Garantie auf orangene Wanne

Diskutiere Garantie auf orangene Wanne im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, zusammen! Unser Haus ist inzwischen 6 Jahre alt und steht auf sumpfigem Grund. Dies war bekannt und neben umfangreichem Bodenaustausch...

  1. Baubetrug

    Baubetrug

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    Hallo, zusammen!
    Unser Haus ist inzwischen 6 Jahre alt und steht auf sumpfigem Grund. Dies war bekannt und neben umfangreichem Bodenaustausch haben wir uns auch eine orangene Wanne andrehen lassen. Mit einer 10-jährigen Dichtigkeitsgarantie, für die wir 3000 € gelöhnt haben. Ringdrainage ums Haus sei nicht nötig, haben wir uns dann logischerweise auch gespart, die Sache war teuer genug.
    Letztlich haben wir gelernt, daß diese Garantie völlige Geldverschwendung ist. Im vorletzten Jahr haben wir den hinteren Teil des Grundstückes mit Kies aufgeschüttet und prompt hatten wir zweimal in diesem Jahr Wasser im Keller, unter dem Estrich, einmal wurde dann auch eine Estrichtrocknung fällig, Kostenpunkt 2200 €. Nun haben wir die Firma *****, die uns diese Garantie angedreht hat angeschrieben und den Garantiefall beschrieben. Wohlgemerkt, der Wassereinbruch erfolgte stets nach Starkregen bzw. massiven Regenfällen in Kombination mit Schneeschmelze, im Innenbereich gibt es keine Lecks und auch Abflußrohre etc. sind dicht. Die Herren der Firma kamen also angereist, hielten so einen Ultraschall-Feuchtigkeitsmesser von innen (!) an die WU-Betonmauer und stellten fest, daß in 1,50 m Höhe an der Innenwand fern von jeder Fuge gar keine Feuchtigkeit nachzuweisen ist! Und haben es dann prompt abgelehnt, irgendwas zu bezahlen, das Wasser käme sicherlich von innen.
    So, und nun stehen wir also da. Der Bausachverständige meinte, es wäre hoffnungslos, das Loch zu finden, ohne alles aufzugraben. Die 30.000 €, die dafür nötig sind, haben wir nicht. Er meinte, wir sollten möglichst billig drainieren und jede Hoffnung auf die Garantie aufgeben.
    Das heißt für mich ganz klar, daß diese 3000 € völlig verschwendet waren. Denn wenn der Keller tatsächlich undicht sein sollte, dann hockt sich die Firma auf ihren fetten, geldgepolsterten Hintern und verweigert mal jegliche Leistungen. Da sowohl Lecksuchfirma wie Bausachverständiger festgestellt haben, daß sie nichts tun können, um das Leck nachzuweisen, können wir es denen also auch nicht nachweisen. Ich hab' so einen Haß, ich kann's gar nicht sagen. Gibt es eigentlich nur Betrüger in diesem Feld?
     
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  3. Thomas B

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    Verstehe ich nicht....

    Wenn es irgendwo reinkommt, muß man doch den Ort des Wassereintritts lokalisieren können.

    Ich kann die Vertreter der Fa. XYZ insoweit verstehen, als diese natürlich nicht löhnen wollen, wenn sie den Schaden als solches nicht erkennen (konnten/ wollten?).
     
  4. mls

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    auf die beschriebene situation gibt es mehrere mögliche
    reaktionen - kopf in den sand "ich find nix" gehört nicht dazu.
    von allein wird´s auch nicht besser und der hersteller wird
    nachbessern, wenn er nachbessern muss - aber er wird kaum
    eine bauherrenbetreuung leisten, die hier anscheinend
    eingespart wurde oder wenig taugt.
    also .. a bissi mehr infos wären schon ned schlecht:
    - wer hat´s geplant ("architektur", ausschreibung, bauleitung, "statik")
    - gibt´s e. baugrundgutachten? wasserstände?
    - welche weiteren massnahmen schlägt "dein sv" vor?
    - was ist das für ein sachverständiger?

    schon mal vorab, worst case: falls das irgendwann auf
    e. streit rausläuft, brauchst du einen bau(!)fachanwalt.
     
  5. #4 Carden. Mark, 1. November 2013
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Alles aufgraben??
    Bei einer WW?
    Wonach will er da suchen - nach einer Fehlstelle in einer nicht vorhandenen Abdichtung??
    Die suche solle innen beginnen.
     
  6. #5 wasweissich, 3. November 2013
    wasweissich

    wasweissich Gast

    zwei elementare fragen ....
     
  7. Baubetrug

    Baubetrug

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    Okay, die Antwort auf diese Fragen: Die ganze Sache hat natürlich eine Vorgeschichte und ist sozusagen ein never-ending disaster. Denn eigentlich haben wir mit einer Baufirma nennen wir sie mal aus Datenschutzgründen "Selbstbauhaus" gebaut. Die hatten einen Architekten, der uns den Papierkram (Eingabeplanung etc.) gemacht hat, aber nie auf der Baustelle erschienen ist. Diese Firma aber lieferte keine wasserdichten Keller, woraufhin sie uns einen "Bauleiter" empfohlen hat. Dieser machte richtig was her, ein sehr beeindruckender Betrüger, der uns insbesondere keinerlei Unterlagen über statische Berechnungen etc. überlassen hat. Sein Bruder war dann der ausführende Kellerbauer (Firma inzwischen insolvent), schon während des Baus sind die Kosten explodiert, die Baustelle war ein einziges Chaos, weil sich niemand darum gekümmert hat, dann habe ich immer wieder einzelne Sachen organisiert, weil sonst überhaupt nichts passiert wäre. Zuguterletzt haben wir dem "Bauleiter" Baustellenverbot erteilt, nachdem er Mietstützen im Wert von 750 € geklaut hat und die Polizei achselzuckend gesagt hat, daß sich Ermittlungen bei solchen Peanuts nicht lohnen (irgendwie haben wir immer so ein Glück)
    Der Wasserstand ist hoch, das Grundstück ist ein Sumpf ohne tragende Schicht, die Bodenplatte wurde selbsttragend konstruiert, 1 m Bodenaustausch durchgeführt. Gutachten haben wir, statische Berechnungen etc. gibt es beim "Bauleiter" oder wahrscheinlich auch nicht, der Firma ***** war unsere Baustelle unbekannt! Rechnung stellen allerdings konnten sie und damit haben wir sie auch eigentlich am Wickel. Die können uns nicht ein Betonabdichtungssystem in Rechnung stellen, das nicht ordnungsgemäß ausgeführt wurde.
    Die Baugrube war sehr lange offen, deshalb konnten wir verfolgen, daß das Haus den überwiegenden Teil vom Jahr im Wasser steht. Die Horizontalfugen dürften also nicht der Grund sein, sonst hätten wir schon öfter Ärger gehabt.
    Im vergangenen Jahr haben wir dann den hinteren, steil abfallenden Teil des Grundstücks aufgeschüttet und erst seitdem gibt es Ärger.
    Die Trocknungs- und Lecksuchfirma wurde uns von unserer Hausversicherung empfohlen (die natürlich nichts gezahlt, aber begutachtet hat), hat auch unseres Erachtens nach ordentlich getrocknet. Von dieser Lecksuchfirma wurde uns der Sachverständige empfohlen, mit dem sie wohl schon öfter zusammengearbeitet haben. Überzeugt hat er mich jetzt nicht unbedingt und von orangenen Wannen hatte er keine Ahnung, scheint wohl ein selteneres Modell zu sein (warum wohl?)
    Weil wir eben letztes Jahr aufgeschüttet haben und das Wasser nur bei extremen Starkregenereignissen eindringt, hat der SV empfohlen, diesen neu aufgeschütteten Teil zu drainieren (auf eigene Kosten). Und so sind wir jetzt natürlich im Zweifel, was wir tun sollen. Einerseits bin ich stinksauer: wozu haben wir die Garantie bezahlt? Andererseits habe ich wenig Interesse daran, ewig zu warten, bis sich das Gericht bewegt und - wenn man nix findet - vielleicht mit einem Vergleich abgespeist zu werden, der dann letztlich genauso viel kostet wie das Grundstück einfach zu drainieren. Estrich aufklopfen, um von innen zu gucken haben wir bislang aus nachvollziehbaren Gründen (Wohnraum mit Fußbodenheizung) auch noch vermieden, außerdem ist aktuell alles trocken. (Nach der Estrichtrocknung)
    Baufachanwalt haben wir, aber auch der hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen. Nach vier Monaten hat er dann doch mal einen Brief an die Firma geschrieben und dafür 700 € verlangt, danke fürs Gespräch. Der hat uns gesagt, daß der reguläre Weg ist, ein Beweisfeststellungsverfahren zu starten, aus o.g. Gründen nur mäßig attraktiv.
     
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  9. #7 Baggerbedrieb, 3. November 2013
    Baggerbedrieb

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    Du schreibst der Kellerbauer sei insolvent? Somit wäre die erworbene Garantie erloschen. Wenn das Unternehmen schon liquidiert wurde gibts nichts mehr für dich zu holen. Läuft das Verfahren noch, musst du deine Forderungen beim zuständigen Insolvenzverwalter anmelden.
     
  10. #8 wasweissich, 3. November 2013
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wenn ich es richtig verstehe ist nicht der kellerbauer der garantievertragspartner . da steht ein grösserer hinter .

    der kellerbauer ist nach 5 jahren erstmal sowieso (mehr oder weniger) raus
     
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