"Geeigneten" Architekten finden?

Diskutiere "Geeigneten" Architekten finden? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Guten Tag zusammen, zunächst einmal hoffe ich das ich diesen Post nicht im falschen Forumsteil schreibe (falls doch bitte verschieben liebe...

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  1. #1 sgoericke, 3. April 2015
    sgoericke

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    Guten Tag zusammen,

    zunächst einmal hoffe ich das ich diesen Post nicht im falschen Forumsteil schreibe (falls doch bitte verschieben liebe Mods). Ausserdem kurz zu den "Personen": Pärchen, Mitte 30, keine Kinder im Haushalt und auch nicht geplant. Und mit der "komischen" Idee: "wir wollen ein Haus". Die Idee ist vor allem damit begründet das in unserer Gegend die Mieten langsam unverschämt wirken (ich weiss, ist Ansichtssache).

    Kurze Info zum Grundstück: PLZ 04509, ein Stück "Retortensiedlung". Bebauung nach Bebauungsplan. Nachbaren haben 1,5 Geschosser oder Bungalow, ist auch die Richtung wo wir hinmöchten.

    Das Problem (und daher die Suche nach einem "geeigneten" Architekten): wir sind zwei Menschen die zwar nicht "übervorsichtig" aber doch konservativ sind was Risiken betrifft. Das schliesst auch die Finanzierung einer möglichen neuen Bleibe mit ein. Bei anderen Geldgebern würde das mögliche Kapital locker 25% höher sein als jetzt - aber nicht zu den Sicherheiten die wir mit dem aktuellen Modell haben. Darauf haben wir uns festgelegt und Punkt (will so mancher Fertighausanbieter so gar nicht verstehen). Letztlich kam auch von der Bank der Hinweis "fragen Sie doch mal einen Architekten". Klar, die Idee hatten wir auch so schon aber wer wie wir Laie ist verbindet "Architektenhaus" automatisch mit "teuer(rer)".

    Bei der (geringen) Summe die uns für ein Haus übrig bleibt wissen wir das kein Palast möglich ist, wir wissen aber auch das Architekten sowas schon geschafft haben. Nun werden Architekten soweit ich weiss nach der Höhe der Baukosten bezahlt, geringere Baukosten bedeuten also geringeres Honorar. Was uns evtl. uninteressant als Bauherren macht. Es gibt in Leipzig eine Unzahl an Architekten aber wenn ich mir auf deren Websites die Projekte anschaut traut man sich gar nicht erst anzurufen weil man mit einer Absage rechnet.

    Um es kurz zu machen: für unser mögliches Haus bleiben (exklusive Bodenplatte) ca. 130T EUR übrig. Natürlich ist da noch ein gewisses 'x' als Reserve, aber an diesem Betrag sollte sich ein Architekt (wenn überhaupt möglich) orientieren. Exklusive Bodenplatte deshalb weil wir noch kein Baugrundgutachten haben und deshalb mit sehr hohen Kosten für die Bodenplatte rechnen.

    Meine Frage wäre (an die hier aktiven Architekten): ist so etwas überhaupt interessant für einen Architekten? Das es mach- und realisibar ist weiss ich aber wie sieht es mit dem Interesse aus?
    Und natürlich: ist vielleicht ein Architekt aus dem Raum Leipzig hier zugegen der evtl. Interesse hätte? Es darf natürlich auch ein anderer Architekt sein sofern er sich bereit erklärt hier vor Ort alls mit uns zu planen und zu regeln :-)

    Uns ist durchaus bewusst das man mit diesem minimalen Budget keinen Palast bekommt. Aber den wollen wir auch gar nicht (selbst wenn wir ihn bezahlen könnten). Uns schwebt was um die 100 Quadratmeter +- 15% vor. Gern ein Bungalow aber da wissen wir schon das dies ziemlich schwierig werden dürfte. 1,5 Geschosser ist auch Ok (laut Bauplan maximal 2 Vollgeschosse, die Nachbarn haben sowas ja auch :-D)

    Selbstverständlich haben wir uns auch schon bei Fertighausanbietern schlau gemacht (Grundstück ist ja Bauträgerfrei).
    Eines haben alle gemeinsam: Unabhängiger "Aufpasser" (BSV) der die einzelnen Gewerke kontrolliert? "Ist bei uns nicht üblich." <-- Mir egal, ich traue grundsätzlich niemandem.
    Geradeso können sie damit leben das man einen -wie auch immer gearteten- Vertrag vorher einem Anwalt für Baurecht vorlegt. Achja, und Bemusterung ist natürlich erst nach Vertragsunterzeichnung. Macht dann nochmal +X für die Sachen die man gern hätte.

    Ansonsten mal kurz unsere Erfahrungen mit den bisherigen Anbietern:

    Anbieter A: der typische Verkäufer. "Grundsätzlich alles kein Problem, hauptsache sie bauen mit uns, wir sind ja schliesslich Testsieger. Bodenplatte gibts dazu!" <-- Genau, und die Tester waren mit euch auf Party in Thailand

    Anbieter B: etwas realistischer. "Ein Bungalow wird da schwierig aber wenn Sie ein paar Sachen in Eigenleistung übernehmen machbar. Nur die Finanzierung sollten Sie nochmal überdenken." <-- Nein, sollten wir nicht. Wir haben uns für ein Modell entschieden und entweder wir können damit bauen oder eben nicht.

    Anbieter C: ein Bungalow! "Kostet in der und der Ausbaustufe X, plus Bodenplatte für Y und Architekt für Z." <-- X wäre ok, Y nicht denn ohne Baugrundgutachten weiss ich nicht ob die Bodenplatte für ihn teurer oder aber für mich günstiger wäre. Schliesslich sagte man explizit: "inklusive Erdarbeiten". Ah ja. Das Grundstück liegt nicht in Hanglage oder so aber das weiss er ja nicht.

    Nach Ostern kämen noch Infos für Anbieter D und E dazu...

    Wie ihr seht, wir wollen nicht "blind" drauf losbauen. Vertrauen tun wir eh niemandem (oder nur sehr vorsichtig). Wie sind zwar Laien am Bau aber nicht dumm. Auch ist uns klar das kein Architekt vor Baubeginn einen Festpreis nennen kann. Deshalb das sehr bescheidene Budget: es gibt am Bau immer ein ganz grosses 'X' wie ich auch hier im Forum schon lesen durfte.

    Freu mich über jegliche konstruktive Meinung.

    Frohe Ostern
    Sven
     
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  3. #2 Thomas B, 3. April 2015
    Zuletzt bearbeitet: 3. April 2015
    Thomas B

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    Egal ob Architekt, GU/GÜ/ oder was auch immer. 130k für ein Stück Haus inkl eines funktionstüchtigen WCs (im haus...nicht auf dem Hof) ist sehr ambitioniert.

    Wir Planer denken ja häufig in "netto"...in den LVs kommen die Preise erstmal netto....aber Ihr zahlt natürlich brutto, also mit Steuer. Das Haus dürfte mithin netto 109k kosten.

    Beim Architekten geht da noch dessen Honorar weg (beim "Verkäufer"...äh GU/ GÜ eben dessen Gewinn, den er ja machen wird...außer er ist vom Sozialamt oder einfach ein Gutmensch): Sagen wir der Einfachheit halber 15 % (Statiker braucht's ja auch noch irgendwie). Bleiben ca. 95k für die Hütte. Das Wort Hütte ist bewußt gewählt.....

    PS: hier würde ich es mit den Bealtles halten "...let it be, let ist be, let it beeeee...!"
     
  4. MoRüBe

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    So isses :konfusius

    Ohne Zugeständnisse, was Qualität und haste nicht gesehn angeht, vergess es. Wenn dann noch BBQ dazu kommen soll, durch den Gutemenschenverein mit den 3 Buchstaben, die kosten auch 4 Mille.

    Also bleibt nur, Größe runterschrauben, also minus x.

    Sind denn die BNK und das ganze andere Brimborium, wie Hausanschlüsse, Gebühren, ZwiFi, Außenanlagen separat beziffert?
     
  5. feelfree

    feelfree Gast

    Wenn ihr so konservativ und Risikoscheu seid wie ihr euch selbst beschreibt, gibt's nur einen Rat: Lasst Die Finger vom Bauen.
     
  6. Andybaut

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    Sagen wir mal, weil eine schöne Zahl, euch bleiben 100.000€ für das Haus.
    Das wären dann bei einfacher Ausführung und viel selber machen so um die 1.500€/m² Nutzfläche.
    Macht dann 66m². Da aber bei einem kleinen Haus die Kosten für Heizung und Elektro sicher überproportional
    zu Busche schlagen, würde ich lieber mal runter auf 60m² gehen.

    Dann wollt ihr aber sicher noch ne Garage, oder nen Carport.
    Von der Straße soll es vermutlich über nen Weg zum Haus gehen und
    ein Briefkasten und ein paar Blumen im Garten sollten warscheinlich auch noch sein.

    Sorry,
    auch wenn´s bitter ist. Aber in den Preisregionen sollte man die Finger von lassen,
    oder aber über viele Jahre hinweg alles selber machen.
    Dann mag das vielleicht gehen
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 3. April 2015
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    Nein. Gleiches Haus auf gleichem Grundstück in gleicher Qualität und Ausstattung = +- gleicher Preis über Architekt und GÜ

    Trotzdem wird sich kein Kollege finden, der unter diesen Bedingungen eine Planung anfängt, weils schlicht unmöglich ist. So viele Haftungsausschlüsse können und wollen Sie gar nicht unterschreiben, wie nötig wären!

    Wenn Ihnen der Osterhase nochmal die gleiche Summe ins Nest legt, wirds interessant - vorher besser weiter Miete zahlen.
     
  8. #7 sgoericke, 3. April 2015
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    Man wird natürlich verstehen das die bisherigen Antworten so gar nicht das sind was "ïch würde gern Bauherr sein" hören möchte. Aber ich das durchaus nachvollziehen. Auch ein "lasst lieber die Finger davon" ist völlig verständlich. Aber vielleicht sei folgendes dennoch erwähnt: Baunebenkosten (Hausanschlüsse, Behörden, selbst das Honorar für den Architekten) sind in den 130k nicht enthalten. Was diese Positionen betrifft haben wir denke ich nach aktuellem Stand gut geschätzt (Bodenplatte 22k + 23k für Baustelle(Klo, Strom, Container, Verischerung), Hausanschlüsse etc.). Plus 'X' für unvorhergesene Dinge ('X'ist Eigenkapital was bewusst nicht in die Finanzierung fliesst um im Zweifel nicht bei der Bank um Nachschuss betteln zu müssen). D.h. 45k für (nicht am Haus zu sehen) sind schon einkalkuliert für Dinge die nicht direkt mit dem Haus als Objekt zu tun haben. Wir wollen uns nix schön reden, würden wir das wollen hätte ich diesen Thread nicht angefangen. Wenn es nicht geht geht es eben nicht. Wäre schade aber die Realität.
     
  9. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    OK, das verändert die Sache.

    Also hier oben im Norden, da gibts nen großen Massiv-GU, der stellt Euch für 105.000 nen 100 m² Bungaloff hin. Mit Fertigstellungsbürgschaft und Versicherung. Wunderwerk der Technik darf man nicht erwarten, Mindeststandard halt. Mehr auch nicht. Mehr gibts auch nicht für den Kurs.

    Natürlich, auch das muß man wissen, wird dann bei Nachträgen (also alles, was nicht Standard ist) überproportional zugelangt
     
  10. #9 sgoericke, 3. April 2015
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    In meiner Frage ging es ja primär um die Frage einen Architekten zu finden der überhaupt gewillt ist in diesem Rahmen mit uns zu planen. GU oder Fertighaushersteller oder sowas sagen alle das es grundsätzlich machbar ist. Aber meiner Meinung nach sind die nicht unabhängig genug.

    Das Grundstück werden wir so oder so erstmal kaufen, günstiger werden die auch hier nicht mehr. Wenn wir es gar nicht schaffen ein Haus draufzustellen dann haben wir eben Pech gehabt.
     
  11. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Hör auf zu träumen!

    Geh ins Netz, such Dir nen HOAI-Rechner 2013, hack da Deine Zahlen rein und Du bekommst Schluckauf.:konfusius Und dann hast Du keine Statik, kein ENEV noch nix. Da ist von Deiner Summe da oben von Dingen die man nicht sieht weit über die Hälfte weg! Und die Dinge, die Du nicht siehst, kannste auch nicht sehen, weil Du sie nicht bezahlen kannst.

    Das ist kein RTL 2 hier, das ist die Realität. Und wenn:

    " wir wissen aber auch das Architekten sowas schon geschafft haben. "

    warum gehts Du denn nicht da hin und fragst die?
     
  12. #11 Linda2010, 3. April 2015
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    Sorry, das wird nicht klappen, egal ob mit oder ohne Bodenplatte inkl.
    Wir überlegen uns gerade ob 250.000,- für unser Haus mit mittlerem Standard ausreichen und dann kommst du mit der sportlichen Summe daher.
    Derjenige, egal ob Archi, GU etc, der mit solchen Preisen wirbt, betreibt Bauernfängerrei.

    Erinnert mich im übrigen an unser erstes Bauvorhaben, als wir anfangs fast auf einen Bauträger Namens I** reingefallen sind. Die im übrigen jetzt insolvent sind. 150.000,- Euro wollten sie für ein 2,5stöckiges Haus inkl. Keller (150 qm). Unser Nachbar hat mit dem Bauträger gebaut...ich sag nur eins...die Kalkulation ging nicht auf.

    Man kriegt, was man zahlt. Das sollte man nicht vergessen....
     
  13. #12 sgoericke, 3. April 2015
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    Nur ganz kurz: wir schauen kein RTL2 und wenn wir träumen und alles glauben würden dann hätten wir bei einem Fertighausanbieter lange unterschrieben. Und wenn es so einfach wäre die Architekten zu finden die sowas können hätte ich nicht danach gefragt. Ich hab aktuell keine Links aber es gibt Beispiele wo es auch mit sowenig Geld gepasst hat. Ist halt nur blöd für den Architekten der dann eben nichts dran verdient.
     
  14. R.B.

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    Das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn wir von einem "Haus" reden dann gehen die 100T€ schon für den Rohbau drauf, wohnen kannst Du darin noch lange nicht.

    Also bleibt nur irgendwas "billiges" von der Stange zu kaufen, keine Sonderwünsche, nichts. Bopla, 4 Wände, Deckel drauf, fertig. Sagen wir mal, ein größeres Gartenhaus. Mehr als 100T€ darf das nicht kosten, denn der Rest geht für Anschlüsse, Nebenkosten etc. drauf. Über Außenanlagen, Carport, gepflasterte Zufahrt o.ä. muss man erst gar nicht nachdenken.
     
  15. R.B.

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    Nö, für den ist es gar nicht blöd, denn er wird das nicht machen. Vielleicht findet sich ein Stempelaugust dem es gerade langweilig ist, aber mit Planung hat das nichts zu tun.
     
  16. #15 sgoericke, 3. April 2015
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    Gut, die bisherigen Antworten waren dann wohl deutlich. Insofern werden wir uns wohl weiter informieren und wenn es nicht passt dann warten wir bis es passt (sprich: noch ein paar Jahre sparen).

    Ich gebe zu, überrascht bin ich über das "Urteil" hier nicht. Hat nur einen faden Beigeschmack das so ziemlich jeder Fertighausanbieter einen Weg sieht und die Meinungen hier so vernichtend sind. Bleibt zu hinterfragen wie die das können.
     
  17. R.B.

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    Na ja, Billiger geht irgendwie immer. Die Frage ist halt, was Du dafür bekommst. Bunte Prospekte haben alle zu bieten, doch was sich hinter der Wandfarbe verbirgt, das sieht man nicht. Selbst wenn man ein echtes Leistungsverzeichnis bekäme, ist das für einen Laien unmöglich zu entschlüsseln. Eine Laie scheitert schon an den Positionen die man im LV findet, und erst Recht kann er nicht erkennen, was dort fehlt. Zum Schluß kriegt man halt etwas das so aussieht wie im Prospekt. Ob man das dann Haus nennen will......da hat halt jeder seine eigenen Ansprüche.
     
  18. Thomas B

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    Bloß nicht drunterschauen = entfernen der Wandfarbe!!!

    Diese ist bei derart ausgedünnten Bauweisen als tragendes/ aussteifendes Bauteil zu verstehen und gehört zum statischen Konzept ;)
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 4. April 2015
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    Erklären wirs mal näher:

    Das Honorar der Architekten hängt am Preis des Hauses. Je teurer das Haus, desto mehr Honorar.
    Gleichzeitig hängen Baukosten und Aufwand für den Architekten nicht immer zusmmen. Einfaches Beispiel. Die Planung und Überwachung einer Nobel-Eckwhirlwanne gegenüber einer 08/15Hausmarke des Installateurs ist nur minimal aufwändiger, aber deutlich kostentreibend.
    Nu ists sicher nicht die Wanne allein, aber hier ein Tröpfen, dort eins und das Glas füllt sich.

    Umgekehrt bedeutet so ein Minimalprojekt sogar mehr Aufwand, weil man jedes Detail und jede Planung zwei- und dreimal hinterfragen muss, ob es nicht preiswertere Alternativen gibt!
    In so weit ist also so ein Mini-Budget als Honorarzone III Mindestsatz sicher kaum von Interesse für die meisten Kollegen mit etwas Honorarerfahrung.

    Was bliebe, wäre entweder ein junges Büro oder ein entsprechend "hohes" Honorar, um den Aufwand wirtschaftlich interessant zu machen.
    Ich würde daher nicht sagen, es fänden sich keine Kollegen, die das angehen. Nur wird es seinen Preis haben. Auf die eine oder andere Weise.

    Was aber ebenso wesentlich wie ein auskömmliches Honorar ist, sind die Korsetts, die sich die Bauherren anlegen müssen.
    Keine extravaganten Grundrisse, sondern Wand auf Wand, rechteckig-praktisch-gut, Ausstattung eher Jugendherberge als Jugenstil usw usw.
     
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  21. #19 Achim Kaiser, 4. April 2015
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    Hört doch einfach auf ein mangelndes Budget für ein individuell geplantes EFH schönschwätzen zu wollen ....

    Warum sollte sich ein Archi in die Budget-Haftungsfalle begeben wollen wenn von Anfang an greifbar ist - geht in die Hose. Bei solchen Sparbrötchenprojekten stört in der Entwicklungsphase vor allem einer : der Bauherr der mögliche Kostenoptimierungen im Keim torpediert.

    Wenn *alle* Planungskosten vor allem die mit höchster Detailtiefe über alle Disziplinen auf EINEM Projekt erwirtschaftet werden müssen, dann ist das Budget schon aufgebraucht bevor der erste Handschlag vor Ort erfolgt ...

    Solche *Kostenoptimierteste Bauten* funktionieren nur wenn MASSE dahinter steht ... bei genau NULL individuellen Lösungen. Motto : Friss oder Stirb.

    Bislang sind solche Billigstpreiskonzepte regelmäßig an der Kundenakzeptanz gestorben ....
    Funktioniert vielleicht in Amiland ...

    Ein *junges* Archibüro mit ahnungslosen Frischlingen und noch vielen Träumen aus dem Studium - never ever.
    Nicht nur bei Thomas B läuft der Song "let it be" ... ich sing den auch öfters.

    Extrem niedrige Kosten lassen sich NUR über einen extremst hohen Vorfertigungsgrad erzielen ....
    Folge : Individualität ade.

    Ist wie beim Auto ... als die Kotflügel noch von Hand gedengelt wurden wars vollkommen egal, wenn da einer den mal 3 cm schmäler oder breiter haben wollte. Heute machts "wumm" und nach wenigen Sekunden fällt der Kotflügel *fertig* geformt aus der Maschine .... preiswerte Fertigung ./. Individualität.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  22. #20 sgoericke, 4. April 2015
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    http://www.randomhouse.de/leseprobe/Lowest-Budget-Haeuser-unter-125-000-preisguenstig-und-attraktiv/leseprobe_9783421035288.pdf
    http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article116511197/Ein-Haus-fuer-weniger-als-185-000-Euro-bauen.html
    http://www.cube-magazin.de/muenchen/einfamilienhaus_architektur/das-perfekte-haus.html

    Auch wenn unser "Projekt Hausbau" hier schon totgesagt wird so werden wir uns trotzdem bemühen. Denn offensichtlich scheint es möglich, wenngleich diese Meinung von den Experten hier nicht geteilt wird.

    Ich hab es im Eröffnungspost zu diesem Thread schon geschrieben: wir sind uns durchaus der Tatsache bewusst das wir mit unserem Minibudget keinen Palast haben können und wir dieses aber auch nicht wollen. So wie es hier schon mal erwähnt wurde "Bopla, 4 Wände, Deckel drauf, fertig." So und nicht anders stellen wir uns das vor. Denn diese "Butze" steht dann auf UNSEREM Grundstück und ist irgendwann UNSER Eigentum.

    Und weil hier ja so gern auf den Bauherren rumhackt die am Ende selbst schuld sind das ihr Haus um ein vielfaches teurer wird weil sie soviele "Sonderwünsche" haben: unsere Wünsche sind nicht besonders ausgefallen oder unrealistisch.

    Es ist schade das quasi nur auf der Summe von 130k argumentiert wird. Ohne zu hinterfragen wie hoch wir zum Beispiel die Reserven sind die wir uns ausgerechnet haben oder welche Ansprüche wir im Detail haben. Und wenn das Haus am Ende 140k kostet und der Architekt dafür 10k Honorar haben will wäre das auch in Ordnung solange das Haus UNSEREN Ansprüchen genügt.

    Wenn gewünscht halte ich euch hier gern auf dem Laufenden.
     
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