Fussbodenheizung über Strom

Diskutiere Fussbodenheizung über Strom im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Morgen zusammen, meine Frau und ich wollen bald bauen. Jetzt stellt sich für uns eine Frage bzgl. der Heizungsenergie. Eine Fussbodenheizung...

  1. #1 djcroatia, 30. April 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. April 2012
    djcroatia

    djcroatia

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    Morgen zusammen,

    meine Frau und ich wollen bald bauen. Jetzt stellt sich für uns eine Frage bzgl. der Heizungsenergie.

    Eine Fussbodenheizung wollen wir auf jedenfall haben.

    Die meisten oder alle heizen per Wasser, jetzt haben wir bei Freuden gesehen, dass deren elektrisch ist und normal über den Stromzähler abgelesen werden kann. Bin mir jetzt nicht ganz sicher ob diese einen oder zwei Stromzähler haben. Zahlen mit dem normalen Strom ca. 150,- € im Monat, deren Wohnung ist ca. 125 m² gross.

    Finde das günstig und man hat eine viel grössere Auswahl an Versorgern. Noch dazu liesse sich sich dieses System um eine photovoltaik Anlage ergänzen (später irgendwann).

    Sind die elektrischen wirklich so gut geworden?

    Kenne Stromheizungen nur von früher (Nachtstromspeicherheizung) wo man alleine nur fürs Heizen 200-300,- € pro Monat zahlt für eine 60m² Wohnung (Freunde).

    Oder gibt es bessere? Scheint auch günstiger zu sein, alls die welche mit Wasser betrieben werden?
    Werden diese "im Prinzip" genau so verlegt wie herkömliche?

    Danke euch für euere Antworten.

    Schöne Grüsse
    Mirko
     
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  3. ThomasMD

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    Ne, die sind noch genauso gut oder schlecht, wie zu Zeiten, als Thomas Alpha Edison die ersten krummgebogenen Drähte zum Glühen brachte.
    Elektroheizungen wandeln immer und überall 100% der zugeführten Energie in Wärme um. Man darf nur nicht nach dem Erzeugungs-, Umwandlungs- und Verteilungswirkungsgrad fragen, aber das alles spielt sich vor Deinem Zähler ab.
    Mit einer elektrischen Fußbodenheizung legst Du Dich für alle Zeit auf den Energieträger Strom fest.
    Vergiß die Photovoltaik ganz schnell.
    Eine FBH mit Wasser als Wärmeträger lässt hingegen alle anderen Wärmeerzeugungsarten zu und Du hast alle Optionen offen.
    Die ist nur nicht so schön billig in der Anschaffung.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    NEIN !

    Wie sollten sie auch gut werden? Sie konnten schon immer nur den el. Strom direkt in Wärme umsetzen, und da gilt auch weiterhin die Physik, dass 1 kWh elektrisch in 1 kWh Wärme umgewandelt wird.

    So, und was kostet die kWh elektrisch? Ohne Sondertarif irgendwas um 25Ct.

    Das ist mit Abstand die teuerste Methode wie man eine Wohnung oder ein Haus beheizen kann. Man hat nur einen Vorteil, die Investitionskosten sind gering.

    Für einen Neubau sollte man nicht einmal im Traum daran denken eine el. Direktheizung zu verbauen, egal ob die Heizdrähte in Marmor oder im Fußboden stecken.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Julius

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    Eine solche elektrische (Teilspeicher-)Direktheizung dürfte im Neubau als alleinige Heizung doch gar nicht mehr zulässig sein!
    Selbst wenn im Einzelfall - Finger weg!

    Daher: Wasserführendes FBH-System. Ausgelegt auf niedrige Vorlauftemperatur.


    Irgendwelche Monats-Abschläge sagen übrigens NICHTS über die tatsächlichen Jahreskosten aus!
    Und verschiedene Wohnungen darf man natürlich auch nicht einfach so vergleichen.
     
  6. #5 djcroatia, 30. April 2012
    djcroatia

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    Hallo und Danke schon einmal für eure Antworten.

    Dann werde ich das mal schnell wieder vergessen mit Strom.
    Wollte nachfragen, da mein Freund eine Fussbodenheizung hat und er super zufrieden ist.

    Sorry für die beiden Links, wusste nicht das diese nicht gepostet werden dürfen.
     
  7. djcroatia

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    Hallo,

    ich noch einmal.

    Habe noch eine Frage bzgl. Heizungsanlage.

    Welche Heizung sollte man heutzutage in einem Neubau einbauen?
    Gasanschluss wäre vor unserer Nase, würde aber trotzdem gute 4-5.000,- € extra kosten wegen Aushub, etc.

    Vg
    Mirko
     
  8. #7 ReihenhausMax, 22. August 2012
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    Wärmepumpe ggf. eine Option? Die modernen Form der Elektroheizung ;-)
     
  9. #8 MoRüBe, 22. August 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. August 2012
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Ich oute mich als Wärmepumpen-Fan :D. Funktioniert aber nur dann wirklich gut, wenn das Haus gut gedämmt ist (und damit meine ich kein 36er Porenbetong-Mauerwerk) :D

    na ja, und dann selbstverständlich mit Fussbodenheizung, oder die ultra-Variante: Betonkernaktivierung
     
  10. planfix

    planfix Gast

    ich auch :D :D

    Such mal nach DK/DV
    oder in Worten Direktverdampfung mit Direktkondensation

    diese funzt genau wie dein kühlschrank.
    du brauchst keine pumpenenergie und hast keine tauscherverluste.
    kollektorfläche sollte der wohnfläche bei neubau entsprechen.

    ansonsten lies mal hier!
     
  11. Julius

    Julius

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    Steht denn die Planung des Gebäudes schon (zumindest grob)?
    Welche Heizlast wird es haben?
     
  12. R.B.

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    Zuerst einmal die Hausaufgaben machen, Grundstück, Gebäude, Ausrichtung, Heizlast, WW usw. Dann kann man über den Wärmeerzeuger reden.

    Gruß
    Ralf
     
  13. Nicolai85

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    Ich habe nochmal eine Frage zur Elektroheizung. Ich frage mich, warum diese generell für alle Neubauten ausgeschlossen werden kann.

    Zum Hintergrund: Wir bauen aktuell ein Passivhaus mit Lüftungsanlage (WRG 95%) und heizen lediglich in den Bädern den Boden zusätzlich elektrisch auf + Handtuchhalter. Die Kostenermittlung des Haustechnikers (inkl. Berücksichtigung der Investitionskosten und Verzinsung) ergab, dass diese Variante günstiger ist (auch in Verbindung mit Photovoltaik) als eine Wasserführende FBH.

    Somit würde ich nicht "pauschal" eine elektr. FBH verteufeln, sondern eher deren Einsatzbereich einschränken.
     
  14. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Öhm, und woher kommt die restliche Heizung?
     
  15. Nicolai85

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    Es gibt keine "weitere" restliche Heizung. Warum auch wenn ich nur rd. 5% zuheizen muss? Immerhin hat ein Leben im Haus den riesen Vorteil Wärme zu produzieren...Kochen, Duschen+Baden, Fernsehen oder einfach nur stumm dasitzen erzeugt auch Wärme :)
     
  16. kike

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    Ist das immernoch das Parkhaus mit angebautem Wohnhaus? Wenn die Motoren der Autos alle laufen, dann produziert das sicher genug Wärme ;-)
     
  17. Nicolai85

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    Jap..das is es immernoch...allerdings müssten wir dann noch nen Verbindungstunnel zwischen dem Parkhaus und dem Wohnbereich anlegen...sonst ist da son doofer zugiger Durchgang dazwischen :)
     
  18. planfix

    planfix Gast

    sag mal, glaubst selbst, was du schreibst?

    laß dir vom anbieter bitte mal die wrg 95% erklären und dann überlege die den unterschied zwischen sommer und winter ;)

    wenn es draußen num mal -15°C hat uns du möchtest drinnen gerne +20°C haben, dann frag mal den lüftunganlagenbauer, wie er das mit 95% sieht :p und mit welcher temperatur deine zuluft einströmt.

    wenn du das ermittelt hast, dann kann du eventuell jemanden suchen, der die heitlast genau dafür berechnet.
     
  19. Nicolai85

    Nicolai85

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    Ja ich glaube das was ich da schreibe (allerdings ist das was ich geschrieben habe sehr stark vereinfacht). Und nein ich habe das nicht selber berechnet, denn dafür gibt es Experten. Wenn ich ganz viel Muße habe stelle ich auch gerne die Berechnungen in kurzer Form in einem neuen Thread ein...Aber nun starte ich erstmal ins WE :)
     
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  21. planfix

    planfix Gast

    besprich das mit deinem expert bitte noch mal genz genau.
    es gibt auch hier im forum betreiber von diversen lüftungsanlagen mit wrg. hol dir auch dessen meinung
    ich kenne anlagendaten z.b. von fmw. der ist auch gerne auskunftsbereit.

    sorry für die provokante art, nur weiß ich, dass die 95% nicht für die heizperiode im winter alleine gerechnet sind.
    frage den hersteller der anlage nach der ermittlung der daten

    ich kenne häuser, deren konzept nicht gepaßt hat, hier wurden nachträglich gravierende änderungen vorgenommen, mehr gerne als pn.
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Beachte bitte, WRG also Wärmerückgewinnung kann nur Wärme rückgewinnen wenn diese Energie vorher zur Beheizung eingebracht wurde. Auch ein PH kann eine Heizlast von 1-2kW aufweisen, und die kann man alleine durch kochen oder Beleuchtung nicht abdecken. Solare Erträge reichen dafür auch nicht aus, denn wenn es richtig kalt ist, sind auch die solaren Erträge eher moderat.

    Somit ist Dein Ansatz, dass man bei 95% WRG nur 5% zuheizen muss, nicht haltbar. Abgesehen davon gilt, was planfix schon geschrieben hat, dass die 95% Rückgewinnung nur unter bestimmten Bedingungen erreicht werden. In der Praxis liegen diese Bedingungen jedoch nicht, oder zumindest nicht ständig vor.

    Richtig ist, dass man die geringe Heizlast unter Umständen auch mit einer el. Direktheizung erzeugen könnte. Hier würde ich aber über den Einsatz einer LLWP o.ä. nachdenken. Wie man diese in das System einbindet ist aber wieder ein anderes Thema.

    Gruß
    Ralf
     
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