Frostschutztiefe künstlich reduzieren

Diskutiere Frostschutztiefe künstlich reduzieren im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo liebe Experten, folgende Situation. 5m Streifenfundament. 4m sind auf Frostschutztiefe von 80cm 1m sind auf 50cm. Es soll eine...

  1. #1 rudi200, 01.10.2020
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    Hallo liebe Experten,

    folgende Situation. 5m Streifenfundament. 4m sind auf Frostschutztiefe von 80cm 1m sind auf 50cm.
    Es soll eine Gebäudezufahrt errichtet werden. Entlang dieser Zufahrt wird eine Gartenmauer errichtet. Diese Mauer zieht sich vom Grundstück bis zur Straße. Abseits von meinem Grund bin ich bei den Aushubarbeiten auf ein Erdkabel gestoßen. Ich darf das Fundament über diesem Kabel gründen, nur komme ich nur auf eine max Tiefe von 50cm.
    Die Baufirma ist der Meinung, da es sich nur um 1m (Straßenseite) von 5m handelt, würde es kein Problem darstellen und würde ohne weitere Maßnahmen direkt Beton darüber gießen...

    Bin mir hier nicht ganz sicher, ob ich dem zustimmen soll?
    Was ist hier die gängige Meinung?
    Würde tatsächlich die restlichen 80cm Gründungstiefe reichen um genug "wärme" vom Boden zu ziehen um ein Auffrieren des kurzen Stücks zu verhindern?
    Oder würden hier eventuell eine zusätzliche Dämmung vom Vorteil sein. ZB gleich mit XPS Platten eine Wanne Schalen?
    Oder XPS nur Links und Rechts, damit vom Boden etwas Wärme aufsteigen kann und das Frieren von der Seite unterbunden wird?

    Ich denke es wird keine wirklich richtige Lösung geben, aber eventuell gibt es eine Lösung die die Wahrscheinlichkeit eins Frostschadens reduziert

    Liebe Grüße
     
  2. Polier

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    Wie hoch wird die Mauer in diesem Bereich, und was ist dahinter?
    Läuft das Kabel längs oder quer zum Fundament?
    Was steht für ein Erdreich an, bindig, kiesig, Sand, Fels?
    Welche Abmessungen und Bewehrung hat das geplante Fundament?
     
  3. #3 rudi200, 02.10.2020
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    Danke, sry klar etwas dürftig meine Angaben...
    Die Mauer ist 80cm Hoch und 20cm breit 5m lang.
    Das Kabel läuft in diesem Bereich quer zum Fundament, also nur unter dem einem Meter wo das Fundament nur 50cm tief ist.
    Das Erdreich ist Bindig, in die Richtung "Bodenart Ton", Grundwasserspiegel 1m.
    Fundament 5m lang und 60cm breit (4m mit 80cm und 1m am Ende mit 50cm Tiefe) wäre direkt auf den Boden gegossen, also teilweise 80cm Beton mit Bewehrung. Die Bewährung 4x10mm längs und alle 50cm 8mm Bügel (Standard Bewehrungskorb). 5cm Betonüberdeckung.
     
  4. Polier

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    Nur das Kabel auf 30cm aussparen geht nicht?
    Ansonsten eine Dämmplatte als Dehnfuge unter das Fundament legen und zu den 4 10er Eisen die letzten 2 Meter nochmals 4 dazubinden dann sollte das halten.
     
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  5. #5 PLeo, 02.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 02.10.2020
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    Du schnappst dir ein KG-Rohr DN100 (bzw neu DN110) mit 1m länge, schlitzt es von vorne bis hinten durch, schiebst das über das Kabel.
    Dann den Schlitz mit Panzertape oder ähnlichem gut zu kleben, vorne und hinten gut mit Papier zu stopfen, Die Enden des Rohres gut mit Erde überdecken, und nimmst das jetzt vorhandene "Kabellerrohr" als Aussparung durch das Fundament hin. Somit ist das Fundament durchgängig, keine Probleme mit der Bewehrung, keine Rissbildung, keinerlei Probleme, sollte an dem Kabel einmal etwas gemacht werden müssen.
    Man muss dann halt die paar cm um das Kabel von Hand ausschachten ;-)
     
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