Flachdach richtig ausgeführt?

Diskutiere Flachdach richtig ausgeführt? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen, wir haben eine Aufstockung und Anbau Ausführen lassen. In diesem Zug wurde bei uns ein neues Flachdach/Terasse erstellt. Die...

  1. #1 mince84, 23.07.2019
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    Hallo Zusammen,

    wir haben eine Aufstockung und Anbau Ausführen lassen. In diesem Zug wurde bei uns ein neues Flachdach/Terasse erstellt.

    Die Abdichtung erfolgt mit einer Kunststoffisolierung.
    Die Fläche ist 5,19M x 9,20M.
    Ablaufrinnen sind auf dem Gesamten Dach keine zu finden.

    Über der Abdichtung sind ein entsprechendes Schutzflies sowie Kies und z.T. (noch nicht komplett fertig) Granitplatten.
    Zusätzlich wird das Dach links von der Gaube (Fläche circa 1,4M x 3,90M) auf dieses Flachdach abgeleitet.
    Nach einem Regen steht bei uns das Wasser auf der Terasse.

    Als Laie gehe ich davon aus, dass hier etwas nicht stimmen kann. Da auch unser Ablauf eher die Höchste Stelle auf der Terasse ist. Wir vermuten zusätzlich, dass der Abstand zu den Fenster nicht eingehalten wurde.
    Ein Ablauf ist auch hier nicht zu finden.

    Auf Nachfrage wurde uns vom Bauleiter mitgeteilt, dass es sich hier um Pfützenbildung handelt.
    (siehe Bilder) Und nach aktueller Norm ein Flachdach dieser Art mit Kunststoffabdichtung kein Gefälle haben muss. Wenn wir einen zusätzlichen Notablauf möchten ist dies Bauherrensache, aber dieses Dach sei so Fachgerecht.

    Über eine Rückinfo würden wir uns sehr freuen.

    Viele Grüße

    20190707_181052.jpg 20190707_181154.jpg 20190707_181207.jpg
     
  2. reschu

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    Pfützenbildung? Dein Bauleiter ist ein Scherzkeks, oder? Das Dach hat scheinbar keine funktionierende Entwässerung.
     
  3. #3 chillig80, 23.07.2019
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    Nur damit wir uns richtig verstehen, das staut sich da nicht nur kurz auf, das steht da tatsächlich „planmäßig“ so hoch?
     
  4. #4 mince84, 23.07.2019
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    Es steht für einige Zeit so und fällt dann auf circa Kieshöhe ab. So bleibt es dann über Tage/Wochen. (auf diesem Bild ist der Zustand zu Tagen zu sehen)
    Bei Hitze baut sich das Wasser schneller ab.

    Unser Ablauf ist die Höchste Stelle auf dem Dach.

    wasser.JPG
     
  5. #5 mince84, 23.07.2019
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    Leider nicht. Da weitere diverse gravierende Mängel vorliegen gab es bereits Treffen mit Anwälten. Trotzdem wird hier vom Bauleiter und der Geschäftsführung vom Bauunternehmen darauf beharrt, dass dies richtig ausgeführt ist.

    Wir wollten einen vereidigten Gutachter einschalten, jedoch ist hier auf Grund der vollen Termine kein Termin für uns in nächster Zeit frei.
     
  6. #6 Tarunio, 23.07.2019
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    Hallo Mince

    Entwässerung kann nicht stimmen.

    Sind das Granitplatten ?
    Wenn ja diese sollten im Basaltsplitt 5/8 verlegt werden. Hochwertige Platten hochwertiger Splitt ! Steht in jeder Verlegerichtlinie.
    Darunter eine Drainage am besten 20 mm
    Granitplatten blühen aus bei dem Wasserstand. Das sieht fürchterlich aus. Die mögen überhaupt kein stehendes Wasser.

    Anbei ein Artikel wie das mal aussehen kann.
    Weg mit dem Wasser

    Die Türe gehört hinter der Rollladenschiene hochgedichtet, leider sieht man es schlecht, es sieht so aus als ob Sie um die Schiene gedichtet hätten.

    Der Türanschluss muss auch Hinterlaufs sicher angeschlossen werden z.B. Flüssigkunstoff und nicht nur die Bahn hochführen und gut ist.

    Grüße
     
  7. #7 mince84, 23.07.2019
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    Hallo,

    danke für die Rückmeldungen.
    Ich habe hier noch etwas ältere Bilder gefunden.
    Nachdem wir innen Wasser hatten wurde damals die Isolierung noch etwas links und rechts hochgezogen und dann gleich verblecht.
    alt 1.jpg alt 2.jpg alt 3.jpg
     
  8. #8 chillig80, 23.07.2019
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    Dass das auch ohne Gefälle richtig sein kann stimmt (bei Ausführung nach DIN 18531-5) . Ein Gefälle würde aber erstmal auch nichts bringen wenn der Ablauf zu hoch sitzt...

    Die Dachentwässerung findet am Tiefpunkt der Dachfläche (im Sinne der „Dachhaut“, also die Abdichtung unten) statt. Ein Flachdach dieser Bauart (Wasser „nach innen geführt“) muss über zwei Entwässerungen verfügen, eine davon ein „Notablauf“. Vgl. DIN EN 12056-3 und DIN EN 1253.

    Eine „Pfütze“ ist dann OK, wenn sie sich in etwa so darstellt wie das die zulässigen Ebenheitstoleranzen nach DIN 18202 vermuten lassen. Auch an Stößen in den Dichtbahnen, etc. sind kleine Pfützen erstmal normal. Aber das da ist ein „See“ und hat nix mit einer „Pfütze“ zu tun.

    Dass das mit der Dachrinne die da wohl einfach auf das Flachdach entwässert OK ist glaube ich nicht, aber da steht mir gerade wer auf dem Schlauch. Da wüsste der @Fred Astair evtl. die richtige Norm auswendig.

    Hast noch Bild von dem „Ablauf“?
     
  9. #9 chillig80, 23.07.2019
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    Meine Fresse... das am Holzhaus...

    Innen ist sicher noch alles trocken? Sieht man noch irgendwo in die Konstruktion rein?
     
  10. #10 mince84, 23.07.2019
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    das Bild vom Ablauf reiche ich noch nach. Wir hatten am laufenden Band Wassereintritte. Diese Stelle war nicht so schlimm wie ein Stock tiefer.Bis auf einmal, da ist das Wasser vom DG über 1.OG ins EG gegangen. Wir konnte circa eine Bauwanne Wasser auffangen.
    Die Terasse wurde quasi einen Stock höher gesetzt. Geplant war hier eigentlich die Wände auf die alte gemauerte Atika zu setzten.
    Dies wurde auch von fast allen Seiten bis auf die Richtung zur Nachbarsterasse gemacht (ist eine Doppelhaushälfte - damals 15cm Atika und zum Nachbar 30cm - die Terassen waren damals auf einer Ebene) Jedoch die Wand zum Nachbar wurde entgegen der Plane innerhalb der Atika gesetzt. Nun war der Fall so, dass wenn es geregnet hat über die Nachbarsterasse unter der Wand Wasser reingelaufen ist.

    Da die Baufirma dann schnellstmöglichst die Böden geschlossen hat, wissen wir nicht, wie es jetzt darunter ausschaut. An der Außenwand zum Nachbar wurde auf drängen von uns dann nachträglich ein Blecht montiert. Das ist aber ein anderes Thema. Ich wollte nicht vom eigentlichen Thema abschweifen.
     
  11. #11 chillig80, 23.07.2019
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    Ja ne. das Thema ist ja eben, dass das Wasser jetzt ggf. irgendwo „dahinter läuft“ bevor überhaupt erst die „Stauhöhe“ des Ablaufs erreicht wird. Das ist das was erstmal ausgeschlossen werden muss,mweil das böse Folgeschäden nach sich ziehen kann. Wenn diese akute Gefahr gebannt (ausgeschlossen) ist, dann hast Zeit für Rechtsanwälte und Sachverständige....

    Ich habe da ein ganz schlechtes Gefühl bei der Beschreibung „staut erstmal weiter oben in einer gewissen Höhe, sinkt dann relativ schnell auf ein niedrigeres Niveau ab und staut dann wieder“....
     
  12. #12 mince84, 23.07.2019
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    Wir haben mal versucht eine Schnur so gut es geht im Wasser zu Spannen und dann Tiefenmessungen zu machen.
    Wir hatten fast überall bei dieser Methode bis auf 0,5cm Abweichungen die gleiche Höhe. Lediglich beim Ablauf glaube ich mich zu erinnern, dass es circa
    2-3 cm waren. Ich vermute, dass es bis auf diesen Level langsam absinkt und dann erstmal so bleibt. Je nach Wetter verdunstet es dann schneller oder langsamer.
     
  13. #13 mince84, 23.07.2019
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    D.H. ein Flachdach mit diesem Abdichtungsmaterial wäre auch ohne Gefälle zulässig? Ich dachte, das wäre nur Zulässig, wenn es baulich nicht anders möglich gewesen wäre? In unserem Fall wurde der Raum darunter und die Dachanhebung komplett frisch gemacht und auch mit Gefälle realisierbar gewesen.
     
  14. #14 chillig80, 23.07.2019
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    Jo, aber für das Verhalten welches Du beschreibst brauchst gedanklich zwei Abläufe. Einen auf der oberen „Stauebene“ auf die es sich bei Regen erstmal hochstaut (es läuft ja nicht „oben drüber“, es staut sich auf eine „definierte“ Höhe?) und dann brauchst einen zweiten, wohl zu klein dimensionierten, Ablauf auf der unteren „Stauebene“ auf die es dann relativ langsam absinkt.

    Wennich das alles richtig verstanden habe, dann ist da irgendwo ein „Ablauf“ von dem Du nichts wrisst und es wäre echt interessant zu erfahren wo der ist und wohin der entwässert...
     
  15. reschu

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    Bei aller Liebe, da müssen Anwalt und ggf. Gutachter ran. Die Recherche in einem Forum, ob ein Flachdach ohne Gefälle zulässig ist (ja, ist es unter Umständen), kannst Du dir wirklich sparen. Dass das hier nicht in Ordnung ist, steht wohl außer Frage. Und wie schon angedeutet wurde, mit ein bisschen Pech, entwässert das Dach dir aktuell in den nächsten Folgeschaden.
     
  16. #16 chillig80, 23.07.2019
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    Jo, ist zulässig, wird aber als „zulässiger Sonderfall“ betrachtet. Es gilt da dann wieder einiges zu beachten damit das auch richtig gemacht ist, das ist hier aber gerade nicht das Thema. Nochmal, auch ein Gefälle hilft dir nicht weiter wenn der Ablauf zu hoch sitzt...
     
  17. #17 mince84, 23.07.2019
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    Hallo Reschu,

    der Anwalt ist bereits dran. Ein Gutachter war auch schon da. Das Bauunternehmen bestreitet jedoch, dass hier etwas falsch ausgeführt wurde.
    Der Gutachter war bisher nicht vereidigt und einen Termin bei einem vereidigten erhalten wir in nächster Zeit leider nicht da keiner Zeit hat.
    Ich will hier nur Meinungen einholen, da wir aktuell durch diese Situation in der Luft hängen. Hier ist eine schnelle Einigung ist hier leider nicht in Sicht.
     
  18. #18 mince84, 23.07.2019
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    Wir hatten das Sub-Unternehmen, welches das Flachdach ausgeführt hat, bereits bei uns. Dieser Herr meinte, er ist davon ausgegangen, dass das Bauunternehmen/Zimmerei ein Gefälle eingeplant hätte.
    Er meinte wortwörtlich, dass der Auftrag so nie hätte angenommen werden dürfen. Der Bauleiter vom Bauunternehmen war mit anwesend, bestreitet diese Aussagen jedoch.
     
  19. #19 chillig80, 23.07.2019
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    Also nur mal noch als Anmerkung, „ohne Gefälle“ bedeutet nicht, dass da das Wasser 10cm hoch steht. Das Gefälle hat bei der Situation auf den Bildern erstmal nur eine ganz untergeordnete Bedeutung. Die haben da einen Teich gebaut und kein Flachdach, das ist schon alles.

    Ich habe auch noch nicht ganz verstanden wieso die sich so dagegen sperren den Ablauf tiefer zu setzen. Das kostet nicht die Welt und damit wäre der pitentielle Folgeschaden erstmal deutlich entschärft...
     
  20. #20 chillig80, 23.07.2019
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    Jo und jetzt? Das fällt ihm jetzt ein und jetzt bleibt es dann halt so? Der SUb geht dich übrigens ohnehin nichts an, der ist das Problem vom Bauunternehmer.

    Hast Du mal direkt mit dem Chef vom Bauunternehmen gesprochen oder immer nur mit dem Bauleiter?
     
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