Freistromventile prüfen/auswechseln

Diskutiere Freistromventile prüfen/auswechseln im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Guten Tag zusammen, ich habe eine Frage: wann wird es notwendig Freistromventile in Mehrfamilenhäusern zu wechseln oder zu prüfen? Vielen Dank.

  1. Gabriele

    Gabriele

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    Guten Tag zusammen,
    ich habe eine Frage:
    wann wird es notwendig Freistromventile in Mehrfamilenhäusern zu wechseln oder zu prüfen?
    Vielen Dank.
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 22. April 2014
    Achim Kaiser

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    Wechseln : Bei festgestellten Defekten oder Änderungen an den Anforderungen
    Prüfen : auf Funktion und Sichtprüfung auf Dichtheit - jährlich.

    Tut meistens aber keiner (Feststellung in der Praxis. Resultat : Spindeln sitzen fest, Ventile lassen sich - wenn überhaupt - nur mit Gewalt betätigen, ob dann tatsächlich noch abgesperrt werden kann .... 4er im Lotto ist wahrscheinlicher :) ).
    Deswegen stellt man in der Regel bei ner Reparatur *Elend fest* der ganze Block wird abgesperrt und dann gibts eben *größeren* bis *großen Bahnhof* und aus *mal Eben abstellen* wird ne stundenlange Beschäftigungsaktion .....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. Gabriele

    Gabriele

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    Hallo Achim Kaiser,
    vielen Dank für die Info.
    Macht es auch Sinn bzw. ist es notwendig, diese Ventile auch bei erhöhten Legionellenwerten zu prüfen/wechseln?
    Danke
     
  5. #4 Achim Kaiser, 22. April 2014
    Achim Kaiser

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    Definiere erhöhte Legionellenwerte.

    Es kann durchaus sinnvoll sein Ventile zu tauschen. Es kommt drauf an was für Ventile vorhanden sind und in welchem Zustand sie sich befinden. Zudem bedeutet erhöhter Legionellenwert in der Regel das vorhandensein kritischer Betriebsbedingungen wie z.B. Zirkulationsstränge die ungenügend durchflossen werden, meistens in Kombination mit Sparwarmwassertemperaturen und nicht (mehr) zulässigen langen Abschaltphasen.

    Um hierzu allerdings genaueres sagen zu können, muss man erst mal wissen was an der Anlage überhaupt festgestellt wurde.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. Gabriele

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    Es wurden anstatt der unter 100 KbE/ 100 ml 105 KbE/100 ml festgestellt.
    Dies in einer Wohnung, wo Bad und Küche wohl nicht bzw. wenig genutzt wird.
    Daraufhin wurden die Freistromventile in der Wohnanlage geprüft bzw. Teile getauscht.
    Derzeit sind Kemper Freistromventile DN 20 und DN 15 verbaut.
     
  7. ThomasMD

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    Wegen der geringen Überschreitung des technischen Maßnahmewertes müssen keine Ventile getauscht werden.
    Hat man eventuell festgestellt, dass die Ventile nicht mehr gangbar waren (siehe Beitrag Achim Kaiser) und deshalb die Oberteile getauscht? Wäre üblich.
    Wenn Ihr der Betreiber der selten genutzten Wohnung seid, ist es an Euch, für regelmäßigen Wasserwechsel zu sorgen.
     
  8. #7 Achim Kaiser, 22. April 2014
    Achim Kaiser

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    Befindet sich die Wohnung am Ende eines Stranges ?
    Gibts in der Wohnung überhaupt geeignete Probenentnahmeventile ?

    Oder wurde da nur stichprobenartig *irgendwo* ne Probe gezogen ?

    Was wurden denn für Werte an den anderen Wohnungen festgestellt (so überhaupt welche genommen wurden) ?

    Info zum Thema

    Auszug :
    Daher sollten generell möglichst niedrige Belastungen angestrebt werden. Im DVGW-Arbeitsblatt W 551 (2004) und in einer Empfehlung des Umweltbundesamtes von 2006 sind für die Trinkwasser-Installation im Wohnbereich sowohl wünschenswerte niedrige Legionellenkonzentrationen als auch Keimbereiche aufgelistet, die Maßnahmen und Sofortmaßnahmen zur Verhütung eines Infektionsrisikos bedingen. Legionellenkonzentrationen von unter 100 KBE/100 ml gelten als anzustrebender „Zielwert“. Bei Legionellenzahlen über 100 KBE/100 ml liegt eine Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes nach TrinkwV vor, so dass der Unternehmer und der sonstige Inhaber der Trinkwasser-Installation die Verpflichtungen aus § 16 Abs. 7 TrinkwV erfüllen muss. Insbesondere sollten sofort die Anlageneinstellungen kontrolliert und notwendige Wartungsarbeiten vorgenommen werden. Bestätigt die nach 4 Wochen fällige weitergehende Untersuchung eine Belastung zwischen 100 bis 1000 KBE/100 ml sind weitere Abhilfemaßnahmen erforderlich.

    Bei der sehr geringen Überschreitung des Grenzwertes hätte ich erst mal ne thermische Desinfektion durchgeführt und die Betriebsbedingungen geprüft ( und mir die Probenentnahmestelle angesehen ... ) und erst in einem zweiten Schritt Eingriffe in die Anlage ins Auge gefasst ... aber ich kenne die Verhältnisse vor Ort nicht.

    Sofern unzureichende Zirkulation festzustellen ist, bleibt keine Wahl als die Anlage zu ändern ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  9. Gabriele

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    Hallo zusammen,
    vielen Dank für die Antworten.
    Die Proben wurden in den oberen Wohnungen der Wohnanlage entnommen und in einer dieser Wohnung wurde der gering überhöhte Wert festgestellt. Welche Werte es in den anderen Wohnungen gab, weiß ich nicht. Auch nicht, ob geeignete Probeentnahmeventile vorhanden sind.

    Mir ging es darum, ob so ein gering überhöhter Wert das Auchswechseln bzw. Prüfen von Freistromventilen erfordert.
    Die dadurch entstandenen Kosten dieser Prüfung/Reparatur haben mich nämlich etwas erschrocken.

    VG
    Gabriele
     
  10. Julius

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    Hat dies etwa ein WEG-Verwalter veranlaßt?
    Das könnte - sofern unnötig (und danach sieht es zumindest bisher aus) - zu dessen Lasten gehen.
     
  11. Gabriele

    Gabriele

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    Hallo Julius,
    wer es veranlasst hat ist (noch) unklar.
     
  12. Gabriele

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    Es soll auf Grund defekter Ventile geprüft worden sein, nicht wegen der Werte.
    Ich bin aber echt überrascht, was so eine Reparatur ausmacht. Es wurden 13 Vertile geprüft, davon 10 Kalt-/Warmwasser und 3 Zirkulation. Schlussendlich wurden ein paar Verschraubungen (10) getauscht und dazu hat es 4 Monteure á 8 Stunden gebraucht - also 32 Arbeitsstunden :wow
     
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  14. Daytona

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    Hallo zusammen,
    wir haben auch ein Problem mit einem Freistromventil.
    Wir bekommen es nicht mehr dicht. Ventilsitzdichtung und Spindeldichtung sind wohl zu alt/verschlissen.
    Das Oberteil zum Tauschen ist besorgt und könnte ausgetauscht werden, leider scheint es schwierig zu sein die Leitung drucklos zu bekommen. Es befindet sich kein auffindbare Absperrung davor.
    Ist es möglich das Oberteil bei druckbeaufschlagter Leitung zu wechseln? Schon klar dass dann einiges an Wasser wegläuft bis man das neue Oberteil gegen den Wasserdruck eingefädelt hat....Bekommt man das überhaupt hin? :think
    Die weitere Verlauf der Leitungsführung befindet sich ein Standard 1/2" Wasserhahn über den noch etwas Wasserdruck abgeleitet werden könnte, wobei wir uns unsicher sind ob dort dann überhaupt noch etwas ankommt.

    Danke im Voraus
     
  15. ThomasMD

    ThomasMD

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    Dann such weiter. Spätestens am Wasserzähler wirst Du fündig.
    Bevor Du unter Druck das Oberteil aufgesetzt hast, bist Du ertrunken und die Mosel führt Hochwasser.
     
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Freistromventile prüfen/auswechseln

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