Fuge zwischen Wanne und Fliese fest verfugt...

Diskutiere Fuge zwischen Wanne und Fliese fest verfugt... im Ausbaugewerke Forum im Bereich Neubau; Hallo, langsam glaube ich nicht mehr an irgendwas. Heute mittags ist der Fliesenleger raus aus dem Bad, war eine "schwere Geburt". Was ich...

  1. applegg

    applegg

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    Hallo,

    langsam glaube ich nicht mehr an irgendwas.

    Heute mittags ist der Fliesenleger raus aus dem Bad, war eine "schwere Geburt". Was ich leider erst jetzt nach der Arbeit gesehen habe, er hat die Fuge zwischen Wanne / Duschwanne und Fliese auch mit Fügenmörtel (Nanofug) verschlossen.

    Ich denke, da sollte doch Silikon rein, oder ? Ist zwar alle mit Abdichtung dahinter, aber das Sili soll ja auch abdichten, was m.E. eine Mörtelfuge nicht leisten kann. Und da Wanne und duschwanne aus Acryl sind, wird es wohl früher oder später reißen...

    Soll ich mich hinsetzen und das manuell rauskratzen, bevor es ganz durchgehärtet ist oder gibt es andere Ideen?


    Ich meine, wozu macht der Sani das teure Mepa-Band mit toller Knickkante dran, wenn der Fliesendepp das vor dem Fliesen abreißt und dann mit Mörtel zuschmiert.... ARGHHHHHHH.

    Echt genervte Grüße
    Stefan
     
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  3. Balu

    Balu

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    Hallo Stefan,
    da eine Zementfuge nicht Wasserdicht ist, hat sich die Frage schon von selbst beantwortet. Das Acryl arbeitet und die Zementfuge diesen Bewegungen ( Spannungen ) nicht auffangen kann ist auch ganz klar, sie wird auf jedenfall abreizen zumindest an den Flanken. Dies hat zur Folge, dass Wasser ungehindert unter der Duschtasse gelangen wird was langfristig zu Problemen führen wird. Jeder Gutachter wird dir bestätigen, dass dies nicht Fachgerecht ausgeführt wurde und dringend um Abhilfe geboten wird. Alle Eckausbildungen sind auf Grund der Bewegungsfreiheit zu versiegeln.
     
  4. operis

    operis

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    Wobei die fehlende Wasserundichtigkeit gar keine Rolle spielt, die Wanne gehört mit der alternativen Abdichtung verbunden.
    Trotzdem sollte die Fuge natürlich dauerelastisch ausgebildet werden.

    operis
     
  5. Fliese63

    Fliese63

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    Die Baugesetzgebung verlangt, das Bauwerke vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen sind. Dazu gehört auch das private Badezimmer.

    Es ist anerkannte Regel der Technik, Wand- und Bodenflächen, welche mit Wasser in tropfbar- flüssiger Form beaufschlagt werden, bei Anwendung der Dünnbettverlegung, durch eine alternative Abdichtung vor dieser Feuchtigkeit zu schützen.

    Wand und Bodenflächen werden somit beschichtet, Dichtbänder und Manschetten werden in die Ecken und an Rohrdurchführungen eingelegt.

    Ist diese Vorgehensweise unter Sanitärobjekten nicht möglich, weil sie zum Beispiel im Boden eingelassen oder Rohre ungünstig darunter montiert sind müssen diese Objekt mittels Spezialwerkstoffen mit der senkrechten Abdichtung verbunden werden. Dazu gibt es im Forum einen sehr guten Beitrag, in dem eine wirksame Methode beschrieben ist.

    Schon auf Grund der Forderung der Hersteller der Sanitärobjekte, aber auch wegen der Vermeidung der Schallübertragung und nicht zuletzt um die Rißbildung, welche sich bei der Aneinanderfügung sich verschieden ausdehnender Materialien ergibt, zu vermeiden, ist eine dauerelastische Fuge zwischen Objekt und angrenzenden Bauteilen auszuführen.

    Eine Garanrtie für eine dauerhafte Wasserundurchlässigkeit
    der dauerelastischen Fuge ist aufgrund ihrer Aufgabe als Dehnungs-/Arbeits-/Anschlußfuge nicht gegeben.

    Dringt Feuchtigkeit über Fliesenfugen und Fliesenkanten
    in den Belag ein, wird diese durch die Abdichtung darunter am weiteren eindringen ins Bauwerk/die Konstruktion gehindert.
     
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