Frage zu offener Baugrube

Diskutiere Frage zu offener Baugrube im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Moin, am Mittwoch/Donnerstag werden bei uns die Erdarbeiten durchgeführt (wir bauen mit GÜ, die Erdarbeiten haben wir separat vergeben). Die...

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  1. #1 Bauabenteurer, 04.09.2010
    Bauabenteurer

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    Moin,

    am Mittwoch/Donnerstag werden bei uns die Erdarbeiten durchgeführt (wir bauen mit GÜ, die Erdarbeiten haben wir separat vergeben).
    Die Bauarbeiten beginnen dann erst am darauf folgenden Montag, den 13.09.

    Wir haben lehmigen Boden.

    Frage: Besteht die Gefahr, dass das Planum aufweicht, wenn es in den vier dazwischen liegenden Tagen stark regnet?

    Das Erdbauunternehmen hat vorgeschlagen, die Baugrube schon einmal provisorisch einige Zentimeter zu schottern, damit der Oberboden nicht aufweichen kann.
    Auch der GÜ war damit einverstanden.

    Ist diese Massnahme sinnvoll?

    Danke
     
  2. Yilmaz

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    Ja, bei dieser Bodenverhältnissen auf jedenfall. Anfallende wasser ableiten und abpumpen.
     
  3. #3 wasweissich, 04.09.2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wenn man da schon was einbaut , warum nicht gleich eine sauberkeirsschicht aus beton ?? die paar € mehr wären gut angelegt......
     
  4. gast3

    gast3 Gast

    wasser- / störimgsempfindlicher Boden, so wie ihr ihn habt, sollte geschützt werden (z.B. durch Sand- / Schotterschicht). Alöternativ könnte ein leichtes Gefälle angelegt werden, um das Wasser dann in einer Ecke mittels Pumpensumpf zu fassen.

    Im Notfall kann man auch die letzte "Aushubschicht" (z.B. 10 cm) erst mal stehen lassen.

    Wie auch immer, wenn der Boden vernässt und ggf. aufgrund der geringen Wasserdurchlässigkeit sich stehendes Wasser bildet - sollte man tunlichst erst einmal gar nichts tun und vor allem nicht dynamsich beanspruchen.
     
  5. #5 Bauabenteurer, 04.09.2010
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    Erstmal danke fuer die Antworten!

    Die Sauberkeitsschicht kommt erst am 13.09., schliesslich muss man erstmal die Entwässerungsleitungen ins Schotterbett einbauen. Das kann nur der Rohbauer.

    Das Erdbau-Unternehmen wird nur die Sohle mit Schotter abdecken.

    Denkst du als Experte, dass eine Schotterschicht 8/16 von bspw. 10 cm ausreicht? Muss der Schotter schon verdichtet werden?

    Ist es wirklich so, dass das Wasser so schnell bei dem Boden stehenbleibt?
    Im Baugrundgutachten steht, dass wenig durchlässige Boden vorliegen, dass aber in Verbindung mit Drainage nach 18195-4 abgedichtet werden kann.

    Bei ein wenig Regen sollte uns doch nicht direkt die Baugrube voll Wasser stehen, oder?
    Wie es aussieht, soll es ja in der nächsten Zeit nicht wirklich viel regnen.
     
  6. Yilmaz

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    Bei ein wenig mehr schon. Hierbei geht es mehr um aufweichungen die vor der gründung entfernt werden müßen.
    Bis zum 13. ist noch sehr lang für eine offene baugrube.
    Folgende empfehlung; 10 cm Kies/schotter anbringen und für offene wasser haltung sorgen. D.h. an einer ecke eine schachtring als pumpensumpf anbringen und anfallende wasser abpumpen.
    Mfg.
     
  7. #7 Bauabenteurer, 04.09.2010
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    @Yilmaz:
    Bist du der Meinung, dass wir solange der Arbeitsraum noch nicht geschlossen ist, offene Wasserhaltung betreiben müssen?
    Oder gilt das nur solange bis die Sauberkeitsschicht eingebaut ist?

    Bei dem GÜ kam das nie zur Sprache, und dieser hat im Umkreis von 50 m schon zwei weitere Häuser gebaut.
     
  8. lulu66

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    Was sagt denn das Baugrundgutachten?

    Bei bekannt lehmigem Boden würde ich nicht darauf verzichten, da gibt es dann direkt noch Empfehlungen für die Gründung und die Abdichtung.
     
  9. #9 Bauabenteurer, 05.09.2010
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    Wie oben erwähnt:
    Baugrundgutachten empfiehlt Abdichtung nach 18195-4 in Verbindung mit Drainage.
    Gegründet wird auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte auf einer 25 cm dicken Schotterschicht ohne Nullkörnung (die Fränkischen Rohrwerke sehen hier wohl gewaschenen Kies 8/16 vor).

    Habe eben noch mit einem Nachbarn gesprochen:
    Bei diesem gab es während des Baus keine Probleme mit Wasser in der Baugrube.
    Ich hoffe, dass es bei uns ähnlich verläuft.

    Auch bei diesen wurde gleich abgedichtet. Seit 6 Jahren hatten diese keine Probleme.
     
  10. gast3

    gast3 Gast

    versteh ich nicht: warum wird die Bettungsschicht nicht direkt eingebaut (weil Gewerk GÜ ?) - aber da läße sich bestimmt Einigkeit erzielen.

    Verdichtung von 25 cm Schotter auf bindigem Boden ist ein generell "schwieriges" Thema. Sollte der Boden einen ungünstigen Wassergehalt aufweisen, könnte das schnell in's Chaos führen, aber eigentlich stellt sich die Frage bei 8/16 nicht....


    Ach ja: Geotextil nicht vergessen
     
  11. #11 Bauabenteurer, 05.09.2010
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    Der Erdbauer will kein Planum machen, wahrscheinlich wegen Gewährleistung oder so.
    Er ist auch kein Bauunternehmer, sondern macht nur Erdarbeiten.
    Wie habe ich den Satz denn zu verstehen?
    Ist Siebung 8/16 jetzt gut geeignet, um auf bindigem Boden verdichtet zu werden?
     
  12. gast3

    gast3 Gast

    ein Erdbauer, der kein Planum machen will ..... ? Höre ich auch zum ersten mal. Ausschachten - Planum herstellen - Geotextil verlegen - Schotter einbauen ... wer sollte diese Arbeiten ausführen, wenn kein Tiefbauer ?


    8/16 lässt sich nicht "verdichten". Es nützt also nichts, das Material großartig abzurütteln. Es besteht einzig die Möglichkeit, dass Korngefüge so einzuregeln, dass eine möglichst dichte Lagerung erreicht wird.
     
  13. #13 Bauabenteurer, 06.09.2010
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    Der Erdbauer wird jetzt das Planum auf Geotextil mit GRK 3 erstelllen.

    Wir werden jetzt Schotter 16 - 56 nehmen, da sich dieser verdichten lässt.

    Danke nochmal.
     
  14. gast3

    gast3 Gast

    wer sagt das ?
     
  15. #15 Bauabenteurer, 06.09.2010
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    Der GÜ.

    Hat er Unrecht?
     
  16. #16 Ralf Dühlmeyer, 06.09.2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Was sagt denn das Baugrundgutachten zu diesem Thema :D
     
  17. gast3

    gast3 Gast

    was der zu einer Bettungsschicht 25 cm aus 16/56 sagt, dass kann ich mir denken :irre.

    aber Ralf hat recht: dein (?) / der Bodengutachter sollte erster Ansprechpartner sein. Er wird sich bei der Dimensionierung der Bettungsschicht ja was gedacht haben ...
     
  18. #18 Bauabenteurer, 06.09.2010
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    Das Baugrundgutachen spricht von Schotter ohne Nullkörnung in Verbindung mit Geovlies.

    Was ist an 16/56 so schlecht?
    Normalerweise.nimmt unser GÜ 0/56.
     
  19. lulu66

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    Warum nicht gleich so (sowohl für die Entwicklung dieses Threads als auch für die Ausführung)?
     
  20. gast3

    gast3 Gast

    gut: warum kein 0/32 oder 0/45 (gem. ZTVE/Stb B 76 oder auch DIN 1045) ? Tragfähigkeit und Durchlässigkeit reichen 3x und lässt sich sogar verdichten

    Will ich hier aber gar nicht beurteilen - verstehen muss ich es aber auch nicht.

    16/56 ist vom Einbau schwierig, Feinplanum wird auch nicht einfacher und verdichten lässt es sich in der Schichtstärke auch nicht wirklich - also vollkommen unangebracht.

    Wenn schon kein 0-Anteil: 5/45 - statisch / ggf. vorsichtig dynamisch einregeln und gut ist (den Rest macht die Bodenplatte).

    Bei einer Schichtstärke von 25 cm kann man soviel nicht falsch machen - es sei denn man macht zuviel. Also der Schutz des bindigen Bodens ist es worum es geht - der Rest ist dann mehr akademisch ..


    habe ich nicht verstanden :( :winken
     
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