Frage zu einer Vollmontagedecke: Statik und Anbohren

Diskutiere Frage zu einer Vollmontagedecke: Statik und Anbohren im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Schönen guten Tag an alle Mitlesenden! Als ich vor 20 Jahren mein Haus gebaut habe, wurden dort Vollmontagedecken zwischen Keller und Erdgeschoss...

  1. #1 Pianist, 12.02.2018
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    Schönen guten Tag an alle Mitlesenden!

    Als ich vor 20 Jahren mein Haus gebaut habe, wurden dort Vollmontagedecken zwischen Keller und Erdgeschoss sowie zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss eingebaut. Konkret handelt es sich um die Ratioplan-Vollmontagedecke von Heinritz & Lechner, heute H+L Baustoffwerk. Die sind, wenn ich mich richtig erinnere, relativ vergleichbar mit der DX-Decke von Dennert. Anhand meiner Unterlagen von damals scheint es so zu sein, dass die Decken für eine Belastbarkeit von 5 kN ausgelegt wurden, das versuche ich noch mal genau zu klären.

    Jetzt möchte ich an der Wohnzimmerdecke (Spannrichtung knapp 5 Meter, Querrichtung 9 Meter) eine akustisch wirksame Deckenkonstruktion anbringen, und zwar Gipskartonplatten an einer Lattung mit 75 mm Deckenabstand. Das wird alles knapp 15 kg pro Quadratmeter wiegen. Obendrauf (also Fußboden OG) liegen seit damals Holzbalken mit Kieferndielen, das dürfte alles so etwa 27 kg pro Quadratmeter wiegen.

    Wenn ich nun meine Wohnzimmerdecke realisiere, und den darüberliegenden Fußboden berücksichtige, dann belaste ich die Decke mit insgesamt etwa 45 kg pro Quadratmeter. Gehe ich recht in der Annahme, dass ich damit weit davon entfernt bin, irgendwelche statischen Probleme zu bekommen? Selbst wenn ich keine 5 kN habe, sondern vielleicht nur 2,5 kN, sollte das mehr als ausreichend sein, zumal da oben nicht besonders viele Möbel stehen, die auch nicht besonders schwer sind. Da dürfte an sich auf jedem Quadratmeter noch ein übergewichtiger Besucher stehen...

    Zweite Frage: Mir ist nicht so ganz klar, wie und wo die Bewehrung in der Vollmontagedecke liegt. Wenn da nun von unten eine Lattung angeschraubt wird, dann müssen ja ziemlich viele Dübel gesetzt werden. Ist es da sinnvoll, das Anbohren von Stahl zu vermeiden, zum Beispiel mit einem Leitungssucher? Oder ist das völlig egal?

    Ich bedanke mich für alle guten Hinweise!

    Matthias
     
  2. #2 Onkel Dagobert, 13.02.2018
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    Moin!
    Ich finde es schon mal löblich dass du dir Gedanken zur Belastung machst und nicht einfach drauflos baust!
    Aber zum Thema: Bei 15 kg/m² permanenter Belastung würde ich mir wirklich keine Sorgen machen. In der Statik wurde mit Sicherheit ein Wert x für den weiteren Aufbau auf der Decke berücksichtigt. Könnte mir vorstellen dass da mit Zementestrich gerechnet wurde (was üblich wäre). Der wäre schon mal wesentlich schwerer als Dein Holzboden. Die 5 kN oder 2,5 kN sind die reine Verkehrslast, also bewegliche Lasten aus Möbel, Bewohner, etc.
    Was die Frage der Bewehrung angeht: Da würde ich schon aus rein praktischen Gründen versuchen das anbohren von Stahl zu verhindern. Wenn man dann mal ein Eisen trifft ist das nicht weiter tragisch. Wenn man allerdings (durch einen blöden Zufall) jedes zweite Eisen in Spannrichtung anbohrt, dann wird es schon kritischer.

    Zusammenfassend:
    - 15kg/m2 Mehrbelastung sehe ich nicht kritisch (wobei man auch das theoretisch errechnen muss)
    - Anbohren der Bewehrung vermeiden (auch aus praktischen gründen)
     
  3. #3 Andybaut, 13.02.2018
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    Du kannst dir ein Messgerät für Stahl / Strom zur Hand nehmen um die Bewehrung zu umgehen.
     
  4. #4 Pianist, 13.02.2018
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    Super, vielen Dank. Habe eben mal mit dem Statiker von damals telefoniert und der hat mir das genau so bestätigt.

    Matthias
     
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