Fragen zur korrekten Elektroinstallation

Diskutiere Fragen zur korrekten Elektroinstallation im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo. Ich hätte da mal eine Frage an die Spezis. Diese Woche wurde unsere Elektrorohinstallation fertig gestellt. Im Gästebad ist eine...

  1. #1 wadriller, 9. August 2012
    wadriller

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    Hallo.

    Ich hätte da mal eine Frage an die Spezis.

    Diese Woche wurde unsere Elektrorohinstallation fertig gestellt.

    Im Gästebad ist eine Dusche in der Ecke. In dieser Ecke geht auch ein Stromkabel runter für eine Steckdose in der Diele, welche sich auf der anderen Seite der Wand befindet. -> Darf dieses Kabel da runter gehen ? Ein befreundeter Elektriker sagte uns was von 150cm Abstand zur Dusche. Gilt das auch wenn eine Wand (Holzständerkonstruktion) dazwischen ist ?

    Desweiteren wurden Kabel waagerecht in der Wand verlegt (bei Holzständer ja schnell zu machen). Ist das korrekt ? Hab da was im Hinterkopf das es hier eine max. Höhe ab OKFF gibt.

    Und zu guter letzt: Wie lange darf eine Stromkreiszuleitung für einen "normalen" Raum (Schlafzimmer, Kinderzimmer) mit 3x1,5mm² max. sein ?

    Danke und Gruß
     
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  3. R.B.

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    Der befreundete Elektriker liegt falsch. Keine Ahnung woher er die 150cm hat, der Abstand zur Dusche hat damit aber nichts zu tun. Wenn die Leitung in einer Mindesttiefe in der Wand liegt (ich glaube 6cm, müsste ich aber nachschauen) ist das unkritisch. Liegt diese sowieso auf der Rückseite der Wand, dann sollte das erfüllt sein.

    Üblicherweise werden Leitungen in Installationszonen verlegt. Google zeigt Dir entsprechende Bilder. Typisch wäre eine waagrechte Zone in 30cm Höhe ab OKFF.

    Das kann man so pauschal nicht beantworten, denn hier spielt unter anderem die Verlegeart bzw. Vorsicherung eine Rolle. Typisch wäre eine Länge von etwa 18m. Zu beachten wäre, dass hier eine wärmegedämmte Wand einen Einfluss hat und die Leitung üblicherweise nicht mit den typ. 16A vorgesichert werden darf.

    Das ist aber alles Grundwissen das Dein Eli haben sollte. Also gehe ich mal davon aus, dass der weiß was er tut.

    Gruß
    Ralf
     
  4. wadriller

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    Danke dir.

    Bzgl. der 150 cm hat er sich heute morgen noch korrigiert. Er hatte jetzt auch die 6cm genannt.

    Bzgl. der Installationszonen habe ich jetzt auch die passenden Bilder gefunden. Da passt es definitiv nicht (er hat die Leitungen zwischen 120cm und 170 cm über Rohfußboden waagerecht verlegt).

    Lt. Eli soll hier mit 16A abgesichert. Und wenn ich VDE 0100-520 Bbl. 2 richtig verstehe sind hier bei 230V max. 17 Meter erlaubt (Spannungsfall zwischen Zählerplatz und Verbrauchsmittel max. 3 %). Bei mindestens einer Leitung komme ich aber schon auf über 22 Meter.

    Ob der Eli wirklich weiß was er tut kann ich nicht sagen. Mängelanzeige an unsere Hausbaufirma ist auf jeden Fall mal raus.
     
  5. NeoZ

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    Die 6cm ist die Restwandstärke zu an dem Bad anliegenden Räumen. D.h. dass zwischen Leitung auf der Rückseite und Bad min. 6cm Wand bstehen bleiben müssen. Bezüglich der 120cm & 170cm waagerechter Leitungsverlegung kann ich nur sagen, Skandal!

    Deine 22m kannst Du nehmen, wenn Du die 1,5mm² mit nur 13A absicherst und Du von einem Spannungsfall von vollen 3% ausgehst!
    Hast Du zwischen Zählerplatz und UV noch einige Meter Zuleitung, fallen auf diesen schon ein paar 0,xx% Spannung ab. Somit musst du das ganze ab UV wieder neu berechnen, wenn Du deine 22m erreichen willst!
     
  6. wadriller

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    Das mit den 6cm habe ich heute nochmal gemessen. Wenn der komplette Wandaufbau fertig ist kommen wir auf 6cm Abstand. Das sollte dann passen.

    Naja, der kürzeste Weg kostet wohl auch am wenigsten Material ;-).

    Danke für die Einschätzung. Ich habe es aber korrekt verstanden das aufgrund der o.g. DIN diese 22m Leitung nicht mit 16A abgesichert werden dürfte, oder ?
     
  7. NeoZ

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    Richtig! Die DIN sowie auch die TAB und das ist das wichtigste, geben einen max. Spannungsfall von 3% vor zwischen Zähler und UV. Diese wirst du mit 1,5mm 22m Länge und 16A absicherung nicht unterschreiten!
     
  8. wadriller

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    OK. Danke dir.

    Dann schauen wir mal was die Firma dazu sagt.
    Welche Nachteile könnten denn entstehen wenn diese Leitungen nur mit 13A gesichert werden.
    Es würde sich "lediglich" um die Schlaf / Kinderzimmer handeln.

    Wenn du die waagerechten Leitungen schon als "Skandal" siehst, wie wäre es dann mit Stromkabeln die einfach über herausstehende Nägel gelegt werden ? Hier gibt es doch bestimmt auch eine DIN, oder ?
     
  9. NeoZ

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    Hi:-) Der Nachteil wäre, dass du halt weniger Leistung für den Endstromkreis zur Verfügung hättest. Für Schlaf und Kinderzimmer sollte das aber reichen. Zur Not 2,5er Leitung legen und mit 16A absichern.

    Wo sind die Leitungen über Nägel verlegt worden?
     
  10. wadriller

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    Danke dir. Mal schauen was die Baufirma sagt.
    die Leitungen laufen in den Wänden. Da hab ich jetzt auf Anhieb 2 stellen gefunden wo hinter den Leitungen Nägel rausstehen.
     
  11. R.B.

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    Die 3% gelten für den Spannungsfall zwischen Zähler und Endverbraucher, d.h. inkl. Endstromkreis. Nachdem Du von den 22m geschrieben hast, hast Du das wohl auch so gemeint....nur halt nicht so geschrieben. ;)

    Da hatte ich doch "vor ein paar Tagen" mal was geschrieben, Bildchen inklusive:

    http://www.bauexpertenforum.de/show...l-bei-hoher-Last&p=68314&viewfull=1#post68314

    Jepp. Aufgrund der Verlegeart wird vielleicht sowieso eine Vorsicherung < 16A erforderlich. Siehe mein Kommentar mit der wärmegedämmten Wand.

    Gruß
    Ralf
     
  12. wadriller

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    Das Bildchen hab ich auch gefunden.daher hatte ich auch ab Steckdose gemessen und nicht ab uv.
    Mal schauen was die Firma meint.werde die dann auch direkt Fragen wie die absichern wollen.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Vermutlich Verlegeart A2 und dann mit 13A LS vorgesichert. Dann könnte das mit den 22m eng werden. Mit 10A Vorsicherung wären etwa 29m Leitungslänge möglich.

    Da muss man halt den Taschenrechner etwas quälen und messen.

    Gruß
    Ralf
     
  14. wadriller

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    Bzgl. dem "Nagel hinter Kabel" hier mal noch ein Bild.

    Nagel.jpg
     
  15. NeoZ

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    So sieht es aus:-)
     
  16. wadriller

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    Achja, ist es nicht schön. Unser Bäcker ... eh nein er ist ja Elektriker hat sich gerade gemeldet.
    Er hätte gehört das wir was zu beanstanden hätten.
    Das kann er nicht verstehen. Die Kabel werden bei Ihnen immer so gelegt und es hat sich noch nie jemand beschwert.
    Seiner Meinung nach gelten die 30 cm nur als Einbauhöhe von Steckdosen (???????).

    Auf meine Frage wie abgesichert wird hieß es nur "so wie immer, mit 16A".
    Das mit max. 17 Metern ist ihm neu. Das haben sie auch noch nie so gemacht.

    Hab ihm jetzt mal erklärt das wir keinen Vertrag mit ihm sondern unserer Hausbaufirma haben. Diese hat das als Mangelanzeige vorliegen und er soll das bitte mit denen klären.
    Mal schauen was da raus kommt.

    Gibt es eigentlich eine Stelle wo man sich über eine solche Installation beschweren kann ? Bei Anwälten die Murks bauen gibt es ja z.B. die Anwaltskammer. Wie ist das bei Elektrikern ?
     
  17. #16 Ralf Dühlmeyer, 13. August 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Naja - bei einer HRB oder auch Trockenbauwand gelten die Verlegezonen aber nicht wie bei anderen Wandbildnern bedingungslos.
    Die Debatte hatten wir vor kurzem schon mal. Da darf abgewichen werden, wenn den Kabeln das Ausweichen möglich ist.
    Zur Nagelspitze - was soll damit sein? Das Kabel sollte sich eigentlich nicht bewegen und damit bestünde für die Isolierung keinerlei Gefahr.

    Ich sehe das stumpfe "1,5mm² + 16A" als viel gefährlicher an. Aber mit solchen Fragen kann man die allermeisten Elis (und nicht nur die Gesellen) in tiefe Verwirrung stürzen!
     
  18. wadriller

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    Danke dir.
    Wo kann ich das denn finden das bei Trockenbau davon abgewischen werden darf ?
    In der 18015 finde ich da nichts (bin allerdings auch kein Fachmann und kann daher auch überlesen worden sein).
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Das war definitiv kein Elektriker. So etwas ist Grundwissen 1. Lehrjahr, oder sollte es zumindest sein (ich kenne die Lehrpläne für die Lehrlingsausbildung nicht). In meinen Augen hat jemand, der selbst solche elementaren Dinge nicht verstanden hat, auf Baustellen nichts zu suchen.

    Beschwerde?

    Also das mit dem Nagel kannst Du vergessen. Was den Rest betrifft, so ist erst einmal Dein Vertragspartner zuständig. Hast Du mit dem Eli keinen Vertrag, dann vermutlich mit der Baufirma die das Haus aufbaut.
    Wer hat die E-Installation geplant?

    Ansonsten könntest Du noch bei der zuständigen HWK Beschwerde einlegen, bis hin zu einer Anzeige wenn er einen Mangel fabriziert hat der gefährlich ist. Wenn Du kein Vertrauen in Deine Handwerker hast, dann solltest Du die Gewerke durch einen Sachverständigen prüfen lassen, den DU beauftragst und bezahlst.

    Ich denke die Frage nach einer Abnahme der Installation, Messprotokollen, erübrigt sich. Wenn jemand noch nicht einmal die Grundlagen seines Handwerks beherrscht, hat er davon wohl auch noch nichts gehört.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. wadriller

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    OK. Das mit dem Nagel ist auch nur mir aufgefallen.
    Das hatte unser befreundeter Eli auch nicht bemängelt. ;-)

    Beschwerde ist auf jeden Fall an den Vertragspartner raus. Der Eli hatte ja mich kontaktiert. Und ich habe ihm auch mehrmals gesagt das ich ihm nicht sage was er beheben soll. Das soll die Hausbaufirma machen (denn wer bestellt bezahlt auch). Hatte leider vergessen zu Fragen was er ist (also Meister, Geselle, ....).

    Was verstehst du unter "geplant". Wir haben vor Ort durchgesprochen was wir wo haben wollen.

    "Vertrauen" ist ja immer so eine Sache. Bisher war "nur" der Eli da. Von daher kann ich keine Einschätzung zu den anderen Handwerkern machen.

    Wenn ich das richtig weis ist doch aber eine Abnahme o.ä. von einem Meister zumindest mal Pflicht, oder ?
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Unter Planung verstehe ich hier die komplette Elektroplanung, angefangen beim Hausanschluss, über Zählerbereich und Unterverteilung(en) bis hin zu den Endkreise, deren Position, Leitungslänge usw.

    Bei größeren Objekten gibt es dafür meist einen Haustechnikplaner, bei EFH wird das üblicherweise vom Architekt vergeben oder von der ausführenden Firma gemacht.
    Leider wird gerade bei privaten Bauvorhaben (EFH & Co.) der Teil Planung gerne mal sträflich vernachlässigt, und der Eli macht das quasi "on the fly". Hat man dann so einen Flachmann auf der Baustelle...tja....

    Jepp....aber ob der jemals die Baustelle gesehen hat?

    Es macht auch einen Unterschied ob man eine komplette Dokumentation der Anlage erhält (wer beauftragt das schon) oder halt nur 1 Zettel mit dem Kommentar "alles gut" Unterschrift Hr. Kurzschluß (Elektromeister).

    Gruß
    Ralf
     
Thema:

Fragen zur korrekten Elektroinstallation

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