Gastherme mit Solar - Trinkwassererwärm. Heizgserw. oder beides?

Diskutiere Gastherme mit Solar - Trinkwassererwärm. Heizgserw. oder beides? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, was meint ihr sinnvolles dazu? Es gibt Gasthermen mit solar für Warmwassererwärmung, Heizungsunterstützung oder beides in...

  1. retep12

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    Hallo zusammen,

    was meint ihr sinnvolles dazu?

    Es gibt Gasthermen mit solar für Warmwassererwärmung, Heizungsunterstützung oder beides in einer Anlage.

    Was wäre wohl das sinnvollste für ein Neubau (EFH - 145qm - KfW100)?

    Oder kann man das nicht so einfach beantworten?

    Ich persönlich tendiere ja zu einer Kombianlage, weil wir (2-3 Pers.) seltens zu Hause sind und ich da denke WW alleine lohnt nicht wirklich.

    Gruss Peter
     
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  3. #2 Alfons Fischer, 3. Februar 2013
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    was ist kfw100? Was wird da von der KfW gefördert?

    Leider verstehe ich die Frage nicht. Könnten Sie das ein bisschen näher ausführen?
     
  4. retep12

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    Kfw100 sollte kwf100 heissen und soll heissen, dass es kein kwf70 oder tiefer werden soll.....aber....was hat das mit meiner (Heizungsauswahl)frage zu tun?
     
  5. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Ich befürchte Du schmeißt hier ein paar Zahlen und Ausdrücke durcheinander.
    KfW100 (oder kwf ;-) gibt es nicht.
    Du willst vermutlich nach ENEV2009 Mindestanforderungen bauen und das entspräche quasi KfW100, also keine Förderung.

    Wie auch immer.
    Nach EnEV brauchst Du einen erneuerbaren Energieträger im Haus. Meist wählt man hier Solar für WW, weil am günstigsten.
    Heizungsunterstützung würde ich mir schenken, weil zu der Zeit wo die Heizung gebraucht wird (Winter), sehr wenig Wärme erzeugt werden kann (Sonnenstand und Dauer, Schnee). Die Anlage muss etliches größer dimensoniert werden (mehr Kollektorfläche, größerer Speicher) mit den enstprechenden Kosten.

    Alternativ würde ich darüber nachdenken, besser zu dämmen (Aussenmauer & Fenster) und eine KWL mit WRG zu verbauen.
    KWL mit WRG zählt soweit ich weiß auch als reg. Energie im Sinne von EnEV und bringt einen ganzjährigen Komfortgewinn. ("rechnen" tut sie sich aber auch nicht..)

    Aber: Auch wenn sich selbst Solar für WW allein voraussichtlich nicht innerhalb von 20 Jahren amortisiert, finde ich es aber doch ein gutes Gefühl, die meiste Zeit im Jahr das WW "kostenlos" zu erzeugen.
     
  6. #5 Achim Kaiser, 4. Februar 2013
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    Tja .. die Kombi-Variante ist mindestens so elegant wie wenn man mit Word oder Excel eine Datenbank betreiben will ... auf deutsch : (Gequirlter Mist)³.

    Über die vorgeschriebene, erneuerbare Zwangsgeldverbrennung darf man auch geteilter Meinung sein was den Nutzen angeht.

    Man kann das Gebäude auch so ertüchtigen dass die Mehraufwendungen als Ersatzmaßnahme gelten.

    Aber *Kombitherme* im Neubau ... ist böser Zauber .... ganz böser Zauber.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. #6 Schnabelkerf, 4. Februar 2013
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    Ich würde auch Solar ganz weglassen und Ersatzmaßnahmen wie bessere Dämmung, KWL vorschlagen.
     
  8. retep12

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    Danke für Eure Antworten. Tja das ist aber wirklich "Zwangsgeldverbrennung"

    z. B.: Ich habe z. Zt. eine DHH (Bj. 1998, 150qm + Kleller gemauert, Poroton T14 + 2,5cm Styropor + Putz) die 90kwh/m2 pro Jahr verbraucht. Dass ist Top

    2 Fragen habe ich:

    1. Ist eine KWL mit WRG oder Dämmung + Fenster nicht auch recht teuer? Teurer als WW-Solar?

    2. Ich habe keine rechte Vorstellung was dann an Mindestdämmung ausreichen könnte?
    (Ich vermute mal einen T9 (+ ?Dämmung) + 3fach Fenster + eine dicke Dachisolierung)?
    (Eine gute Gas-Heizung (ca.3500 EUR) mit WW-Solar habe ich schon für 5500 EUR gesehen
    - das wären 2000 EUR mehr (ca. +- 1-2 TEUR))
     
  9. R.B.

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    Die Frage ist, ob man für das Geld auch den entsprechenden Vorteil bekommt.

    Ein T9 mit zusätzlicher Dämmung ist Unsinn. Wenn ein WDVS eingesetzt wird, dann braucht man keinen hoch wärmedämmenden Stein.

    d.h. man sollte sich zuerst einmal für ein Konzept entscheiden.

    Gruß
    Ralf
     
  10. retep12

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    Ja das leuchtet mir ein,

    aber was mich beschäftigt ist halt die Frage ob ein T9 (ohne Dämmung natürlich + 3fF + Dachdämmung, ect.) ausreicht um auf die Ersatzmaßnahme zu kommen?

    Zum Thema Konzept würde ich nähmlich gerne
    - die Ersatzmaßnahme nehmen (ohne ern. EN) und
    - auf WDVS verzichten
    - und einen (wenn es geht) gemauerten Keller haben wollen.
     
  11. R.B.

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    Muss man rechnen. Es gibt aber auch noch den T8 oder T7 wenn Du auf ein WDVS verzichten möchtest, und anstatt 36,5 könnte man ja auch auf 42cm gehen.

    Gruß
    Ralf
     
  12. #11 moderne.heizung, 12. Februar 2013
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    Hallo,

    also nachdem du nun schon am überlegen bist, würde ich dir auf jeden Fall raten, dass du dich mit einem Energieberater oder SHK-Fachbetrieb mit Energieberaterausbildung Zusammensetzt.
    Wenn du nun eine Gas-Brennwerttherme installieren willst, gibtes sicherlich die Möglichkeit hier eine Solaranlage als Unterstützung vorzusehen, aber wie auch schon R.B. geschrieben hat, hier können nicht wirklich Faustregeln angewendet werden sonder es sollte ein ganz klarer Kostenvergleich durchgeführt werden. Dabei sind neben den Investitionskosten auch die laufenden Wartungs- und Betriebskosten zu beachten.
    Und die Frage ist, wieviel du im Gegenzug dann ev. in die verbesserte Dämmung oder die KWL mit WRG investieren müßtest…
    Aber auch das sind dann nur die Hard-Facts. Daneben zählt bei vielen dann schon auch der Wunsch der Nutzung solarer Quellen, und dass ist dann schon etwas sehr subjektives.
     
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    @ retep12:
    ich glaub ich merke worauf Du rauswillst: Insg. geht es Dir offenbar darum, möglichst günstig (vom aktuellen Energiepreis ausgehend) den Anforderungen entsprechend zu bauen.

    R.B. hat natürlich Recht wenn er sagt, das muss man rechnen, aber grob kann man schon folgendes sagen:
    Preisreihenfolge (1=am günstigsten bzgl. Invest)

    1.) Gas + Solar für WW (um die ENEV Anforderungen zu erreichen)
    wenn ohne WDVS, dann reicht idR ein W10 36,5cm, Fenster wie ENEV vorschreibt (was ist das nochmal Uw=1,4??), Dach mit WLG35 200mm Zwischensparrendämmung.

    2.) Gas + Ersatzmassnahme statt Solar
    ich würde schätzen: Ziegel W07 36,5, Fenster 3fach mit Uw 1,0 sollte dafür reichen

    3.) Gas + KWL (mit W10 Ziegel und Fenster Uw=1,4)

    4-x.) Kombination von besserer Ziegel, Solar, KWL, Fenster etc.

    Ich bin der Meinung, dass sich jede über die ENEV Forderung hinausgehenden Massnahme aus rein finanzieller Sicht auf die Lebensdauer des Bauteils nicht rechnet.

    Bsp. zentrale KWL mit WRG: Invest ca. 10.000€, Energieeinsparung pro a ca. 100-250€, Betriebskosten KWL / a ca. 100-150€. Bleiben max 150€ für Amortisation = 67 Jahre

    Bsp. 07er Ziegel vs. 10er Ziegel: Mehrkosten (an meinem Beispiel) 3500€. Einsparung / a rd. 500kWh = 27,5€. Amortisation in 127 Jahren

    Alles natürlich von den aktuellen Energiepreisen ausgehend. Wie sich diese entwicklen weiß von uns niemand, aber selbst bei sehr hohen angenommen Preissteigerungsraten (10%/a), wird sich keine der Massnahmen "rechnen" (wenn man die Kapitalkosten noch einrechnet, nochmal deutlich weniger).

    Aber ich habe trotzdem mit Gas Brennwert + 07er Ziegel, KWL, Fenster Uw=0,95 und Solar für WW gebaut.
    KWL war und ist ein reines Komfortthema das ich nicht mehr missen möchte. Solar gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich 3/4 des Jahres das WW kostenlos mache. 07 Ziegel, weil sich der Ziegel in 50 Jahren schlecht austauschen lässt, falls die Energiepreise doch explodieren.
    Viele andere Sachen kann man nachrüsten, KWL und Ziegel nur schwer.

    Ich habe auch eine Spülmaschine für 800€. Rechnet sich auch nicht, macht das Leben aber viel angenhemer.

    Fazit: Rein finanziell gesehen, bau so nah wie möglich an ENEV mit Gas und Solar. Alles andere ist Komfort oder/und gutes/grünes Gewissen für Dich und Deine Kinder das man finanziell kaum gegenrechnen kann.

    p.s. das mit dem gemauerten Keller würd ich mir nochmal überlegen. Wahrscheinlich willst Du Ihn gemauert wg. "Wohnklima". Meine Meinung: ein Keller bleibt ein Keller und wird auch durch Ziegel nicht angenehmer bewohnbar. Spar das Geld für den Ziegelkeller und steck es entweder in den Sparstrumpf oder investiere es in eine o.g. "Komfortmassnahme".

    vg
     
  15. #13 moderne.heizung, 26. Februar 2013
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    Hallo,
    also das mit dem gemauerten Keller seh ich auch als wenig sinnvoll. Steck dieses Geld wirklich besser in die Heizungsanlage.
    Ich denke die Reihenfolge die Zellstoff aufgestellt hat ist sicherlich gut, wobei eben im Einzelfall kleine Verschiebungen entstehen können und gerade die gilt es im Rahmen einer Beratung durch einen Fachmann zu klären. vor allem, wenn diese ja auch im Rahmen der Förderung oftmals teilweise bis vollständig unterstützt werden.
     
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