Finanzierungsangebot - Viele Fragen

Diskutiere Finanzierungsangebot - Viele Fragen im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, nach langem mitlesen habe ich mich nun registriert, da es bei uns mit dem Bauen bald los geht. Die Pläne mit dem Architekten...

  1. #1 Heislebauer, 16. Mai 2008
    Heislebauer

    Heislebauer

    Dabei seit:
    16. Mai 2008
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Informatiker
    Ort:
    Aalen
    Hallo zusammen,

    nach langem mitlesen habe ich mich nun registriert, da es bei uns mit dem Bauen bald los geht. Die Pläne mit dem Architekten sind so gut wie fertig und wir sind grad dabei die Finanzierung fest zu machen. Wir haben auch ein erstes Angebot der Sparda BW.

    Hier die Angaben:
    - zu finanzierende Summe 200000 Euro (Rest EK und ein Bausparvertrag)
    - angebotener Zinssatz: 4,44% auf 10 Jahre und 4,64% auf 15 Jahre.
    - die monatliche Belastung sollte 1000 bis 1100 Euro nicht überschreiten (ich weiß, die Tilgung ist hierbei nicht hoch. Ich kann aber nach 10 Jahren die 300 Euro vom BSP, der dann getilgt ist, für die Tilgung verwenden.

    Zu diesem Angebot habe ich nun folgende Fragen:
    1. Ist eine Aufsplittung der Darlehenssumme sinnvoll? Wenn ja, zu welchen Teilen? Ich würde eher mehr auf 15 Jahre festschreiben, ist aber eher ein Bauchgefühl. Oder doch besser alles auf 15 Jahre?
    2. Wenn ich das Darlehen auf eine kurze und eine längere Laufzeit gesplittet habe, ist es dann sinnvoller, das kürzere schneller zu tilgen oder das Darlehen mit der längeren Laufzeit? Ich meine im Bezug auf Sondertilgung.
    3. Insgesamt habe ich vor in ca. 25 Jahren fertig zu sein. Ist das mit diesen Vorgaben überhaupt möglich?
    4. Was haltet ihr generell von dem Angebot? Leider müssen wir uns innerhalb einer Woche entscheiden. Der Berater hat gemeint, sie können die Zinsen nicht länger halten. Ist das nachvollziehbar oder nur eine Masche um uns schnell zum Abschluß zu bewegen?
    5. Auf eine erste Anfrage ist es bei der Sparda nicht möglich, die Tilgung während der Laufzeit nach oben zu verändern. Das wäre für mich interessant, wenn die 300 Euro vom BSP frei werden. Somit könnte ich das Geld nur über Sondertilgung einfliessen lassen. Ist die Tilgungsanpassung verhandelbar oder habe ich hier schlechte Karten?

    Ach ja, hier noch ein paar Angaben zu meiner Person:
    31 Jahre, verheiratet, 2 Kinder


    Ich weiß, daß sind gleich 5 Fragen auf einmal. Es wäre super, wenn ihr mir weiterhelfen könnt. Wie gesagt, die Zeit drängt. Am Montag habe ich noch einen Termin bei einer weiteren Bank. Mal schauen, was dabei rauskommt.

    Vielen Grüsse,
    Thomas
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Oleri

    Oleri

    Dabei seit:
    13. Juli 2007
    Beiträge:
    73
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Softwareentwickler
    Ort:
    xxx
    Hallo,

    ich bin zwar auch Laie, aber folgende anmerkungen:

    1. Wieso aufsplitten, wo liegt da der vorteil?
    2. siehe 1
    3.kommt auf die von dir gemachten sondertilungen an
    4.Angebot ist gut, Masche ist es keine, die umlaufrendite ist aktuell auch wieder gesteiegen. gestern hat mich mein finanzier angerufen und mittgeteitl das ingdiba um 0,2 erhöht hat.
    5. wenn du dir es leisten kannst nimm die 15 jahre. Du kannst nach 10 jahren sowieso den vertrag kündigen. Und wenn dann der zs schlecht ist kannst du die 5 jahre laufen lassen. Während du dich bei den 10 jahren schon nach ca 8 um ne anschlussfinanzierung kümmern solltest.

    Wenn man disziplin hat, ist es, meiner meinung nach, sinnvoller eine niedere tilung von z.b. 1% zu haben. Die andere 1% (wenn man 2% tilgen könnte)legt man sich weg auf ein Zinskonto. So hast du finanzreserven falls was "passieren" sollte, kannst aber andererseits den betrag dann trotzdem zur sondertilung verwenden.

    grüße
    Oleri
     
  4. #3 pauline10, 16. Mai 2008
    pauline10

    pauline10

    Dabei seit:
    17. Mai 2007
    Beiträge:
    1.813
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Hausfrau
    Ort:
    Frankfurt
    Benutzertitelzusatz:
    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    1. Ist eine Aufsplittung der Darlehenssumme sinnvoll? Wenn ja, zu welchen Teilen? Ich würde eher mehr auf 15 Jahre festschreiben, ist aber eher ein Bauchgefühl. Oder doch besser alles auf 15 Jahre?

    Ich halte es für sehr sinnvoll zu splitten. Niemand kann heute voraussagen, ob eine Erbschaft, Scheidung, Wohnsitzwechsel wegen Firmenpleite oder ähnliches in den folgenden 10 oder 15 Jahren erfolgt.

    Dem Kreditvertrag ist das gleich. Der besteht weiter und für eine vorzeitige Auflösung will die Bank „Entschädigung“ bis zum Ende der Laufzeit wie für ein nicht genutztes Hotelzimmer, auch während der Messezeit. Kurze Laufzeit, geringe Entschädigung!! Diese Vorgehensweise entspricht allerdings nicht der „Vollkaskomentalität“ heutiger Leute in D.

    (Ich werde nächste Woche die Brandversicherung auflösen, nachdem ich erfahren habe, daß die Versicherung eine gleitende Neuwertversicherung für die Prämie plus Risikozuschlag (!) berechnet, aber im Schadensfall die Zahlung verweigert, weil das Anwesen inzwischen marode ist.)

    Eine Sondertilgung muß sich die Bank bei vorzeitiger Kündigung anrechnen lassen. So als hätte man sie genutzt. Das mindert die Zinsentschädigung!

    Die ersparten Zinsen würde ich aber zur erhöhten Tilgung einsetzten!!!

    2. Wenn ich das Darlehen auf eine kurze und eine längere Laufzeit gesplittet habe, ist es dann sinnvoller, das kürzere schneller zu tilgen oder das Darlehen mit der längeren Laufzeit? Ich meine im Bezug auf Sondertilgung.

    Natürlich den Vertrag mit dem höheren Zinssatz. Das ist in der Regel der länger laufende.

    3. Insgesamt habe ich vor in ca. 25 Jahren fertig zu sein. Ist das mit diesen Vorgaben überhaupt möglich?

    Das beantwortet EXCEL am Wochenende. Mit graphischer Darstellung des Kreditbetrages! Üben, üben....

    5. Auf eine erste Anfrage ist es bei der Sparda nicht möglich, die Tilgung während der Laufzeit nach oben zu verändern. Das wäre für mich interessant, wenn die 300 Euro vom BSP frei werden. Somit könnte ich das Geld nur über Sondertilgung einfliessen lassen. Ist die Tilgungsanpassung verhandelbar oder habe ich hier schlechte Karten?

    2% Tilgung zu Beginn halte ich für das absolute Minimum! Bei der DiBa sind bis zu 5% möglich, plus Sondertilgung.

    Wenn die Bank vor der Wahl steht, daß man wegen Ablauf der Zinsbindung einen großen Betrag ohne Zinsentschädigung zurückzahlen darf, ist das sicher verhandelbar. Ohne ein solches Druckmittel muß sie gar nichts gewähren, sie kann. Wenn sie jetzt schon Schwierigkeiten macht, Bank wechseln!!

    Keinen BSV oder andere „Sparverträge“ während der Rückzahlung bedienen! Ein getilgter Kredit belastet nicht mehr! Ein Sparvertrag oder was immer, macht zusätzliche Arbeit.


    Wenn man disziplin hat, ist es, meiner meinung nach, sinnvoller eine niedere tilung von z.b. 1% zu haben. Die andere 1% (wenn man 2% tilgen könnte)legt man sich weg auf ein Zinskonto. So hast du finanzreserven falls was "passieren" sollte, kannst aber andererseits den betrag dann trotzdem zur sondertilung verwenden.

    Warum soll ich das Geld zinslos ins Kopfkissen stecken aber andererseits Kreditzinsen zahlen???

    Oder ich lege es „zinsgünstig“ an, nicht bei der Göttinger Gruppe, zahle Steuern davon und brauche noch einen teueren Steuerberater?? während ich gleichzeitig steuerlich nicht absetzbare Kreditzinsen zahle.

    Wenn man unterwegs in Schwierigkeiten kommt, kann man immer mal eine Rate, nach entsprechender Absprache(!!), aussetzen. Die Bank verdient ja an einem solchen Kredit. warum sollte sie sich querlegen???

    Gruß

    pauline
     
  5. #4 driver55, 16. Mai 2008
    driver55

    driver55

    Dabei seit:
    22. Februar 2008
    Beiträge:
    2.260
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Dipl.-Ing.
    Ort:
    Pforzheim
    Angebot

    3. Du schreibst, es liegt ein Angebot von der Sparda vor. Da liegt doch ein Tilgungsplan bei...
    4. Ja, die letzten Tage (Wochen) hat sich einiges bewegt. Überstürzen würde ich trotzdem nichts.
    5. Wenn Sie eine 2 malige, kostenlose Tilgungsänderung (nach oben/nach unten) während der Laufzeit nicht zulässt.....stehe auf und gehe zur nächsten Bank. Und du wirst sehen, was Ihnen an Dir, bzw. an Deiner Finanzierung liegt.

    Habt Ihr das Thema Lakra schon durch?
     
  6. #5 driver55, 16. Mai 2008
    driver55

    driver55

    Dabei seit:
    22. Februar 2008
    Beiträge:
    2.260
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Dipl.-Ing.
    Ort:
    Pforzheim
    Forwarddarlehen

    Oder schon nach 5 Jahren. Geht bis max. 60 Monate im voraus...
     
  7. #6 baufibemu, 17. Mai 2008
    baufibemu

    baufibemu

    Dabei seit:
    26. Oktober 2007
    Beiträge:
    524
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Finanzierungsberater
    Ort:
    Grafenrheinfeld
    Benutzertitelzusatz:
    Baufinanzierungsvermittler
    Hallo Heislebauer,

    ich persönlich bin der Meinung, dass eine Aufsplittung eines Darlehens gute Gründe haben sollte. Z.B. die geplante Rückzahlung, wie auch immer, des kürzeren Darlehens innerhalb der ersten Zinsbindungsperiode.
    Warum werde ich auch Begründen: Der Hauptgrund ist die Anschlussfinanzierung.
    Die meisten Banken geben ihren bestehende Kunden für die Anschlussfinanzierung schlechtere Konditionen als Neukunden. Um also nach der ersten Zinsbindung weiterhin günstigst zu finanzieren, müsste man im Notfall die Bank wechseln.
    Nun wurde aber das Darlehen gesplittet z.B. 5 / 10 Jahre, was z.B. bei Sparkassenfinanzierungen häufig der Fall ist. Es wurde aber nur eine Grundschuld eingetragen. Beide Darlehen valutieren noch.
    Nun versuchen Sie einmal nach fünf Jahren das Darlehen umzuschulden, wenn das zehnjährige noch läuft und es nur eine Grundschuld gibt. Selbst bei einer Teilabtretung wird die alte Bank den ersten Rang behalten wollen. Es bliebe also nur ein Nachrangdarlehen bei der neuen Bank. Und das ist zu teuer. Also wird man gezwungen bei der alten Bank zu bleiben, obwohl das Angebot schlechter ist, als eines was man haben könnte. Dies ist ein altbekannter und beliebter Trick eventuelle Konditionszugeständnisse später wieder herein zu holen. Das nur mal allgemein zum Thema.
    Bei einer Aufteilung 10 Jahre / 15 Jahre verhält es sich ähnlich. Nur kann man dann wenigstens im Notfall auch das 15 jährige Darlehen nach Ablauf der zehn Jahre kündigen.
    Bzgl. Tilgungsänderung: Keine Erhöhung möglich, nur Reduzierung. Nicht verhandelbar.
    Bzgl. Angebotsreservierung: 1 Woche Reservierung ist doch in Ordnung. Es geht schließlich nicht um die Reservierung einer Waschmaschine, die im Lager behalten werden soll, oder das Angebot eines Malers für einen Tapetenwechsel, sondern ein Angebot aus einem Markt, der sich täglich ändert.
    Und abschließend: Ich würde das kürzere Darlehen schneller tilgen, bzw. dafür sorgen, dass es komplett weg ist und dann die Ersparnis von diesem Darlehen in die Tilgung des länger laufenden stecken.
    Wenn Anfangs wenig getilgt wird, dann lieber mehr bzw. alles auf 15 Jahre festschreiben.
    Vor allem, weil der Zinsunterschied bei dem Angebot nur 0,2% beträgt.
    Was macht eine Aufsplittung sonst für einen Sinn, wenn beide Darlehen gering getilgt werden?

    Beste Grüße
     
  8. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    :28: Guter Beitrag. :28:

    Wenn man nicht an alles denkt. :mauer

    Das Problem mit der nachrangigen Grundschuld trifft einem bei jeder Verteilung auf mehrere Banken (oder Versicherung, BSpk. usw)

    Gruß
    Ralf
     
  9. Seev

    Seev

    Dabei seit:
    2. Juni 2007
    Beiträge:
    1.340
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Maschinenbauingenieur
    Ort:
    BaWü
    @ Baufibemu
    Mein Respekt und vielen Dank für die wertvolle Erklärung! Ich war bisher auch immer von einer Splittung als Ideal ausgegangen. Fazit: die sollte dann nur gemacht werden, wenn absehbar ist, daß das kürzere / kürzeste Darlehen (bzw. Zinsbindung) danach nicht mehr umgeschuldet werden muß.

    @Heislebauer
    Wie steht denn der BSV? Zuteilungsreif?? Kann auf die Darlehensinanspruchnahme des BSV ggf. noch verzichtet werden? Sollte geprüft und durchgerechnet werden. -> Tilgungsplan für alles zusammen mit Summierung aller Zinszahlungen aufstellen (lassen).
     
  10. #9 Heislebauer, 18. Mai 2008
    Heislebauer

    Heislebauer

    Dabei seit:
    16. Mai 2008
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Informatiker
    Ort:
    Aalen
    Wow, danke für die vielen Antworten. :) Auch wenn es doch recht unterschiedliche Meinungen gibt, haben sie mir doch geholfen.

    Was die Splittung angeht, bin ich soweit, alles auf 15 Jahre festzuschreiben. Vor allem, wenn ich mir die Restschuld nach 15 Jahren anschaue, wenn ich das Anschlußdarlehen für das 10-Jährige Darlehen mit einem Zins von 6% rechne. Da kommt die Variante, alles auf 15 Jahre anzulegen, besser weg. Das sagt zumindest mein Excel-Rechner, den ich im Internet gefunden habe. Habe ich hier einen Rechenfehler begangen?

    @Baufibemu: Danke für Ihren sehr guten, objektiven Beitrag. Klingt alles logisch und hat mich in meiner Meinung bestärkt. Ihr Kommentar zur Tilgungsanpassung klingt so, als ob Sie schon Erfahrung diesbezüglich mit der Sparda Bank gemacht hätten. Stimmt das?

    @driver55: Ein Tilgungsplan liegt bei. Allerdings hat der Bänker das erste Jahr tilgungsfrei berechnet und der Plan geht auch nur über die 10, bzw. 15 Jahre. Was danach ist, wenn ich die 300 Euro mehr zur Verfügung habe, steht da auch nicht drin.

    Hierzu gleich noch eine Frage: Ist es üblich, während der Bauphase nicht zu tilgen? Ich weiß, das kann/muß jeder für sich selber entscheiden. Aber der Bänker hat gemeint, daß sei normal. Ich sehe darin allerdings nur Nachteile und wenn es irgendwie geht, würde ich gerne von Anfang an tilgen.

    @Seev: der BSV ist voll bespart aber noch nicht zuteilungsreif, da wir erst vor ein paar Jahren den Tarif gewechselt haben. Er ist im November 2009 zuteilungsreif und hat einen interessanten Zins von 1,95 (nominal). Ich denke nächstes Jahr brauche ich auch noch Geld, da ich erst im Herbst diesen Jahres anfangen werde zu bauen. Von daher habe ich vor das Darlehen in Anspruch zu nehmen. Andere Meinungen?

    @pauline10: Wenn ich alles auf 15 Jahre festschreibe, könnte ich mit ca. 1,75% tilgen, um die monatliche Belastung nicht zu hoch anzusetzen. Das sind zwar nicht ganz 2% aber trotzdem nah dran. Vielleicht habe ich ja noch etwas Luft und kann hin und wieder sondertilgen und komme so auf die 2%. Aber ich gebe Ihnen Recht, daß die Tilgung so hoch wie möglich sein sollte.

    Also nochmal vielen Dank für die vielen Infos. :28:

    Grüsse,
    Thomas
     
  11. Seev

    Seev

    Dabei seit:
    2. Juni 2007
    Beiträge:
    1.340
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Maschinenbauingenieur
    Ort:
    BaWü
    Hallo Heislebauer,

    zu 1. BSV: ich würde hier dringend empfehlen, sich bzgl. BSV nochmal unabhängig!! beraten zu lassen, z.B. hätte ich da zu Baufibemu (s. seine Website ...) großes Vertrauen. Ich gehe (ohne es selbst gerechnet zu haben) davon aus, daß es auch hier dennoch billiger ist, auf das BS-DSarlehen zu verzichten, das Geld schnellstmöglich rauszunehmen und alles per Bankdarlehen zu machen. Die hohe Tilgung des BSV ist auch besser im Bankdarlehen unterzubringen und dabei flexibler (vgl. z.B. ING-Diba u.a.).

    Den Zuteilungszeitpunkt hat man außerdem nie wirklich im Griff und die Gebühren der BSK übersieht man schnell.

    zu 2. Tilgungsbeginn: Ich kenne es so, daß die Banken dann erst die Tilgung verlangen und verrechnen, wenn das Darlehen voll ausbezahlt ist. Es ist ja beim Bau mit Architekt nicht damit zu rechnen, daß dies bei der ersten Auszahlung der Fall sein wird. (An dieser Stelle bitte auch die max. bereitstellungszinsfreie Zeit beachten und ggf. mit der Bank aushandeln (versuchen); Soll = min. 9 Monate, besser 12 oder 15!) Daher könnte die Festlegung der Bank auf 12 Monate tilgunsgfrei kommen, was ich auch versuchen würde zu vermeiden. Auch diese Thematik könnte ein Grund für die Splittung auf zwei Darlehen (dann evtl. fast gleicher Laufzeit) zu sein!

    Gruß Seev
     
  12. #11 pauline10, 19. Mai 2008
    pauline10

    pauline10

    Dabei seit:
    17. Mai 2007
    Beiträge:
    1.813
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Hausfrau
    Ort:
    Frankfurt
    Benutzertitelzusatz:
    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hallo,

    das mit den ungünstigeren Konditionen bei Verlängerung ist allerdings leider richtig. Das machen alle Banken usw. Trotzdem hatte ich gesplittet, allerdings einen zu kleinen Teil für lediglich 5 Jahre. Nach 5 Jahren zahlte ich weiterhin weniger Zinsen als vorher und natürlich erst recht weniger als beim noch bestehend 10-Jahres Teil. Auch mir hat man damals empfohlen sich lange zu binden, weil ja die „Zinsen gerade besonders niedrig“ seien. Und dann fielen sie von 6,65% auf 4%. Aber ich war gebunden. Man kennt natürlich nicht die weitere Entwicklung. Die Banken kennen sie vermutlich besser und „beraten“ in ihrem Sinne.

    Ich denke aber, die EZB kann nicht mehr, wie einst die Bundesbank, die Zinsen in ganz Europa auf 10% hochschrauben. Die EZB muß jetzt die Zinsen für Europa und nicht nur für Deutschland festlegt. Deswegen halte ich die damaligen Zinssteigerungen für nicht mehr wiederholbar.

    Die Zinsberechnung sollte mit einem eigenen EXCEL-Programm erfolgen.

    Man berechnet in einer Zeile Datum, Anfangsbetrag, Zinsen, Annuität Tilgung und Endbetrag.

    Dann zieht man alle Spalten mit der Maus nach unten und hat den Verlauf des Kredites zum jeweiligen Zeitpunkt. Das Datum muß man in der zweiten Zeile noch einmal korrigieren, aber dann hat das Programm begriffen, daß man monatliche oder jährliche Daten möchte.

    Damit überprüft man gleich den Zins- und Tilgungsplan der Bank. Die rechnen oft nach eigenen Regeln und verrechnen die Tilgungen erst später. Vierteljährige Zins- und Tilgungsverrechnung nennt man das, wenn die Bank weiterhin Zinsen für bereits getilgte Beträge berechnet.

    „Banken und Versicherungen stehen unter dem besonderen Schutz des Staates“, meinte einst mein Lehrer.

    Man kopiert das ganze Blatt, verändert den Zinssatz und hat eine neue Berechnung.

    Genauso kann man nach x Monaten die Zinsen nach einem anderen Zinssatz berechnen. Man zieht nur die Spalte mit den Zinsen mit der Maus nach unten und der Rest berechnet sich selbst.

    So kann man auch leicht feststellen, wie stark die Zinsen nach 10 Jahren steigen dürfen, wenn man den niedrigen Zinssatz für die kurze Laufzeit gewählt hat.


    „zu 1. BSV: ich würde hier dringend empfehlen, sich bzgl. BSV nochmal
    unabhängig!! beraten zu lassen, z.B. hätte ich da zu Baufibemu (s.
    seine Website ...) großes Vertrauen. Ich gehe (ohne es selbst
    gerechnet zu haben) davon aus, daß es auch hier dennoch billiger ist,
    auf das BS-DSarlehen zu verzichten, das Geld schnellstmöglich
    rauszunehmen und alles per Bankdarlehen zu machen. Die hohe Tilgung
    des BSV ist auch besser im Bankdarlehen unterzubringen und dabei
    flexibler (vgl. z.B. ING-Diba u.a.).

    Den Zuteilungszeitpunkt hat man außerdem nie wirklich im Griff und
    die Gebühren der BSK übersieht man schnell.“

    Das letzte stimmt zwar, aber bei der kurzen Zeit sollte da nichts anbrennen. Man verzichtet sonst auf den evtl. doch zinsgünstigeren Kredit, ohne eine Gegenleistung zu bekommen.

    Durch das Splitten kann man evtl. den Teilvertrag komplett ablösen. Oder man vereinbart eine entsprechende Sondertilgung.

    Das Böse an unseren sozialen Gesetzte ist eine plötzliche ungeplante Arbeitslosigkeit. Hat man noch Geld aber Schulden, bekommt man keine Hatz IV Unterstützung. Hat man getilgt, ist man eher unterstützungsbedürftig. Wenn man Arbeitslosigkeit als Beruf ansieht, kann man seine Situation besser dazu gestalten.

    Die spinnen doch!!! (Die Römer natürlich.)

    Gruß

    pauline
     
  13. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  14. #12 baufibemu, 20. Mai 2008
    baufibemu

    baufibemu

    Dabei seit:
    26. Oktober 2007
    Beiträge:
    524
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Finanzierungsberater
    Ort:
    Grafenrheinfeld
    Benutzertitelzusatz:
    Baufinanzierungsvermittler
    Beste Grüße
     
  15. #13 Heislebauer, 20. Mai 2008
    Heislebauer

    Heislebauer

    Dabei seit:
    16. Mai 2008
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Informatiker
    Ort:
    Aalen
    Hallo und danke für die Rückmeldungen.

    Ich habe gestern noch ein bißchen mit Excel herumgespielt. Dank deiner Tipps pauline10 ging das auch ganz einfach. :28: Ich habe mal 2 Varianten durchgerechnet.

    1. 200 000 Euro auf 15 Jahre, plus Bauspardarlehen von ca. 26 000. Der Rest is schon angespart.
    2. 226 000 Euro komplett auf 15 Jahre, also ohne Bauspardarlehen.

    Laut Excel habe ich nach 15 Jahren fast die identische Restschuld. Und auch wenn ich die Gesamtsumme anschaue, die ich bis zur restlosen Tilgung brauche, habe ich nur eine Differenz von 1000 Euro zugunsten der 1. Variante. Als Zinssatz nach den 15 Jahren habe ich 6% angenommen. Entweder ich habe irgendwo einen Denkfehler drin oder es ist zufällig wirklich so. Bei der Variante mit Splittung bin schlechter weggekommen. Zumindest was die Restschuld nach 15 Jahren angeht. Beim BSV habe ich mich vertippt. Der Nominalzins beträgt 2,95 %, ist aber immer noch günstiger als das Bankdarlehen.

    @seev: das aktuelle Angebot der Sparda gewährt eine bereitstellungszinsfreie Zeit bis 2011. Das sollte reichen. :)

    Am Freitag habe ich einen zweiten Termin bei der Bank, um evtl alles klar zu machen. Ich denke, da kommt dann noch die ein odere andere Frage hoch.

    Viele Grüsse,
    Thomas
     
Thema:

Finanzierungsangebot - Viele Fragen

Die Seite wird geladen...

Finanzierungsangebot - Viele Fragen - Ähnliche Themen

  1. Frage wegen Feutchtigkeit im Granitstein im Bad

    Frage wegen Feutchtigkeit im Granitstein im Bad: Hallo zusammen, wir haben dieses Jahr ein EFH gekauft. In unserem Bad befinden sich ein "geschliffener" Granitboden. Dieser hat im Bereich der...
  2. Frage zur Fliesengröße

    Frage zur Fliesengröße: Hallo, unser Eingangspodest (überdachter Bereich von der Haustür bis zur Garagentür) soll mit Granitplatten belegt werden. Außen herum kommen...
  3. Grundlegende Fragen zu Magerbeton

    Grundlegende Fragen zu Magerbeton: Hallo, bei mir sind im laufe der Zeit folgende Fragen zum Thema Magerbeton aufgelaufen, deren Beantwortung vielleicht auch anderen helfen kann....
  4. Fragen zur Rückstausicherung im Abwasserkanal

    Fragen zur Rückstausicherung im Abwasserkanal: Für den Abwasserkanal eines bereits seit Jahrzehnten bestehenden 6-Einheiten-Wohnhauses müsste evtl.eine Rückstausicherung im Abwasserkanal...
  5. Fragen zur Erhöhung des Drempels

    Fragen zur Erhöhung des Drempels: Hallo zusammen, ich bin bei Recherche im Netz auf dieses Forum mit seinen vielen interessanten Beiträgen gestossen. Wir befinden uns gerade in der...