Frage zur Aushubberechnung laut ZTVE-StB 94

Diskutiere Frage zur Aushubberechnung laut ZTVE-StB 94 im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Guten Tag die Bauexperten, gestern habe ich die Rechnung vom Erdbauer für den Aushub der Baugrube bekommen. Die Besonderheit beim Aushub war,...

  1. Hausbauer2

    Hausbauer2

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    Guten Tag die Bauexperten,

    gestern habe ich die Rechnung vom Erdbauer für den Aushub der Baugrube bekommen. Die Besonderheit beim Aushub war, das zuvor eine Pfahlgründung erfolgt ist, und dann der Bagger um die Pfahlspitzen herum die Grube ausgeheben musste.
    Die Rechnung führt nun das Erdaushubvolumen auf, ohne das Volumen der Bohrpfahlspitzen zu berücksichtigen; bis UK Grube würde das pro Pfahl ca. 0.6 m³ betragen, also bei 10 Pfählen insgesamt 6 m³.
    Da der Bohrschlamm bereits vom Pfahlgründer entsorgt wurde, machte ich den Erdbauer darauf aufmerksam.
    Als Antwort bekam ich daraufhin einen Verweis auf die Richtlinien für Erdarbeiten und Straßenbau (ZTVE-StB 94) § 1.9.4:

    "Einbauten bis zu 1.0qm Einzelgröße werden nicht abgezogen."

    Ich habe die ZTVE leider nicht vorliegen, kann mir aber nicht vorstellen, dass diese Richtlinie für jeden einzelnen Pfahl gelten soll.
    Liege ich damit falsch?
    Kennt jemand den entsprechenden Paragraphen und kann mir den genauen Wortlaut zukommen lassen?

    Danke im voraus,
    Christian
     
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  3. RMartin

    RMartin

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    Wenn Dir Dein Erdbauer eine Abrechnung präsentiert, dann muss er sie übersichtlich und nachvollziehbar aufstellen.
    Diese Sache kannst du nicht nachvollziehen; also muss er entspr. liefern.

    Aber was anderes: Ist es im Vertrag mit dem Erdbauer verzeichnet, dass das Gebäude gepfählt wurde? Weil das Ausschachten zwischen Pfählen ist ein erhöhter Aufwand gegenüber dem Schachten einer Grube ohne Pfähle... Nicht, dass es evtl. beim Nachfragen einen Nachtrag gibt, der am Ende teurer ist.
     
  4. Gast036816

    Gast036816 Gast

    ist denn die ztve überhaupt vertragsbestandteil?
     
  5. Hausbauer2

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    @RMartin: danke für den Hinweis. Der Mehraufwand war aber unwesentlich, der Baggerfahrer war in der Hinsicht extrem geschickt und auch recht schnell.
    Mich ärgert nun eher der Verweis auf irgendwelche Erdbaurichtlinien, welche ich nicht kenne und auch nicht einsehen kann. Da der Aushub nicht wiederverwendbar ist (sehr lehmig; wegen hohem Grundwasserspiegel wird versickerungsfähiges Material benötigt) und daher auf die Deponie geht, möchte ich wenigstens für die 6 m³ nicht die Kosten doppelt tragen.
     
  6. Hausbauer2

    Hausbauer2

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    @Rolf a i b: Ist sie nicht. Müsste sie das denn?
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 9. Dezember 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    6 m³ * was = wieviel.

    Ich denke, wenn Du bei der Gründung so anfängst, wirst Du noch viel Freude beim Bau haben.

    Wie gesagt - die Gegenrechnung lautet: Mehraufwand! Egal, wie geschickt BoddoBagger war.

    Irgendwie ist das so, als würde ich Dir Ärger machen, weil Du hier in Deiner Berufsbezeichnung den Begriff "-architekt" führst, der geschützt ist, was auch durch den Vorsatz "Software-" nicht wirklich besser wird. :smoke
     
  8. KATMat

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    den Mehraufwand

    kannst Du wahrscheinlich nicht wirklich beurteilen. Wenn der Baggerfahrer besonders geschickt ist bekommt er vieleicht auch mehr bezahlt. Außerdem kann man bei sowas idR nur Spielzeugbagger einsetzen.
    Der Mehraufwand wird da im allgemeinen deutlich höher sein als die Kosten für 11 t Aushub.
     
  9. #8 Manfred Abt, 9. Dezember 2011
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    Leute gibts, einfach irre.

    Dafür schau ich nicht in die ZTVE. Aber so aus dem Gefühl heraus:
    • darf da übermessen werden
    • darf da zusätzlich ein guter Nachtrag durchsetzbar sein
     
  10. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wenn der erdbauer diese zitiert, dann müsste sie. die frage musst du doch beantworten. ich weiss nicht, was vertragsbestandteil ist. es ist eigentlich nicht üblich eine ztve für erdarbeiten und straßenbau heranzuziehen. oder baust du etwa eine straße?

    nach vob/c din 18300 werden die pfahlköpfe nicht berücksichtigt, d. h. es wird nichts übermessen und die pfahlköpfe werden abgezogen. vorausgesetzt natürlich in der leistungsbeschreibung sind die arbeiten an und um pfahlköpfe beschrieben. dann könntest du dir einen nachtrag einfangen.

    deswegen die frage nach ztve als vertragsbestandteil. es kann auch sinnhafter sein, die 6 cbm zu vergüten anstatt sich mit einem nachtrag rumzuplagen. über wieviel euro reden wir - 250 - 400 € netto?
     
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  12. #10 wasweissich, 9. Dezember 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    so sehe ich es auch

    ich glaube noch weniger .... :D

    und weil der baggerfahrer geschickt war und recht schnell gebaggert hat müsste man auch noch insgesamt was abziehen , weil er schneller fertig war , als ein ungeschikterer kollege :mauer:mauer
     
  13. alex2008

    alex2008

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    normalerweise gibt es bei solchen Baugruben eine Position für den eigentlichen Aushub und eine gesonderte für das "ausputzen" der Bohrpfähle.
    Müssen diese auch noch sauber sein auch nochmal fürs reinigen, dass betrifft dann aber meist eher den Betonbauer.
    Wäre interessant Was und vor allem mit welchen Vertragsbedingungen ausgeschrieben wurde.
    Den Mehraufwand würd ich mal ganz grob auf Faktor 20 und Mehr gegenüber dem normalen EP für Aushub (ohne Entsorgung) schätzen.
    Schluck die Kröte und fertig
     
Thema: Frage zur Aushubberechnung laut ZTVE-StB 94
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