Frage zu Belastung in alten Bodenbelägen / Dachdämmung

Diskutiere Frage zu Belastung in alten Bodenbelägen / Dachdämmung im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo liebes Forum, wir stehen vor dem Problem, dass in unserem zu sanierenden Wohnhaus die Bodenbeläge entfernt werden müssen. Da ich ein...

  1. blofeld

    blofeld

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    Hallo liebes Forum,

    wir stehen vor dem Problem, dass in unserem zu sanierenden Wohnhaus die Bodenbeläge entfernt werden müssen. Da ich ein wenig über Asbest und PAK/PCB in alten Belägen / Dämmungen gelesen habe, sind wir verunsichert und wollen uns Rat holen, bevor wir (oder im Falle einer Belastung ggnf. eine Fachfirma) das Zeug entfernen.

    Daher folgende Fragen:

    1. Die Rechnung der Bodenbeläge aus dem Jahr 1966 weißt folgendes auf:
    Platex-Filzbelag 19252
    coverall-Teppichboden "Solid" 107/16
    coverall-Teppichboden "Sonderklasse" 420/41
    Febolitplatten Nr. 471
    Tapisom-Nylonfilz Nr. 9

    2014-01-05 17.34.03.jpg 2014-01-05 17.34.26.jpg 2014-01-05 17.34.46.jpg

    Kann jemand hier im Forum anhand dieser Bezeichnungen sagen, ob und wie diese Beläge problematisch bei der Entfernung sind? Gibt es eine Art "Liste" mit gefährlichen Produkten? Wie sieht es aus mit dem Kleber, mit dem das Zeug angebracht wurde? Was kann man da machen? Es soll ein Eicheparkett aufgeklebt werden.

    2. Ist eine Dämmung der oberen Geschossdecke (sieht aus wie Glas/Mineralwolle, mit Papier beschichtet) ebenfalls problematisch, zB hinsichtlich Asbest?

    3. Welche Firma / Sachverständige im Raum zw. Wetzlar / Siegen oder in der Nähe können sowas seriös beurteilen und Proben nehmen/analysieren? Welche Firmen entfernen sowas (falls nötig)?

    Jeder Hinweis wäre hilfreich!

    Vielen Dank
     
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  3. BlackFlag

    BlackFlag

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    Hallo,

    puh, jetzt habe ich ewig gesucht, bis ich Deinen Beitrag wieder gefunden habe - jetzt aber: Super ist, dass Du die Hersteller kennst; ich hatte auch die alten Rechnungen und habe den Hersteller des PVC-Bodens angerufen. Die Firma wurde zwar längst übernommen, trotzdem hatte man noch einen Spezialisten angestellt, der sich nur um die "Altlasten" gekümmert hat. Es wurden zudem altgediente Arbeiter ans Telefon geholt, die alleine von meinen Beschreibungen wussten, um welche Art von Boden und Verlegetechnik es sich handelt. Es wurde schnell klar, dass eine Belastung vorliegt - trotzdem wurde mir angeboten, eine Probe im eigenen Labor zu untersuchen, kostenfrei natürlich. Ich war selbst platt, wie hilfsbereit man hier war.

    Zu Deinen Böden: Absolute Sicherheit hast Du natürlich nur nach einer Untersuchung, einige Anhalspunkte gibt es doch. Hat der Boden eine weiße Unterschicht, die sich von dem Boden trennt, wenn Du versuchst, ihn zu entfernen, könnte das ein Hinweis auf die Asbestpappe sein; die Cushion Vinyl Böden sind zudem oftmals in altbackener Fließenoptik und brechen, wenn man versucht, sie zu biegen. Die Filzunterschicht ist ein gutes Zeichen dafür, dass kein Asbest zum Einsatz gekommen ist - PAK Kleber jedoch können natürlich verwendet worden sein. Diese Kleber sind schwarz, sollten also auch einigermaßen zu erkennen sein. Meist hilft es, einen alten Haudegen aus dem Boden-Business zu holen, die erkennen sofort, was Sache ist. Bei mir wusste jeder Verleger sofort, was Los ist, da hat ein Blick gereicht.

    Ich würde Dir jedoch raten, den Kontakt zu den Firmen zu suchen, dort wird man Dir zumindest in Bezug auf den Boden helfen. Die Kleber sind ein anderes Thema, ein Bodenprofi wird es jedoch auch schnell erkennen können. Zu Deiner eigenen Beruhigung kann ich nur raten, bei Arbeiten an den Böden eine Maske mit Schutzgruppe FFP3 zu verwenden bzw. vor größeren Aktionen Rat einzuholen.

    Beste Grüße
     
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