Frostbeständigkeit von Fussbodenheizungsrohren

Diskutiere Frostbeständigkeit von Fussbodenheizungsrohren im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Forenmitglieder, gibt es Erfahrungen, was passieren kann, wenn eine neu verlegte Fussbodenheizung nach teilweisem Einfrieren und...

  1. #1 HarryTh, 14.02.2021
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    Hallo liebe Forenmitglieder,
    gibt es Erfahrungen, was passieren kann, wenn eine neu verlegte Fussbodenheizung nach teilweisem Einfrieren und wieder Auftauen noch dicht ist?
    Ich denke hauptsächlich an Langzeitschäden, die nach Ende der Gewährleistung auftreten könnten (Undichtigkeit, Sauerstoff Difffusion).
    Es wurde folgendes Rohr auf 4cm PUR und 3cm Dämmrolle EPS045 DES sm im Tackersystem aufgebracht:
    Purmo PexPenta 17x2 PE-Xc/EVOH/PE-Xc.
    Darauf dann Betonestrich.
    Gibt es für diese Heizungsrohre konkrete Verlege- und Betriebsvorschriften speziell den Temperaturbereich.
    Auf der Herstellerseite habe ich nichts gefunden.
    Was meint ihr, ist nach teilweisem Einfrieren mit späteren Folgeschäden zu rechnen, wenn eine Dichtigkeitsprüfung mit dem doppelten Betriebsdruck erfolgreich war?

    vielen Dank im Voraus

    Harald
     
  2. #2 simon84, 14.02.2021
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  3. #3 HarryTh, 14.02.2021
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    das heisst: Estrich raus, Heizungsrohre raus, Isolation (zumindest die Oberschicht) raus und dann nochmal von vorn?
    Wie kann man den Heizungsinstallateur dazu motivieren?
     
  4. #4 Fabian Weber, 14.02.2021
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    Nein, warum denn? Wenn alles nochmal abgedrückt wurde ist doch alles ok. Sind die Rohre überhaupt schon mit Wasser gefüllt?
     
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  5. #5 simon84, 14.02.2021
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    Wie wurde der Frostschaden denn entdeckt? Wo war was gefroren und was war wie befüllt?
     
  6. #6 HarryTh, 14.02.2021
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    Die Fussbodenheizung wurde am 29.1. mit Wasser befüllt, am 4.2. wurde der Estrich gelegt; das Haus ist noch nicht beheizbar. Am 10.02. war ich im Neubau um nachzusehen ob alles i.O. ist. Dabei habe ich festgestellt, dass an einigen Heizkreisventilen Wasser ausgetreten war und zu Eis gefroren ist. Ich habe den Installateur angerufen und das mitgeteilt. Er sagte, das macht den Rohren nichts aus. Da ich "Schlüsselfertig" baue, habe ich auch die Bauleiterin verständigt, Sie bat mich, Temperaturen zu messen; dabei kam heraus, dass der Estrich zwischen -6 und +0,6 °C hatte (gemessen in der Bohrung für Feuchtemessung).
    Es wurden dann am 11.02. 2 Heizlüfter aufgestellt. Der Installateur kam am 12.02. und hat ein elektrisches Wasserheizgerät an die FBH angeschlossen. Er hat dann festgestellt, dass im EG alle Kreise bis auf 2 und im OB 2 von allen Kreisen durchgängig sind. Auf meine Frage hat er bestätigt, dass in den nicht durchgängigen Kreisen wohl noch "Eispfropfen" sind. Bis heute sind immer noch 2 Kreise im EG nicht durchgängig.
    Der Installateur hat gesagt, er würde eine Druckprobe mit dem doppelten Betriebsdruck machen, und wenn die OK ist wäre alles in Ordnung.
    Ich habe aber die Befürchtung, dass die Rohre durch die Vereisung unzulässig beansprucht worden sind und frage mich, ob ich mit diesem Risiko leben will; wenn nach den 5 Jahren etwas passiert, bin ich der Dumme, habe dann den Boden gefliest, alles eingerichtet und muss in dem Haus wohnen.
    Was würdet ihr mir empfehlen?
     
  7. #7 simon84, 14.02.2021
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    Warum schilderst du den Fall nicht mal dem Rohr Hersteller ?

    Ich sehe das wie du eher kritisch !

    Wenn du schlüsselfertig (GU?) baust dann hat entweder der HB oder der GU dafür zu sorgen dass das jeweilige Gewerk geschützt bleibt, zB durch Bauheizung (temporär, ggf elektrisch), durch Frostschutz, oder durch entleeren der Rohre

    es kann ja durch Frost an den Rohren auch jetzt schon zu zu hoher Ausdehnung und weiteren Schäden gekommen sein, zb Risse in Estrich im Bereich der Rohre die sich erst später bemerkbar machen durch Risse die bis nach oben kommen oder Geräusche später etc

    nur mal so als rechenbeispiel: die Volumen Zunahme bei üblichen VL Temperaturen für eine moderne FBH bewegen sich bei ca 1-2 % und man sieht extra dafür ein MAG vor (gut das hat auch andere Gründe, aber legt man mal ein defektes MAG/Ventil zu Grunde bist du trotzdem im Bereich von 2% was das Rohr packen muss)

    bei einfrieren bist du bei fast 10% Volumenänderung !!!

    nie im Leben sind die Rohre dafür ausgelegt
     
  8. #8 Lexmaul, 14.02.2021
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    Dann reißen aber nicht die Rohre irgendwo unter dem Estrich, sondern die Verbindungen. Und das sieht man ja :)

    Außer natürlich, es wurde unter dem Estrich verbunden.
     
  9. #9 simon84, 14.02.2021
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    das stimmt natürlich, ist ja offensichtlich auch passiert, wenn es schon an den Ventilen rausdrückt dann kann man sich denken wie der Rest vom Rohr aussah

    Wäre mir alles ne Nummer zu heiss das so zu betreiben aber das ist nur meine persönliche Meinung
     
  10. #10 Fabian Weber, 14.02.2021
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    Also ich hatte das auch schonmal auf einer Baustelle. Da kann ich nur sagen, dass alles wieder aufgetaut war und problemlos funktioniert hat.
     
  11. #11 Fred Astair, 15.02.2021
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    PEX-Rohre sind hart im Nehmen.
    Theoretisch möglich wäre allerdings bei einem noch nicht vollständig abgebundenen Estrich, dass durch die Aufweitung der Rohre beim Gefrieren, ein kleiner Luftspalt um die Rohre entstanden ist, der den Wärmeübergang behindert. Aber wie soll man das nachweisen?
     
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  12. #12 HarryTh, 17.02.2021
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    Hallo zusammen,
    vielen Dank für die konstruktiven Hinweise!
    Wir haben vom GU gefordert, die Heizungsrohre auszutauschen, da auch der Hersteller nicht ausschließen kann, dass eine Vorschädigung stattgefunden hat.
    Der GU hat uns mitgeteilt, dass er unserer Forderung nicht nachkommen wird und nur einen Drucktest für 30min bei 6 bar durchführen will um die Schadensfreiheit der Rohre nachzuweisen.
    Jetzt kontaktieren wir mal einen Anwalt, was der uns rät wie wir weiterverfahren sollen.

    Viele Grüße

    Harald
     
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