Fragen zu Sole/U-Sonden: Tiefe, Dämmung, Winkel, Abstand usw.

Diskutiere Fragen zu Sole/U-Sonden: Tiefe, Dämmung, Winkel, Abstand usw. im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Es geht darum einen Altbau mit WP-Sole umzurüsten. (Genaueres später in einem anderem Thread.) Bisher dachte ich, dass für den...

  1. Stefan H

    Stefan H

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    Hallo!

    Es geht darum einen Altbau mit WP-Sole umzurüsten.
    (Genaueres später in einem anderem Thread.)

    Bisher dachte ich, dass für den Wärmeaustausch wirklich nur die Spitze der
    Sonde verantwortlich ist. Nachdem ich ein paar Bohrvideos gefunden habe, bin
    ich aber doch zu dem Schluß gekommen, dass der Austausch über die gesamte
    Länge stattfinden.

    Meine Fragen in dem Zusammenhang wären:

    1.) Wieso läßt man den "Vor- und Rücklauf" so eng aneinander vorbei laufen
    und isoliert die Rohre zumindest im oberen Bereich nicht gegeneinander? So
    wie ich es sah, laufen die 4 Rohre einfach als Bündel zusammen. Da werden
    doch große Teile der gewonnen Wärme gleich wieder runter gekühlt bevor es an
    der WP ankommt.

    2.) Ich habe mal in eine Grafik gesehen, wonach es in 20m Tiefe 10°C, in
    100m 12°C und in 200m 16°C warm sein soll. Die Bohrungen kosten doch pro
    Meter? Wieso wird dann bei vielen 2x 85m und nicht besser 1x 200m gebohrt.
    Wäre doch besser? Oder ist es wegen und 1. gestellter Frage nachteilig?
    Über 200m Tiefe darf man nicht oder warum wird immer nur von 200m
    gesprochen?

    3.) Ich habe schon gelesen, dass man mit seinen Sonden Abstand zum Nachbar
    halten sollte/muß und auch untereinander min. 5m einzuhalten sind.
    Platztechnisch wäre dies hier bzgl. Bohrerei ein Problem. Technisch sollte
    es doch kein Problem sein die 2. Sonde bzw. sogar mehrere mit leicht
    abweichenden Winkeln zu versenken, so das sie sich von einander entfernen?
    Oder ist da auch nicht erlaubt?

    Muß man auch 5m zu Straße einhalten? Dann hätte man hier ein Problem, da Haus
    zur Straße nur 4m hat und man mit Bohrgerät nicht wirklich in den Garten kommt.


    btw: Wie kommt man an besten zu Daten wie sein Wohnort für Erdwärme und in
    welchen Tiefen geeignet ist?
    Es gibt zwar auf hulg.de einen Link zu oberflächennahen Geothermie dort
    angekommen gibt es aber nur Karten für "Karte Hydrogeologische und
    wasserwirtschaftliche Standortbeurteilung" (hier = günstig). Mit welchen
    Bodenbeschaffenheit für den Wärmeaustausch bzw. Temperaturen man rechnen
    kann, geht da nicht hervor.
    Nachbarn mit Erfahrungen gibt es nicht, da wie gesagt Altbau ...
     
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  3. Uwe!

    Uwe!

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    Hallo,

    versiche mal mit meinem Halbwissen ein paar kurze Antworten zu geben. Und ja, die Sonde lebt von der Anzahl Meter. Die Entzugsleitung wird im Regelfall auch in W/m angegeben.

    1) zum einen ist die technische Machbarkeit (bei vertretbaren Kosten) sehr fraglich, da 1 cm Dämmung auch nciht viel bringt, auch 5 nicht. Wie soll man das ins Bohrloch bekommen?

    Außerdem bringt es auch nichts/nicht viel: Die "warme" Sole, die von unten hoch kommt, wird zwar durch die "kalte" Sole von nebenan etwas abgekühlt, dafür passiert das gleiche auch umgekehrt: Die "kalte" Sole von oben wird schon gleich von anfang an etwas angewärmt

    2) richtig gedacht, aber:
    - mit zunehmender Tiefe wird eine Bohrung schwieriger und teurer
    - bis 100 m reicht eine Genehmigung der unteren Wasserbehörde, danach gilt Bergbaurecht und da muss das Bergbauamt auch zustimmen
    - oft hat man verschiedene Wasserführenden Schichten, die nicht durchbohrt werden dürfen. Wir durften z. B. nur (5x) 40 m bohren!

    3) technisch möglich, hatte ich neulich erst einen Link zu einer Firma, die sich drauf spezialisiert hat. Weiß aber nicht genau, wie es rechtlich aussieht, wenn die Sonde Deine Grundstücksgrenzen (unterirdisch) verlässt. (und der Nachbar das gleiche macht und in Deine Sonde bohrt....)
    Die 5 m zum Nachbarn/zu Strße sind meines Wissen nciht bindend, sondern mehr "gentlemen agreement" Wenn Nachbarn je ander Grundstücksgrenze nebeneinander bohren machen sie sich die Leistung gegenseitig kaputt, daher sollte man zumindest so fair sein den Nachbarn auch eine Chance zu lassen. Ob man muss? Ich glaube nicht.

    Auskunft zu Deinen Bodenverhältnissen kann Dir die untere Wasserbehörde geben, die kennen sich da im Regelfall recht gut aus. Kannst auch einfach mal nach einem Geologen in Deinem Ort suchen. Der war bei mir auch sehr hilfsbereit.

    Uwe
     
  4. Stefan H

    Stefan H

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    Hallo!

    zu 1)
    Wie man es sieht. ;-). 100m tief bohren, da Rohre bis nach unten und dann auch noch speziell zu verfüllen ist auch nicht einfach. Geht aber doch. Im Haus isoliert man ja auch Vor- und Rücklauf voneinander. Da zählt z.B. das Argument das Wasser würde sich ja selbst wieder erwärmen und man nichts verlieren ja auch nicht ... (?)
    Klar, was bringt es die 3 Rohre gegeneinander zu Isolieren, wenn rundum die Erde ein Mittelwert bildet. Aber zumindest Vor- und Rücklauf mit einem 20cm x 5cm x 10000cm langen Schaumstoff zu Isolieren sollte doch deutlich meßbare Ergebnisse liefern?

    2)
    Gilt dies den pauschal auch schon für 150 bzw. 200m? Jede etwas größere Firme wirbt ja mit 200m. Die Wasserführenden Schichten hat man doch meistens. Deswegen muß doch auch speziell verfüllt werden? 5x40 ginge hier eher nicht. Da muß der halbe Garten umgegraben werden um die Rohre ans Haus zu bekommen. Von den Schäden auf Wegen/Treppen ganz zu schweigen. ;-(


    Was wäre den das beste/übliche Vorgehen? Heizungs-/Klima-/Energiefuzzi mittels Angebot beauftragen? Oder besser gleich bei einer Bohrfirma anfragen? Kümmern die sich auch gleich um die Wärmemenge/m und Zulässigkeit?
    Oder besser mal einen Antrag auf 250m stellen und schauen was kommt?
    Zu einen evtl. "Nein" werden doch wohl alternativen genannt?

    Bzgl. Bergbau:
    Ist das eher eine kleine Hürde oder macht es die Sache deutlich komplizierter und teurer?


    PS: Wir haben hier sogar ein Geologisches Institut.
    Anfrage von für über einem Jahr gestellt -> Keine Antwort. ;-(
     
  5. #4 Uwe!, 15. Januar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 15. Januar 2009
    Uwe!

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    zu1)
    mit einem Schlauch isolieren bringt bestimmt deutliche Ergebnisse. Nämlich das die Umgebungswärme nicht mehr an die Sonde kommt! Du dürftest die Sonden ja nicht ringsum dämmen, sondern nur zwischen den Sonden!

    zu 2) und dem Rest
    Sicher sind die Kosten bei 150m nicht plötzlich doppelt so hoch wie bei 100m. Das hängt von der jeweiligen Firma ab und was die eben an Bohrgestänge haben. Da hilft letztlich nur Angebote einholen. Lass Dir am besten auch Refernzen nennen und farg dort nach, wie zufrieden sie waren.

    Wann genau man eine Wasserschicht durchbohren darf uund wann nciht, kann ich Dir nciht sagen. Problem bei uns wäre wohl gewesen, dass wir zwei verschiedenen Schichten durch die Bohrung verbunden hätten. Aber ich kann wirklich nur noch mal empfehlen die untere Wasserbehörde anzusprechen. Die können Dir mit Sicherheit auf anhieb sagen wie tief Du bohren darfst und mit welcher Entzugsleistung Du rechnen kannst.
    Ein geol. Institut ist viellciht zu groß und die befassen sich vielleicht auhc mit ganz anderen Dingen. Schau mal in die Gelbe Seiten nach Geologen und ruf einfach mal an!
    Und bei der Wasserbehörde brauchts Du keinen Antrag auf 250 m stellen. Die MÜSSEN ihn ablehnen, da sie nur bis 100m zuständig sind. Und die werdn Dir auch keine Alternativen nennen, DAFÜR sind sie nciht zuständig. Mit Auskünften waren sie bei mir aber sehr freundlich uns hilfsbereit.
    Wie groß die Hürde Bergbau-Genehmigung ist, kann ich Dir mangels Erfahrung nciht sagen. Natürlich gibt es auch Bohrfirmen, die die ganze Beantragung (gegen Bezahlung) übernehmen, aber sicher erst, wenn Du sie auch beauftragt hast. Für eine erste Auskunft frag bei...Du weißt schon....

    PS:
    hier noch der Link zu der "Schrägen" Bohrfirma:
    http://www.erdwaermebohrtechnik.de
     
  6. alex2008

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    Allerlei Wissenswertes zu Wärmepumpen hier:
    http://www.fws.ch/downloads_01.html (Wärmepumpenhandbuch und ganz unten die Merkblätter zu Erdsonden etc.)

    Das Bohrloch muß ja verdämmt werden, und dass geschieht in der Mitte der Sonde durch ein Rohr von unten nach oben. Eine Dämmung wäre das hinderlich.
    ZUdem sorgt diese Anordnung für einen gewissen Wärmetransport und Verteilung im Sondenbereich. Ein Extremes Beispiel sind die Co2 Sonden

    Über 100m ist eine bergrechtliche Genehmigung erforderlich. Und das hat gute Gründe. Eingriffe in den Wasserhaushalt sind da nicht ohne. Beispielsweise gespannte Grundwasserleiter durchbohren. So eine Bohrung an ungünstiger Stelle kann zu Schäden wie in Staufen führen.


    kommt auf die Bohrfirma an. Es gibt Bohrgeräte die sind kaum größer als ein Minibagger. So mit 1.4m Durchfahrtsbreite ists da evtl. schon getan.

    Die genaue Beurteilung kann man eh erst wärend der Bohrung treffen. Deswegen werden Sondenbohrungen auch oft nicht nach Bohrmetern sondern pro KWh benötigter Leistung angeboten.
    Die Sondenbohrungen haben da man vorher meist nie genau weiß was einem erwartet einen leichten Touch von Wundertüte
     
  7. #6 Herr Berger, 16. Januar 2009
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    Will jetzt nicht klugscheißen, aber: Das Zeug welches teilweise bisher verpresst wurde nennt sich zwar (komischerweise) Dämmer ist aber kein Dämmstoff (Dämmer ist der Handelsname) sondern ein Dichtmittel (Achtung Unterschied).
    Bessere ist es ohnehin wärmeleitfähigere Produkte mit etwas um die 2 W/m/K zu verwenden. Z.B. StüwathermZ, Calidutherm, ... . Dämmer nimmt eigentlich keiner mehr, der es ernst meint.

    Entscheidend für die Effizienz einer Sondenanlage ist nicht primär die Tiefe sondern der Grundwasser- oder Schichtenwasserfluss. Etwas besseres als eine grundwasserumspülte Sonde im Sand / Kies kann einem nicht passieren (siehe auch Dublette / Förder-Schluckbrunnenkombination).

    Man sollte beachten, dass bei 200 m in etwa 25 bar Kompressordruck aufwärts für das Rotary-Bohrverfahren (das kann der Bauherr bezahlen) benötigt werden. 25 bar ist m.E. momentan das Ende der Fahnenstange bei Baukompressoren - lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
    Für größere Tiefen wird u.a. das Lufthebeverfahren verwendet, das lohnt aber bei erf. 150 mm Durchmesser und 200 m Tiefe m.E. nicht - bzw. bietet es dafür niemand an soweit ich weiß.

    Das Unterbohren anderer, als das des eigenen Grundstückes ist nicht zulässig. Gleiches gilt m.E. auch für die Gewinnung von Erdwärme lt. Lagerstättengesetz.

    Die Zuleitungen von der Sonde zum Haus werden im Erdreich nicht gedämmt, diese wirken / arbeiten hier wie ein Flächenkollektor. Etwas an der Sonde außerhalb des Hauses im Erdreich zu isolieren ist deshalb nicht nur für die Katz, sondern verringert die auch Entzugsleistung.

    Unabhängig wie toll / modern / einzigartig / marktführend / usw. das angebotene Sondensystem ist - mehr als der Boden hergibt kann die Sonde nicht liefern ... auch wenn es immer mal anders dargestellt wird. Aber im Lotto kann man ja auch bis zu mehrere Millionen Euro gewinnen.

    Sicher hilft aber dieses hier: http://www.geothermie.de/fileadmin/useruploads/wissenswelt/gesetze/Leitfaden/Hessen_erdwaerme.pdf

    mfg Herr Berger
     
  8. alex2008

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  9. #8 Herr Berger, 16. Januar 2009
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    1:0 für Alex
     
  10. Klix

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    Wärmepumpe

    Hallo Stefan,
    wenn sich das geologische Institut Hessen auf Deine schriftliche Anfrage nicht meldet, vielleicht ein Tipp: Versuch`s doch über`s Internet!

    Ich wohne in NRW und habe unseren hiesigen "Geologischen Dienst" im Internet aufgesucht. Dort bekam ich kostenlos Auskunft zu geothermischer Ergiebigkeit, zu Wasserschutzgebieten und zur Geologie meines Standortes, nachdem ich meine Standort-Daten -Koordinaten in Google-Earth ermittelt- eingegeben habe. Die Bohrungen sind mittlerweile abgeschlossen und die Ergebnisse entsprachen den Vorgaben. Meine Wärmepumpen-Anlage erfüllt klaglos die geforderten Temperaturvorgaben für Wohnräume, Bad etc., auch bei Temperaturen von tags minus 8°C und nachts minus 20°C ohne irgendeine Nachregelung. Ich fahre keine Nachtabsenkung und habe auch keinen Heizstab in der Anlage! Es handelt sich um einen Gebäude-Altbestand mit mittlerer Wärmedämmung (nach heutigen Gesichtspunkten ein 15-Liter-Haus) und Heizkörpern. Die Anlage erfüllt nach Angaben und schriftlicher Bestätigung des Herstellers die Kriterien zur BAFA-Förderung für effiziente Wärmepumpen -Jahresarbeitszahl > 3,7-.

    Um im Falle von Herstellungsmängeln, Betriebsstörungen und Gewährleistungsansprüchen den üblichen "Querverweisen" aus dem Wege zu gehen, würde ich den Auftrag an ein Unternehmen vergeben, dass sowohl die Bohrarbeiten als auch die Wärmepumpenanlage "aus einer Hand" liefert -kein Sub-.

    Gruß

    Fred
     
  11. Sk8ter

    Sk8ter

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    Was ist denn in Staufen passiert?

    ...und jetzt mal eine dumme Frage: Was ist denn in Staufen passiert?
     
  12. alex2008

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    man hat ein paar Erdsonden gebohrt und daraufhin wurden immer mehr Risse in Häusern beobachtet.
    Was sich jetzt genau im Boden tut weiß man nicht 100%-ig.
    Vermutet wird, dass durch die Bohrungen wasser in eine Keuperschicht gelangen konnte und diese quillt nun auf.
     
  13. Stefan H

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    ALSO ....

    @Uwe:

    Isolieren:
    Ich meinte auch nicht die Sonden rundum zu isolieren, sondern vor und Rücklauf mit einem Isolierstreifen gegeneinander. In allen Bildern die Ich sah, waren die 4 Rohre zu einem Bündel zusammengebunden. Wird nun aber in der Mitte verfüllt - also dass die Rohre doch wieder ca. 20cm Abstand haben?

    Kosten:
    Ich habe heute mit einer Firma gesprochen, die meinten ab 150/160/170m würde es deutlich teurer werden. Gründe: die 32er Rohre gehen nur bis 16 Bar und man müßte dann auf die 40er ausweichen. Und dann zwangsläufig auch größere bohren.

    Soso: Ich dachte immer Innen- und Außendruck heben sich Gegenseitig auf?
    Die 40er halten wie viel Druck aus?
    Und wegen 2x8mm mehr Durchmesser muß gleich größer gebohrt werden?

    Wasserbehörde:
    Da kotz ich mich unter noch mal drüber aus.


    @alex2008:

    bergrechtliche Genehmigung:
    Telefonisch wurde von der unteren Wasserbehörde lapidarisch gesagt beides wäre kein Problem. - Schau aber auch mal weiter unter ...

    MiniBagger:
    Ich hab mir diese Kettenfahrzeuge schon mal angesehen. Nur wiegen die gleich 1-2 Tonnen
    Zwischen Haus und Garage ist 1m Platz - geht nicht. Auf die andere Seite müßte er über zwei lange bepflanzte Passagen durch und noch eine zerbrechliche 60cm Ziermauer runter in Garten.


    @Klix:
    Nein die Uni hat hier lokal ein geologisches Institut.
    Informationsgesuche an anderer Stelle haben mich aber auch zweifeln lassen.


    @All:

    Ich hab mich heute mal an meine örtliche Wasserbehörde - Sachgebiet Grundwasser gewendet.

    Naja, nach dem Wort Wärmepumpe wurde ich ziemlich schnell informiert, dass ich dafür eine Genehmigung brauche. Nach Abfrage meine Straße wurde geblättert und ich bekam dann auch rel. schnell die Auskunft, dass Sondenbohrung bis 100m, über 100m und auch Grundwasser Nutzung kein Problem sei.

    Meine Fragen nach der Bodenbeschaffenheit, Grundwasserständen bzw. der Zusammensetzung des Grundwassers konnte man mir aber nicht beantworten.

    Ich bekam eine Nummer von Hr. Dr. L. aus Wiesbaden (=65km Luftlinie), der könnte mir genauere Informationen geben. Der war freundlich sprach dann davon, dass es im ganzen Bundesland ähnlich sei und man von globalen Entzugswerten ausgeht. Wie hoch diese Wärmeleistung pro Meter ist konnte er mir aber nicht mal Ansatzweise sagen.

    Auch Wasserstände, Beschaffenheit, Schichten nichts ... ;-(


    So ich hab hier eine Wasserbehörde die Genehmigungen verteilt aber von nichts weiß.

    Eines Ladessinstitut was ebenfalls keine weiteren Informationen geben kann.

    Das Einzige was mir wurde eine Informationsbroschüre angeboten, die ich in pdf schon lange kenne. Und auch auf hlug.de wurde verwiesen - hilft aber auch nicht so recht weiter.

    Leider kenne ich auch keinen privaten Brunnen hier im Umkreis. Wird aber sicher welche geben.


    Alternative (siehe anderes Topic):
    Brunnen bohren ist nicht das einfachste.
    Einen der im harten Winter konstant 2-3m³ liefert ist auch nicht ohne.
    Mit Durchmesserkleiner 100mm kaum zu schaffen und Zubehör (Filterrohre/kries) kann man erst bestellen wenn das doch da ist und wieder zubröckeln will.

    Wenn ich höre, dass manche mit WP Grundwasser auf 10m haben, die Pumpe auf 17m hängt und das Loch aber 22m tief ist …

    ... das wird noch spaßig ... :motz
     
  14. Uwe!

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    Zur Dämmung und Verfüllung:
    Die Sonden werden zwar in der Regel durch ein füntes Rohr das in der Mitte liegt verfüllt, aber der Abstand der Sonden zueinander ändert sich dadurch nicht wesentlich. Siehe aber mein erstes Argument, dass das am Ende nicht wirklich zu (nenenswert) niedrigeren Soletemperaturen führt. Der Aufwand würde sich schlicht nicht lohnen.

    zur Wasserbehörde: na das ist doch aber erst mal eine sehr positive Auskunft! Dass sie Dir nicht den exakten Bodenaufbau auf Deinem Grundstück sagen können ist normal und der Verweis an den Geologen war auch richtig.

    Zum Geologen: na gut, da hätte ich schon ein ca.-Wert für die Entzugsleitung erwartet!

    Zum Mini-Bohrgerät: Müsstest Du nur am Haus vorbeifahren? Dann sind auch die 2 Tonnen kein Thema (wenn's nicht gerade über einen Lichtschacht geht....), oder willst Du in dem Bereich bohren? Das wäre eh nicht zu empfehlen! Die 5-6m Abstand der Sonden zueinander sollte man auch zu Haus einhalten!
     
  15. #14 Herr Berger, 21. Januar 2009
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    ... wenn Du das schaffst ... :)

    Die Aufgaben der unteren Wasserbehörde sind nicht die Vorbemessung der EWS-Anlagen. Die untere Wasserbehörde ist eine Umweltbehörde - dementsprechend prüft und genehmigt sie. Anm.: Sie mach auch keine Angaben zur möglichen Verockerung.

    Du kommst, willst Du keine bösen Überraschungen in den nächsten Wintern erleben, um einige Vorarbeiten nicht herum:
    1) geologisches Vorprofil (Bohrfirma, Planungsbüro oder Datenbank – wenn vorhanden)
    2) Entzugsprognose (ausführende Bohrfirma)
    Und ganz wichtig: Beim Bohre prüfen, ob die angenommenen Werte zutreffend sind!

    Nutze fachliche (käufliche) Hilfe wenn Du nicht weiter kommst.
     
  16. Stefan H

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    @Uwe:

    Naja zum meinem Grundstück sollten die auch keine Aussage in mm treffen.
    Aber ich hätte erwartet, dass man den Grundwasserspiegel im +/-1m nennen könnte.
    Oder aber was mich in 50 / 100 oder 150m erwartet.

    der Geologe war da nicht wirklich im Thema. Der hätte es noch nicht mal auf 5 oder 500W/m eingrenzen können. :eek:

    Zum Bohrgerät ... ja am Haus vorbei ... und an der Garage vorbei = 105cm.
    Mit abstehendem Wasserhahn sogar nur 85cm :respekt.

    Im Moment schwenke ich auf Wasser/Wasser um. Würde mir leichter fallen, wenn ich Grundwassergegebenheiten und vor allem die Qualität kennen würde.
    Ich hätte ein Bohrgerät gefunden was nur 80cm breit ist. Steht leider 300km weit weg.

    Ansonsten hätte ich noch 60cm Gartenmauer auf der anderen Grundstücksseite.
    Andere Nachbarn müßten Balkon o.ä. abreisen wenn was größeres bei mir in Garten soll. ;-(

    Mit dem Brunnen ist auch so eine Sache. >1000 EUR für eine Bohrung und dann feststellen, dass der nicht genug liefert oder einem die Pumpe nach 2 Jahren weggefressen oder zugesetzt hat. :mad:


    @ Berger:
    Wie gesagt, ich denke z.Z. mehr an Wassser/Wasser.
    Aber egal was, hier in Hessen gibt es erschrecken wenige Firmen, wenn man sich die elend langen Listen von Bundesländern ansieht. Und es ist immer blöd wenn eine Firma >100km weit weg Prognosen über Grundwasser oder Sondenleistung geben soll.
     
  17. #16 Herr Berger, 21. Januar 2009
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    Wasser / Wasser ist effektiver. Aber: Prüfe bzw. lass unbedingt die Eignung des Wassers prüfen. Stichwort Verockerung. Die Dublette sollte geplant werden.

    Lass Dir das Gerät / Material über das Haus heben, müsste so etwa 2x300 € kosten - ist wahrscheinlich sinnvoller als ein anschließendes GaLa-Projekt.
     
  18. Stefan H

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    Moin!

    Ja prüfen ... aber wie ... das geht erst wenn ein Brunnen da ist. Ich kenne im Umkreis leider keinen. Die haben hier noch so einen verbotenen Ruf und da hält jeder die "Hand drüber".

    Ich hab schon mal gedacht mir mit 20mm Alurohr einen Schlagbrunnen mal eben in die Erde zu treiben um eine Probe zu ziehen.

    Kann aber sein, dass ich da nur Oberflächenwasser habe und das Grundwasser völlig anders ist. Wenn untere Wasserbehörde schon nichts weiß bzw. wissen will ... ;-(
     
  19. #18 Herr Berger, 21. Januar 2009
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    Die Wasserqualität ist leider das KO-Kriterium. Versuche doch mal etwas Wasser aus einem Brunnen aus Deinem Gebiet / Deiner Nachbarschaft zu bekommen (musst ja nicht angeben woher und wofür das ist) und lass es von einem Labor untersuchen: Aufgabenstellung Wasser / Wasser WP ... Ansonsten könnte ein gebietskundiger Geolüge auch Angaben über Eisen- und Mangangehalt des GW machen - ist aber dann wahrscheinlich eine Wurfschätzung.
     
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  21. Stefan H

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    Das ich doch das Problem ... ich KENNE KEINEN Brunnen hier in Wurfweite.

    Ich hab zwar ein paar Bekannte mit Brunnen alle mit minimalen Anforderung ala Gartenwässerung, die sind aber so viele 10-20 km min. entfernt, dass dies kein Sinn macht.
     
  22. #20 Herr Berger, 21. Januar 2009
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    Beruf:
    Bauingenieur
    Ort:
    Leipzig
    Qualität GW

    ... wenn Du kein wirtschaftliches Risiko eingehen willst lass die Option Wasser / Wasser WP:
    - Du kennst die Qualität des GW nicht
    - Du kennst die Qualität des GW, hast aber 1.500 € bezahlt
    - Brunnen haben eine begrenzte Nutzungszeit (kommt drauf an wie die Qualität des GW ist)
    - zwei oder drei Brunnen: Zwei oder drei Risiken
    - EWS halten bei richtiger Nutzung > 100 Jahre

    Du siehst die Qualität des GW taucht hier als Kriterium immer wieder auf ...
     
Thema:

Fragen zu Sole/U-Sonden: Tiefe, Dämmung, Winkel, Abstand usw.

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