Frage zum Aufbau einer Aussenwand

Diskutiere Frage zum Aufbau einer Aussenwand im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir wollen in naher Zukunft ein Haus in Holzrahmenbauweise errichten lassen. Eigentlich haben wir uns auch schon für eine Firma...

  1. #1 hofmanns, 13. Mai 2005
    hofmanns

    hofmanns

    Dabei seit:
    12. Mai 2005
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Diez
    Hallo,
    wir wollen in naher Zukunft ein Haus in Holzrahmenbauweise errichten lassen. Eigentlich haben wir uns auch schon für eine Firma entschieden, möchten vor Vertragsunterzeichnung aber nochmals Rat über den nachstehenden Aufbau der Aussenwand einholen.
    Der Wandaufbau wie folgt von aussen nach innen:
    2,0 mm Armierungsputz mit Glasfasergewebe (Brillux)
    60,0 mm Hartschaumplatten PS 15 (Brillux) WLF 035
    15,0 mm OSB Platte
    140,0 mm Holzrahmenkonstruktion KVH
    140,0 mm Mineralwolle WLF 035 (G+H)
    0,25 mm PE Dampfbremsfolie nach DIN 4102
    32,0 mm Verlattung
    12,0 mm OSB Platte
    12,5 mm Gipskartonplatte
    273,75 mm Gesamtwandstärke.

    Im Voraus vielen Dank !!!
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 BTopferin, 13. Mai 2005
    BTopferin

    BTopferin

    Dabei seit:
    24. Juni 2003
    Beiträge:
    953
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    business
    Ort:
    Other side of a pond
    Benutzertitelzusatz:
    Profi-Benutzerin?
    gebranntes Kind Frage zum WDVS: Kein Oberputz ?

    Laienhafte Grüße
    bto
     
  4. NBasque

    NBasque

    Dabei seit:
    13. Januar 2003
    Beiträge:
    834
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    GF eines Holzbauunternehmens
    Ort:
    Umkreis Bonn
    Modern

    Es handelt sich um den immer noch hochmodernen Wandaufbau deutscher Fertighausunternehmen aus den frühen 90er Jahren.

    Wählen Sie besser einen der heute üblichen ökologischen Wandaufbauten, die ohne zusätzliche Dampfbremsen und Folien auskommen.

    Sie sollten dieses Thema hier im Forum ausreichend behandelt finden.
     
  5. #4 hofmanns, 13. Mai 2005
    hofmanns

    hofmanns

    Dabei seit:
    12. Mai 2005
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Diez
    Wieso ändern die großen Fertighausunternehmen dann Ihre Konstuktionsweise nicht, um auf den derzeitigen Stand der Technik zu gelangen ???
     
  6. #5 Franz Hammer, 13. Mai 2005
    Franz Hammer

    Franz Hammer Gast

    weil sie damit durchkommen.

    Muss man nicht auch eine Installationsebene berücksichtigen? Weil man sonst ganz schnell Löcher in den Folien hat und dann ein Schimmelproblem bekommen kann?
     
  7. #6 hofmanns, 13. Mai 2005
    hofmanns

    hofmanns

    Dabei seit:
    12. Mai 2005
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Diez
    Aber die ersten Firmen, die ihre Kontruktionsweise umstellen, hätten doch einen enormen Wettbewerbsvorteil, den man auch relativ einfach belegen könnte !!!!
     
  8. Ilfer

    Ilfer

    Dabei seit:
    5. April 2005
    Beiträge:
    128
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    E-Commerce
    Ort:
    Unterfranken
    Benutzertitelzusatz:
    Holzrahmenrohbaubesitzer
    Ja mei, wieso fahren wir nicht schon alle Wasserstoffautos? Weil die Welt so ist: am Rad drehend :irre

    :D
     
  9. #8 Torsten Stodenb, 13. Mai 2005
    Torsten Stodenb

    Torsten Stodenb

    Dabei seit:
    18. Dezember 2002
    Beiträge:
    2.000
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Holzhausunternehmer
    Ort:
    Bielefeld
    Benutzertitelzusatz:
    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    @NBasque
    Was ist eine "zusätzliche Dampfbremse"? Eine Holzrahmenwand benötigt immer eine Dampfbremse bzw. -sperre gegen den im Innenraum fast immer vorherrschenden Wasserdampfüberschuss, den nämlich auch eine sog. "ökologische" Wand nicht verträgt. Das kann eine Folie oder, besser, eine OSB-Platte sein. Allerdings ist sie bei äußerem Hartschaumputzträger besonders wichtig, weil letzteres Material diffusionsdichter als die innenliegende Mineralwolle ist. Soweit zur sprachlichen Klarheit, wenn ich auch Selbstverständliches wiederkäue.
    Sodann: Was ist denn in diesem Zusammenhang ein ökologischer Wandaufbau? Einer, der ohne Dampfbremse auskommt? Bitte nicht! Und die Styrodurplatten gelten doch inzwischen als ökologisch verträglich, wenn ich es richtig verstanden habe. "Ökologisch" ist heute leider ein Schlagwort, mit dem um Marktanteile gekämpft wird. Ich hätte es gern sachlich strenger und begrifflich präziser.
    @Hofmanns:
    Styrodur ist weit billiger als die "ökologischen" Alternativen. Wenn die Bauherren es bezahlen würden, bin ich sicher, dass die meisten Firmen schon längst umgeschwenkt wären. Eine hat mir mal genau dieses Argument genannt. Die Fertighaushersteller haben das Problem, dass sie teure Hallen und Maschinen unterhalten müssen, die heute bei weitem nicht ausgelastet sind. Deshalb sind in der jetzigen Situation oft kleine Handwerksbetriebe mit überschaubaren Fixkosten im Vorteil. Die Fertighäuser ab Werk können nur dann billiger sein, wenn sie bestimmte Grundtypen respektive Grundmodule in größeren Stückzahlen produzieren und absetzen können. Das ist ja der Wunschtraum und Grundgedanke bei denen, aber ein unerfüllter.
    @Hammer:
    Die Installationsebene ist eine Glaubenssache. Die Fachleute sind aber mehrheitlich dafür. Dagegen spricht jedoch, dass man zwei Dichtigkeitsebenen bekommt, so dass sich Feuchtigkeit dazwischen anreichern und nicht mehr gut entweichen kann.
    Andererseits kann man (und muss man dann) nämlich beim Fehlen einer Installationsebene luftdichte Steckdosen, aber noch besser gar keine Steckdosen anbringen. Da wird noch viel zu oberflächlich und fantasielos geplant. In Schweden, wo man hinsichtlich solcher E-Installationsmaterialien weiter ist als bei uns, gibt es z.B. auch optisch sehr ansprechende Fußleistenkanäle mit integrierten Steckdosen etc., so dass dann die Installationen, wo man sie nicht umgehen kann, konsequent auf der Wand efolgen, wenn man keine Installationsebene hat.
    Was nun die berüchtigten Löcher in der Folie betrifft, da gibt es seit Jahren schwedische Untersuchungen, die zeigen, dass es weniger darauf ankommt, ob kleine Verletzungen der Folie vorliegen oder nicht, sondern vor allem darauf, dass die Raumlüftung funktioniert. Und das tut sie normalerweise nur gut mit einer entsprechenden Anlage zur kontrollierten Raumlüftung. Problematischer sind undichte Durchführungen von Kabeln für die Außenbeleuchtung und von Wasserrohren nach außen, weil dort Konvektion entsteht, die größere Feuchtigkeitsmengen transportieren kann. Bei einer Lüftungsanlage entsteht jedoch i.d.R. Unterdruck, so dass sich das Problem umkehrt: Es wird unkontrolliert kalte Luft in den Innenraum gesaugt, was die Heizkosten erhöhen kann.
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

    Dabei seit:
    4. Oktober 2002
    Beiträge:
    13.790
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    twp, bp
    Ort:
    obb, d, oö
    wo ist der wettbewerbsvorteil, wenn ein m2-wand um 5 euro mehr kostet .. und nichtmal eine folie drin hat? :p

    als nächste: wie "transportiert" man technische vorteile der einen lösung und nachteile der anderen lösung zum laien? ich mach das bei meinen bauherren schon lange genug und es funktioniert anscheinend ;) , aber das ist eine nichtstandardsituation.
    der normalfall ist doch, dass bauherren ohne eigene (fach)planer zuerst fertighausmustersiedlungen, dann die nachbarschaft und zuletzt baufirmen nach dem zufallsprinzip "begutachten".
    was auf diesem weg an wissensvermittlung erfolgt, kann sich jeder vorstellen - das ist wie heizkostensteigerung durch leckage bei unterdruck..
    der durschschnittsbauherr liest sich auch nicht durch die bauforen - leider. es geht ja nur um eine einmalige investiton in herausragender grösse ..
     
  11. NBasque

    NBasque

    Dabei seit:
    13. Januar 2003
    Beiträge:
    834
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    GF eines Holzbauunternehmens
    Ort:
    Umkreis Bonn
    @Stodi

    ich habe einfach keine Lust mehr die gleichen Dinge gebetsmühlenartig zu predigen.

    Wer in einer Plastiktüte leben mag, ist mit dem vorgestellten Wandaufbau bestens bedient.

    Das hier nicht nur Marketingslogans greifen, sieht man wohl deutlich an den inzwischen mehrheitlich ökologisch ausgelegten Wandaufbaute der renommierten "deutschen" Anbieter; sowie der Empfehlungen des QdF.
     
  12. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  13. #11 Torsten Stodenb, 13. Mai 2005
    Zuletzt bearbeitet: 13. Mai 2005
    Torsten Stodenb

    Torsten Stodenb

    Dabei seit:
    18. Dezember 2002
    Beiträge:
    2.000
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Holzhausunternehmer
    Ort:
    Bielefeld
    Benutzertitelzusatz:
    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    @Norbert:
    Ich habe mich doch nicht für "Plastiktüten" starkgemacht. Allerdings ist auch dieser Begriff so deutlich unsachlich und deshalb unter Marketingverdacht stehend, dass ich dies bestimmt nicht weiter nachweisen muss, nicht?
    Sondern ich vermisse noch immer eine Erklärung, was die Frage eines mehr oder weniger diffusionsoffenen Wandaufbaus eigentlich mit dem Umweltgedanken zu tun haben soll! Ist denn strittig, dass höchstens ca. 1% der Raumfeuchtigkeit durch Diffusion durch die Außenwand entweichen kann und darf (auch bei Zellulose z.B.), dass es also in Wahrheit ausschließlich auf die richtige Lüftung, am besten mechanisch, ankommt? Das sind doch wohl Tatsachen! Wenn nun einer behauptet, dieser winzige Anteil Dampf, der sich in der Wand verkrümelt, würde bei ihm ein besseres Wohngefühl hervorrrufen - na schön, es sei ihm gegönnt! Aber das ist nur eines von den vielen Placebos, die heute in der Baudiskussion in Mode sind. Über Blockhauswände will ich dabei nicht urteilen, das ist sicher eine Sache für sich.
    Bei der Diffusionsoffenheit der Wandmaterialien interessiert mich eigentlich nur, dass diese nach außen hin möglichst abnimmt, jedenfalls nicht zunimmt. Weil man nämlich nie ausschließen kann, dass nicht irgendwann doch Wasserdampf durch ein Leck in die Wand gelangt, meist dann durch Konvektion. Deshalb und nur deshalb ist der sog. "ökologische" Wandaufbau besser. Aber bitte, wenn ich irren sollte, lasse ich mich auch belehren. Allerdings nicht durch emotionalisierende Schlagwörter.
     
  14. jetter

    jetter

    Dabei seit:
    30. Mai 2002
    Beiträge:
    1.061
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bau-Ing.
    Ort:
    natürlich Mecklenburg
    Benutzertitelzusatz:
    Dat löppt
    auch wenn das jetzt eher eine Raabe-Kommentar ist:

    dem letzten Beitrag von Torsten kann ich mich nur anschliessen.

    Wobei Fensterlüftung auch mechanisch ist :D
     
Thema:

Frage zum Aufbau einer Aussenwand

Die Seite wird geladen...

Frage zum Aufbau einer Aussenwand - Ähnliche Themen

  1. Tolleranzmaß von der Außenwand überschritten?

    Tolleranzmaß von der Außenwand überschritten?: Hallo Fachleute, wir haben uns ein Haus bauen lassen, welches per Holzständerbauweise hergestellt wurde. Mir wurde nun auffällig, das die...
  2. Stärke und Aufbau des Bodens mit Estrich

    Stärke und Aufbau des Bodens mit Estrich: Hallo zusammen, wir sind dabei unser Dachgeschoss auszubauen. Jetzt bräuchte ich mal Eure Hilfe, wie ein Fußboden aufgebaut werden muss, bzw. was...
  3. Frage zu Pluggit Temperatursensor

    Frage zu Pluggit Temperatursensor: Hallo, habe seit Juni eine Pluggit AP310 Lüftungsanlage im Betrieb. Seit 2 Tage besitze ich die Pluggit Fernbedienung und beobachte die Werte....
  4. Aufbau Zwischendecke (EG/OG)

    Aufbau Zwischendecke (EG/OG): Hallo zusammen, wir planen aktuell gerade den Ausbau unseres Dachbodens. Es werden zwei Kinderzimmer, ein Schlafzimmer und ein Bad mit WC im...
  5. Aufwertung Kellerraum: Fragen zu Farbe auf Beton, Farbe und Fugen an Styrodur

    Aufwertung Kellerraum: Fragen zu Farbe auf Beton, Farbe und Fugen an Styrodur: Hallo, ich habe angefangen einen Kellervorraum optisch etwas aufzuwerten, der bisher nach außen offen (zur Kellertreppe) war und nun mit einer...