Finanzierung machbar?

Diskutiere Finanzierung machbar? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo liebe Mitglieder :winken Meine Frau und ich möchten uns den Traum vom Eigenheim verwirklichen und sind uns aber unsicher wegen der...

  1. #1 Kusserob, 30.04.2017
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    Hallo liebe Mitglieder :winken

    Meine Frau und ich möchten uns den Traum vom Eigenheim verwirklichen und sind uns aber unsicher wegen der Finanzierung.
    Zu unserer Situation:

    Einnahmen
    Mann: 3.100 EUR netto
    Frau: 900 EUR Elterngeld (bis April 2018)
    Kindergeld: 190 EUR

    Ausgaben:
    Haushalt (Verpflegung, Baby etc.): 900 EUR
    Hausnebenkosten (Strom, Heizung, Wasser, Versicherungen, Müll, Steuer): 400 EUR
    Übrige Versicherungen: 280 EUR
    Auto (nur eins, da ich meinen Firmenwagen privat nutzen darf): 250 EUR
    Kleidung, Frisör, Essen gehen etc.: 300 EUR
    Sparen für Kind/Patenkind: 70 EUR

    Summe Ausgaben: 2.200 EUR
    Summe Einnahmen: 4.190 EUR
    Restsumme: 1.990 EUR

    Angestrebte Rate: 1.350 EUR

    Bleiben also ca. 640 EUR noch zusätzlich übrig für Unvorhergesehenes. Nicht eingeplant sind Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder Boni.

    Hauskosten:
    Hausbau inkl. Grundstück und aller Nebenkosten: 395.000 EUR
    Eigenkapital: 40.000 EUR
    Zu finanzierende Summe: 355.000 EUR

    Zu unserer Finanzierung:
    Kfw 153: 100.000 EUR für 2,25% (20 Jahre ZB)
    Kfw 124: 50.000 EUR für 1,4% (10 Jahre ZB)
    Annuität. Darlehen: 210.000 EUR für 2,09% (15 Jahre ZB)

    Meine Frau möchte nach 2 Jahren wieder arbeiten gehen, somit müssen wir ca. 1 Jahr ohne Elterngeld überbrücken. Daher legen wir im ersten Jahr des Baubeginns, wo ja größtenteils erstmal nur die Zinsen des abgerufenen Kapitals gezahlt werden, so viel wie möglich als Puffer zurück, um das 2. Jahr zu überstehen ;-)

    Was sagen die Experten zu unserer geplanten Finanzierung :bounce:?
     
  2. #2 1958kos, 01.05.2017
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    Wie hoch ist Zins und Tilgung in €??
     
  3. #3 Kusserob, 01.05.2017
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    Kfw 153: Zins 178 EUR, Tilgung 213.EUR
    Kfw 124: Zins 58 EUR, Tilgung 147 EUR
    Darlehen: Zins 365 EUR, Tilgung 385 EUR

    Wir zahlen bei Kfw 153 knapp 391 EUR, bei Kfw 124 ca. 205 EUR und beim Darlehen 750 EUR.

    Nach ca. 2 Jahren -wenn meine Partnerin wieder arbeiten geht- ist ein Erhöhung des Darlehens um 200-300 EUR gedacht.

    Hinzu kommt, dass wir dieses Jahr noch heiraten, was uns monatlich nochmals etwas mehr Geld bringt (Wechsel in SK 3/5).
     
  4. #4 petra345, 01.05.2017
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    Nach meiner Faustformel kosten 100.000 im Monat 550 bis 600 im Monat.

    Das erscheint sehr viel bei derzeitigen Zinsen. Die Formel stammt auch aus einer Zeit, als die Zinsen deutlich höher waren und man mit höchstens 2 % tilgen konnte.
    Aber die Zeiten ändern sich auch einmal wieder und was heute nicht für Zinsen benötigt wird, sollte man in die Tilgung investieren. Also 5 % Tilgung sollte man heute anstreben. 3 % sind die Untergrenze die man vereinbaren sollte.

    Jede Bank macht übrigens einen kostenlosen(?) Zins- und Tilgungsplan. Den kann man mit EXCEL nachvollziehen und kann dann den Kreditverlauf auch graphisch darstellen. Manchmal entdeckt man dabei Kosten (Versicherungen), die vorher nicht angesprochen waren.

    Macht man es geschickt , kann man leicht die Änderungen der Zinsen eingeben.

    Wenn man sieht wie sich der Kreditbetrag nach 10 Jahren einstellt, erübrigt sich eine lange Kreditlaufzeit, die höhere Zinsen kostet und eine "Zinssicherheit" darstellen soll.

    Eine Sondertilgung ist eine sinnvollere Klausel.
     
  5. #5 driver55, 01.05.2017
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    Hallo, ich gehe mal stark davon aus, dass du zum Thema Finanzierung schon einiges hier im Forum gelesen hast, auch wenn du sich erst vor kurzem angemeldet hast.
    Weiterhin kommt Deine Frage doch etwas spät, oder? Lt. Deinem ersten Post vor einer Woche rückt der Bagger doch ohnehin in Kürze an. Somit ist bzgl. Finanzierung und Bau alles bereits in trockenen Tüchern. Oder irre ich mich da?
    Es kann somit lediglich der Iststand bewertet werden. Eine Korrektur ist nicht mehr möglich.

    Die Zinsen sind nun so wie sie sind und die Tilgung (ca. 2,5%) ebenso. Bzgl. Tilgung stimme ich petra345 zu.
    Wie seid Ihr auf das Konstrukt der unterschiedlichen Laufzeiten gekommen? Gibt's hierzu eine Strategie?
    Liegt ein Tilgungsplan vor? Laufzeit wären ca. 30 Jahre - wobei die Berechnung natürlich mit dem derzeitigen Zins erfolgt.

    Restschuld nach 10 Jahren, ca. 260.000 €

    Wie viel Puffer sind bei den angesetzten 395.000 € enthalten, wenn's schon vor dem Spatenstich Diskussionen mit dem Tiefbauer gibt?


    Wer erzählt denn so was?

    Die Höhe der Jahressteuer wird nicht durch die Steuerklassenwahl beeinflusst!

    Das hört sich dagegen gut an.
    Wichtig, Tilgungwechsel vereinbaren!
     
  6. #6 Oliver82, 22.05.2017
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    Da hast du recht, die Steuerklassenwahl beinflusst nicht die Gesamtsumme am Jahrende.
    Der Wechsel von Unverheiratet zu Verheiratet allerdings schon, zumindest dann wenn die Einkommen offensichtlich deutlich unterschiedlich hoch sind (3100 Netto zu 9
     
  7. #7 wise1980, 22.05.2017
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    Ist denn für eure Hochzeit zusätzliches Kapital vorhanden?

    Auch wenn danach bei gemeinsamer Veranlagung steuerlich entlastet wird, steht erst einmal eine größere Investition an (die Hochzeit selbst).

    Was ich in eurer Rechnung vermisse, ist eine Rücklage, um das Haus Instand zu halten. Über eure Nebenkosten lässt sich das nicht finanzieren.

    Wie sieht eure Strategie nach Zinsbindung aus? Aufgrund der geringen Tilgung werdet ihr eine nicht unerhebliche Restschuld haben. Wie wollt ihr mit evtl. steigenden Zinsen umgehen? Aktuell erkenne ich NULL Absicherung.
     
  8. #8 1958kos, 22.05.2017
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    Siehe den Satz: "Bleiben also ca. 640 EUR noch zusätzlich übrig für Unvorhergesehenes. Nicht eingeplant sind Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder Boni."
     
  9. #9 simon84, 22.05.2017
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    Was passiert bei einer Trennung? Daran mal gedacht?
     
  10. #10 wise1980, 23.05.2017
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    Eine Rücklage sind keine unvorhergesehenen Kosten. Die wird fest eingeplant und mindert den monatl. zur Verfügung stehenden Betrag. Wenn dann zusätzlich noch die hohe Restschuld abgesichert werden soll, wird schnell deutlich, dass die Finanzierung nur schwer zu realisieren ist.
     
  11. #11 1958kos, 23.05.2017
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    und was bei einer evtl. wieder Heirat?:mauer

    man kann übertreiben
     
  12. #12 1958kos, 23.05.2017
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    640,- jede Monat für unvorhergesehenes, wäre wohl dann doch nicht so unvorhergesehen, +Boni und W-Geld.

    Ich würde sagen es reicht (das Geld mein ich)
     
  13. #13 simon84, 23.05.2017
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    Man sollte sich schon Gedanken machen. 50% aller Ehen werden geschieden.

    Zumindest darum wie man in so einem Fall abwickeln kann. Ein Haus ist nicht in 3 Tagen verkauft, das kann schon mal 3-6 Monate dauern.

    Da spielen Vorfällgkeitsentschädigung usw schon eine Rolle
     
  14. #14 1958kos, 23.05.2017
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    man kann auch übervorsichtig sein. Z. b. sich auf die Friedhofsmauer setzen, wenn man stirbt fällt man gleich rein (in den Friedhof mein ich).:bierchen:
     
  15. #15 simon84, 24.05.2017
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    :bierchen: also ich formuliere auch gern noch mal um :) Vielleicht bin ich da auch etwas schwarzmalerisch, aber so bin ich halt.

    Man sollte bei einer Finanzierung darauf achten, dass auch ein ungeplanter Verkauf abwickelbar ist.
    Ob das jetzt wegen Scheidung, Friedhofsmauer, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder sonstiges passiert ist ja erstmal egal.

    Ein Hausverkauf kann dauern. Das heisst man sollte dafür etwas Geld in der Rückhand halten.
    Sondertilgungsrechte helfen Vorfälligkeitsentschädigungen zu reduzieren, denn sie werden gegengerechnet.
     
  16. #16 driver55, 24.05.2017
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    Schön, dass ihr euch schon über Scheidung und Friedhof Gedanken macht.:mega_lol:

    Einige Fragen an Oliver82 sind allerdings nach wie vor offen....
     
  17. #17 Nerospeed, 26.05.2017
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    Ganz ehrlich, kauf oder bau das Haus und gut.

    Wer nix riskiert bekommt auch nix. Und wenn es nicht klappt (Scheidung, Arbeitslos ...) es ist nur Geld.

    Dieses ganze, einer muss die Raten und alles nebenbei stemmen können, hohe Rücklagen, dies, dass ......

    Machen und drauf ankommen lassen. Was wie wo wann passiert, kann sowieso keiner wissen bzw. vorhersagen.
     
  18. #18 simon84, 26.05.2017
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    Ich sags noch mal, Sondertilgungsrechte helfen nicht nur bei der Sondertilgung, sondern auch bei der Vorfälligkeitsentschädigung falls nötig.
    Meistens problemlos mit der Bank verhandelbar.
     
  19. #19 Nerospeed, 26.05.2017
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    Ja, da gebe ich dir Recht. Verhandeln, wie auch um die Zinsen, gehört ja zum normalen Abschluss.

    Mein Beitrag sollte den ganzen - Scheidungs, Arbeitslos ..... kram entgegenwirken.

    In dem Sinne
     
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