Gastherme oder LWP ???

Diskutiere Gastherme oder LWP ??? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo und guten abend alle zusammen. Wir sind dabei, im Frühjahr unser Haus zu bauen. Jetzt steht eine entscheidende Frage im Raum : Gastherme...

  1. Thunepark

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    Hallo und guten abend alle zusammen.

    Wir sind dabei, im Frühjahr unser Haus zu bauen. Jetzt steht eine entscheidende Frage im Raum : Gastherme mit Solaranlage oder Luftwärmepumpe ?? :mauer
    Haben jetzt auch schon diverse Aussagen von Fachleuten, aber irgendwie sagt jeder was anderes. Daher hätte ich jetzt gerne mal eure Meinung oder Erfahrung.
    Wir bauen ein KfW-Effizienzhaus 70. Wir bauen nach der EnEV 2007-Verordnung.
    Wir waren mit jetztigen Wissen davon ausgegangen, dass wir eine Solaranlage auf`s Dach brauchen. Soweit so gut.
    Ist die Solaranlage Voraussetzung für den Bau? Wenn es nach uns geht, würden wir darauf verzichten, da ja in diesen Breitengraden die Sonne doch eher sparsam ist, als das sich dies rentiert. Unser Architekt meint, wir würden mit der 3-fach Verglasung der Fenster den benötigenten Wert erfüllen,um auf die Solaranlage verzichten zu können.

    Bei einer LWP erübrigt sich das , aber bei einer Gastherme sind wir uns nicht so sicher.
    Wir sind für Erfahrungen und Meinungen sehr dankbar.
     
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  3. R.B.

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    Muss man rechnen.

    In BaWü ist man verpflichtet einen Teil über erneuerbare Energien abzudecken. Wie man das dann realisiert ist auch Auslegungssache.

    Bei einer Gastherme würde ich auf eine Solaranlage nicht verzichten. Ob eine Solaranlage einen Nutzen bringt hängt auch von der Planung ab. Die typ. 4qm für die WW-Erzeugung sind denkbar schlecht geeignet, aber man kann ja auch sinnvoll planen. ;)

    Ansatzpunkte:
    - Heizflächen mit möglichst niedrigen Temperaturen
    - Solaranlage mit Heizungsunterstützung

    Dann kann eine Solaranlage über das Jahr gesehen zumindest einen kleinen Teil zur Heizung beisteuern.
    Was möglich ist kann man mit GetSolar (s. Google) mal grob analysieren. Dadurch sieht man zumindest in etwa die Richtung, auch wenn eine Simulation die Verhältnisse vor Ort niemals exakt treffen kann.

    LWP ist wieder ein anderes Thema. Als Alternative sollte man auch einmal über eine Sole-WP mit Flächenkollektor nachdenken.
    Eine LWP verursacht Laufgeräusche die man nicht unterschätzen sollte. Ein weiterer Nachteil ist der doch relativ starke Leistungsabfall bei niedrigen Außentemperaturen und die damit verbundene schlechtere Leistungszahl.

    Trotzdem ist eine LWP in vielen Anwendungsfällen die passende Lösung. Man muss halt genau planen, denn eine LWP hat auch Vorteile. Das Ding ist ruckzuck installiert und auch preislich interessant. Einige Nachteile kann man durch richtige Planung und Auswahl des passenden Geräts weitestgehend vermeiden.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 rainerS.punkt, 27. Januar 2010
    rainerS.punkt

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    Hallo,

    Effihaus 70 ist aber nach EnEV 2009?

    @Ralf:
    Rentiert sich bei so einem Haus mit dem geringen Wärmebedarf noch eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung, die ja doch um einiges größer und teuerer ist als für die reine WW-Bereitung?

    Viele Grüße
    Rainer
     
  5. Thunepark

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    Also unser Energieausweis ist für die EnEV 2007 ausgestellt.

    Lg
     
  6. R.B.

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    Wohl kaum....deswegen hatte ich ja geschrieben "muss man rechnen". Da muss man das komplette Solarkonzept auf den Prüfstand stellen.

    Eine Erweiterung um Heizungsunterstützung ist aber nicht so teuer wie oft gedacht. Die Kollies gibt´s Dank Förderung für ein paar Euro, und ein WT mehr im Puffer macht den Kohl auch nicht fett. Der Rest ist ja an sich schon vorhanden, oder muss für wenig Aufpreis etwas größer dimensioniert werden.
    Deswegen, wenn schon Solar, dann richtig.

    Ob ich beispielsweise 5qm für WW-Erzeugung oder 15qm für WW und Heizung installiere macht in Hinblick auf die Investitionskosten keinen so großen Unterschied. Kommt immer darauf an welches Material eingesetzt wird und wie die Montagekosten kalkuliert werden.
    Die 15qm liefern mir aber deutlich mehr Ertrag, und wenn ich diesen auch nutzen kann, habe ich gewonnen. Eine Anlage die unsinnig auf dem Dach vor sich hin kocht sollte natürlich nicht das Ziel sein.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 rainerS.punkt, 27. Januar 2010
    rainerS.punkt

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    Japp, habe ich jetzt auch gefunden. Gab auch bei der 2007er EnEV eine KfW70-Variante.

    Stimmt natürlich. Also gleich einen großen Pool mit einplanen ;)
     
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  9. R.B.

    R.B.

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    Das wäre eine Lösung....und nicht einmal die schlechteste. ;)

    Bei Solar gibt es immer das Problem, dass viele Anlagen nur Temperatur ernten, anstatt Energie. Dadurch wird viel Potenzial verschenkt. Eine Anlage für WW läuft erst dann los, wenn der Kollie beispielweise 50°C oder 60°C erreicht. Mit einer FBH könnte man jedoch bereits Temperaturen ab 30°C sinnvoll nutzen.
    Wird eine Solaranlage genutzt um die Quelle einer WP zu unterstützen, dann können bereits Temperaturen > 0°C sinnvoll verwertet werden.

    Ob ein Konzept passt muss man anhand vieler Faktoren entscheiden.

    Gruß
    Ralf
     
  10. alex2008

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    wenn die Fläche für einen Erdkollektor vorhanden ist würde ich durchaus eine Erdwärmepumpe ins Auge fassen.
    Vorteile gegenüber der LWP:
    höhere Förderung (auch Effizienzbonus beachten!)
    macht sich im Energieausweis hinsichtlich Primärenergie besser
    geringerer Energieverbrauch

    Passivhaustaugliche Fenster (wenn 3-fach Glas dann auch Rahmen ordentlich) sind auch nett weil:
    geringerer Energieverbrauch
    senken die Heizlast --> kleinere WP
    Höhere Behaglichkeit im Raum

    Mußt halt mal mit dem Planer ein wenig ins Detail gehen Was welche Verbesserung bringt und Was an Mehrkosten entsteht.
     
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Gastherme oder LWP ???

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