Frage bzgl. Telefonie mit RJ45-Stecker

Diskutiere Frage bzgl. Telefonie mit RJ45-Stecker im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich baue gerade ein neues Einfamilienhaus. Dabei ist natürlich auch die Verkabelung ein wichtiges Thema. Ich habe derzeit eine...

  1. McMusic

    McMusic

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    Hallo zusammen,

    ich baue gerade ein neues Einfamilienhaus. Dabei ist natürlich auch die Verkabelung ein wichtiges Thema. Ich habe derzeit eine sternförmige Netzwerkverkabelung von einem Verteilschrank im Keller in alle Wohnräume vorgesehen (CAT6). Idee hinter der Sache war, dass ich dann in jedem Wohnraum mind. eine RJ45-Dose habe und ich im Keller am Verteilschrank entscheiden kann, ob ich auf die Leitung Telefon oder Netzwerk lege (per Patchkabel). Meine Hoffnung war/ist, dass ich dann jederzeit die Nutzung jeder Dose problemlos von Telefon auf Netzwerk oder umgekehrt ändern kann (falls sich bspw. die Möblierung mal ändert und man das Telefon woanders haben möchte).

    Jetzt sagte mir gestern mein Elektriker, dass ich da vorsichtig sein müsste mit dem Anschluß von analogen Telefonen an so eine RJ45-Buchse, da verschiedene Provider (er nannte als Beispiel 1&1) dies verbieten würden. Er war sich aber auch nicht ganz sicher.
    Das hat mich erstmal ziemlich verblüfft, da es doch den Provider eigentlich nicht interessiert, wie ich meine Hausanlage verkabel. Oder irre ich mich?
    Ist das wirklich ein Problem (bzw. machen bestimmte Provider eines daraus), ein normales analoges Telefon an einer RJ45-Buchse zu betreiben?

    Danke Euch schonmal vielmals für Eure Wortmeldungen. :bierchen:

    VG
    McMusic
     
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  3. #2 biertrinker, 7. Juli 2010
    biertrinker

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    Hallo,

    das wäre mir ehrlich gesagt neu, das da heute noch von der Telefongeselschaft Einfluss genommen werden kann. Für rechtliche Fragen bin ich aber auch nicht so der richtige Ansprechpartner. Ich habe das allerdings selber schon so gemacht - mit passenden Kabeln am Telefon mit RJ45 Stecker statt TAE und hatte damit keine Probleme.
    Im Moment plane ich so auch die Telefonverkabelung und Netzwerkverkableung in unserem zukünftigen Haus.
    Es ist ja auch oft so, das man vor der eigentlichen Hausverkabellung irgendeine Telefonanlage hat oder auch eine Fritzbox oder ähnliches, damit ist man ja eigentlich selber der Betreiber des Netzes.

    Warum eigentlich CAT6 und nicht CAT7?

    viele Grüße

    Biertrinker
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Dem Provider ist das völlig egal was Du mit der Installation in Deinem Haus machst. Geregelt ist nur die Schnittstelle (Übergabepunkt) und die Endgeräte müssen mit einem CE Zeichen versehen sein. Damit diese ein CE-Zeichen bekommen, ist deren Anschlußbuchse inkl. Belegung definiert.
    Aktuell würde man als Norm die ES203021 heranziehen (Nachfolger der TBR21) oder die EN300001.

    Für analoge Endgeräte ist dort die RJ11/12 Buchse mit Pin 3 und 4 als belegt definiert.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Bautz

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    Völliger Blödsinn. Und selbst wenn, wie soll denn der Provider kontrollieren, mit welchem Stecker Du Dein Telefon einstöpselst? :p

    Ich finde übrigens eine RJ45-Dose pro Raum etwas wenig. In Räumen wie Arbeitszimmer oder auch Wohnzimmer ist der Bedarf schnell deutlich höher.
     
  6. Julius

    Julius

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    Nein, das ist kein Blödsinn, sondern ein Mißverstäbnis!

    Selbstverständlich kann der Netzbetreiber (und tut es auch) festlegen, wie der Netzabschluß auszusehen hat. Dies ist in D i.A. eine TAE-Steckdose, meist mit Prüfabschluß.
    Das bezieht sich aber nur auf die HKZ-"Amtsleitung", also die ERSTE Telekommunikationssteckdose!

    Was im Innenleitungsnetz HINTER einer Tk-Anlage passiert, hat ihn nicht zu interessieren (und interessiert ihn auch nicht), solange es nicht zu unzulässigen Rückwirkungen auf das öffentliche Netz führt.
    Deswegen müssen dort benutzte Endgeräte auch nicht unbedingt zugelassen sein, weil in diesem Fall die Anlage und nicht der Telefonapparat als Endgerät gilt (es gibt aber Ausnahmen, was gewisse unzulässige Funktionen angeht).

    Gegen die Verwendung von RJ45-Steckverbindern auch für analoge Nebenstellen ist also nichts einzuwenden. Sie ist inzwischen sogar vielfach üblich. Dafür ist die Belegung 4/5 definiert (aber auch Mehrfachausnutzung ist möglich).

    Dein Plan ist also ME sinnvoll und zulässig, solange eine Tk-Anlage (das kann auch die von ZweiminusZwei gelieferte Franz!Box DSL o.ä. sein) davorhängt.
     
  7. lulu66

    lulu66

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    Leg in jedes Zimmer zwei Leitungen mit einer Doppeldose als Endpunkt. PC oder Fernseher kommen in fast jedem Zimmer mal vor, in dem ein Telefon gebraucht wird.
     
  8. McMusic

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    Vielen Dank schon mal für die aufschlußreichen Antworten! :bierchen:

    Hm, ich hielt CAT6 eigentlich schon für überdimensioniert, wollte aber für die Zukunft gerüstet sein (deshalb kein CAT5).

    Völlig richtig. Gemeint war auch nicht, dass ich nur eine Buchse pro Raum habe. Im Arbeitszimmer sind es bspw. alleine schon 8. Sogar hinter der Küche lasse ich eine doppelte Datenbuchse verbauen, falls man für dich Küche mal Netzwerkanschluß braucht.

    Danke, das hilft mir weiter und mir fällt ein Stein vom Herzen. Ich dachte gestern schon, ich muss tatsächlich auch noch eigene Telefondosen für die Räume verplanen. Mit der RJ45-Lösung bin ich da wesentlich flexibler.
    Es ist geplant, im Keller an der Stelle, wo die Hausanschlüsse reinkommen, einen Technikschrank aufzustellen. Dort soll dann bspw. eine Fritz-Box (also eine kleine Telefonanlage) und ein Router für den Internet-Anschluß rein. Und dann hatte ich mir das, wie oben geschrieben, so vorgestellt, dass ich mit Patch-Kabeln den einzelnen Dosen in den Zimmern entweder Telefon oder Telefon zuweisen kann.
    Telefon wird sicher am Anfang nur an max 3 Stellen im Haus benötigt. Aber mit dieser Methode wäre ich flexibel für die Zukunft. :bounce:
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 7. Juli 2010
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    Ausserdem gibts sogar Adapter von RJ-45 auf TAE, wenn Du nicht umbasteln willst
     
  10. Falk

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    Erkläre mir doch mal bitte den funktionalen Unterschied im Bezug zu einem Ethernet zwischen einem Router und einer Fritzbox.

    Falk
     
  11. Julius

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    "Fritz!Box" ist die Bezeichnung des Herstellers AVM für eine ganze Geräteserie. Viele davon enthalten auch ein DSL-Modem, manche davon zusätzlich noch einen Router.

    Wenn man einen zwar DSL-fähigen, aber routerlosen Fritz!en hat, daran aber mehr als einen Rechner anschließen möchte, ist es sinnvoll und üblich, dies durch Nachschalten eines eigenständigen Routers zu tun.
     
  12. Dungan

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    Hallo McMusic,

    aus eigener Erfahrung kann ich Dir für dein Projekt bestätigen, dass es so funktioniert. Ich habe bei uns selbst die Sternverkabelung in alle Zimmer mit Cat7 Kabeln vorgenommen. Die Kabel laufen im Keller in einem kleinen Serverschrank mit Patchfeldern. Die kann ich dann unterschiedlich mit Telefon oder Netzwerk bedienen. Das schöne daran ist, dass ein RJ11 Stecker die man normalerweise an ein Analog Telefon anschließt hervorragend in eine RJ45 Buchse passt. Adapter brauchte ich nicht.

    Ich würde aber mindestens je 1 Doppeldose RJ45 pro Zimmer und in den Wohn- und Arbeitszimmer 2 Doppeldosen empfehlen. Statt Cat 6 würde ihc auch gleich zu Cat 7 raten, auch wenn du nur Cat6 Dosen verwendest. An die Dosen kommst Du hinterher dran, an das Kabel nicht mehr.

    Das Einziehen der Doppelleichtung ist nicht viel mehr Arbeit und der Kabelmehrpreis ist bei den Gesamtherstellungskosten zu vernachlässigen.

    Zusätzlicher Tipp: Besorge Dir eine richtige Mauernutfräse und einen Absauger und plane 2-3 Tage Zeit ein. Viel Spaß beim Projekt, macht Spaß! :-) :bau_1:
     
  13. githero

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    So ähnlilch werde ich es auch machen. CAT7 Kabel in jedes Zimmer, wobei für Netzwerk Doppelkabel und für das Telefon nur Einzelkabel verwendet wurde. Im Keller erfolgt dann die Zuordnung über Patchpanel. Allerdings habe ich vor, in den Zimmern normale TAE-Dosen für das Telefon zu installieren.

    Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch ein schönes und bezahlbares System, mit dem ich SAT Fernsehen in mein LAN einspeisen kann. Aber das wird in naher Zukunft wohl nur ein Wunsch bleiben :o
     
  14. Topotec

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    Ja, das fehlt mir auch noch...:D...es gibt ja Möglichkeiten, etwas zu machen, aber ich weis nicht, ob die angesprochenen Attribute schön und bezahlbar damit umgesetzt werden können...wohl eher nicht!!!

    Aber irgendwann vielleicht.....................
     
  15. greentux

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    hatten wir auch schon.
    die reelbox ist da eine gute ausgangsbasis. den empfängerteil (netciever) gibts auch einzeln, der macht multicast, was mit vielen clients bezahlbar verarbeitet werden kann...
     
  16. S.Oertel

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    Tach auch,

    ...bin nicht sicher, ob es solche Modelle von AVM überhaupt jemals gegeben hat - in der aktuellen Serie haben die jedenfalls alle ein eingebautes Modem und sind alle auch Router. Etliche zusätzlich WLAN, Telefonanlage, AB, FAX, tlw. DECT-Basisstation und Mediaserver.
    Auf den Kisten läuft ein kleines Linux und wer das mag, kann auch ein eigenes OS draufpacken bzw. auf Weiterentwicklungen und Module einer großen Community zurückgreifen um zusätzliche Funktionen zu implementieren.

    Sehr praktisch.

    Gruss
    Sven
     
  17. githero

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    Ich weiß, hab mir die Diskussion auch schon durchgelesen. Aber bezahlbar heisst für mich nicht >1k EUR Zusatzaufwand im Vergleich zur herkömmlichen KOAX-Verkabelung. Mir sind die Systeme derzeit einfach noch zu teuer.
     
  18. Dungan

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    Genau aus diesem Grund kann ich jedem nur empfehlen reichlich CAT7 Kabel zu verarbeiten, um bzgl. der Übertragungsraten zukunftssicher zu sein.
     
  19. greentux

    greentux

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    also der netciever kostet liste 249,- + sagen wir 2x dual dvb-s karte (je 149.-) sind wir bei rund 550,- euro. damit kannst du an vier endpunkten gleichzeitig verschiedene programme schauen. clients vorrausgesetzt, die für knapp 100,- euro im angebot sind...
     
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  21. githero

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    und was ist mit der Reelbox für 1200 EUR?:o
     
  22. greentux

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    Brauchst Du nicht zum Fernseh schauen. Brauchts Du nur, wenn Du dann auch Aufzeichnen willst, Timeshift usw.
    Und dafür gibts dann auch günstigere Lösungen, die allerdings etwas PC-Kenntnis voraussetzen (Linux VDR).
     
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