Flachdachsanierung/Dämmung

Diskutiere Flachdachsanierung/Dämmung im Dach Forum im Bereich Neubau; Guten Tag, ich bin der neue und habe direkt eine Frage: Unser Haus ist ein Flachdachbungalow Bj. '69. Wir haben uns jetzt entschlossen, die...

  1. z/OS

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    Guten Tag,
    ich bin der neue und habe direkt eine Frage:
    Unser Haus ist ein Flachdachbungalow Bj. '69.
    Wir haben uns jetzt entschlossen, die Bude mit KfW-Mitteln auf Vordermann zu bringen, "CO2 Programm"
    Fenster und Fassade sind soweit klar, nur beim Dach haben 4 Dachdecker 5 Meinungen.
    Aufbau bisher: Betondecke, Dämmung, Holzkonstuktion, darauf dann die Dachpappe, Kies. Keine Dampfsperre. An den Seiten Eternitplatten.
    Ich habe gelernt, daß sowas "Kaltdach" heisst und heute nicht mehr gemacht wird.
    Die Vorschläge der Experten vor Ort waren nun folgende:
    DD1: Alles kein Thema, auf das vorhandene Dach die Dämmung und eine neue Abdeckung. Die vorhandenen Belüftungsöffnungen soll der Fassadenbauer mit Keilen abdichten.
    DD2: Das muss aller runter, bis auf den Beton. Danach wird das Dach mit PS-Platten neu aufgebaut, incl. Gefälle, und abgedichtet.
    DD3: Dach muß´runter, die Holzkonstruktion bleibt, neue Abdichtung, der Hohlraum wird mit Zellulose ausgeblsen. Er war sich aber selbst nicht sicher ob das so geht....
    DD4: (ausgeschieden) Och, nö das schaue ich mir nicht an. Zuviel Arbeit mit dem Angebot, faxen sie doch einfach mal ein Angebot der Konkurrenz.

    Ist unser Dach so ungewönlich oder warum bekommen wir 3 völlig unterschiedliche Empfehlungen?
    Die Möglichkeit von DD1 haben DD2 und DD3 für unsinnig erklärt, weil man den alten Hohlraum nicht dicht bekommt.
    DD3 erklärte zusätzlich die Option von DD2 für Pfusch, da der Dampf von innen nicht abgeführt werden kann und das zu teuer wird.

    Also, was haltet Ihr davon? Bitte denkt daren, ich habe mich jetzt zwar etwas eingelesen, bin aber Laie.

    Gruß
    Thomas
     
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  3. #2 Gast360547, 28. April 2006
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    nein, aber

    Moin,

    viele Wege führen nach Rom, aber nur einer zum Fachberater.

    Sicher, es ist nicht ganz einfach, aus einem zweischalig belüfteten Dach ein einschalige, funkionierendes zu machen. Aber es gibt (fast) immer eine Möglichkeit.

    DD1. Diese Version setzt voraus, dass der Fassadenbauer es wirklich dicht bekommt. Was soll den nach der Meinung des Dachdeckers mit dem verbleibenen Luftraum geschehen? Da bleiben doch etwa 150 - 250 mm "offen"?
    Wenn ja, dann gerät das in Eigenkonvektion. Je nach Ausführung der alten Deckenkonstruktion kann das Probleme geben.

    DD2. Ist im Grunde, wenn die Statik mitspielt, die wohl "sauberste" Lösung, weil weniger Überraschungen bleiben. Der Aufbau wird vollständig neu konzipiert.

    DD3. Geht, aber nur wenn nachgewiesen ist, dass raumseits der Zellulosedämmung die dampfbremsende Wirkung ausreichend ist. UNBEDINGT nachrechnen lassen!


    Bei allen Versionen müssen die angrenzenden Bauteile berücksichtigt werden.
    Bei 3 z. B. muß an eine evtl. notwendige Dämmung der Attika gedacht werden.

    Ohne das Objekt zu kennen, kann man aber überhaupt keinen seriösen Vorschlag machen. Daher ist der Weg zum Fachplaner, der zudem auch noch versichert ist, der beste.

    Grüße
    stefan ibold
     
  4. z/OS

    z/OS

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    Hallo ,
    vielen Dank für die Antwort, das Hiflt mir ja schon mal ein wenig weiter. Dein Argument gegen DD1 hatte ich von DD2 auch schon gehört, der Tip zu DD3 ist sicherlich auch sehr hilfreich.
    OK, aber wie finde ich den Fachplaner? Die Herren, die auf unserem Dach standen, gaben alle vor, Meister Iher Fachs zu sein. Bin für Tip dankbar (Region Bonn)
    Was mich an der Sache wundert: Es muss doch hunderte ähnlicher Häuser geben, das müssen die Dachdecker doch schon oft gesehen und gemacht haben. Ich kann mir die ratlosen Gesichter einfach nicht erklären....
    Gruß
    Thomas
     
  5. #4 Reitmeier, 2. Mai 2006
    Reitmeier

    Reitmeier

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    Tipp:
    Matthias Paffrath
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  6. Eric

    Eric

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    Nö, Paffrath ist keine Empfehlung.

    Vor Ort ansässigen Archi beauftragen oder Anwendungstechniker von einem der großen Hersteller von Dachabdichtungen kommen lassen, z.B. Sevenisch/Icopal 02131/228673; Michalak/Braas 0173/3624648.

    Die sehen sich das Dach vor Ort an, arbeiten ein Angebot aus und empfehlen DDM, die es dann auch ausführen können.
     
  7. #6 Unregistriert, 3. Mai 2006
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    Unregistriert Gast

    Stimmt

    Eric hat Recht. Insiderwissen: DDM 2 ist Fachplaner. Schöne Grüße an Peter S. von einem ehemaligen Kollegen (in der Technik). Keine Grüße an P.
     
  8. #7 Gast360547, 3. Mai 2006
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    @ eric

    Moin,

    Deine Antwort stimmt mich not amused :(

    Fachberater von Herstellern beraten IMMER nur für IHR Produkt oder Systemaufbau.

    Der neutrale und unabhängige Fachplaner berät anders.

    Mit Deiner Anregung unterstützt Du die zweifelhaften Bemühungen der Hersteller, nur durch "nur im eigenen System verarbeitete Produkte" zu erreichen, eine längere Gewährleistung zu übernehmen.
    Dem Dachdecker werden die Aufbauten teurer gemacht, was sich ja letztlich auch auf die Preise für den Verbraucher niederschlägt.
    Eine Systematik, die nach meinem Kenntnisstand in Frankreich leider schon länger Einzug gehalten hat.
    Es wird der Tag kommen, an dem der Hersteller vorschreibt, welche Bahnen wo und in welchem System verlegt werden können und nur dann wird überhaupt eine Gewährleistung übernommen.

    Gott sei Dank bemühen die Archis mittlerweile selber den neutralen Fachplaner zunehmend, denn die eigene Ausbildung von den Hochschulen und/oder Universitäten reicht bei weitem nicht mehr aus.

    Also, der neutrale und Produkt unabhängige Fachplaner wäre die richtige Wahl.

    Grüße
    si
     
  9. z/OS

    z/OS

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    Hallo zusammen,
    erstmal noch einmal vielen Dank für Eure Beiträge, Ihr habt mich wirklich weiter gebracht.
    Gestern habe ich mit dem Architekten telefoniert, der für uns die Energieberatung gemacht hat. Er hat uns auch vom "aufgesezten" Dach abgeraten. Diese Option scheidet damit auf jeden Fall aus.

    Gestern abend war dann noch ein weiterer DDM da, der nach eigenen Angaben viel Erfahrung mit Flachdächern hat. Seine Vorschlag war eine Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle und einer Dampfsperre auf der Decke.
    Die vorhandene Holzkonstruktion soll dabei jeweils teilweise abgebaut und dann mit der Dämmung neu aufgebaut werden. Die neue Konstuktion wäre dann wieder ein Kaltdach.
    Diese Konstuktion scheint mir bisher am besten.
    Ich habe dabei das Problem gesehen, daß wegen der Dampfsperre auf der Decke ev. Schimmel unter der Decke auftreten könnte, er meinte, das sei kein Problem.
    Ich denke, hier gilt aber auch der Tip wie bei DD3, die dampfbremsemsende Wirkung der Decke zu rechenen, oder?
    Noch eine allgemeine Frage: Wer oder was ist den jetzt ein Fachberater? Ist ein DDM im allgemeinen kein Fachberater? Ist das eine irgentwie geschützte Bezeichnung?
    Mein Plan sieht derzeit so aus, die Angebote vom dem Architekten, der die Energieberatung gemacht hat, prüfen zu lassen. Reicht das?
    Schöne Grüße aus der Voreifel,
    Thomas
     
  10. #9 Reitmeier, 3. Mai 2006
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    = vom Fach und hat Plan:lock

    Die Aufgabe eines Fachplaners sollte darin bestehen, dass besagte Objekt in allen seinen Eigenheiten zu erfassen und eine darauf zugeschnittenens Sanierungskonzept entwickeln. Dieses sollte dann in einer ausführlichen und einheitlichen Ausschreibung münden, die den verschiedenen Anbietern zu Grunde gelegt wird. Darüber hinaus sollte er die eingehenden Angebote überprüfen, die laufenden Arbeiten kontrollieren und bei der Abnahme anwesend sein.

    Der Vorschlag vom DDM 4 is ja ok, nur was solls den kosten?
     
  11. z/OS

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    Hallo zusammen,
    wollte Euch mal ein update geben, wie es läuft.
    Wir haben uns für einen Abriss bis auf den Beton entschieden, danach ein Aufbau als Warmdach mit PS-Dämmung.

    Eine Nutzung der vorhandenen Konstruktion schied aus, da die nicht hoch genug war für die notwendige Dämmung

    Die Angebote lagen extrem weit auseinander, der Spitzenreiter wollte fast 60000 haben, die anderen lagen zwischen 26-37k€. Es sind zwei Dächer mit insges. 220qm.

    Der nächste Ärger ist auch schon da. Das eine Dach gehört zu einer ehemaligen Halle in die nachträglich die Innenwände eingezogen wurden.
    Durch den Abriss des Daches fehlen nun geschätzte 6to Gewicht und die Decke bewegt sich nach oben, wir haben jetzt ein paar Millimeter Luft zwischen den Innenwänden und der Decke.
    Das würde mich ja nicht mal so stören, es sind ja keine tragenden Wände, aber gestern zeigten sich die ersten Risse im Innenputz an den tragenden Aussenwänden.

    Jetzt wird wohl doch mal ein Statiker kommen müssen......
    Gruß
    Thomas
     
  12. z/OS

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    Update und Frage:
    das Dach hängt, wie schon gesagt, ca. 4 cm durch. Jetzt hatt und der DD empfohlen, auf eine Gefälledämmung zu verzichten und eine gerade Dämmung zu nemen. Das sei einfacher und billiger.
    Was ist davon zu halten? Welche Nachteile hätte ein gefällefreies Flachdach?
    Gruß
    Thomas
     
  13. Tilli

    Tilli Gast

    was issn das......?

    @z/OS Update und Frage:
    das Dach hängt, wie schon gesagt, ca. 4 cm durch. Jetzt hatt und der DD empfohlen, auf eine Gefälledämmung zu verzichten und eine gerade Dämmung zu nemen. Das sei einfacher und billiger.
    Was ist davon zu halten? Welche Nachteile hätte ein gefällefreies Flachdach?
    --------------------------------------------------------------------------

    Ihren Dachdecker der Ihnen das empfohlen hat, ziehen Sie die Hammelbeine lang und schmeißen ihn raus.
    Grundsätzlich soll ein Flachdach mindestens 2 % Gefälle aufweisen.

    Wenn jetzt das Dach schon durchhängt was soll denn dann die gefällelose Dämmung.
     
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  15. z/OS

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    Hallo Tilli,
    das Durchhängen der Decke an sich ist nicht das Problem. Statisch ist alles ok.
    Das Problem ist, daß die Decke dadurch ein "Eigengefälle" hat, das nicht so ist, wie das Gefälle eigentlich sein soll.
    Daraus hat der DD blitzgescheit gefolgert, daß er dann doch besser erst gar keine Gefälledämmung verlegt.
    Er hat es sich inzwischen zusammen mit einem Herstellervertreter wohl anders überlegt und will das ganze mit einem stärkeren Gefälle so gut es geht ausgleichen.
    So, jetzt gehe ich noch mal aufs Dach, heute ist die Dampfsperre fertig geworden....
    Bin weiterhin für jeden Kommentar dankbar,
    Gruß
    Thomas

    PS: Schönen Dank nochmal an Stefan Ibold für seine Texte, die man im Web findet.
     
  16. z/OS

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    Hi,
    jetzt brauch' ich doch wieder konkrete Hilfe zur Gefälledämmung.
    Unser Archi will eine Anfangsdicke der Dämmung vom 140mm, wir kommen dann auf eine Maximaldicke von 280mm am Dachrand.
    Der DD und der Hersteller sagen, die maximale Höhe sind 240mm.
    DD sagt, doppellagig kann man das Zeug nicht verlegen.
    Was jetzt?
    Verlegt werden sollen Platten von AWA, Bonn, WLG35.
    Leute, es ist dringend!
    Montag werde ich noch versuchen, einen externen Fachmann ins Boot zu holen.
    Gruß
    Thomas
     
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