Funktion Heizungsmischer bei nur einem Heizkreis

Diskutiere Funktion Heizungsmischer bei nur einem Heizkreis im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, eine Frage zu einer GBWT mit solarer Heizungsunterstützung und nur einem Heizkreis mit Mischerventil. System...

  1. happyfish

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    Hallo zusammen,

    eine Frage zu einer GBWT mit solarer Heizungsunterstützung und nur einem Heizkreis mit Mischerventil. System Rücklaufanhebung,HK ohne Puffer.
    Problem: GBWT kann auch im Modulationsbetrieb die Wärme nicht über längeren Zeitraum abgeben = takten.

    Ausgangsbedingungen: Mischer aktiv (Mischerüberhöhung 5°C).Nach einiger Zeit (abhängig von AT und Raumsollwert) kneift der Mischer den VL so weit ein, dass der Kessel auch bei Mindestleistung die Wärme nicht mehr abgeben kann. Ich überlege gerade den Mischer in "AUF" zu blockieren um den RL komplett über den Kessel zu führen. Das Problem dabei ist, dass falls die solare Heizungsunterstützung (Umschaltventil) i.B geht ich die volle Solarspeichertemperatur im Vorlauf habe. Macht es evtl. Sinn den Mischer mit dem Umschaltventil für den Solarkreis zu verriegeln/ zu schalten.
    Umschaltventil Stellung Solar = Heizungsmischer i.B und umgekehrt. Hat jemand damit Erfahrungen?

    happyfish
     
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  3. Rosmarin

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    Das ist für mich ein Herumdoktern an den Symptomen. Problem ist doch, dass die Gastherme mehr Wärme liefert, als der Heizkreis abnimmt, und Dir ein Puffer fehlt, um die Überschusswärme zu speichern und so längere laufzeiten des Gastherme zu erreichen. Statt den Mischer in "auf" zu blockieren, könntest Du auch die Raumtemperatur zeitweise höhersetzen, dann geht der Mischer auch auf, und dann wieder runter, dann geht der Mischer zu und der Brenner aus. Also letztlich eine höhere Modulation in der Raumtemperatur zulassen, um den fehlenden Puffer zu ersetzen und die Taktzeiten zu verlängern.
     
  4. #3 Achim Kaiser, 6. November 2012
    Achim Kaiser

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    Wieso baut man bei nem Brennwertklessel ein System *Rücklaufanhebung* und gurkt dann mit nem Mischer rum ??

    Das ist ein System für Niedertemperaturkessel .... mit Masse und Wasserinhalt.

    Wieso wird nicht die richtige Hyraulik gebaut ?

    Puffer als Wärmespeicher .... Kessel und Solaranlage als Wärmeerzeuger auf den Pufferspeicher und Heizkreis über Mischer als Wärmeabnehmer vom Pufferspeicher ?

    Für den Brennwertkessel ist der Puffer dann nichts anderes als ne fette hydraulische Weiche .....
    und die Temperaturüberhöhung zum Mischer ist max. 2 K .... um Fühlerungenauigkeiten und -abweichungen zu egalisieren .... einfach, effektiv und problemlos im Handling ....

    Taktereiprobleme sind bei solchem Konzept einfach ein Fremdwort.

    Bei der Anlagenkonfiguration im Eingangsbeitrag kann man ohne die Kesselleistungsdaten zu kennen nichts sagen .... hat der Kessel ne hohe untere Leistungsgrenze ist die Takterei nicht weg zu kriegen bei geringem Anlagendurchsatz ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. happyfish

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    @Rosmarin, Achim Kaiser

    Vielen Dank für die Antworten.
    An der Hydraulik ist ohne größeren Aufwand nichts mehr zu machen, d.h System ist seit 1.Jahr i.B..Zwischenzeitlich wurden vom Heizungsbauer diverse Einstellungs.- und Umbauarbeiten durchgeführt. Der Erfolg blieb überschaubar. Es wurde u.a auch der Kessel getauscht. Vorher 5-22KW, jetzt 3-14 KW. Weiter runter gings leider nicht, weil der Systemlieferant nichts kleineres im Angebot hat und für einen anderen Hersteller bestand keine Akzeptanz. Heizungsbauer hat mittlerweile signalisiert, dass für ihn das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Diese Heizperiode habe ich einige Parameter mit dem Werkskundendienst angepasst und ich bin nicht wirklich unzufrieden. Die alte GBWT hatte nach 4 Monaten Laufzeit fast 25000 Starts bei ca. 500 Betriebsstunden. Inzwischen ist das Verhältnis 150/60. Mit dem Mischer war ein Gedanke um evtl. noch etwas an ein 1/1 Verhältnis heranzukommen.(Man hat ja schließlich Ziele im Leben). Mit der Rücklaufanhebung an sich bin ich insgesamt nicht so skeptisch.

    Grundgedanke ist eine Bedarfsgerechte, direkte Wärmeabgabe. Meine Speichergröße nur für den HK beträgt 600l. Was nützt es mir dessen Inhalt mit der GBWT auf X°C aufzuheizen und kurz danach scheint die Sonne und die SA würde es ebenso tun. Sperre ich den Kessel bis z.B Mittag um die Tendenz abzuwarten und die Sonne scheint nicht, kann ich früh nicht heizen. Ich müsste immer auf das optimale Zusammenspiel GBWT/Solar achten. Das ist Wetterabhängig und schwer vorhersehbar. 600 l X°C warmes Wasser die man am Ende evtl. gar nicht braucht + Speicherverluste. Keine Ahnung ob das besser wäre. Wenn die Therme z.B bis ca. 1KW modulieren würde sehe ich in der Rücklaufanhebung keine Nachteile. Aber das habe ich damals nicht bedacht, nicht beauftragt und muss nun damit zurecht kommen.

    happyfish
     
  6. #5 Achim Kaiser, 6. November 2012
    Achim Kaiser

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    Einerseits gibts Regelungen mit einer gewissen Intelligenz :)
    Andererseits heizt man mit der GBWT nur das Niveau das man unbedingt braucht und nicht *auf Vorrat*.
    Zum Dritten kann man das durch ein entsprechendes Puffermanagement und Zonierung im Puffer so geregelt kriegen dass da nicht für jeden Fliegenschiss der ganze Pott aufgeheizt werden muss.

    Allerdings ist das alles hätte, könnte und im nachhinnein bei gegebenen Komponenten oftmals kalter Kaffee.
    Nehm die Überhöhung vom Mischer raus und setz sie auf 0 .... und gleiche das Netz auf hohen Wasserdurchsatz ab dann kann der Kessel maximale Laufzeiten erzielen .... und das wars dann in der Regel.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. happyfish

    happyfish

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    Irgendwie habe ich so etwas geahnt. Damit wäre zu befürchten, dass meine Regelung oder ich, evtl. auch alle beide, nicht über diese "gewisse Intelligenz" verfügen.

    Das mit der Durchflussmengenerhöhung habe ich bereits durchgeführt. Während der ganzen Umbaumaßnahmen wurde auch die HK Pumpe getauscht. Vorher starr, jetzt mit Leistungsanpassung (Differenzdruck?) geregelt. Lt. Aussage Heizungsbauer. Problem war nur, dass die Pumpe einfach im Automatikbetrieb betrieben wurde und alle dachten, das passt schon. Einem Blick in die BA und ein Anruf beim Hersteller später war klar, nicht optimal für diese Anwendung. Die Pumpe besitzt nämlich auch eine (kann vor lachen kaum schreiben) "gewisse Intelligenz". Da der IQ dieser Pumpe vermutlich nicht ganz so hoch ist, wie bei oben erwähnen Regelungen braucht diese Pumpe mehrere Wochen um ihr wahres Potential zu entfalten. Anders ausgedrückt, sie passt sich über einen längeren Zeitpunkt den Bedingungen an. Klingt gut nur eines mag die Pumpe in dieser Zeit nicht. Nämlich Veränderungen und Stillstand. Auch Raumthermostate mit Stellmotoren führen zu suboptimalen Ergebnissen. Jedenfalls lief die Pumpe bei mir, "gewisse Intelligenz" hin oder her, ständig zwischen 5-7 W. Selbst bei allen Stellmotoren und Durchflussbegrenzern in "AUF". Nach Umstellung auf Proportionaldruck und ca. 15W Leistungsaufnahme sah die Sache schon ganz anders aus.

    happyfish
     
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