Fliesen, Estrich ohne CM Messung

Diskutiere Fliesen, Estrich ohne CM Messung im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Wir haben einen Nebau mit Zementestrich und FBH. Als 4 Wochen nach dem Estrich einbringen die FBH in Betrieb genommen wurde, funktionierte sie im...

  1. ralph12345

    ralph12345

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    Wir haben einen Nebau mit Zementestrich und FBH.
    Als 4 Wochen nach dem Estrich einbringen die FBH in Betrieb genommen wurde, funktionierte sie im Obergeschoss nicht. Das Haus war war, der Fussboden oben nicht. Der Estrich war mittlerweile gut 6 Wochen alt, da sind die Fussbodenfliesen gelegt worden. Ohne daß im OG je die Heizung funktioniert hat. Läuft erst jetzt.

    Der Fliesenleger hat dennoch auf eine CM Messung verzichtet und die Feuchte anders gemessen - 2,5%.
    Dan Bautrocknern nicht verwunderlich. Aber wie sieht das innen im Estrich aus...?

    Was kann ich da nun vorbeugend machen in Bezug auf eine spätere Gewärleistung, zwecks Verbleib der Beweislast bei der Baufirma? Kann ich einen Mangel rügen? Noch sind ja keine Risse drin in den Fliesen...
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Also weder Funktions- noch Belegreifheizen.

    Da hat er vermutlich die Feuchte an der Oberfläche gemessen?

    Na ja, zuerst einmal sollte die FBH auf Funktion geprüft werden. Funktionsheizen wäre also angesagt. Dann läuft Dein Fliesenleger Gefahr, dass dabei Schäden am Estrich und Oberbelag entstehen, für die er den Kopf hinhalten muss. Er hat ja durch eine sehr wahrscheinlich untaugliche Methode die Belegreife ermittelt und dann die Fliesen aufgebracht.

    Eine Mängelanzeige hilft Dir nicht weiter, denn wer weiß, wann sich ein Schaden zeigt. Vielleicht in 3 Jahren, harter Winter, FBH geht auf hohe Temperaturen, und schon isses passiert. Oder in x Jahren, Regelung steigt aus, Temperatur geht hoch bis die Sicherheitstemperaturbegrenzung zuschlägt, und schon kracht´s im Estrich.

    Das Trocknen (Belegreifheizen) ist nur ein Aspekt, bisher wurde Deine FBH noch nicht einmal "funktionsgeheizt".

    Gruß
    Ralf
     
  4. ralph12345

    ralph12345

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    Kein Funktionsheizen, kein Belegreifheizen, richtig. Feuchtigkeistmessung vermutlich an der Oberfläche - ich war nicht dabei.

    Das Funktionsheizen soll im OG nachgeholt werden. Da mach ich mir wenig Sorgen, denn wenn es dann kracht, ist direkt der Fliesenleger dran. Ist ja noch im Rahmen der Gewährleistung bzw. noch vor Bauabnahme.

    Ich mach mir mehr Sorgen, daß der Estrich durch die Trockner obendrauf schön trocken ist, unten noch feucht, aufgeschüsselt hat und nach und nach wieder gerade wird und das erst in Jahren reisst. Wie kann ich mich für den Fall absichern / vorbereiten?
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Wenn hier mal ordentlich geheizt wird, zeigt sich der Fehler schnell. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  6. Seev

    Seev

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    Hallo zusammen,

    da ich dem Titel nach eine ähnliche Fragestellung habe, schliesse ich mich hier mal an.
    Der CA-Estrich (6cm dick) liegt nun seit fast genau 3 Monaten drin, bevor die FBH letztes WE eingeschaltet werden konnte. Nun hat nach den ersten Tagen des Funktionsheizens (21 Tage-Programm nach Vorgabe Estrichleger) der Architekt die Feuchte in jedem Raum elektronisch gemessen.
    Seine Aussage: Wir hätten in fast jedem Raum (ausser im Keller, wo die Heizung bisher auch noch keine große Wirkung zeigt) jetzt schon die für den jeweiligen Belag erforderliche Belegreife erreicht. Er würde keine CM-Messung machen, Grund: unnötige Kosten und Aufwand.
    Nun heizen wir noch 16 Tage weiter.

    Fragen:
    1. Kann man hier wirklich (guten Gewissens und ohne echte Risiken) auf die CM-Messungen verzichten?
    2. Wenn nein, in wievielen Räume sollte man messen?
    3. Ergeben sich durch die CM-Messung selbst bauliche Risiken oder Nachteile?
    Messstellen sind einige vorhanden.

    Danke und Grüße
    Seev
     
  7. Bulla2000

    Bulla2000 Gast

    1. nein
    2. in jedem (optimal an mehreren Stellen jedes Raumes)
    3. nein, die Meßlöchlein werden eh wieder verschlossen
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Wie "elektronisch" gemessen? Was für einen Wert hat er ermittelt?

    Abgesehen davon, dass das Funktionsheizen komplett durchgeführt werden soll, kann es möglich sein, dass ein anschließendes Belegreifheizen nicht mehr erforderlich ist. Dazu genügt aber eine einfache Messung nicht, denn diese lässt kaum Rückschlüsse zu, wie feucht der Estrich im Inneren ist, gerade wenn noch "geheizt" wird.

    Ansonsten gilt, "no risk no fun". :bounce:

    Gruß
    Ralf
     
  9. fmw6502

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    Wetten, daß er diese Aussagen Dir nicht schriftlich gibt... :shades

    Gruß
    Frank Martin
     
  10. #9 Der Bauberater, 6. Oktober 2011
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    Nur wenn man nicht weiß wo die FBH liegt!:D
     
  11. Seev

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    Er hatte ein elektronisches Gerät dabei, näheres weiß ich nicht.
    Er nannte mir auch die Min.-Werte für Fliesen und für Parkett. Kann das sein 80 und 60 ...? Einheiten ... keine Ahnung.

    Es ist nicht die Frage, ob wir das Funktionsheizen verkürzen. Das tun wir nicht. Aber schon, ob wir weitere Zeit danach für Belegreifheizen brauchen, bevor die Bodenleger loslegen werden. Ich werte Deine Antwort also so: auf jeden Fall CM-Messung(en) machen.

    Gruss
    Seev
     
  12. Seev

    Seev

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    zu 2.
    Es ist die Rede, dass jede CM-Messung pro Stelle 70 Euro kostet. Ist das dann normal? Da kommt ja dann doch was zusammen.
     
  13. fmw6502

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    Lukas hatte mal was dazu aus der Praxis geschrieben: #3

    BTW: Wie man aus einer Oberflächenmessung auf den tieferen Zustand schließen will, ist mir schleierhaft - auch wenn es ein elektronisches Meßgerät war ;)

    Gruß
    Frank Martin
     
  14. Seev

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    Hallo Frank Martin,

    dass oder gar wie jemand diesen Schluss direkt ziehen will, habe ich ja nirgends gesagt.

    Dennoch könnte ich mir auch vorstellen, dass es aus physikalischen Gründen in einem bestimmten Wertebereich an der Oberfläche dann doch einen gewissen Zusammenhang mit dem Wert im Innern geben könnte, der eine relativ sichere Aussage zuliesse. Aber deshalb hab ich ja nachgefragt.

    Zunächst gehe ich davon aus, daß ich meinem bezahlten Sachverstand vertrauen kann. Bei kleineren Zweifeln frag ich dann mal vorsichtig im Forum nach.

    Gruss
    Seev
     
  15. Seev

    Seev

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    Klärt mich bitte noch etwas über den normalen Ablauf bei CM-Messungen auf:

    Es wird also eine bzw. viele CM-Messungen gemacht. Wenn sich dabei herausstellt, daß der betreffende Boden noch nicht die Belegreife hat, dann muss sicher weiter geheizt werden, o.k.?

    Sicher muss dann nach neu vermuteter Belegreife wieder (in jedem kritischen Raum) eine neue CM-Messung gemacht werden, o.k.?
    Werden dazu neue Messtellen genommen? Sind diese immer vorhanden bzw. eingeplant?

    Welche Abmessungen hat so ein Loch, das für eine CM-Messung gemacht wird?
    Wird das Material quasi mit Hammer und Meissel herausgehauen oder gibt es dafür eine bestimmte Bohreinrichtung o.ä.?

    Danke und Gruß
    Seev
     
  16. fmw6502

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  17. baldosa

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    natürlich gibt es geräte mit denen man die leitfähigkeit des estriches messen kann und dadurch auch ziemlich genau an den wert der cm messung herankommt. erst wenn dies der fall ist, ist es ratsam die cm messung durchzuführen.
     
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  19. Seev

    Seev

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    Danke Euch beiden! Das hilft schon mal einen entscheidenden Schritt weiter. Es handelt sich demnach bei der Messung an der Oberfläche um eine Leitfähigkeitsmessung. (Bei der CM auch?)

    Welche Einheit hat der Messwert? z.B. Mikro-Siemens?
    Kann es sein daß ein Parkett < 50 ... braucht und ein Fliesenboden <80 ...?

    Gruß
    Seev
     
  20. ThomasMD

    ThomasMD

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    Nochmal ganz langsam zum mitmeißeln:

    Es gibt keinen allgemeingültigen Zusammenhang zwischen Leitfähigkeitsmessergebnissen an der Oberfläche und vorhandener Feuchtigkeit in der Tiefe.

    Eine CM-Messung hat nichts mit Leitfähigkeit zu tun. Hierbei wird über die Zugabe von Karbid die Azetylenentwicklung per Gasdruckmessung ermittelt und daraus indirekt auf den Wassergehalt des Estrichs geschlossen.

    Der von Dir bezeichnete "Messwert" hat überhaupt keine Einheit und wird von manchen Herstellern mit Digits bezeichnet. Könnte aber ebenso Plumpse oder Pinnoreks heißen. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

    Digit klingt halt irgendwie seriöser.

    Zum Gerät sollte halt eine Tabelle gehören, in der steht, wie die Anzeigewerte zu interpretieren sind.
     
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