Frage zu Abdichtung nach 18195-6

Diskutiere Frage zu Abdichtung nach 18195-6 im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum, wir planen eine unterkellerten Bau, der Keller soll gemauert werden. Im Baugrundachten wurde der Lastfall zeitweise aufstauendes...

  1. Baunovitze

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    Hallo Forum,

    wir planen eine unterkellerten Bau, der Keller soll gemauert werden. Im Baugrundachten wurde der Lastfall zeitweise aufstauendes Sickerwasser ermittlet und eine Abdichtung nach DIN 18195-6 empfohlen. 18195-6 unterscheidet afaik zwischen drückendem Wasser (7.2.1) und zeitweise aufstauendem Sickerwasser (7.2.2). Was mir derzeit nicht klar ist: Ist es möglich nach 18195-6 gegen drückendes Wasser abzudichten wenn der Keller gemauert ist, oder setzt diese Abdichtungsart eine Betonwand voraus?
    (Steht die Antwort auf diese Frage eventuell in 18195-3?)

    Ich verstehe richtig, das in beiden Fällen die Bodenplatte aus WU-Beton hergestellt wird?!

    Für hilfreiche Antworten vielen Dank im voraus.
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 10. Februar 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Eine Abdichtung nach T6 ist auch bei gemauerten Kellern probemlos möglich. Für beide Lastfälle

    Und eine WU-Bodenplatte muss es nicht sein.

    Was bei Ihnen sinnvoll ist, muss Ihr Planer an Hand des Gesamtkonzepts ausarbeiten.
    Daraus ergibt sich dann das Abdichtungskonzept, das neben den technischen auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.

    MfG
     
  4. #3 Thomas Traut, 10. Februar 2010
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    Ich bin ja mehr der Verfechter der Mauerwerkskeller, falls diese zu Wohnzwecken genutzt werden sollen. In der Regel lässt sich das auch bauen, hängt aber von der Geschosshöhe, Höhe der Erdanschüttung, Höhe des Wasserstandes, Raumaufteilung im KG und EG und mehr ab. Falls die KG-Wände bituminös (schwarz) abgedichtet werden, würde ich es für die Bodenplatte genauso machen.
     
  5. Yilmaz

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    Hallo Thomas,

    wie stellst du dir das genau vor ohne WU-Bodenplatte?
    Wie willst du sanieren wenn die abdichtung unter der Bodenplatte (bahnen!??) schaden hat?
    Grüße.
     
  6. #5 Thomas Traut, 10. Februar 2010
    Thomas Traut

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    zu 1: von unten nach oben: Sauberkeitsschicht, Abdichtung, Schutzbeton, Bodenplatte
    zu 2: Gegenfrage: Wodurch soll an den Bahnen ein Schaden auftreten, eine fachgerechte Aufbringung vorausgesetzt?
     
  7. Yilmaz

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    Dann muß sohlen-und wand abdichtung aus gleicher abdichtungsstoff sein und ob diese ausführung günstiger ist als eine wu-bodenplatte.
    Wenn überall fachgerecht gearbeitet würde dann würden unsere sachverständige verhungern und die bauherren würden weniger graue haare bekommen.
    Wo menschen arbeiten MUSS man damit rechnen das alles nicht immer perfekt laufen kann unabhängig von baupfuscher.
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 11. Februar 2010
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    Wenn Du Bahnenabdichtung der Wände und WU-Bodenplatte mischen willst, musst Du mit Lose-Festflansch Konstruktionen im Anschluß Wandabdichtung-Bodenplatte arbeiten.
    Da ist dann der Kostenvorteil weg!
     
  9. Baunovitze

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    @ ALL Danke für die Antworten... auch wenn ich nicht verstehe warum hier irgendwie jeder Thread in einer "Best-Practice" Diskusion endet.... Anyway....

    Ich entnehme der Diskusion aber der das bei Schwarzabdichtung eine WU-Bodenplatte wohl kein muß ist, aber ein kann.

    Wo sind denn die Pro´s ond Con´s?
     
  10. Yilmaz

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    @Ralf, alles sehr schadenanfällig. Es geht nichts über eine WU-Bodenplatte und mit Dickbeschichtung abgedichtete Wände.
    Vorteile WU-Bodenplatte;
    Keine aufwändige Abdichtung unterhalb der Bodenplatte
    Übergang Bodenplatte/mauerwerk kann problemlos abgedichtet werden
    Nachteile: Dickere Bodenplatte, Mehr stahleinbau, andere Beton
     
  11. #10 Thomas Traut, 11. Februar 2010
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    Doch! Bituminöse Bahnendichtung unter der Bodenplatte und auf den Wänden. Ich kenne Bauunternehmer und GÜ's, die sind von der zunächst preiswerteren Dickbeschichtung längst wieder weg, weil die zu schadensträchtig ist. Wenn da ein paar Mörtel- oder Kleberpopel nicht ordentlich entfernt oder Fugen und Abplatzungen im Mauerwerk eben geschlossen sind, sind bei Schichtdicken von wenigen mm die Schäden abzusehen. Wenn -und nur dann- es sehr gewissenhaft gemacht wird, funktioniert es sicherlich. Schweißbahn ist "gutmütiger", siehe auch hier:http://www.svgs-saarland.de/html/din_18195.html
    Soviel Aufwand sind 2 Lg. Schweißbahn + Grundierung/Voranstrich nun auch wieder nicht, wenn ich aufgelisteten Nachteile in monetärer Hinsicht betrachte.
    Ergänzung: Diese Kombinationsabdichtung ist nicht genormt und bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Bauherren. Damit dürfte sie nicht den a.R.d.T.
    entsprechen.
     
  12. Yilmaz

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    @Thomas, zustimmung kriegst du von mir nur hierfür;
     
  13. Baunovitze

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    Leute... fangt mich mal bitte wieder ein.... und beachtet mal das ich von Kosten nie gesprochen habe... ich wollte einfach nur Input darüber haben was Abseites der weißen Wanne abdichtungstechnisch machbar ist...

    Verstehe ich richtig:

    Yilmaz plädiert für eine WU-Betonbodenplatte, die auf den Oberseite??? schwarz "angepinselt" wird? Das Mauerwerk wird ebenfalls von außen schwarz "angepinselt".
    --> Das ist eine nicht-genormte Lösung? Und nicht als a.R.d.T. anerkannt oder wird wenigstens stark angezweifelt bzw. das "schwarzanpinseln" wird insgesamt in Frage gestellt (siehe Link von Thomas)?

    Thomas ist Fan einer Bodenplatte (WU ja oder nein???) unter der er bituminöse Schweißbahnen verlegt werden und das Mauerwerk ebenfalls mit Schweißbahnen abgedichtet wird? Das ist eine genormte Lösung? Und als a.R.d.T. anerkannt?

    Und Ralf würde eher die Lösung von THomas unterstützen?

    Danke und Gruß.
     
  14. Yilmaz

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    so sieht das aus! Jeder hat mehr vertrauen zur dem ausführung die man selber ausführt. Ich würde niemals eine dachpappe an die wand klatschen :) Angepinselt ist eine beleidigung für die schöne KMB-Abdichtung :winken.
     
  15. Baunovitze

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    @Yilmaz

    Wenn "anpinseln":winken dann vorher Egalisierungsputz von 2cm auftragen???
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 11. Februar 2010
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    Jain :D

    Wenn es eine schwarze Abdichtung sein muss, dann Ja.

    Wenn ich die Wahl habe oder mitreden darf, würde ich IMMER für eine Weisse Wanne (Stahlbetonsohle und Wände) als wasserundurchlässiges Bauteil votieren.
    Weil weniger anfällig für Beschädigungen beim weiteren Baufortschritt und bei Fehlern leichter reparabel!

    MfG
     
  17. #16 Thomas Traut, 11. Februar 2010
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    Wenn die Abdichtung unter der Bodenplatte liegt, muss die nicht WU sein, sondern nur noch die statisch erforderliche Bewehrung haben, weil sie auf der trockenen Seite liegt. Auch an den Beton selbst werden geringere Anforderungen gestellt. Genormt ist diese Lösung eben genau in 18195-6.

    Für WU-Bauteile gilt die WU-Richtlinie in Verbindung mit DIN 1045-n. Näheres zur Weißen Wanne siehe z.B. hier: http://www.beton.org/fachinformationen/betonbautechnik/weisse-wanne.html

    @Yilmaz: "Dachpappe an die Wand klatschen" ist das Gegenstück zu "angepinselt".:winken
     
  18. Yilmaz

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    nein, kratzspachtelung
     
  19. Yilmaz

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    ich weiß, solange keine dachdecker dies mitlesen stört das auch keinen ;)

    @Thomas, eine nach KMB-Richtlinien und vom Facharbeiter erstellter KMB-Abdichtung ist die beste abdichtung nach 18195 und die beste alternative zu Weisse wanne.
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 11. Februar 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Na, dann pass mal auf, dass sich der Stefan nicht hierher verläuft!!!
     
  22. Baunovitze

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    @Ralf

    aufstauendes Sickerwasser und weissen wanne = mit kanonen auf spatzen schießen??? wenn mit grundwasser nach heutigem kenntnisstand nicht zu rechnen ist???
     
Thema:

Frage zu Abdichtung nach 18195-6

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