Fußbodenaufbau im DG

Diskutiere Fußbodenaufbau im DG im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir bauen gerade in einem Mehrfamilienhaus Bj. 1939 das Dachgeschoss aus. Wir haben eine Grundfläche von 120 qm² und...

  1. Anja81

    Anja81

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    Hallo zusammen,

    wir bauen gerade in einem Mehrfamilienhaus Bj. 1939 das Dachgeschoss aus. Wir haben eine Grundfläche von 120 qm² und beschäftigen uns nun schon seit längerem mit dem Problem Fußbodenaufbau. Wie bei jedem hier sollte die Aufbauhöhe natürlich sehr gerin gehalten werden. :-)
    Der Aufbau stellt sich im Moment wie folgt dar.
    - Holzbalken mit Fehlboden
    - aufgefüllt mit Schlackenasche
    - Dielen 22m

    Der Fußboden an sich ist ziemlich gerade, die Dielen sind nur leicht geschüsselt.
    Die Balken haben durchschnittlichen Abstand von 75 cm.

    Wir sind nun am Überlegen ob es möglich ist auf die Dielung 25mm Verlegeplatten (V100) zu legen und mit der Balkenlage und der Dielung zu verschrauben. Auch habe ich gelesen unter die Platten zusätzlich eine Schaumfolie (4mm) zu verlegen. Dient diese dann nur als Trittschall?

    Teilweise soll auf die Verlegeplatten gefließt werden, indem eine Ausgleichsmasse mit Gewebe unter die Fliesen gemacht wird.

    Was haltet ihr von diesem Aufbau oder gibt es noch sinnvollere Lösungen?

    Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Antworten :winken

    Anja
     
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  3. jetter

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    4mm Schaumfolie ist ausschließlich Trennlage - nicht Trittschall(wenns auch draufsteht), ginge also auch Wellpappe.

    Schallschutz wird durch die N+F-Plattenlage nicht besser, höchstenfalls die Ebenheit des Untergrunds.

    A und O ist Aufbereitung des Dielenbodens und Kontrolle der Tragfähigkeit!

    Verlegeplatte schwimmend verlegen, Verschraubung verursacht mehr Probleme!

    Zauberwort bei Verfliesung heißt ebener, verformungsarmer(biegesteifer) Untergrund und Entkopplung - Dicke von 25mm ist da schon gut

    Auch über Abdichtung/ Verbundabdichtung sollte man sich ausreichend informieren lassen

    Alles in allem gibts im Konzept bereits einige gute Ansätze, die Details müssen nun noch abgestimmt werden - am besten mit Hilfe eines Fachmanns vor Ort.
     
  4. Anja81

    Anja81

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    Danke für die Anmerkungen und das versteckte Lob der guten Ansätze :-)

    Also zwecks der Biegefestigkeit ist es sozusagen in Ordnung 25mm Verlegeplatten zu verwenden und die leichte Schüsselung der Dielen ist nicht ganz so problematisch. Habe ich das richtig verstanden?
    Auf die Platten soll danach noch eine PCI-Grundierung bevor die Masse mit dem Gewebe aufgezogen wird. An die Wände kommen sozusagen Randdämmstreifen bzw. Abdichtstreifen, und mit Verbundabdichtung ist das Verleimen/Abdichten der Verlegeplatten untereinander gemeint? Sorry, bin noch nicht ganz so firm in Sachen Bauen :-)

    Anja
     
  5. Anja81

    Anja81

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    Alles wird anders...

    so, beim heutigen Bauvorhaben haben wir feststellen müssen das die Dielen an den "stirnseiten" jeweils spitz zusammenlaufen. Eben an den Stellen wo sie an die damaligen Wände angestoßen sind. Hervorragend. Also sollen allen Dielen jetzt raus. Folgende neue Lösung ist geplant.
    - Zwischen die Holzbalken (im Moment 80iger Anbstand) werden zusätzliche Balken eingebracht ( 170 x 100) , sind dann also nur noch ca 35 cm Abstand,

    - darauf 30 mm OSB, verleimt und verschraubt.
    Sollte dann ja biegesteif sein, oder?
    Baustoffhandel meinte Tragfähigkeit sei gegeben, Fliesenleger meldet auch keine Bedenken an. Was meint ihr dazu?

    Gruß, Anja
     
  6. jetter

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    man kann da natürlich von hier schlecht reinschauen und einen Gesamtüberblick bekommen, aber vom Ansatz her sind die Maßnahmen in die richtige Richtung.

    Wenn der Fliesenleger den Untergrund als OK ansieht, ist das ja auch ein Schritt in die richtige Richtung.

    Ob aber alle Randbedingungen berücksichtigt sind, lässt sich von hier schwer sagen. Da müsste der Fachmann vor Ort abschließend ok sagen.
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

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    beitrag #4 klingt für mich nach mittelstreckenrakete ./. spatz .. liegt auch
    daran, dass ich der beschreibung nicht recht folgen kann, aber
    gefach ausräumen, balken einziehen und dann 30er osb .. ich weiss
    ned, wovor mir mehr graust ;)

    natürlich kann man das von hier aus nicht beurteilen, aber ich würde bspw.
    überlegen, 30er osb durch e. dünnere, hochwertigere osb (oder
    andere platte) zu ersetzen - spart nicht primär kosten, ist aber evtl.
    günstiger, wegen geringerem gewicht.

    günstig könnte auch sein, einem fachmann die verantwortung in die
    schuhe zu schieben :)
     
  8. Anja81

    Anja81

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    Danke erstmal für eure Antworten.

    Also mir graust auch, aber eher vor dem jetzigen Anblick in unsere künftige Behausung, wir sind umgeben von ausgeschaufelter Schlackeasche :-)
    Aber nochmal zum Aufbau.

    Jetziger Abstand zwischen den Balken beträgt um die 80 cm, auf die Balken werden (direkt an die Mauerkrone) 17000x1000 Balken aufgelegt, an diese werden nun die neuen Balken auch 17000x1000 parallel zu den bestehenden Balken angebracht. Von unten angespindelt. in der Mitte vom Geschoss liegen sie auf dem Mauerwerk auf.
    Somit halbieren wir also den Balkenabstand, welcher nach der Maßnahme dann ca 35 cm beträgt. Darauf sollen dann 30mm OSB 4 -Platten, verleimt verschraubt. Danach der Aufbau wie ganz am Anfang im Thread beschrieben, also PCI-Grundierung etc.

    MLS: Welche andere Art von Platten wäre denn zu empfehlen, also welche auch Tragfähigkeit für diesen Abstand besitzen und danach befließbar sind?

    Ja in die Hände vom Fachmann geben und machen lassen ist gut, wenn der sich mit einem Lächeln begnügen würde immer her damit! ;-)
     
  9. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ich unterstelle immer noch dem durchschnittsfachmann einige
    hilfreiche eigenschaften:

    höflich: wenn er angefordert wird, kommt er (vielleicht auch ungern, s.f.)

    faul: (s.o.) - er wird die arbeit auf´s notwendigte beschränken - evtl. gibts
    nur ein baustellenprotokoll

    vorsichtig: er wird immerhin wegen der haftung keinen mist erzählen

    das die kosten dabei in engem rahmen bleiben, versteht sich.
    bei 120m2 würde ich mir das überlegen.
     
  10. #9 Anfauglir, 3. Mai 2009
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    Seit Beitrag #2 les´ ich gar nix mehr von Trittschall...:bounce:
     
  11. jetter

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    was für mich gefälliger erscheint:

    80cm lassen
    >>Tragfähigkeit Gesamtsystem vor Ort prüfen!!!

    Gefachfüllung war früher nicht ohne Grund drin
    18mm mls-OSB (die ich nicht nennen darf :D)
    ca. 12mm Steinwolle-TS
    N+F-Platte oder anderer Trockenestrich
    weiter mit Bodenbelag

    auch wenn Zwickau mein erstes Auto gebaut wurde, kenn ich trotzdem nicht den Bauplatz und somit auch nicht die Grundlagen für eine bessere Empfehlung - deshalb ruhig mal Fachmann vor Ort anlachen ;)
     
  12. Anja81

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    Die Schlackenasche kommt natürlich wieder rein, das hatte ich vergessen zu erwähnen, und Trittschall sollte dann auf die OSB-Platten bevor in den nicht gefließten Räumen Laminat oder ähnliches verlegt wird. Mir ging es ja nur darum ob es möglich ist die jetzigen Dielen durch die OSB 4 mit N+F auszutauschen.

    Gruß
     
  13. KPS.EF

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    Da möchte ich @jetter doch mal ganz spontan beipflichten (und das nicht nur, weil mein erstes Auto aus der gleichen Zwickauer Wiege stammte ;) ).

    Da auch an mir der eigentlich zwingende Grund für die neue Variante vorbei gegangen zu sein scheint, plädiere ich ebenfalls dafür, die Zwischenbalkenlage nicht zu verändern, die Dielung lediglich nach zu schrauben, zur Behebung des Schüsseleffekts gegebenenfalls eine Lage Schüttung (mit bitumiertem Papier als Rieselschutz!?) einzubringen, worauf dann eine Trittschalldämmung und der Trockenestrich (mein Favorit hier: Gipsfaserplatten!) schwimmend verlegt werden könnte.

    Das Verschrauben der Estrichplatten mit der lastaufnehmenden Ebene (wie Dielung, Holzwerkstoffplatten o.ä.) ist unbedingt zu unterlassen, um dem Trittschallschutz eine Chance zu geben! :28:

    Falls das Dachgeschoss bisher nicht oder nicht komplett als Wohnraum genutzt wurde, könnte der Fachmann vor Ort auch etwas zur bauordnungsrechtlichen Einordnung, der EnEV-konformen Wärmedämmung, dem Schall- und Brandschutz und nicht zuletzt auch etwas zur Luft- und Winddichtheit sagen. :deal (Wenn man ihn nur lässt! :konfusius )

    Mit freundlichem Gruß aus Erfurt :winken

    KPS.EF
     
  14. Peeder

    Peeder

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    gute Idee aus Erfurt :28:

    mal zum einstimmen/lesen

    auf jeden Fall die bessere Alternative zu Span oder OSB

    Peeder
     
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  16. mls

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    dazu erster satz von anja: "in einem Mehrfamilienhaus Bj. 1939 das Dachgeschoss"

    das klingt für mich nicht zwingend so, als könne man von vornherein
    von (objektiv) ausreichender tragfähigkeit und erst recht nicht von
    entspr. gebrauchstauglichkeit (durchbiegungen, schwingungen) ausgehen.

    wenn da irgendwas klemmt, was erst nach "sanierung"bemerkt
    wird: gratulation.

    ich glaube auch nicht an bestandsschutz, weil dachgeschosse früher
    anders genutzt wurden, als heute.

    nix is mit wunschkonzert.
     
  17. Anja81

    Anja81

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    Hallo zusammen,

    sind also eurer Meinung gefolgt und der Statiker hat sich alles mal angeschaut ;-)
    Letztlich sind wir zu folgender Lösung gekommen.
    - bestehende Balken werden seitlich mit Pfosten verstärkt um das Schwingen des Fußbodens zu minimieren
    -Balken welche den Abstand im Bereich Küche/Bad (zwecks späteren Fliesenbelags) halbieren sollen werden "eingebaut" wie oben schon mal beschrieben
    - Rieselschutz und Schlackenasche wieder rein
    - 25mm OSB 4 als Fußboden auf die Balken, verleimt, verschraubt
    - darauf gewünschter Fußbodenaufbau/Belag

    also alles ganz einfach :konfusius

    Heute geht es los und ich frage mich wie viele Stunden vergehen bis das nächste Hinderniss vor uns steht :mega_lol:

    Gruß, Anja
     
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Fußbodenaufbau im DG

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