Gefahr zu hoher Holzfeuchte?

Diskutiere Gefahr zu hoher Holzfeuchte? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich hab folgende Frage zum Dachstuhl: Welche Probleme können auftreten, wenn das Holz des Dachstuhls bei Aufstellung einen...

  1. #1 Stefan nby, 13.03.2012
    Stefan nby

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    Hallo zusammen,

    ich hab folgende Frage zum Dachstuhl:

    Welche Probleme können auftreten, wenn das Holz des Dachstuhls bei Aufstellung einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt hat? Insbesondere wenn eine Zwischensparrendämmung durchgeführt und das Ganze innen mit Rigips verkleidet wird?

    folgender Hintergrund:

    Hab im Dezember das Holz für den Dachstuhl geschlagen. Dieses wird nun gerade im Sägewerk geschnitten und dann ordnungsgemäß zum trocknen gelagert. Der Dachstuhl wird ca. Ende August aufgestellt. Nach Estrich und Innenputz (nach entsprechender Trocknungsphase) soll dann im Frühjahr die Dämmung und Verkleidung mit Rigips erfolgen.

    Ist das eurer Meinung so machbar oder erfolgt die Dämmung zu früh?

    Danke schon einmal für eure Antworten!

    mfg
    Stefan
     
  2. R.J.

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    Ich glaube kaum (eigentlich weiß ich es genau) das durch nicht technische Holztrocknung in dieser kurzen Zeit ein akzeptable und normgerechte Holzfeuchte erreicht wird.
    Es kann alles passieren was du nicht (wahr)haben willst, vom Schimmel bis zum Holzschädling. Risse im der Beplankung sind noch das geringste Problem.

    Und nun?
     
  3. #3 Stefan nby, 13.03.2012
    Stefan nby

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    muss ich mir wieder ernstere Gedanken machen, wie ich vorgehe!

    Wie lange müsste ich mit der Dämmung deiner Meinung nach warten?
     
  4. R.J.

    R.J.

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    Bei Freilufttrocknung u.U. zwei Jahre bis du überhaupt die Säge in die Hand nimmst.
     
  5. mls

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    bis rF < 18%, besser < 15% ist.
     
  6. #6 Stefan nby, 13.03.2012
    Stefan nby

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    d.h. ich müsste das Holz noch technisch trocknen.

    Mit welchen Kosten müsste ich dafür rechnen, kann da jemand ne grobe Schätzung abgeben?
     
  7. #7 Stan4Life, 13.03.2012
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    "Holzbauteile sind möglichst mit dem Feuchtegehalt einzubauen, der als Mittelwert
    im fertigen Bauwerk zu erwarten ist.
    Die Holzfeuchte darf beim Einbau höher als die zu erwartende Ausgleichsfeuchte
    sein, wenn das Holz nachtrocknen kann (ATV DIN 18334 beachten!)."

    Durch die Trocknung nach dem Einbau zu "Lösen von Anschlüssen, große Zwängsspannungen, Verdrehen" usw. kommen. Zudem sollte eine kontrollierte langsame Trockung angestrebt werden, um große Risse zu vermeiden.

    maximal zulässige Einbaufeuchte liegt bei <20%. 15% ist bei beheizten Wohnräumen anzustreben. Die Ausgleichfeuchte liegt bei ca 9-12% je nach Klima.

    Ob du die nötige Feuchte erreicht ist kannst du mit einer Elektrosondenmessung feststellen lassen.
     
  8. Neutal

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    Frisch eingeschlagenes Holz sollte nicht verwendet werden.
    -Die Holzfeucht liegt in der Regel über 60
    -Der Nährstoffgehalt ist zu hoch-> Pilze und Larven fühlen sich besonders wohl
    -Risiko von Schimmel
    -Rissbildung und Querschnittsminderung durch Trocknung
    -Verdrehen des Holzes
    -Falls falsch eingeschnitten erhöhte Gefahr von sehr tiefen Rissen

    Falls keine technische Trocknung durchgeführt wird, sollte das Holz schon einige Jahre ablagern ( Selbst Kaminholz muß Jahre trocknen.
    Es ist wohl anzuraten, daß Holz an einen Bastler zu verkaufen und sich selber Getrocknetes Holz zu kaufen. So teuer ist getrocknetes Holz nicht, das ich all die Risiken eingehen würde.
    Falls sich das Holz wirft und dreht ist im Zweifel der Innenausbau wieder zerstört oder es wird sehr schwer die UK fluchtgerecht zu montieren.
    Die Nachteile von frischem Holz am Bau überwiegen. Ich würde das Risiko nicht eingehen
     
  9. Blabs

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    @Flocke
    Das Holz ist ja nicht mehr frisch, wenn es im August verbaut wird, da ist bei luftiger Lagerung die meiste Feuchtigkeit weg. Das Holz wurde außerdem in der Saftruhe geschlagen, da sind schonmal weniger Wasser und Nährstoffe drin, als im Sommer. Beim Verbauen im August dürfte es da keine Probleme geben. Ob aber die geforderte Feuchte, um Dämmen zu können, im nächsten Frühjahr erreicht wird, da hab ich Bedenken.
     
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