Garage zumauern...Tipps?

Diskutiere Garage zumauern...Tipps? im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo, wir haben eine 9 x 4 m große Garage auf 7 x 4 m kürzen lassen. Nun muss die Garage wieder zugemauert werden. Reicht schon, dass ich den...

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  1. trianon9

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    Hallo,
    wir haben eine 9 x 4 m große Garage auf 7 x 4 m kürzen lassen. Nun muss die Garage wieder zugemauert werden. Reicht schon, dass ich den Abriss nicht selber machen konnte...:) Jetzt will ich als zukünftiger Bauherr zumindest ne Mauer mauern! Allerdings noch nie zuvor gemacht...
    Zudem soll noch ein Fenster und eine Tür mit eingebaut werden.

    Die Garage wurde 1981 gemauert. Drunter ein dickes Fundament samt Bewehrung und Frostschürze mit 80 cm Tiefe. Die Mauern sind aus Kalksandstein ( 2DF ). Oben befindet sich ein Maueranker, der momentan durch den Abriss an zwei Seiten in der Luft hängt. Die Decke besteht aus 4 m langen Porenbetondecken mit Stahlbewehrung. Diese liegen auf den Mauern auf.
    Nun möchte ich die vordere Wand, in der sich zuvor das Garagentor befunden hat und die nun weggenommen wurde, wieder zumauern. Selber:) Zudem soll eine gewöhnliche Tür und ein Fenster eingebaut werden.

    In meinen Gedanken war ich bereits dabei, die neue Mauer einfach im rechten Winkel an die bestehende Mauer zu setzen, so dass sie oben unter der Porenbetondecke mit dieser abschließt. Über Tür und Fenster jeweils einen Sturz und fertig:) Allerdings erzählte man mir nun, dass ich die Ecken der Mauern verzahnen sollte. Zwecks Stabilität der Mauern. Zudem müsse ja auch der Maueranker fortgeführt werden?
    Vielleicht kann mir der ein oder andere gute Tipps geben, wie man am besten anfängt, welcher Weg der richtige ist und ob ich vielleicht nicht doch einfach einen Maurer alles machen lassen sollte.

    Zur Verdeutlichung hab ich mal Fotos angehangen. Sowohl vom Ist-Zustand also auch vom Soll-Zustand.

    Vielen Dank im Voraus!

    VG,
    Manu
     

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  3. #2 Fred Astair, 26. Juli 2017
    Fred Astair

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    Lass es sein und nimm Dir einen Maurer.
    Noch so viele Tipps können 3 Jahre Lehrzeit nicht ersetzen.
    Btw: Hast Du die Nutzungsänderung schon beim Bauordnungsamt angemeldet?
     
  4. trianon9

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    Meinst du also, dass es ohne Maurerlehre nicht möglich ist, eine gerade Wand mit Fenster und Tür zu mauern? So schwer kanns nicht sein. Ich werde einfach mal langsam anfangen und dann mal schauen. Abreissen kann ich sie letztendlich immernoch;)
     
  5. Alex88

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    Nö, Maurerlehrlinge sind ja doof, deshalb brauche die ja drei! Lehrjahre:mauer:mauer:mauer
     
  6. trianon9

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    Fahr dich runter! Was haben drei Lehrjahre mit ner gerade Mauer mauern zu tun. Ich kann auch ne Hecke pflanzen und muss dafür kein ausgebildeter Garten- und Landschaftsbauer sein...
    In einer Maurerlehre lernt man sicher bisschen mehr als eine gerade Mauer herzustellen!
    Aber zurück zum Thema: Hast du konstruktive Tipps für mich? Ansonsten dank ich dir für deine Beteiligung..
     
  7. 1958kos

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    Einfach mal versuchen, anders lernts man nicht.
    Hier im Forum hat man manchmal das Gefühl das alle schon Meister sind, und Angst um ihre Jobs haben. Deshalb wird immer erst nach Statiker, Architekt und Fachfirma gerufen.
    Die Mauer sollte eigentlich jeder mit zwei rechten Händen hin kriegen. Und wenn sie nicht ganz gerade ist ist es eben Kunst.:bau_1:
     
  8. #7 Onkel Dagobert, 27. Juli 2017
    Onkel Dagobert

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    Alsoooo,

    1. Lese ich nichts von einem Fundament für die neue Mauer. Das ist auf jeden Fall notwendig (frostsicher Tiefe)
    2. Der "Maueranker": Du meinst sicher einen Beton-Ringbalken. War der vorher umlaufend? Dann muss der das nachher auf jeden Fall auch wieder sein, inkl. Anschluss der Bewehrung usw.
    3. Die neue Mauer mit dem Bestand verzahnen sehe ich auch als sinnvoll an, allerdings sind da Setzungsrisse nicht ganz zu vermeiden.

    Im ersten Post fragst Du ob das nicht besser ein Maurer machen sollte, und später schimpfst du darüber dass man dir das empfiehlt. Wenn Du für dich die Antwort auf die Frage schon hast, dann solltest du die auch gar nicht stellen.

    Allerdings empfehle ich auch solche arbeiten durch Fachleute machen zulassen bzw. mindestens durch Fachleute begleiten zu lassen. Es geht hier immerhin um die Standfestigkeit des gesamten Gebäudes. Ich würde einen Statiker zu rate ziehen, der sich das Konstrukt anschaut und eine Aussage macht zu Fundamenten, Ringbalken, Anschlussbewehrung usw.
     
  9. #8 Onkel Dagobert, 27. Juli 2017
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    @1958kos: Einfach mal versuchen ist jetzt der vollkommen falsche Tip. Wie gerade schon geschrieben geht es auch um die Stabilität des Gebäudes. Wäre toll für den TE wenn er es versucht hat, aber irgendwann von den Nachbarn unter einem Haufen Bauschutt gefunden wird. oder?

    Hier im Forum wird oft nach Architekt oder Statiker gerufen, nicht weil da irgendjemand Angst um seinen Job hat, sondern weil das hier (zumindest ursprünglich) kein Bastl-Wastl-Forum ist (war) sondern ein BauEXPERTENforum. Und alles was mit der Statik eines Gebäudes zu tun hat, und damit geht es im schlimmsten Fall um Gefahr für Leib und Leben, ist nun einmal nichts für Laien, auch wenn die handwerklich noch so wersiert sind. Es geht im Prinzip auch gar nicht darum dass der TE nicht selber mauern soll, sondern darum dass ein Experte (Statiker, o.ä.) sich um das Konstrukt kümmert und dann der Handwerker (oder TE, so er denn kann) das ganze umsetzt.
     
  10. Alex88

    Alex88

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    wenn der TE eine Holzdecke in sein Wohnzimmer machen möchte, kann ich das nachvollziehen,
    aber hier in diesem Thread ist das wohl der blödsinnigste Ratschlag den ich je gelesen habe.
    Ansonsten bin ich bei Onkel Dagobert
     
  11. simon84

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    Die Bodenplatte steht doch noch, siehe Foto.
    Garage wurde doch gekürzt.

    Das Mauern ist nicht so einfach wie du dir das vorstellst ! Probier es gerne aus, aber stell dich drauf ein, dass du es evtl. zwei mal machst.
     
  12. #11 Onkel Dagobert, 27. Juli 2017
    Onkel Dagobert

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    Was willst du uns damit sagen?
    Falls du damit meinst, dass kein Fundament notwendig ist liegst du falsch. Es mag sein dass die Bodenplatte die einwirkenden Kräfte aufnimmt, bzw. an den Untergrund weiterleitet, aber das ganze ist dann sehr warscheinlich nicht frostfrei gegründet. Daher ist auch ein neues Fundament / Frostschürze notwendig
     
  13. simon84

    simon84

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    Nicht direkt. Ich vermute aber es ist so gedacht.

    Es wird sich sehr schwierig gestalten im Rahmen des vermutlich geplanten Budgets die Bodenplatte zu entfernen, zu unterfangen und ein Fundament einzubringen. Sonst wäre die Bodenplatte doch ebenso schon gekürzt.

    100% fachgerecht ist es sicher nicht, die Wand auf die Platte zu stellen, aber ob es tatsächlich zu Problemen (Risse etc.) kommt, weil die Platte bei Frost die Wandscheibe drückt wird wohl nur der Versuch zeigen können.

    Vorher stand vermutlich ein Auto drauf? Risse in der Bodenplatte sind nicht vorhanden ?
     
  14. trianon9

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    Danke für eure Antworten!

    1. Da hast du Recht. Bisher weiß niemand so richtig, welche Dicke das Fundament hat. Eine 80 cm tiefe Frostschürze ist umlaufend. Das Fundament an sich ist Beton samt Stahlbewehrung. Derjenige, der mir die Mauern mit Minibagger und Meißel abgerissen hat, kam nur 10 cm tief ins Fundament und hat dann aufgegeben. Reicht prinzipiell nicht eine Sand/Kies Schicht bis 80 cm Tiefe und drüber ein ca. 10-15 cm dickes Stahlbetonfundament? Wäre das Schlimmste der Frost oder ist es auch von der Statik her unbedingt notwendig?
    2. Genau, Beton-Ringbalken:) Ja, der war vorher umlaufend. Mir wurde erzählt, dass ich auf den Ringbalken verzichten kann, wenn ich die neue Mauer den bestehenden Seitenmauern verzahne? Was haltet ihr davon?
    3. Setzungsrisse wären für mich nicht so schlimm. Über welchen Zeitraum entstehen die denn ungefähr?


    Vorher wurde die Garage vom Vorbesitzer hauptsächlich zum Feiern u.ä.genutzt, niemals aber tatsächlich für ein Kfz. Risse befinden sich nicht im Boden.
     
  15. #14 Onkel Dagobert, 28. Juli 2017
    Onkel Dagobert

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    Oh man, lass das ganze von einem Statiker begutachten.

    - Frostschürze unter der neuen Wand notwendig!
    - Ringbalken wiederherstellen notwendig. Wer erzählt denn so einen Blödsinn dass das Verzahnen der Mauer reicht?

    Nochmal:

    BITTE EINEN FACHMANN HINZUZIEHEN, und nicht auf den Freund des Nachbarn der Schwägerin, der im früheren Leben mal eine Kelle gesehen hat hören!!!!

    Ich klinke mich jetzt aus. Ist zu viel DIY
     
  16. Andybaut

    Andybaut

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    ich sag´s mal so:

    ohne fachkundige Beratung wird das Loch von dir sicher zu schließen sein.
    Es ist dann halt optisch zu.
    Was sonst an Rissen, und ich rede von Rissen und nicht von Risschen kommt, weiß der liebe Gott alleine.

    ich versuche mal die bedenken hier ein bischen näher zu erläutern.

    Du hast ein umlaufendes Fundament um die alte Garage gehabt, aber da wo die neue Wand hinkommt ist sicher kein Fundament drunter.
    Jetzt kommt aber eine statisch tragende Wand an die Stelle und unter der Wand befindet sich nur "Dreck".
    Nun kommt an die Stelle Wasser und es wird Winter. Das Wasser gefriert, dehnt sich aus und hebt deine Wand leicht an.
    In der Mitte stark und an der Seite ein bischen weniger, weil da ist sie ja nun verzahnt mit der alten Wand.
    Als statisches Experiment sicher interessant für einen Versuchsaufbau :-)

    Nun sprichst du auch noch von einem Ringanker. Der ist ja nun auch nicht mehr da...
    Ring ist etwas geschlossenes. ein Ring eben und kein offener Ring.
    https://www.baunetzwissen.de/mauerwerk/fachwissen/baukonstruktion/ringanker-162742

    Was du gemacht hast ist eigentlich folgendes:

    du hast ein bestehendes statisches System partiell aufgelöst, bist dir aber leider gar nicht über die funktionsweise
    des alten Systems bewusst und möchtest nun das ganze "nur" unter optischen Gesichtspunkten lösen.
    Also eine Wand rein.
    Diese Wand kann Teil der Lösung des neuen statischen Systems sein, muss es aber nicht und ist es vermutlich so
    alleine auch nicht.
    Du hast mit deiner Wand also das Problem optisch scheinbar gelöst aber im Hintergrund ist halt immer noch eine Statik
    die nun gestört ist.
     
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  18. #16 Onkel Dagobert, 28. Juli 2017
    Onkel Dagobert

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    @Andybaut:

    Deine Ausführungen sind natürlich richtig, allerdings sehe ich das Problem nicht alleine in Rissen, die evtl. zu verschmerzen wären, sondern im schlimmsten Fall in einem Totalversagen der Konstruktion. Es liegen immerhin Porenbetonplatten auf dem Dach, und der Ringanker ist zerstört.

    Daher würde ich nicht sagen dass die Statik GEstört ist, sondern im Moment ZERstört. Dieser Zustand gehört wiederhergestellt, und nicht nur optisch sondern und vor allem statisch!!
     
  19. Mijo

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    Das ist denke ich ein guter Abschluss. Thema aufgrund von DIY geschlossen, siehe auch NUBs:

     
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