    Baumeister70

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    Vielen Dank, das wusste ich wirklich noch nicht

    Ich hab mich zwar schon immer gewundert, wie man auf die Idee kommt, zwei verschiedene Außenleiter mit zwei gleichen Farben zu versehen, wobei doch noch genügend Farben frei wären.
    Stimmt denn dann die Reihenfolge L1=braun, L2=schwarz und L3=grau?
    mfg
     
  12. Julius

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    Sie ist (noch) nicht genormt, aber dies ist eine Empfehlung, die auch so in den Normentwurf eingehen dürfte.

    Aber auch die Reihenfolge sw/br/gr ist üblich, vor allem im Bereich der Verteilungsnetze einiger VNB.

    Die übrigen Farben schieden damals aus diversen Gründen aus.
    Vor allem das jetzt verwendete Grau hatte ja in der alten deutschen Norm die genau entgegengesetzte Bedeutung (PEN oder N, nur im Ausnahmefall auch als L)!!!
    Und es waren - da es sich bereits um eine internationale Festlegung handelte, auch die Belange der anderen Staaten zu berücksichtigen. In GB z.B. war Rot vorher der L, in D der PE...
    Einzig mögliche Folge: Rot komplett verboten.
    Weitere Farben waren für andere Zwecke (z.B. Kleinspannung, Gleichspannung oder Steuerung) reserviert.

    Außerdem hatte die vorige (deutsche) Norm den Vorteil, auch von Farbenblinden eindeutig erkennbar zu sein:
    -dunkle Ader (schwarz oder braun) -> L
    -helle Ader (hellblau) -> N (oder L)
    -"zweifarbige" Ader (grün/gelb) -> PE (oder PEN)
    Dies ist mit der neuen Fassung wieder weggefallen (Grau wird als hell gesehen und das Blau muß nicht mehr hellblau sein, Dunkelblau wird aber auch wieder als dunkel gesehen).

    Soweit zur Frage des Fortschritts und der Eindeutigkeit... :shades
     
  13. Rüganer

    Rüganer Gast

    nochmal zurück zum FI

    wollte nicht ein neues Thema aufmachen:

    Ist es generell vorgeschrieben, den FI bzw. RCD vor die Lastsicherung zu klemmen oder ist das egal?
     
  14. HolgerS

    HolgerS

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    Das kommt darauf an. Ein FI kann einen bestimmten Strom betrieblich dauerhaft tragen (üblich: 25A, 40A) und einen bestimmten Strom abschalten.

    Du musst also vor einem FI, der 40A betrieblich dauerhaft tragen kann, eine (respektive 3) Sicherung(en) haben, deren Nennstrom kleiner oder gleich 40A ist. Bei 25A gilt entsprechendes.

    Die zulässigen Ströme sind auf den FI aufgedruckt und sollten auch in der Einbauanweisung stehen.

    Grüße, Holger
     
  15. HolgerS

    HolgerS

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    Hast du dafür eine Quelle (eine gültige Norm mit Ausgabestand)?

    Danke, Holger
     
  16. Rüganer

    Rüganer Gast

    Das ist doch gehuppt wie gesprungen, Strom muss da doch eh durch.

    Mir geht es darum, ob in der Reihenfolge erst der FI und dann die Lastsicherung geklemmt wird oder erst die Lastsicherung und dann der FI.
    Oder ob es egal ist, in welcher Reihenfolge ich die beiden Schutzvorrichtungen klemme.
     
  17. #16 ibiza1425, 16. Mai 2008
    ibiza1425

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    Ist mit Lastsicherung der 3 pol. LSS für die Zuleitung zum Stockwerksverteilerkasten gemeint?

    wenn ja, dann ist das prizipiell für die Funktion egal.
    Nur, wenn der 3 Polige LSS nach den FI geschlossen wird und ein Schluss dazwischen entsteht, wird der Strom bis zum Abschaltstrom der nächsten Sicherung hochgehen. Je nach dem wie diese bemessen ist kommt der FI zu schaden.

    Richtig und Fachgerecht jedoch ist den FI in den Stockwerksverteiler zu setzen und somit nach dem 3poligen LSS der die Zuleitung zu diesem Verteiler absichert.
     
  18. Julius

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    Die Reihenfolge ist im Prinzip egal.

    ABER:
    Vor dem FI muß IMMER ein Überstromschutzorgan sitzen, welches einerseits seine Zuleitung und andererseits ihn selbst im Kurzschlußfalle ausreichend schützt.
    Wie hoch deren Bemessungsstrom max. sein darf, ergibt sich einerseits aus der Leitungsauslegung (mit sämtlichen einschlägigen Parametern) und andererseits gibt ihn der Hersteller des FI an (z.B. max. 100A für nen 40A-FI). Es gilt der niedrigere Wert.

    ZUSÄTZLICH muß der FI vor Überlast geschützt werden.
    Dies kann entweder durch ein (ggf. sowieso vorhandenes) vorgeschaltetes Überstromschutzorgan erfolgen oder durch ein nachgeschaltetes oder durch die Summe der nachgeschalteten (hierbei darf in D kein Gleichzeitigkeitsfaktor angesetzt werden), u.U. auch durch die Auswahl der (festanzuschließenden) Verbraucher.


    @ Holger:
    Das ist die DIN VDE 0293-308 (seit Ausgabe Jan. 2003), Übergangsfrist lief bis 01.4.2006
     
  19. Rüganer

    Rüganer Gast

    Vor dem FI ein Überstromschutz?

    Nun nochmal langsam für mich zum mitlaufen:

    An der Hausverteilung soll ein Gartenhaus angeschlossen werden.
    Vorhanden ist ein Sicherungsautomat, der auf einer Stromschiene sitzt.

    Heißt das nun, ich kann aus dem Sicherungsautomaten an den FI und von da aus zur Hütte gehen?
     
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  21. Dieter70

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    Ja, kannst du!

    Gerade bei solchen fällen bietet es sich an den FI hinter dem LS zu verdrahten.
     
  22. Rüganer

    Rüganer Gast

    Super.

    Danke für die klare Aussage! :28:
     
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