Gefitas notwendig bei Fußbodenheizung Keller und WW

Diskutiere Gefitas notwendig bei Fußbodenheizung Keller und WW im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo allerseits:winken und zunächst mal kurze Vorstellung als Neuer hier: Wir bauen gerade ein KfW60-EFH mit Bauträger, Rohbau steht bereits....

  1. sanjandro

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    Hallo allerseits:winken
    und zunächst mal kurze Vorstellung als Neuer hier:
    Wir bauen gerade ein KfW60-EFH mit Bauträger, Rohbau steht bereits.

    Nun zu der Frage: eine Hälfte des Kellers soll als Büroraum genutzt werden. Wir haben also folgende Kellermerkmale vorgesehen:

    6cm Styroporplatten unter der Bodenplatte, seitlich 10cm gedämmt, Keller als Weisse Wanne, Estrich, Parkett/Laminat, Keller ist kontrolliert wohnraumbelüftet.

    Zunächst war die Heizung als Radiatoren geplant, aber da der Heizungsbauer nun wegen der Vorlauftemperatur der Wärmepumpe Fussbodenheizung einbaut, stellt mir der Bauträger die Frage, ob ich eine Gefitas 3/300 einbauen lassen möchte (gegen Mehrpreis). Sei eigentlich nicht notwendig, aber irgendwie vielleicht schon, daher fragt er lieber mal nach, damit ich das nachher nicht als Baumängel rüge.

    Wenn ich die Beiträge hier im Forum richtig deute, ist die Frage in der Tat nicht wirklich eindeutig zu beantworten, oder ist in meinem Fall doch eine klare Antwort möglich?

    Herzlichen Dank,
    Nikolaus
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 3. Dezember 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Doch - ist eindeutig beantwortbar.
    Im Bodenbereich bei hochwertig genutzen Räumen oder/und dampfdichten Belägen ist eine Dampfsperre nötig.
    Und wenn der Bauträger um die Art der Nutzung wusste, hätte er das auch gleich mit berücksichtigen müssen.
    Dem wird jetzt kalt am südlichen Rückgratende (auf Deutsch - dem geht der A.... mit Grundeis) und daher dieses "Angebot".
    Lehnen Sie ab, wird der BT/GÜ immer sagen: Ich habs Ihnen ja angeboten...............
    MfG
     
  4. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    wegen der leichten Austauschbarkeit von Belägen im Lauf derweiteren Nutzung ist IMMER damit zu rechnen einen dampfdichten Belag einzubauen (Es sei denn es wäre vom BT ausdrücklich so ausgewiesen?). Somit gehört wie Ralf sagte dort eine Dampfsperre hin.

    Jetzt müsste ich gucken aber ich glaube mich zu erinnern, dass die Gefitas 3/300 auch nur einen sd Wert von 15 m hat?

    Das wäre hier sogar noch zuwenig :)
    Obwohl eine "Echte Dampfsperre" einen sd Wert von > 1500 m hat was hier auch nicht notwendig ist.
    Ein gutes Produkt wäre hier zum Beispiel zur Abdichtung gegen Diffusion die "Katja" von Knauf mit Metalleinlage die hat 1500 m!

    Mal den BT auf das Merkblatt des Verbandes "Estrich und Belag" ansprechen ...

    und gesondert zahlen bei höherwertiger Nutzung und dampfdichten Belägen? Sicher nicht!
     
  5. sanjandro

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    Dampfdichter Bodenbelag

    Vielen Dank für Ihre Antworten!
    Ich verstehe also richtig, dass man nur dann auf die Folie verzichten könnte, wenn man sicherstellt, dass nie ein anderer als ein nicht dampfdichter Bodenbelag verlegt würde? Ist das praktikabel, welche Bodenbeläge kämen dafür überhaupt in Frage? Parkett und Laminat scheinen ja selbst fast dampfdicht zu sein?
    Nochmals Danke,
    Nikolaus
     
  6. Robby

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    Parkett, Laminat, PVC, Linoleum, Fliesen .... sooo ziemlich alles und das dauerhaft
     
  7. #6 buddelchen333, 4. Dezember 2008
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    der wichtigste punkt ist: höherwertige Nutzung ist vertraglich vereinbart, also sind ohnehin die von Robby genannten Merkmale vom Bauträger ordnungsgemäß auszuführen. Alles andere ist mangelhaft. Hier möchte der Bauträger Mehrkosten, die er aus Unkenntnis nicht eigneplant hat, auf den Bauherren abwälzen.
     
  8. EMKA

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    Schönen Gruß an den Bauträger. Die DIN 18560 gilt auch für ihn.
    Sinngemäß => Dämmung und Estrich auf erdberührten Bauteilen sind vor aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen.
    Und die Gefitas 3/300 ist dafür nicht zugelassen.
    2 Lagen bituminöse Aufschweißbahn G200S4 oder eine Abdichtung mit einer Folien-Dachbahn (z. B. Alwitra) erfüllen den Zweck.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 4. Dezember 2008
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    Öhhhmmmm - wenn wir bei einer WW über aufsteigende Feuchte reden, haben wir ein GANZ anderes Problem (Nein nicht wir, nur der Fragesteller)

    MfG
     
  10. sanjandro

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    Gefitas 3/300 SD>100 m

    Die erste Frage, ob Dampfsperre oder nicht, hat sich für mich Dank Ihrer Beiträge geklärt.

    In meinem Vertrag steht, dass die Kellerräume verputzt werden, die Deckenhöhe 2,40m beträgt und der Keller einen schwimmenden Estrich bekommt. Der "höherwertige" Ausbau steht so explizit nicht im Vertrag, weil der BT damals sagte, dass es dann Probleme mit dem Bauantrag geben würde??!! Lt. EMKA ist der Estrich gegen Feuchtigkeit zu schützen, also folgere ich, dass es in der anstehenden Diskussion mit dem BT ausreichen sollten, mich auf die DIN 18560 zu berufen, da der vertraglich vereinbarte Estrich zwingend die Dampfsperre verlangt?

    Stellt sich nun die Frage,welche Folie? Die Gefitas 3/300 hat lt. Spezifikation einen Wert von SD>100 m. Robby spricht von eigentlich >1500, was ihm selbst aber übertrieben scheint??

    Besten Dank, Nikolaus
     
  11. Robby

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    @Emka

    Nö das kommt mit Verweis und aus der 18195 die aber bei WU BAuteilen nicht gilt.

    Ansonsten bleibt es beim bereits gesagten.

    BAhnen mit Metalleinlage sind Hosenträger zum Gürtel, aber wenn keine Höherwertige Nutzung vorliegt ?

    Das ist eine vertragliche Geschichte welche zu prüfen wäre.

    PS : Das alleinige vorsehen von Heizungszuleitungen lässt auf eine in Folge vorgesehene Höherwertige Raumnutzung schließen. Da gabs mal ein Urteil zu.
     
  12. EMKA

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    Auch weiße Wannen haben einen Wasserdampfdurchsatz, den es zu beachten gilt. Es ist ein Irrglaube, dass weiße Wannen jedes Wassermolekühl zurückhalten.
     
  13. Robby

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    Wiederum ein ganz anderes Thema... das hat aber nichts mit aufsteigender Feuchte zu tuen sondern mit diversen Fachveröffentlichungen.
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 5. Dezember 2008
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Hab ich gesagt, dass WW dampfdicht ist??
    Aber AUFSTEIGENDE FEUCHTE ist ein Fachbegriff, der NICHTS mit Dampfdiffusion zu tun hat.
    Ich hab nix dagegen, wenn Fachleute untereinander die Begriffe locker handhaben, aber gegenüber Laien sollte es schon passen.
     
  15. Lincke

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    Hallo zusammen,

    wie sieht das denn aus bei einem Kellerboden aus WU Beton und 8cm Styrodur-Dämmung unter der Bodenplatte? Kein Grundwasser, bester Kiesboden, nur Bodenfeuchte.

    Gruß
    E. Lincke
     
  16. Robby

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    WU Beton? oder WU Bauteil mit Beanspruchungsklasse "Bodenfeuchte"?

    Höherwertige Nutzung (Heizung, Aufenthaltsraum?) also Nutzungsklasse?
     
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  18. Lincke

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    Hallo Robby,
    nein, doch kein WU Beton, aber C25/30 mit hohem Wassereindringwiderstand, d=25cm.

    Nutzung als Hobby/Partykeller bzw. der Bauherr weiss noch nicht so genau. Soll jedenfalls komplett gefliest werden, bis auf Vorratsraum und Heizkeller kommt Fußbodenheizung rein.
    Aber kein Wohnraum, auch kein Büro o.ä.

    Gruß
    E. Lincke
     
  19. sanjandro

    sanjandro

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    Vielen Dank für die Antworten und Ihre Hilfe, habe mich mit meinem Bauträger auf den Einbau der Dampfsperre geeinigt.
    Herzliche Grüsse,
    Nikolaus
     
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Gefitas notwendig bei Fußbodenheizung Keller und WW

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