Frostfreie Gründung von Sohlplatte

Diskutiere Frostfreie Gründung von Sohlplatte im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo Zusammen, mein Name ist Niklas, ich bin 28 Jahre alt, komme aus der Region Hannover und wir stehen grade kurz vor dem Baubeginn unseres...

  1. #1 Niklas892, 03.09.2020
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    Hallo Zusammen,

    mein Name ist Niklas, ich bin 28 Jahre alt, komme aus der Region Hannover und wir stehen grade kurz vor dem Baubeginn unseres EFH mit Garage. Die Baugenehmigung haben wir nach langer Zeit nun endlich erhalten :))...hier gab es leider einige schwierigkeiten mit unserem Architekten, weshalb wir (ich) nun auch etwas skeptisch ihm gegenüber sind/bin.

    Konkret geht es um die Ausführung der frostfreien Gründung der Sohlplatte. Unsere Bodenplatte bekommt allseitig eine XPS Dämmung (Systemdämmung, Schalung und Dämmung in einem). Unser Bodengutachten hat zum Glück auch keine besonders dramtischen Dinge zu Tage gebracht, ausßer dass wir bis in 80cm Tiefe den Boden austauschen müssen.
    Wir haben hier zwei Varianten (zwecks Baugrube und Verfüllung) zur Ausführung genannt bekommen:

    Variante A:
    - Oberboden (ca.50cm) abschieben
    - Die Baugrube auf insgesamt 80cm ausheben
    - Anschließend wird die Baugrube mit einer ca. 60cm hohen Schotterschicht aus Frostschutzschotter 0/32 oder 0/45 (je nach Materialverfügbarkeit) aufgefüllt.
    - Dann eine 5cm starke Schicht aus Splitt als Feinplanum

    Darauf würden dann die XPS Platten verlegt werden. Die Bodenplatte (250mm) würde dann in der XPS Schalung gegossen werden und wäre damit auch gleich 25cm über GOK (Straßenniveau). Die Bodenplatte würde ich aber vllt. noch etwas tiefer ansetzen, da ich denke, dass die Gestaltung des Grundstückes dann etwas einfacher wäre....vllt. hat hier ja auch jemand einen Tipp?

    Variante B:
    - Oberboden (ca.50cm) abschieben
    - Die Baugrube auf insgesamt 80cm ausheben
    - Anschließend wird die Baugrube mit einer ca. 40cm hohen Schicht aus Füllsand der Bodengruppe SE verfüllt.
    - darauf wird die Baugrube mit einer ca. 20cm hohen Schotterschicht/ kapillarbrechenden Schicht aus Frostschutzschotter 0/32 oder 0/45 (je nach Materialverfügbarkeit) aufgefüllt.
    der Schotter wird an den Seitenbereichen der Sohlplatte bis zur Frostschutzgrenze (80cm) runtergeführt.
    (Also wie eine Art Frostschürze, aber aus Schotter und nicht aus Beton)
    Diese Schürze wäre ca. 1m breit und ragt 50cm vor der Sohlplatte raus.

    Darauf würden dann wieder die XPS Platten verlegt werden. Die Bodenplatte (250mm) würde dann in der XPS Schalung gegossen werden und wäre damit auch gleich 25cm über GOK (Straßenniveau).

    Zur verdeutlichung habe ich auch noch zwei Bilder gezeichnet und angefügt. Unser Architekt ist der Meinung, dass Variante B völlig ausreichend wäre und zudem deutlich günstiger, da der Füllsand um einiges günstiger sei. Ich bin da aber irgendwie etwas unsicher.
    Vllt. kann mir ja jemand sagen ob solch eine Ausführung gang und gebe ist oder nicht? Variante A gefällt mir persönlich besser, wird aber in der Ausführung wohl deutlich teurer als Variante B. Die Möglichkeit einer konventionellen Frostschürze aus Beton gibt es wohl auf Grund des Dämmsystem nicht (so der Architekt).

    Vllt. kann mir ja jemand meine Bedenken nehmen oder aber diese bestärken...

    Vielen Dank schon einmal,
    Niklas
     

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  2. Polier

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    Grundsätzlich ist eine Einheitliche UGV aus FSS wesentlich sicherer als ein gemischtes Bauwerk.
    Um welche Massen geht es dabei?
    Beispiel: Grundfläche der UGV 10m x 20m x 0,59m = 118m³ x 2,25to/m³ = 265,5to = Materialbedarf bei Vollflächiger FSS

    Ersparnis durch Sand 8m x 18m x 0,39m = 56,16m³ x 2,25to/m³ = 126,36to = Ersparnis durch Sand

    Die Kostenersparnis wird sich ME in Grenzen halten denn gutes Beton RC mit Zertifikat kostet bei uns so um die 5,-€ die Tonne ab Werk
    Der Einbau ist bei Vollflächiger FSS wesentlich einfacher, da kann man die Preisschraube ansetzen.
    Die Regionale Verfügbarkeit wird Entscheidend sein und da Kenne ich mich in Deiner Region nicht aus.
    Bei Verwendung von RC Material immer eine Zertifizierung verlangen, denn Da ist viel Mist unterwegs.
     
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  3. #3 Niklas892, 03.09.2020
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    Hallo,

    vielen Dank schon einmal für die schnelle Antwort.
    Dies bestärkt meine Theorie und Baugefühl ja total. Ich würde auch besser Schlafen, wenn das ganze so durchgeführt wird.
    Ich habe grade einmal etwas gerechnet. mit einem Arbeitsraum von 1m rund um die Sohlplatte sind wir bei knapp 300qm Fläche die ausgehoben werden muss.
    Hier wären wir dann bei 0,6m Auffüllhöhe bei ca. 180m³ bzw. 405to Materialbedarf.

    Bei der Preisregion die Du benennst bereitet mir bei dem Materialbedarf so aber auch keine Bauchschmerzen, hier habe ich mit wesentlich mehr gerechnet. Unser Architekt hat etwas bezüglich FSS Material mit Preisen um ca. 25€ die Tonne gesprochen:wow. Das wird dann wohl eher ein Kostenschätzpreis mit einbringen, verdichten etc. gewesen sein....da passt dann aber seine restiche Argumentation nicht, aber naja. :mauer
     
  4. Mok

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    Polier hat von Beton-Recycling gesprochen. Natürliche Mineralgemische sind natürlich teurer. Ob RC-Material bei dir in Frage kommt musst du abklären. Möglich, dass du es anmelden musst und bzgl. zulässiger Zuordnungsklasse nach LAGA Nachweise liefern musst. 25 €/t ist je nach Region und Lieferweg schon möglich.

    Bei deinen Skizzen fehlt die Berücksichtigung der Lastausbreitung. Gehe hierfür von Außenkante Lasteinleitungsfläche im 45°-Winkel runter, dann je nach Boden 45° oder 60° wieder hoch. Dann bekommst du deine richtige Kubatur zusammen.

    Welchen Boden hast du denn grundsätzlich? Wenn du gering durchlässige Böden anstehen hast, könntest du mit der Frostsicherheit bei beiden Varianten Probleme bekommen, weil du dir dann eine Badewanne schaffst, die dir das Wasser in deinem Bodenaustauschbereich gefrieren lassen kann.

    Das würde ich mir nochmal genauer erklären lassen. Mag stimmen, hab ich aber bisher noch nicht gehört. Dann ist vielleicht das gewählte Dämmsystem falsch? Vielleicht weiß hier ja noch wer anders mehr.

    Zur eigentlichen Frage: Variante B ist in meinen Augen Spielerei und SE ist von allen Sanden auch noch der, der sich am schlechtesten verdichten lässt. So wie bei dir dargestellt wird das auch nicht umsetzbar sein, niemand baut den Sand senkrecht hoch, also zieh allseitig noch mal was für die Böschung ab, das du wieder mit vernünftigem Mineralgemisch anfüllen darfst. Also passenden Boden unterhalb vorausgesetzt würde ich auf Variante A setzen.
     
  5. #5 Niklas892, 03.09.2020
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    Hallo,

    das die Skizzen so nicht passen, liegt an meinen Zeichenkünsten:D. Die Berechnungen und Ausführungen werden dann entsprechend natürlich durch die Fachfirmen übernommen und durchgeführt (hoffe ich..). Den SE Sand habe ich da reingenommen, da dort stand: Sand, Bodengruppe min. SE, kann also auch was anderes werden.

    Das Beispiel der Badewanne zwecks der Versickerung habe ich auch schon einmal gelesen und soweit auch verstanden. Also laut Bodengutachten haben wir eine Oberbodenschicht von 50cm. Darauf folgt eine Schicht aus Mittelsand, fs, gs (FI-Sand) bis in eine Tiefe von (an niedrigster Stelle) von 2,6m. Anschließend folgt eine Mittelsandschicht, fs,gs,g (FI-Sand) mit Kiesanteil. Schichtenwasser wirde bei uns im April bei 1,8-2,0m angetroffen. Im Gutachten steht noch, dass die maximalen Grundwasserdruckhöhen wenige dm höher liegen werden.
    Weiter steht im Gutachten, dass für Versickerungsanlagen ein mittlerer k-Wert von 2,5x 10 hoch -4 (Für den FI-Sand) angenommen werden kann.

    Kannst Du mir dazu sagen, ob das nun dafür brauchbar ist oder eher weniger?
     
  6. Mok

    Mok
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    Das klingt für mich schon sehr nach frostsicherem Boden. Welchen Grund gibt der Gutachter denn für den Bodenaustausch an? "Badewanneneffekt" wirst du da sicherlich keinen haben, aus der Sicht spricht nichts gegen dein Vorhaben. Ich frage mich gerade eher, ob der Austausch an sich sinnvoll ist. Wenn du willst kannst du mir euer Gutachten mal per PN zukommen lassen (hier einstellen ist keine gute Idee, könnte Ärger geben).
     
  7. SIL

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    Da steht es Mok
    Nee.
    Da brauchst keine extra Frostschürze wozu noch, du hast allseitig mit XPS geschlossenen und darunter deine Frostfreie Gründung.
     
  8. Mok

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    Und da geht keine Frostschürze drunter?

    Dass er die bei frostsicherem Baugrund + Bodenaustausch nicht braucht ist natürlich klar. Nicht klar war beim Eingangspost aber, ob das überhaupt gegeben ist.
     
  9. SIL

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    Aber wozu Mok? Es ergibt dort keinen Sinn mehr. Er hebt ja beiden Varianten bis - 80 aus.
     
  10. Mok

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    Mensch SIL, wir reden aneinander vorbei :mega_lol:.

    Klar, so wie es jetzt aussieht braucht er die nicht. Das war aber nicht von Beginn an klar. Nur weil du 80 cm aushebst kann die Frostsicherheit nicht gewährleistet werden, der Boden unterhalb muss schon mitspielen.

    Wofür er hier überhaupt 80 cm vollflächig runter muss erschließt sich mir hier auch noch nicht ganz, mal sehen ob vom TE noch was kommt.

    Mich würde eher interessieren, ob es technisch nicht möglich ist, hier eine Frostschürze anzusetzen, so wie vom Architekten behauptet.
     
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  11. #11 Niklas892, 04.09.2020
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    Guten Morgen,

    ich werde Dir nachher einmal wie angeboten das Bodengutachten als PN zusenden. Ich habe noch nicht gefunden wo man den Anhang bei privaten Unterhaltungen anhängen kann, aber das finde ich noch.:D
    Nach der Arbeit scanne ich das Gutachten jedenfalls einmal ein.

    Vielen Dank auf jeden Fall schon einmal für die rege Beteilgung hier :). Zwecks der technischen Möglichkeiten kann ich leider ja nichts wirkliches zu sagen, aber sowas kann ja eigentlich nicht unmöglich sein. Im Netz habe ich dazu etwas unter dem Stichwort "Gründung auf thermisch getrennten Streifenfundamenten" finden können. Das sieht in der Schnittzeichnung so aus wie eine allseitige XPS Dämmung mit betonierten Frostschürzen.

    Aber wenn ich das auf Grund des Baugrundes evtl. gar nicht brauche und es auch so geht, umso besser :).
     
  12. #12 msfox30, 04.09.2020
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    Mein Anmerkung zu diesem Thema:
    Die 50cm Überstand sind nur Theorie. Bei uns wurde auch die Baugrube 1,20m ausgehoben und komplett mit 0/45 Mineralgemisch aufgefüllt. User Schotter geht ca. 30cm über GOK. Ich glaube der Überstand war vom Statik mit 80cm angegeben.
    Nur trifft der Bagger das nicht immer 100%*. Letztlich haben wir umlaufend ums Haus einen Überstand an Schotter von z.T. 1,20m.
    Soweit zu meiner Erfahrung beim Bau. Wenn du also mit dem Schotter ums Haus leben kannst, dann ist i.O. Wenn Frauchen da aber was pflanzen will, wird schon eng :).
    Das ist Geschmacksache. Wir haben unser Haus extra 60cm - 80cm über GOK geplant. Dann sitzt man erhaben auf der Terrasse und kann ins grün hinunter schauen. Man kann leichte Anschrängung mit Blumen gestalten. Man braucht sich keine Gedanken machen, dass bei Starkregen das Wasser vom Haus nicht wegfliesen kann.
    Ich find's besser als alles gerade zu haben....
    Aber: Später im Alter sehe ich das vielleicht anders, wenn ich da hier noch wohne :).

    *Was unterscheidet Tischler, Zimmermann und Maurer?
    Der Tischler arbeitet auf den Millimeter genau! Der Zimmermann arbeitet auf den Zentimeter genau!
    Und der Maurer ist froh, wenn er auf dem Grundstück bleibt!
     
  13. #13 Niklas892, 04.09.2020
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    Das die Bereiche sicherlich nicht 100%ig getroffen werden, kann ich mir gut vorstellen, ist aber auch nicht so wild. Um den Bereich der Bodenplatte wird eh ein Arbeitsraum von ca. 1,5m mit erstellt, sprich die Baugrube wird eh 1,5m breiter zu jeder Seite. Der Bereich wird dann ja auch sicherlich mit Schotter verfüllt. Dies habe ich bei meinen Größenangaben aber auch berücksichtigt. Mit Schotter kann ich in dem Bereich auch lebnen, hier wird ein Teil dann ja eh wieder angefüllt (also auf den Schotter drauf). Zusätzlich soll um das Haus drum herum auch noch ein Streifen mit Kies als Drainage angelegt werden.

    Dem Erdbauunternehmen habe ich nun auch mitgeteilt, dass Sie mir ein Angebot mit voller Schotterschicht zusenden sollen.
    Da Fällt mir auch glatt noch eine Frage ein: Gibt es irgendwelche Vorteile bzw. Nachteile ob nun ein Frostschutzschotter mit 0/32 oder 0/45 Körnung verwendet wird?
    Bzw. eignet sich eine der Größen besser oder schlechter unter der Sohlplatte oder ist das völlig egal da beide Schotterarten frostschutzsicher sind?
     
  14. Polier

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    Frostsicher sind beide wenn’s FSS ist
    0/45 ist tragfähiger und Verformungsstabiler was aber nur bei Verkehrsbauwerken eine Rolle spielt.
     
  15. Mok

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    Hab das Gutachten von Niklas892 bekommen. Das ist das dürftigste Gutachten, das mir bisher untergekommen ist, aber wenn der Boden auch nur halbwegs korrekt beschrieben wurde, dann ist es so, wie ich es mir schon dachte. Der Baugrund ist wunderbar (bisschen Nachverdichtung) und an sich schon frostsicher. Das empfohlene "Gründungspolster" entspricht dem Gürtel-Hosenträger-Prinzip und hilft nur dem Gutachter, der sich keinen Kopf machen möchte.
     
  16. #16 Niklas892, 06.09.2020
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    Ja, wie Mok schon geschrieben hat, hat er das Gutachten ja einmal von mir bekommen. Auch ich als Laie auf diesem Gebiet, habe schon erkannt gehabt, dass das Gutachten (wenn man es so Gutachten nennen kann) nicht besonders aussagekräftig ist. Zum Vergleich habe ich auch ein Gutachten von einem Nachbargrundstück, bei dem die Erdschichten aber ansonsten gleich aufgebaut sind, das Gutachten an sich ist aber wesentlich umfangreicher.

    Vielen Dank aber an dieser Stelle schon einmal für die beteiligung hier im Thema.
     
  17. #17 Johnny85, 11.09.2020
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    Also wir hatten auch die Situation dass unser erstes Bodengutachten eine absolut unklare Gründungsempfehlung enthielt.
    Dazu wollte der Bodengutachter noch vor Ort nach Aushub des Grube eine Prüfung vornehmen und hätte in den Bauablauf eingegriffen.

    Schlussendlich hat unser GÜ auf Nachbesserung bestanden (unser Bausachverständiger hat dies nach Abstimmung auch bestätigt), die war ungenügend und unklar und wir mussten ein zweites Bodengutachten beauftragen.
    Grundsätzlich nicht viel anders als das Erste, aber mit klarer Gründungsempfehlung .
    (ging hier lediglich um eine umkomplizierte Gründung EFH ohne Keller - Bodenplatte auf 1,2m Polster).

    Auf eine sehr freundliche Email auch ohne Vorwürfe( ja war Sie wirklich ) mit der Bitte wenigstens einen Teil des uns entstanden Schadens (Summe für erneutes Gutachten) zu erstatten hatte der alte Bodengutachter nicht reagiert.
    Schadensersatzansprüche habe ich hier nicht geltend gemacht - wären sicher auch abgewiesen worden in erster Instanz.
    Auf eine ebenso sachliche Bewertungen habe ich verzichtet(Die erwarte Abmahnung darauf lässt sich unter Garantie vor Gericht abschmettern, der Aufwand ist es mir aber nicht wert).

    PS: Mittlerweile steht das EG und ich ärger mich da auch nicht weiter drüber ;)

    viele Grüße
     
  18. #18 Niklas892, 21.09.2020
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    Hallo Zusammen,

    ich wollte noch einmal ein Update geben und auch noch eine Frage stellen:

    Mittlerweile habe ich eine Ergänzung zum Bodengutachten erhalten. Nun müssten wir nur noch den Oberboden abschieben und den Rest nachverdichten. Eine richtige Gründungsempfehlung gibt es aber weiter nicht wirklich....

    Wir werden nun die Baugrube wie anfänglich angedacht um 0,8m (ab späterer GOK) ausbaggern und dann mit Frostschutzschotter verfüllen. Wir haben dafür nun ein konkretes Angebot vorliegen, welches auch in unsere Budgetplanung passt. In 14 Tagen soll es nun losgehen :).


    Meine Frage kommt nun allerdings auch:

    Angeboten wurden uns zwei Varianten, einmal mit RC Material (mit Güteschutz, FSS) und einmal mit Naturmaterial. Auf Nachfrage bei einem Baustofflieferanten wurde mir zu Naturmaterial geraten, da das RC Material wohl nicht so "sicher" sei. Mit "sicher" meint der Baustoffhändler, man könne nicht ausschließen, dass es bei RC Material zu stärkeren Setzungen kommt (weil angeblich nicht so tragfähig wie Natur) als bei Naturmaterial.
    Auf meine Frage bzw. Andeutung hin, dass ich dies bei RC Material mit Güteschutz doch eigentlich eher nicht erwarten bzw. mir erklären könne, bekam ich aber auch keine klare Antwort. Meiner Meinung nach hat er sich dann in Ausreden über die Güteklassifizierung und die Herstellung verstrickt. (ich verstehe auch, dass er lieber Natur verkauft, bring sicher mehr für ihn...)

    Das RC Material wäre in unserem Fall etwa 2500€ günstiger als das Naturmaterial. Da wir nicht in einem Wasserschutzgebiet oder ähnlichem liegen, tendiere ich momentan eher zum RC Material.

    Gibt es beim RC Material (vorausgesetzt mit Güteschutz) tatsächlich irgendwelche zu erwartenden Nachteile, was die Tragfähigkeit bzw. Setzung angeht?
    Gibt es Unterschiede im Güteschutz oder verschiedene Güteklassen? Muss ich bei RC Material sonst auf irgendwas bestimmtes achten?
    Gibt es irgendwelche anderen, nicht bedachten Nachteile?
    Unser Architekt ist in diesen Fragen wieder einmal spitze, der kann mir dazu nichts sagen und verweist mich auf die Aussagen des Lieferanten...

    Viele Grüße,
    Niklas
     
  19. #19 Johnny85, 21.09.2020
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    Also wir haben mit RC Material gegründet, so konnten wir die Frostschürze einsparen.

    Wir haben da unsern Bausachverständigen vertraut, der hat das durchgewunken.

    Unsere Nachbarn machen das wohl genauso.
     
  20. SIL

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    Das wird bei deinen Gebäuden keine Rolle spielen, da du keine Einbauauflagen hast und bei entsprechender Verdichtung - sind auch keine unterschiedlichen Setzungen zu erwarten.
    Der wirkliche Unterschied liegt eher im Bereich der Belastung von RC Material hinsichtlich Schwermetallen, eventuell Kohlenwasserstoffe etc nicht alles wird bei RC geprüft und auch entsprechend überwacht ( selbstverständlich gibt es auch Naturmaterial was Grenzwerte überschreitet), am Ende deine Entscheidung.
     
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