Frage zu Tiefengrund und Diffussionsfähigkeit

Diskutiere Frage zu Tiefengrund und Diffussionsfähigkeit im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Meine Mutter hat in den letzten Monaten die Wände des Kellergeschoßes (Beton, BJ 1936), mit einer Kunstharzinjektion sanieren lassen, da von außen...

  1. #1 nettgendorfer, 13.02.2020
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    Meine Mutter hat in den letzten Monaten die Wände des Kellergeschoßes (Beton, BJ 1936), mit einer Kunstharzinjektion sanieren lassen, da von außen (und teils durch die Bodenplatte) Feuchtigkeit hochkam. Es wurde dann mit Sanierputz geputzt. Ich habe ihr dann eine Kasein-Grundierung und Kalkfarbe besorgt, damit die Feuchtigkeit, die noch da ist, diffundieren kann.
    Nun hat sie dem Maler einen Kanister mit Acryl-Tiefengrund in die Hand gedrückt, "damit der weg kommt" und der hat alles damit grundiert, weil er auch noch nie Kalkfarbe gestrichen hat.
    Meine Frage: war nun der ganze Putzaufbau für die Katz, weil der Tiefengrund schön alles verklebt und versiegelt oder ist dieser so weit diffussionoffen, dass die Kalkfarbe ihre Funktion noch erfüllen kann? Kann man da ggf. noch was reparieren?
     
  2. Alex88

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    "normaler" Lösungsmittelfreier TG ist diffusionsoffen
     
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  3. #3 nettgendorfer, 13.02.2020
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    ...na dann hoffen wir mal, dass das auch für den mindestens 10 Jahre alten Rest gilt, der da in der Ecke stand :-)
     
  4. #4 Andreas Teich, 14.02.2020
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    Ob Kalkfarbe darauf hält ist fraglich.
    Bevor irgendwelche Grundierungen aufgetragen werden sollte die Wände erst einmal trocknen.

    Welches Injektionsmittel wurde verwendet, wie wurde es eingebracht und wurden noch andere Arbeiten durchgeführt?
    Wieviel hat das je Lampe gekostet?
    Wurde Innenabdichtung in Betracht gezogen?
     
  5. #5 nettgendorfer, 14.02.2020
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    Danke für die Antwort!
    die Sanierung der Wand wurde durch eine recht große Firma durchgeführt, die Standorte im ganzen Bundesgebiet ist. Da hoffe ich mal, dass die ihr Handwerk verstehen. Im Angebot heißt es nur "2komponentiges Injektionsharz Flex I". Die Details hat seinerzeit meine Mutter mit der Firma ausgehandelt. Die haben auch empfohlen, anschließend mit Sanierputz wieder zu verputzen.
    Von Anfang an war klar, dass insbesondere die Bodenplatte und die Anschlussfuge zum Anbau aus den 70ern Schwachstellen bleiben.
    Danke auch für den Hinweis wegen der Haftfähigkeit der Kalkfarbe. Ich werde die Farbe "sicherstellen", wenn ich heute abend dort bin.
    Da m.E. die Wände jetzt sowieso "verklebt" sind, sollen sie eben einfach mit Dispersion drüberstreichen und warten, was passiert.
    Ist eben schwer zu steuern, wenn man über 600 km Telefonbetreuung macht.
     
  6. #6 nettgendorfer, 14.02.2020
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    PS.: es wurde in Betracht gezogen, von außen bis zum Fundament aufzugraben UND auch innen weiterabzudichten, beides scheiterte aber am Aufwand und am Einsprich der 86jährigen.
    Die Gesamtkosten für die Sanierungsmaßnahme lagen bei ca. 7T€
     
  7. #7 Manufact, 14.02.2020
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    Wurde nur eine nachträgliche Horizontalsperre durchgeführt oder was genau wurde gemacht.
    Sanierputz wird gerne verwendet um den weiterhin andauernden Feuchtigkeitseintritt bis zum Ende der Haftungs-Zeit zu kaschieren.
    Die Aussagen klingen nach Is.t.c.
    Laut EIngangs-Thread hast Du Ihr die "Ökopampe" besorgt.....
    Und nochmal : bei solch einem Aufbau hat Kasein (= Käse-Quark-Protein) und Kalkfarbe (lässt sich wunderbar abwaschen, darauf hält nix...) nichts zu suchen.
     
  8. #8 nettgendorfer, 14.02.2020
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    Die Außenwand wurde mit einer Rasterbohung injziert, im Angrenzenden Raum des Anbaus wurde eine Horizontalsperre eingebracht.
    Ich habe hier auf meinem Kalkzementputz aus den 70ern keinerlei Probleme mit Kaseingrundierung und Kalkanstrich (Hühnerstallqualität), der mit etwas Magerquark aus konventioneller Tierhaltung auch richtig wischfest geworden ist. Ist, abgesehen von der Grundierung, billig und funktioniert, wenn man keine knallbunten Wände braucht. Natürlich nicht auf Acrylgrund.
    Was die Situation bei meiner Mutter betrifft, gehe ich davon aus, dass die Wand von außen dicht ist UND von innen und dass man dann halt sehen muss, was passiert, wenn sich die Hoch-Allergikerin möglicherweise noch eine Schimmelschutzfarbe mit der halben BASF drin empfehlen lässt.
     
  9. #9 Manufact, 14.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2020
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    Sprich: Es wurde alle 25 cm DURCH die Mauer gebohrt und auf geradewohl Acrylatgel in den Erdboden gepumpt.
    Da keiner weiss, ob überhaupt Überlappungen der "Pilze" hinten stattfinden wird flugs einfach mal ein hydrophobierter Sanierputz draufgepampt.
    Wie ich schon vorher erwähnt hatte.....
    Ich gehe aufgrund des letzten Posts davon aus, das sich Ihre Mutter dauerhaft in den Kellerbereichen aufhält.
    Dementsprechend meine Frage: Sind die Kellerbereiche denn als Wohnbereiche angemeldet und genutzt?, Dementsprechend fachgerecht vorbereitet und geplant?
    Welche rel. LF. herrscht denn?
    Aufgrund des permanenten Aufenthaltes wäre sicherlich erst einmal zu prüfen ob dies rechtlich zulässig ist.
    Desweiteren müssen Sie eine temperatur- und feuchtigkeitsgesteuerte Zu- und Abluft-Anlage installieren.
    Haben Sie schon eine Reinluft-Messung vornehmen lassen?
    Haben Sie schon eine MVOC-Messung vornehmen lassen?

    Wenn - aber nur wenn - dies ein ganz normaler Kellerraum sein sollte:
    Warum die vollkommen falsche Herangehensweise mit KASEIN!! Grundierung...
    Wahrscheinlich weils so "ökologisch-und gut" ist?

    Also:
    Keine wirkliche Beschäftigung mit der Komplexizität der Materie.
    Wer hat denn die Pampe aufgetragen?
    Ein Fachbetrieb?
    Dann bitte eine persönliche Nennung zu mir per PN.

    Sorry - alles andere ist BLABLA.
     
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