Geeignete Klebebänder - Anschluss Dach/Wand

Diskutiere Geeignete Klebebänder - Anschluss Dach/Wand im Dach Forum im Bereich Neubau; Wir haben im letzen Jahr ein Holzhaus mit einer sogenannten Elementwand bauen lassen (Ständerwerk mit 5 cm dicken Blockbohlen im Außenbereich)....

  1. Chris

    Chris

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    Wir haben im letzen Jahr ein Holzhaus mit einer sogenannten Elementwand bauen lassen (Ständerwerk mit 5 cm dicken Blockbohlen im Außenbereich). Weiterhin haben wir einen sichtbaren Dachstuhl und eine Aufsparrendämmung. Aufgrund vielzähliger Mängel bzgl. der Herstellung einer luftdichten Gebäudehülle hat der Haushersteller mehrfach Nachbesserungen vorgenommen. U.a. wurden alle Fenstereinbauten nachgebessert sowie die Anschlüsse des Deckenspiegels und die Anschlüsse der Trauf- und Ortgänge des Daches an die Hauswände. Zur Abdichtung wurde dabei von der Firma jeweils das gelbe Klebeband betral-original der Firma B.E.T.A. Tape – Selbstklebeprodukte GmbH verwendet. Bei der Hausabnahme wurde abschließend ein Blower-Door-Test durchgeführt, bei dem die Luftwechselrate eingehalten worden ist. Trotz des guten Ergebnisses haben wir Zweifel an der Eignung des Klebebandes.

    Wir haben daher folgende Fragen:
    Wer kennt diese Klebeband und weiß, ob das Klebeband für die Herstellung dauerhaft luftdichter Anschlüsse geeignet ist? Insbesondere interessiert uns, inwieweit damit das luftdichte Verkleben nach DIN 4108-7 gewährleistet werden kann. Müssen wir mit einem erheblichen Schadensrisiko rechnen durch spätere Feuchtigkeitsschäden und Schimmel an der Bausubstanz sowie einer verkürzte Lebensdauer des Daches, wenn sich das Klebeband löst? Mit welchen Bewegungen des Dachstuhls müssen wir rechnen? Die Pfetten sind aus getrocknetem, tragfähigem Leimholz, die Sparren aus getrocknetem Massivholz hergestellt. Der Dachaufbau ist wie folgt: sichtbare gehobelte Brettschalung aus getrocknetem Fichtenprofilholz, WÜTOP-Dampfbremse, Pavatex-Dämmung, Unterspannbahn und Konterlattung, darauf Dachziegel. Zur Herstellung der luftdichten Gebäudehülle wurde die Dampfbremse mit Hilfe des genannten Klebebandes an die Hauswände angeschlossen. Dazu wurde das Klebeband zum Teil an das Holz (Sparren) geklebt. Fotos folgen noch.

    Wir freuen uns über Ihre Antworten und hoffen dass Sie uns weiterhelfen könnt!
    Vielen Dank schon einmal!
     
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  3. Eric

    Eric

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    Die genannte Firma bietet laut Internet ähnlich wie Siga primur an:

    Grüne Klebebänder für Anschlüsse Folie an Holz
    Gelbe Klebebänder für Überklebung der Überlappungen der Folien
    Tubenkleber für Anschlüsse der Folien an verputzte Wände.

    Danach ist tatsächlich fraglich, ob die bei Ihnen lediglich verwendeten " gelben " Klebebänder für alle Anwendungszwecke " dauerhaft " geeignet sind.
    Die dauerhafte Eignung ist die vom Unternehmer geschuldete Eigenschaft!

    Ich empfehle, einen Anwendungstechniker der Firma in Mönchengladbach zu befragen. Fragen Sie nicht fallbezogen danach, ob Sie die " gelben " Bänder für alle in Betracht kommenden Anschlüss von Dampfbremsfolien an Bauteile im Dachgeschoß verwenden können und - wenn nein - was hinsichtlich der Luftdichtheit zu befürchten ist, wenn Sie aus Gründen der Kosteneinsparung nur die " gelben " Klebebänder verwenden.

    Kurze Mitteilung über das Ergebnis würde mich interessieren.
     
  4. jetter

    jetter

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    Materialtechnisch gesehen wird das Klebeband für die Herstellung einer luftdichten Abklebung ebenso geeignet sein wie z.B. gleichartige Produkte von SIGA, Ampack, proclima o.ä..
    Wichtiger ist doch, für welche Verklebungen(Folie/ Folie; Folie/ Einbauteil; Folie/ Mauerwerk bzw. Putz) kann welches Produkt des Herstellers eingesetzt werden und da sind bei Ihrem Dach wohl einige Unklarheiten.

    Wenn man die Verklebung vom jeweiligen Untergrund ohne großen Kraftaufwand lösen kann, dann war die Ausführung mangelhaft - Punkt!

    Weiteres Vorgehen wie von Eric beschrieben und - Wer schreibt der bleibt!
     
  5. Chris

    Chris

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    Klebeband wohl falsch

    Vielen Dank Eric und Jetter!

    Laut Klebebandfirma B.E.T.A Tape und deren Verarbeitungsrichtlinie ist das gelbe Klebeband Betral-original ein PE-beschichtetes nicht elastisches Spezialpapierklebeband mit einem Reinacrylathaftkleber und eigentlich zum Verkleben von Dampfbremsfolien gedacht. Darauf gibt es dann auch eine Haltbarkeitsgarantie von 10 Jahren vom Hersteller. Bei einer Anwendung mit Bauteilen, die keine Verwindungen mehr aufweisen (das Holz sich nicht mehr verzieht) wäre der Einsatz des Klebebandes wohl unbedenklich. Die Garantie gibt es aber natürlich nur bei richtiger Verwendung. Für den Anschluss an Holz verweist die Klebebandfirma daher auf ihr anderes grünes Klebeband Betrafol mit einer zusätzlichen dauerelastischen Eigenschaft.

    In unserem Fall hat der Haushersteller bei seinen Nachbesserungsarbeiten das Klebeband Betral-original nicht nur zum Verkleben der Dampfbremsfolien untereinander verwendet, sondern z.T. auch Folie und Holz mit dem Klebeband verbunden. Beispielsweise hat er die Dachdampfbremsfolie mit dem Klebeband an Sparren und Holzteile der Hauswände geklebt, um die luftdichte Gebäudehülle herzustellen. Dies war notwendig, da die werksseitig an den Hauswänden angebrachte Folie bei der Montage abgeschnitten bzw. unbrauchbar gemacht worden war. Laut Aussage des Hausherstellers wurde dabei u.a. mit Anpressleisten gearbeitet. Inwieweit das zutrifft entzieht sich leider unseren Kenntnissen. Die Nachbesserungen haben auch nicht gleich im ersten Anlauf geklappt, so dass mehrere Leckagenprüfungen notwendig waren. Stan der Dinge ist jetzt, wie gesagt: Blower-Door-Test bestanden, Klebeband wohl eigentlich falsch, erfüllt aber zur Zeit seinen Zweck und was folgt: der Haushersteller möchte jetzt gerne sein Geld!

    Für uns besteht nun das Problem zu entscheiden:

    Kann man mit diesem wohl falsch verwendeten Klebeband leben (möglicherweise mit einer Preisminderung) oder sitzen wir dann auf einem Pulverfass, welches im Laufe der Zeit in Form von undichten Dachanschlüssen explodiert? Ist es sinnvoll und angemessen vom Haushersteller einen Austausch des Klebebandes zu verlangen, da sie nicht dauerelastisch sind?

    Hat jemand vielleicht schon Erfahrungen mit sich lösenden Klebebändern gemacht? Mit wie viel Bewegungen im Bereich unseres Dachstuhls müssen wir rechnen? Wir sind ziemlich verunsichert. Möglicherweise ist die ganze Angelegenheit gar nicht so drastisch und wir machen uns einfach zu viele Gedanken.

    Bitte antwortet uns doch noch mal!
    Danke!


    P.S. Nächste Woche werden wir stichprobenartig mal die Verklebung auf dem Dach überprüfen. Wobei wir dann – wenn sich das Klebekraft als haftfest erweist- immer noch nicht wissen, ob das über Jahre hinweg so bleibt.
     
  6. Eric

    Eric

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    Wo ist das Problem?

    Der Hersteller hat Ihnen mitgeteilt, daß die falschen Klebebänder für die Anschlüsse der Folie an Holzbauteile verwendet wurden und er übernimmt daher auch nicht die ansonsten übliche Garantie von 10 Jahren. Er sagt zwar, daß es funktionieren könnte, wenn ..... Hält sich aber insoweit bedeckt. Er will hierfür nicht garantieren. Ihm ist das ganze zu heikel!

    Der Unternehmer schuldet Ihnen die " dauerhafte Funktionstauglichkeit " der Klebebänder. Diese ist angesichts der Verwendung falscher und vom Hersteller für diesen Zweck nicht vorgesehener Klebebänder nicht gegeben bzw. zumindest zweifelhaft. Nach der Rechtsprechung liegt ein Mangel schon bei begründeten Zweifeln an der dauerhaften Funktionstauglichkeit vor. Dem AG darf kein Risiko aufgebürdet werden.

    Bis zur Abnahme hat der Unternehmer die Mangelfreiheit zu beweisen. In Ihrem Fall müßte der Unternehmer also ein Gutachten beibringen, aus dem klar und eindeutig hervorgeht, daß im konkreten Einzelfall trotz Verwendung der falschen Klebebänder die Luftdichtheit dauerhaft gewährleistet ist. Außerdem könnte man daran denken, daß der Unternehmer zusätzlich noch als Ersatz für den Wegfall der Herstellergarantie eine 10-jährige Gewährleistung für die Luftdichtheit übernimmt ( Problem: Sie tragen dann das Insolvenzrisiko !).

    Der Gutachter sollte öffentlich bestellt und vereidigt sein. Außerdem sollte der Gutachter auch Ihnen gegenüber für die Richtigkeit des Gutachtens einstehen. Ansonsten kann er nämlich schreiben, was er will; er würde nur dem Unternehmer als Auftraggeber haften.

    Folgender Vorschlag: Sie einigen sich mit dem Unternehmer dahingehend, daß von der IHK oder der Handwerkskammer ein öbv Gutachter benannt wird. Dieser wird von Ihnen und dem Unternehmer gemeinsam beauftragt ( damit haftet er auch Ihnen für die Richtigkeit des Gutachtens ). Der Unternehmer verpflichtet sich im Innenverhältnis, den Gutachter zu vergüten und zwar unabhängig davon, was dabei herauskommt ( denn er hat falsche und damit risikobehaftete Klebebänder verwandt ).

    Also: Abnahme schriftlich verweigern und Angebot zur Problemlösung an den Unternehmer wie oben.

    Einen Vorbehalt habe ich: Ich habe Ihre Mangelschilderung nicht ganz nachvollziehen können. Die Folie liegt auf der über den Sparren angebrachten Brettverschalung. Ergo müßten Sie in der Fläche nur Überlappungen haben. Aus was sind die Dachränder zu den Giebeln und die Draufen, gibt es Dachüberstände, und wie wurde dort die Folie und an was angeschlossen. Gibt es hierzu Fotos oder Details Ihres Architekten?

    Was sagt Ihr Architekt zu dem Problem? Der muß Sie beraten und bei der Lösung des Problems unterstützen > LpH 8 nach § 15 II HOAI.
     
  7. Eric

    Eric

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    Nachtrag:

    Wenn die gelben Klebebänder nicht dauerhaft geeignet sind, dann sind in der Zukunft erhebliche Schäden zu befürchten > siehe hierzu www.luftdicht.de.

    Es bringt also nichts, eine Minderung zu vereinbaren. Eine Minderung wäre so ziemlich das Dümmste, was man überhaupt machen könne. Wenn nämlich danach Schäden auftreten, wird der Unternehmer sich darauf berufen, daß durch die vereinbarte Minderung Folgeschäden ausgeschlossen sind. Minderung müßte also so hoch sein, daß damit wirklich alle denkbaren Schäden abgedeckt sind. Wer soll das Risiko kostenmäßig ermitteln?

    Verlängerung der Gewährleistung gegen Zahlung ( häufiger Versuch von Unternehmern ) ist auch keine Lösung, weil Sie dann das Insolvenzrisiko tragen: die Verlängerung bringt nichts, wenn der Unternehmer innerhalb der verlängerten Frist insolvent wird.

    Das Problem muß also jetzt, wo noch nicht alles bezahlt worden ist, geklärt werden.

    Wenn der Unternehmer nicht " mitspielt " , bleibt nur der Gang zum Bauanwalt.
     
  8. Garst

    Garst Gast

    Machen wirs nicht zu kompliziert : Folie / Folie geht mit SIGA Sicrall Klebeband sehr gut, Folie an Holz (Staubfrei abgebürstet) geht mit Primur (Klebewurst aus Kartusche) prima. Mit Sicrall Band habe ich auch Folie auf Ziegel und die Ecken zwischen Ziegel und Verlegeplatten gedichtet. Wie gesagt, alles immer auf staubfreie/-arme Untergründe und bei > 15 °C. Dann klebt das Zeug wie der Teufel ! Wenn das Meterial nicht direkter Sonne ausgesetzt ist, hält es vermutlich ein Leben. Bei Übereckabdichtungen mit einer kleinen Falte/Welle verlegen, wegen möglichen thermischen Bewegungen.
    Und noch was - nein habe nix mit Siga zu tun - mein Baustoffhändler führt es, dehalb kenne ich es. Klebt sehr stabil!

    Gruss
     
  9. Chris

    Chris

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    Situationsbeschreibung

    Hier noch einmal eine genauere Beschreibung des Daches: Die Sichtbrettschalung auf den Sparren verläuft bis zur Mitte der jeweiligen Hausaußenwand. Diese ist knapp 30 cm dick., daran schließt ein Sparren an hinter diesem dann eine weitere Sichtbrettschalung für die äußeren Dachüberstände angebracht worden ist. Die Sichtbrettschalung läuft also nicht durchgängig durch: Trennung innen und außen. Daher kann die Dachdampfbremsfolie auch an die Hauswände herangeführt und mit der Wanddampfbremsfolie verklebt werden. Bei uns ist ja wie gesagt diese Folie nicht immer vorhanden gewesen, so dass an einigen Stellen die Dachdampfbremsfolie direkt an das Holz geklebt wurde. Da die gesamten Dachanschlüsse nachgebessert werden mussten (z.T. auch mehrmals), musste auch überall die Unterspannbahn aufgeschnitten werden, welche dann später ebenfalls mit dem besagten Klebeband direkt an die Sparren geklebt wurde. Ach ja, anbei auch ein Foto der nachträglichen Abdichtungsarbeiten unserer Firma bzgl. Übergang Erdgeschoss/Dachgeschoss (Nachbesserung nach unserer Mängelrüge!).

    Unser Haus wurde von einem bekannten Blockhaushersteller konzipiert und gefertigt, sozusagen ein individuell gefertigtes „Fertighaus“. D.h. die Architektenleistung sowie die Hausherstellung stammen aus einer Hand. Im Übrigen ist der Haushersteller recht bekannt und wirbt auch mit den RAL Gütezeichen Blockhausbau Montage und Herstellung von Teilen aus Massivholz. Bloß ist das leider keine Gewähr für die tatsächlich fachgerechte Ausführung.
    Was wir an Information vergessen haben: wir haben das Haus bereits im letzten Sommer abgenommen. Bei der Abnahme hatten wir aber schriftlich vereinbart, dass der Haushersteller die Eignung der von uns angezweifelten Klebebänder nachreicht. Zwar haben wir daraufhin zwei Dampfdiffusionsnachweise über unseren Dachaufbau erhalten, welche rechnerisch nachweisen, dass kein Tauwasserausfall zu befürchten ist auch nicht wenn die Dachdampfbremse ganz weggelassen worden wäre. Dagegen haben wir dann Widerspruch erhoben, da dies ja keinen Nachweis über die Eignung der Klebebänder darstellt und der Haushersteller eh eine luftdichte Gebäudehülle herstellen muss. Dies kann er natürlich nur mit dem Einsatz einer Dachdampfbremsfolie vornehmen, d.h. unserer Meinung nach ist dieser „angebliche Nachweis“ irrelevant. Zumal die Firma Pavatex diese Folie bei der Aufsparrendämmung mit Pavatexplatten vorgibt.

    Wir haben nun den Haushersteller mehrfach mittels Mängelrügen dazu aufgefordert die Klebebänder dort auszutauschen, wo sie falsch eingesetzt worden sind. (Dies war zudem auch bei der Hausabnahme vereinbart worden.) Da wir bisher noch einen recht großen Betrag von der Schlussrechnung einbehalten haben (zum Glück), haben wir also noch ein Druckmittel.

    Streitpunkt ist:

    Hausherstellerauffassung: Klebeband führt nicht zu einer Beeinträchtigung (Begründung: Blower-Door bestanden, kein Tauwassserausfall + Klebebandherstellermeinung „Einsatz des Klebebandes wäre unbedenklich), daher Minderungsvorschlag in Höhe mehrerer 1000 Euro.

    Unser Dilemma: Annahme des Einigungsvorschlags unter ausdrücklicher Vorbehaltung des Rechts auf Gewährleistung (gemeint sind die vereinbarten 5 Jahre des Hausherstellers) und damit zumindest finanzielle Absicherung, um evtl. später Undichtigkeiten selbst zu beseitigen oder viel Ärger/Rechtsstreit und Beharrung auf Austausch mit der Gefahr der Insolvenz, dafür aber fachgerechte Anschlüsse.

    Hierbei auch schon einmal vielen Dank für den Hinweis auf die Möglichkeit einen öfftl. bestellten und vereidigten Gutachter einzuschalten! Vielleicht hilft uns das weiter.

    Im Übrigen können wir nur jedem, der ein Holzhaus bauen lässt, empfehlen eine Leckagenprüfung durchzuführen.
    Gruß Chris
     
  10. tuba

    tuba Gast

    geeignete Klebebänder

    Mit Interesse habe ich die vorhergehenden Beiträge gelesen.
    Da auch mein Holzhaus mit Klebebändern von Betral abgedichtet ist, kann ich folgendes anmerken:
    1. Auf diese Klebebänder gibt es 10 Jahre Garantie. Dies hängt natürlich vom richtigen Einsatz ab. Bei löst es sich nirgends ab.
    2. Das gelbe Band ist nicht dehnfähig. Es hat sich allerdings gezeigt, das bei Bewegungen des Untergrundes das Band nicht reißt, sondern sich lediglich etwas aus der Ecke rauszieht. Die Verbindung bleibt dicht. Das grüne Band ist hauptsächlich für runde Anschlüsse gedacht, da es hier bei der Verlegung um die Rundung gezogen werden kann.
    3. Bei Verklebung Folie-Holz muss sowieso nicht elastisch gearbeitet werden, da ja die Folie bereits elastisch ist. Wichtig ist aber, dass die Folie nicht straff gespannt, sondern am Besten mit einer Falte verlegt wird, da Folien zum schrumpfen neigen!
    4. Mich würde eher das Ergebnis der Blower-Door Messung interessieren. Ein Wert von unter 3,0 ist zwar ohne Lüftungsanlage zulässig, jedoch trotzdem sehr schlecht. Der Wert sollte bei maximal 1,5 liegen. Dann wäre das Gebäude auch für eine Lüftungsanlage ausreichend dicht.
    Ein namhafter Hersteller mit RAL-Zeichen sollte sich schämen, einen Wert von über 1,5 zu haben!
     
  11. #10 Jaegerschnitzel, 16. November 2005
    Jaegerschnitzel

    Jaegerschnitzel

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    Andere Folie und Haustyp aber ähnliche Sorge

    Hallo,

    bei mir ist es zwar ein KS-Haus und eine andere Folie (Supercral), ich bin mir aber auch nicht sicher, ob die Verklebungen der Dampfsperre mit der Wand bzw. einigen Holzbalken der Dachkontruktion mit diesem gelben Supercral-Band wirklich dauerhaft dicht sind. Kann mich hier jemand beruhigen? :lock
    Übrigens: BDT ist bei mir noch nicht gemacht, kommt aber noch...

    Danke!

    Das Bauschnitzelchen
     
  12. Eric

    Eric

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    Auch wenn Sie es gern hören würden: Ich kann Sie nicht beruhigen. Auf der Internet-Seite von superglass können Sie eine bebilderte Verlegeanleitung herunterladen und der ist zu entnehmen, daß der Hersteller Superglass die gelben Klebebänder Supercral nur für die Folienüberlappungen vorsieht. Im übrigen aber Supersan ( grün ) für die Verklebung von Bauteilen, bei denen mit einer Dehnung zu rechnen ist und Superglas-Dichtkleber für Anschlüsse an flankierende Bauteile ( Mauerwerk, Metall, Holz, Putz ).

    Wenn bei Ihnen überall nur Supercral verwandt wurde, dann ist dies mangelhaft, weil der Hersteller selbst angibt, daß es nur für Folienüberlappungen verwandt werden soll, hingegen nicht für Anschlüsse usw.

    Es mag sein, daß die Ausführung zur Zeit luftdicht ist; sie ist aber in keinem Fall dauerhaft. Also grundlegende Überarbeitung erforderlich. Der Unternehmer schuldet Ihnen die dauerhafte Funktionstauglichkeit, die angesichts der am Dach auftretenden Kräfte bei Verwendung falscher und nicht einmal vom Hersteller vorgesehener " gelber " Klebebänder nicht gewährleistet ist.

    Im übrigen kann ich Ihnen aus einem aktuellen Praktikerseminar nur folgende Tipps geben:

    1. Die Folienüberlappungen sollten entgegen manchen Verlegeanleitungen nicht waagerecht zu den Sparren, sondern auf den Sparren angeordnet werden. Die Überlappungen sollten mit doppelseitigem Klebeband ( zwischen unterer und oberer Folie angebracht werden und die Verklebung sollte mit einer am Sparren verschraubten Latte, die als Ausgleich ohnehin vor Anbringung der GKB benötigt wird, gesichert werden.

    > waagerechte Folienüberlappungen halten mangels Anpressdruck keine 30 Jahre!

    2. Anschlüsse an Wände sollten ausgeführt werden, indem die Folie mit Schlaufe ( zur Dehnung ) mittels Streckmetall mit in den Wandputz eingeputzt wird ( alternativ Armierungsband von pro clima ) oder aber es sollte an die bereits verputzten Wände die geschlaufte Folie mit komprimierten Dichtungsband + Anpresslatte angebracht werden.

    Wird mit dem von Sicral erfundenen Klebermist gearbeitet, , dann muß vor der Aufbringung der Klebemasse die Wand so weit gespachtelt werden, daß der spätere Innenputz darauf anschließt. Wird direkt auf dem Mauerwerk verklebt und endet derPutz unterhalb der Verklebung, dann geht Luft durch die Stoßfugen, bei Bims durch das Mauerwerk.

    Die Verlegeanleitung von Superglass ist insofern falsch und unbrauchbar.
     
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  14. #12 Jaegerschnitzel, 18. November 2005
    Jaegerschnitzel

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    Hallo Ernst,

    stimmt, eigentlich wollte ich das nicht hören :)
    Im Ernst: Natürlich möchte ich wissen, ob mein Dach dicht sein wird, insofern vielen Dank für die Antwort. Vielleicht noch ergänzend ein paar Infos (Ich bin leider ziemlicher Laie):
    Es handelt sich um ein Pultdach mit 5% Neigung. Die Wandanschlüsse sind mit Supercral geklebt, allerdings wurden darauf dann Alu-Schienen befestigt, in denen die Traglattung angebracht ist, die Verklebestellen werden also durch die Alu-Schienen angedrückt.
    Anschließend wurde bis an die Schienen geputzt (Im Bild rechts oben).
    Wie sieht es eigentlich mit dem Anschluß der Dampfbremse an den Querbalken im angehängten Bild aus. Das darf doch wohl nicht so bleiben oder?

    Mercí im Voraus...
     
  15. Eric

    Eric

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    Mit dem " Andrücken " hätte man besser und sicherer mit komprimierten Dichtbändern unter der Alu-Schiene gemacht.

    Der Anschluß an den " Querbalken " kann so nicht bleiben; er ist nicht luftdicht.

    Änderungsvorschlag: Folie um den " Querbalken " bis 10 cm unterhalb spätere Unterkante GK-Decke auf beiden Seiten abschneiden. Folie etwas hochklappen ( dabei prüfen, ob Feuchtigkeit in die Dämmung gelangt ist ). Dann Kombriband an den Querbalken kleben. Folie wieder herunterklappen. Dachlatte im U-Profil der Alu-Schiene bis an die Folie schieben und gegen das Kompriband drücken. Sodann Dachlatte mit dem Balken verschrauben, Schrauben ca. alle 20 cm. Unter der Dachlatte hervorstehende Folie abschneiden. " Querbalken " kann dann gegebenenfalls sichtbar bleiben.

    Alternativ aber m.E. weniger sicher: Folie am Rand, wo es stark gewellt ist, etwas abschneiden und mit " grünen " Bändern verkleben. Tackerstellen gegebenfalls zusätzlich verkleben.

    Putz geht knirsch bis an den " Querbalken ". Kellenschnitt fehlt offenbar. Putz vom " Querbalken " trennen ( ca. 1 cm einschneiden ) und die Fuge dann mit Acryl ausspritzen, um spätere Putzrisse zu vermeiden.
     
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