Fussbodenaufbau Schüttung vs. Dämmplatten

Diskutiere Fussbodenaufbau Schüttung vs. Dämmplatten im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen, wie relevant ist der U-Wert bzw. die Dämmung im Erdgeschoss wenn der Raum darunter (Kellergeschoss als Wohnraum) beheizt ist ?...

  1. #1 Dogukani, 27.09.2022
    Zuletzt bearbeitet: 27.09.2022
    Dogukani

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    Hallo Zusammen,

    wie relevant ist der U-Wert bzw. die Dämmung im Erdgeschoss wenn der Raum darunter (Kellergeschoss als Wohnraum) beheizt ist ?

    geplanter Fussbodenaufbau 15cm bestehend aus:
    5cm Grunddämmung
    3cm Trittschalldämmung
    6,2cm FBH + Estrich
    Belag (Vynil)

    Ursprünglich wollte ich die Dämmung wegen der geringen Aufbauhöhe bestmöglich wie folgt vornehmen:
    5cm PUR WLG023
    3cm Trittschalldämmung WLG035
    --> U-Wert ca. 0,296

    - Auf den Rohdecke sind recht viele Elektro und Heizungs/Wasserleitungen verlegt. Zudem hat der Boden an manchen Stellen Unebenheiten. An einer Stelle mit ca. 4m² ist der Betonboden 1cm zu hoch. (An dieser Stelle liegen keine Leitungen)

    Der Estrichleger hat mir daher folgenden Vorschlag gemacht:

    1. vollflächig 3cm Thermozell gebundene Schüttung als Ausgleich der Unebenheiten und Überdeckung der Leitungen + 2cm EPS/PUR Dämmplatten + 3cm Trittschalldämmung

    2. Im Obergeschoss nur an den Stellen, an denen viele Leitungen laufen, die Schüttung und ansonsten normale Dämmplatten. Der Betonboden ist hier sehr eben ohne nennenswerte Höhenunterschiede (max. 1-2mm).


    Vorteile der Schüttung:
    - Ausgleich der Unebenheit im EG
    - generell einfache Variante vollflächig alle Elektro und Heizungsrohre zum umschließen im Vergleich zum aufwendigen zuschneiden der EPS-Platten

    Nachteile der Schüttung:
    - schlechterer Dämmwert
    - teurer als Dämmplatten

    Durch die Schüttung verschlechtert sich der U-Wert jedoch von 0,296 auf 0,430. Der Estrichleger meinte dass es im EG und OG überhaupt nicht relevant ist, da der Raum darunter ja jeweils beheizt ist. Wichtig wäre nur eine gewisse Dämmung damit die FBH nicht den Betonboden mit aufheizt und das wäre definitiv gegeben mit der Schüttung + Dämmung + Trittschalldämmung darüber. Mein Energieberater bestätigt mir das gleiche.

    Als Laie macht die Variante mit der Schüttung für mich deutlich mehr Sinn und man könnte sich auch das mühselige Zuschneiden der Dämmplatten sparen. Mit den Mehrkosten könnte ich leben, einzig der schlechtere U-Wert macht mich nachdenklich. Was sagt ihr dazu?


    Abdichtung Kellerboden:

    Nun zum eigentlichen Problem... Auf dem Kellerboden wurde keine Abdichtungsfolie (Katjasprint) verlegt, jedoch liegen schon die ganzen Elektro und Heizungsleitungen auf dem Boden befestigt. Mein Architekt hatte mir ursprünglich mitgeteilt, dass die Katjasprint-Folie nicht notwendig sei, da kein drückendes Wasser und WU-Beton für den Keller verwendet wurde.

    Der Estrichleger schlägt folgende 2 Varianten vor:

    1. keine Abdichtungsfolie, dann benötigt er aber eine schriftliche Bestätigung vom Architekt in dem der Verzicht bestätigt wird. Schließlich hätte ich ja aber auch nicht ohne Grund die Mehrkosten für den WU-Beton bezahlt und dieser müsste ja dann auch wasserdicht sein. Der Architekt würde mir das bei Bedarf auch ausstellen.

    2. 3cm Dämmung (XPS oder EPS, weiss ich nicht mehr) als erste Schicht als Ausgleich für alle Leitungen auf dem Boden. Darauf dann die Katjasprint und anschließend die weitere Dämmung + Trittschalldämmung

    Da die Abdichtungsfolie inklusive Verlegung lediglich 800€ kostet, will ich darauf nicht verzichten. Funktioniert das überhaupt so, oder muss die Folie zwingend auf den Betonboden, sprich man müsste alle bereits auf dem Boden befestigten Leitungen wieder lösen damit die Folie verlegt werden kann..? Andererseits angenommen man würde die Folie unter die Leitungen legen, diese wird doch dann durch die erneute Befestigung der Leitungen eh "durchlöchert". Da macht für mich die Variante mit der Folie darüber sogar mehr Sinn.
     
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