Flecken Fassade

Diskutiere Flecken Fassade im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe gleich eine Frage, mit der Hoffnung das Ihr mir hier weiterhelfen könnt. Wir haben ein Haus von einem...

  1. #1 Mrrelaxed, 10. Januar 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Januar 2016
    Mrrelaxed

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    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und habe gleich eine Frage, mit der Hoffnung das Ihr mir hier weiterhelfen könnt.

    Wir haben ein Haus von einem Generalunternehmen bauen lassen (sind ingesamt 8 Doppelhaushälften) und haben nun Probleme mit der Fassade.

    Beanstandung von unserer Seite:
    Die Fassade ergraut sehr schnell und weist insbesondere bei Tauwetter Flecken auf.
    Auf der Wetterseite ist die Entwicklung leider sehr weit fortgeschritten. Hier bilden sich nun auch sogenannte "Wasserflecken"
    Hier findet ihr ein paar Fakten, Bilder und die bisherige Stellungnahme vom GU.

    Könnt Ihr mir hier weiterhelfen was für ein Mangel das sein kann bzw. ob die Entwicklung wirklich daher kommt die es der GU schildert ?
    Für alle Antworten bin ich sehr Dankbar.

    Baujahr:
    Sommer 2013


    Baubeschreibung:

    Aufbau als Wärmedämmverbundsystem aus Polystyrol-Hartschaum-platten mit eingefärbten Kunstharzputz (Hellbezugswert größer 20%) Stärke nach Wärmeschutznachweis.

    Verwendeter Putz:
    Kratzputz ist_egal_hersteller_und_produkt "K" ohne weiteren Anstrich

    Bisherige Stellungnahme GU:

    Auf Fassadenflächen kann es grundsätzlich zu einer zunehmende Belastungen durch Algen und Pilze kommen, da durch die kontinuierliche abnehmende Luftverschmutzung (Senkung Schwefel Dioxid Belastung) einerseits und die Zunahme von nährstoffreicher Einträge durch die Landwirtschaft andererseits ein günstiges Wachstumsklima geschaffen.
    Auch die Feuchtebelastungen durch äussere Faktoren wie Schlagregen und Tauwasser an den Gebäuden, als auch Flach geneigten Dächern mit wenig Dachüberstand haben hier einen negativen Einfluss. Auf der verschatteten Seite findet erfahrungsgemäß immer eine verlangsamte Austrocknung statt, die ebenfalls die o.g. Faktoren unterstützen.
    Das bei Ihrem Objekt verwendete und gemäß gemeinsamer Baubeschreibung im Werkvertrag definierte Putz und Putzsystem enthält moderne verkapselte algizide und fungizide Wirkstoffe, die einen Algen und Pilzbefall verzögern und damit der üblichen und unsererseits im Vertrag zugesicherten Beschaffenheit entspricht.
    Die Dauer dieser Wirkung ist objektspezifisch und zeitlich begrenzt und vor allem durch äußere Faktoren beeinflusst und stellt somit keinen Mangel in der Ausführung oder im Rahmen der Gewährleistung dar.
     

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  3. #2 Gast036816, 10. Januar 2016
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    das sollte von einem sachverständigen (handwerkskammer) untersucht und geklärt werden.
     
  4. Mrrelaxed

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    Vielen Dank für die Antwort und den Hinweis.
    Auch wenn nur ein Sachverständiger ein vollständiges Bild liefern kann, würde ich mich über weiteres Feedback freuen.
     
  5. Roth

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    Wurde das WDVS geklebt und auch gedübelt? Auf Bild 4 sieht es so aus als ob sich Plattenfugen und Dübel abzeichnen.

    Wurde die in der Zulassung vorgeschriebene Mindestdicke von Armierung und Oberputz eingehalten?
     
  6. Mrrelaxed

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    Vielen Dank für die Antwort.

    Das WDVS wurde nach meiner Information geklebt. Ob die vorgeschriebene Mindestdicke von Armierung und Oberputz verwendet worden ist, weiss ich leider nicht.
    Verstehe ich das richtig, dass dies mit Hilfe von Wärmeschutznachweis ermittelt werden muss?
     
  7. Roth

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    Darauf müsste Ihnen jemand antworten, der sich mit Wärmeschutznachweisen auskennt.

    Meine Fassade hat ein ähnliches Schadensbild wie Ihre. Der Verputzer sah die Schuld auch bei der Luftverschmutzung, der grünen Umgebung usw. usw. Erstaunlicherweise war aber vor dem WDVS-Auftrag bei gleicher Umgebung keinerlei Verfärbung oder Veralgung auf dem alten Verputz.

    Da habe ich einen SV beauftragt. Es stellte sich durch Bauteilöffnungen heraus, dass die vereinbarte Putzdicke weit unterschritten ist (LV = 7 mm vereinbart, Zulassung verlangt Mindestdicke von 4 mm, vorgefunden wurden Gesamtdicken zwischen 1 und höchstens 1,9 mm).

    Zur Behebung wird zunächst eine neue Armierung und darauf ein neuer Oberputz vorgeschlagen. Ob das fachgerecht ist, muss erst noch geklärt werden.

    Ich würde mir die Zulassung für Ihr System (Name wurde oben gelöscht) vom Hersteller mailen lassen und mich einlesen. Man kann die Zulassung auch bei der ausstellenden Behörde DIBt in Berlin oder bei Fraunhofer IRB in Stuttgart im Netz suchen und kaufen - kostet dort allerdings so ca. 30 EUR.

    Ein SV ist auch sehr zu empfehlen - aber nicht allgemein für Schäden an Gebäuden, sondern für WDVS und Putze - so meine Erfahrung.
     
  8. uban

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    Stärke nach Wärmeschutznachweis.


    damit dürfte die Stärke der EPS Platten gemeint sein um den erforderlichen dämmwert zu erzielen (meist 12-14cm für die minimalen Anforderungen).

    die 'Stärke' der Armierung/Putz gibt der WDVS Hersteller vor, per mail oder telefon, sind recht kooperativ. Ob das WDVS den Vorgaben entspricht sollte ein SV beurteilen, hier wird es ohne Bauteilöffnung kaum gehen. Da ein SV nicht sofort kommen kann möglichst früh ehgagieren solange die optischen Spuren so gut sichtbar sind, der SV hat es dann leichter die 'richtige' Stelle zu finden. Ein Baufachanwalt schadet auch nicht.

    Eine gleichmässige Veralgung wäre (leider) fast normal, aber dass sich die EPS Plattenumrisse abzeichnen könnte auf eine mangelhafte Verarbeitung hinweisen.
     
  9. Mrrelaxed

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    Vielen Dank für die bisherigen Antworten und dadurch entstehen bei mir folgende Fragen:
    - Mir ist nur der verwendetete Putz bekannt - kann ich aus dieser Information das WDVS-System ermitteln ?
    - Ist eine schnelle Veralgung bei Verwendung von Krazuputz ohne weiteren Anstrich "normal"?
    - Auf einer der Bilder sind "Wasserflecken" zu erkennen - kann mir jemand erklären, wie das entsteht? Kommt da oben Wasser rein, sodass sich Feuchtigkeit bildet?

    Vielen Dank schonmal für die Antworten
     
  10. #9 Alfons Fischer, 16. Januar 2016
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    ich könnte mir vorstellen, dass die Flecken zum Teil aus einem erhöhten Diffusionsstrom im Bereich von Fehlstellen in den Dämmplatten/-Stößen etc. herrühren.
    Die Dämmplatten haben ja einen gewissen Diffusionswiderstand, sollten Fehlstellen in der flächig verlegten Dämmung vorliegen, könnte dort gegenüber der ungestörten Fläche ein erhöhter Diffusionsstrom vorliegen.

    Gerade in Verbindung mit Neubaufeuchte (erstes Aufheizen im Winter) kommt es so zu einem u.U. erheblichen Diffusionsstrom, so dass es an der Grenzschicht zwischen Dämmung und Gewebespachtelung zu einer Auffeuchtung kommen könnte. Dann käme die Feuchte also von innen...

    von außen (z.B. von oben) eindringende Feuchte könnte auch eine mögliche Ursache sein.
     
  11. Mrrelaxed

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    Vielen Dank für die Antwort.

    Da es der 2. Winter ist und die "Wasserflecken" jetzt erst auftreten, vermute ich auch, dass die Feuchte von oben kommt.
    Wie an den Bildern zu erkennen ist, sind die WDVS-Platten mit einem Blech verschlossen worden. Kann es sein, dass hier durch falsches Anbringen der Bleche nun Feuchtigkeit in die Fassade kommt und mann dadurch die Flecken und auch die schnelle Ergrauung herkommt ?
    Bei Bedarf kann ich auch noch Bilder vom Blech reinstellen.
     
  12. Mrrelaxed

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    Hallo wieder,

    gerne würde ich noch ein paar Informationen erhalten, woher die "Flecken" kommen könnten, daher wäre ich für alle Infos dankbar.

    Ausserdem habe ich nich zwei weitere Bilder hinzugefügt. Auf diesen Bildern sieht man, dass die WDVS-Blatten mit Blech verschlossen worden sind.
    Was micht skeptisch mach, dass das Blech auf den Putz befestigt worden ist und mit Silikon verschlossen wurde.
    Ist das wirklich die fachgerechte Auführung bzw. kann das die Ursache vn den Flecken und Streifen sein?
     

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  13. Skeptiker

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    Denken wir doch mal laut ins Unreine:

    Das Veralgen von WDVS lässt sich unter bestimmten Umständen nicht vermeiden, sondern nur verzögern.

    Punkte an denen von innen mehr Wärme ankommt trocknen schneller ab und Veralgen deshalb weniger als die Fläche. Punkte oder Geraden beginnen, sich hell abzuzeichnen, "Flecken" werden sichtbar. Relativ regelmäßig angeordnete Punkte sind i.d.R. ungenügend abgedeckte Dübel. Geraden lassen vermuten, dass die Dämmung mit Fügen aufgebracht und diese später mit dem Armierungsmörtel aufgefüllt, bzw. zugeschmiert wurden. In beiden Fällen würde es sich um durch Verarbeitungsfehler entstandene Wärmebrücken und damit wahrscheinlich um einen vom Ersteller zu verantwortenden und in der Gewährleistungszeit zu beseitigenden Mangel handeln.


    mit skeptischen Grüßen!
     
  14. manno79

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    Moin, bei uns am Ort wird zur Zeit auch sehr viel gebaut und hier schauen einige Häuser so ähnlich aus. Bei einigen wurden Spalte in der Dämmung mit Bauschaum gefüllt und teilweise eben die Dübel nicht korrekt überdeckt. An den Wetterseiten schaut das ähnlich oder schlimmer aus.

    Zu den Blechen, ich als Laie denke das wird nicht lange halten. Sollte das Blech als Schutz für die eigentliche Abdichtung dort sein werden irgendwann die Silikonfugen reissen und Feuchtigkeit eindringen können, DIN gemäß ist das denke ich mal nicht da gibts bestimmt vernünftigere Vorgaben.
     
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  16. Andreas21

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    Fest steht, daß der Anschluß der Abdeckung an das WDVS nicht fachgerecht ist. Die Simsen sind nur auf den Putz geschraubt?
    Laut Fachregeln muß eine 2- teilige Ausführung gewählt werden mit Aufsteckprofil für WDVS.
     
  17. Mrrelaxed

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    Ja die Bleche sind nur auf den Putz verschraubt ....

    Kann genau DAS die Ursache für das Schadensbild sein ?
     
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