Frage zur Abdichtung von Bohrlöchern in WU Bodenplatte

Diskutiere Frage zur Abdichtung von Bohrlöchern in WU Bodenplatte im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Guten Tag Ich habe eine Frage. Unser Haus hat eine WU Bodenplatte d=25cm.Darunter Folie ,dann 10cm Sauberkeitsschicht und darunter 30cm stark...

  1. #1 AdamBeller, 05.01.2014
    AdamBeller

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    Guten Tag

    Ich habe eine Frage.
    Unser Haus hat eine WU Bodenplatte d=25cm.Darunter Folie ,dann 10cm Sauberkeitsschicht und darunter 30cm stark verzahnungsfähiges verdichtetes Recycling Material und darunter tonig schluffiger Lehm(schlecht versickerungsfähig).

    Die WU Bodenplatte besteht aber nicht vollständig aus WU Beton , sondern nur die obersten 10-15cm wie der Bauleiter mir mitteilte.
    Nun wurde das Haus in Fertigbauweise Massivwände ausgeführt und beim Wandaufstellen mittels Stahlstützen Borhlöcher in die WU Bodenplatte gebohrt.(ca. 12-15 Löcher) wo jetzt noch teilweise Gewinde 0,3 bis 1cm heraussschauen.
    Desweiteren möchte ich eine Holzständerwand einziehen und müsste ebenfalls nochmal 6-8 Borhlöcher mit ca. 6cm tiefe in die Bodenplatte bohren.
    Drückendes Wasser kann ich jetzt schlecht einschätzen.Da das Haus in der Mitte wo die Haustüre ist, Straßennievau hat.Aber rechts auf der Westseite schon 20cm unter Straßen und somit unter Erdniveau ist.Und auf der Linken Ostseite 30 cm über Straßen und folglich Erdniveau liegt.(siehe Bild)


    Als Abdichtung auf der Bodenplatte habe ich mir die Katja Sprint ABdichtungsbahn gekauft, aber noch nicht verbaut.Da ich mich erst um die Borhlöcher kümmern wollte.
    Mein Bauleiter sagte mir, bei der Abdichtung es genügt die Katja Sprint darauf zu legen und auch bei den Abflussrohrdurchdringungen halt bündig hinzulegen.
    Ich soll also die Abdichtungsbahn schon so verlegen wie es vorgeschrieben ist , also auch an den Wänden hochziehen , richtig verkleben etc...
    Aber eben es nicht übertreiben .Da er jetzt nicht mit irgendwelcher Feuchte oder Wasser rechnet in Anbetracht der Lage des Hauses, damit meint er denke ich den ganzen Aufbau.



    Geplanter Fußbodenaufbau ist.

    -Katja Sprint
    - PUR DÄmmung WLG024 10cm
    - Fußbodenheizungsplatte 3cm Noppensystem
    - Folie , die an den Rändern hoch gezogen wird.
    - 5cm Estrich
    - Fußbodenbelag


    Jetzt meine Frage an euch.

    Kann ich die ca. 6-8cm tiefen Borhlöcher irgendwie abdichten mit Kaltkleber oder Bitumenflüssigkleber oder was wäre für diese Löcher nötig.?

    Ist überhaupt mit einem kapilar bedingten Aufsteigen von Wasser durch diese Löcher zu rechnen?

    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Adam Beller
     

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  2. #2 Gast036816, 05.01.2014
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    Gast036816 Gast

    ich schätze mal, dass du keine wu-bodenplatte hast, wenn der bauleiter so etwas von oberen 15 cm faselt. spätestens mit den bohrungen ist es mit wu auch vorbei. die löcher solltest du sauber machen, staub, dreck etc. raus und anschliessend mit einem schwindarmen zementmörtel vergiessen. schön von unten langsam auffüllen und darauf achten, dass keine hohlräume bleiben.

    weiss der errichter der bodenplatte, dass aus seinem werk löcherkäse gemacht wurde? wenn ja, kannst du ihn auch fragen, was er empfiehlt.
     
  3. #3 gunther1948, 05.01.2014
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    hallo
    lass dir die kohle für den mehrpreis wu zurückgeben. haste nicht wirste auch nie bekommen.
    frag den helden der bauleitung mal wie er das mit dem einbau bewerkstelligt hat.

    gruss aus de pfalz
     
  4. #4 AdamBeller, 06.01.2014
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    Hallo

    vielen Dank schonmal für die Antworten.

    Das Ausgiessen mit dem Schwindarmen Mörtel ist also dafür geeignet.
    Wie sieht es aus, wenn jetzt der Sanitätinstallateur Elektrofachmann noch weitere Löcher in den Boden bohren wollen, bzgl Festschrauben der ganzen Leitungen.
    Wäre die Bodenplatte WU wenn die vollen 25cm dicke aus WU Beton wären , weil eine rissebeschränkende Bewehrung ist ja erfolgt.

    Gruß
    Adam Beller
     
  5. #5 JamesTKirk, 06.01.2014
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Was steht denn überhaupt im Bodengutachten ? Ist denn die WU-Anforderung erforderlich ? Sind in den Boden-Wand-Anschlüssen zu den Elementwänden Fugenabdichtungen eingebaut ?

    >>Die WU Bodenplatte besteht aber nicht vollständig aus WU Beton , sondern nur die obersten 10-15cm wie der Bauleiter mir mitteilte.<<
    Lass Dir das bitte mal von Deinem Bauleiter genau erklären. Sind da 2 verschiedene Betone in einem Bauteil verbaut worden ? Das wäre ja absolut stümperhaft ...
     
  6. #6 AdamBeller, 06.01.2014
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    Guten Tag

    Also was die Belastung mit Wasser betrifft, steht im Gutachten , dass bis 2,0m Tiefe kein Grundwasser angetroffen wurde.
    (Es wurde 5 Meter tief gebohrt)
    Allerdings sei durch die Hanglage(ca.20 Grad West Ost gefälle) mit Schichtenwasser zu rechnen.
    Mein Geologe meinte , das es besser wäre die Bodenplatte als WU Konstruktion auszuführen.
    Die Baufirma setzte dies für einen Mehrpreis um und vergab den Auftrag an ein Subunternehmen.
    Eine Versickerung des Regenwassers ist aber nicht erlaubt, aufgrund der schlechten Versicherfähigkeit des Lehms.
    Im Moment sind auch viele Pfützen auf dem Grundstück.Daher soll ich noch eine Drainage einbauen.
    Unter der Bodenplatte wurde eine Frostschürze mit 90cm Tiefe errichtet.

    Der Wasserdurchlässigkeitswiderstand der Böden sei kr <= 1x 10 ^-4 m/s und die Bodenplatte liegt über dem Grundwasserspiegel.
    Bodenplatte oberhalb des Grundwasserspiegels sei nach DIN18195,Teil 1 1.mit Dränung DIN4095 gegen Bodenfeuchte und nicht stauendes Sickerwasser nach DIN18195,Teil 4
    2.ohne Dränung bei Gründungstiefen bis 3m unter Geländeoberkante gegen aufstauendes Sickerwasser nach DIn 18195 Teil6 Abschnitt 9

    abzudichten.

    Ich nehme an 2. bezieht sich auf einen Keller, welchen wir ja nicht haben.

    Seh ich das Richtig, das kein drückendes Wasser somit anliegt , und auch kein drückendes Schichten/Hangwasser laut Bodengutachten.

    Muss ich mir dann überhaupt Sorgen machen, das durch die bis zu 8cm tiefen Borhlöcher jemals Wasser durchdringt, bzw kapilarbedingt in Mengen , die schädlich wären?

    Wie gesagt es sollte noch die Sanitär und Elektroverrohrtung auf die Bodenplatte gebohrt werden und davor die Katja Sprint Abdichtungsbahn.

    Kann man in die Bohrlöcher auch irgendeine Bitumenmasse reinlaufen lassen, da ja Schrauben noch rein sollen.
    Oder muss ich die Verrohrung in die geplante Estrich Dämmung ohne am Boden festzubohren, intigrieren?
    Denn wenn ich mein Sanitärfachmann frage, lautet die Antwort , einfach festbohren, wird immer so gemacht.

    Ich wäre sehr dankbar, wenn jemand etwas Licht ins dunkel bringen könnte.
    Und bedanke mich auch schon für die bisherigen Empfehlungen.

    Gruß
    Adam
     
  7. #7 AdamBeller, 06.01.2014
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    Achso ich vergaß noch,

    Auf der nächsten Seite des Gutachtens steht.

    Alternativ zu einer Abdichtung nach DIN 18195,Teil 6 kann auch eine Abdichtung mittels WU Beton mit entsprechender rissebeschränkedner Bewehrung , Ausbildung von Bewegungsfugen sowie entsprechende wasserdichte Rohrdurchführungen hergestellt werden.

    Die Bewehrung und Rohrdurchführung war ja schonmal ein Problemthema,(siehe meine ersten Beitrag ,falls Interesse).

    Die Vorgaben der DIN 4095 bzgl Dränung sind zu beachten.
    Die Stadt verbietet mir auch die Drainage an das Kanalnetz anzuschließen.
    Aber das ist ne andere Sache.

    Gruß
    Adam Beller
     
  8. #8 JamesTKirk, 06.01.2014
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    JamesTKirk Gast

    Ohne Keller ... das ist mir durchgerutscht :shades
    (Ich kann mir ein Haus ohne Keller gar nicht vorstellen)
     
  9. #9 alex2008, 06.01.2014
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    Du sollst eine Drainage einbauen?
    Lass dir dass mal begründen!
    Wohin soll die Drainage denn das Wasser abführen? Auch dass lass Dir mal erklären!
     
Thema: Frage zur Abdichtung von Bohrlöchern in WU Bodenplatte
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