Gefliester Duschbereich mit TECE-Drainline und Kermi DIGA

Diskutiere Gefliester Duschbereich mit TECE-Drainline und Kermi DIGA im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hoffe man kann mir auf meine Fragen entsprechende Antworten geben. Also wir haben vor, den gesamten Badezimmerboden einschließlich des...

  1. #1 ginger58300, 15. Oktober 2009
    ginger58300

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    Hoffe man kann mir auf meine Fragen entsprechende Antworten geben.

    Also wir haben vor, den gesamten Badezimmerboden einschließlich des Duschbereiches durchzufliesen, wobei der Estrich erhalten bleiben soll. Der Duschbereich befindet sich in einer Nische mit dem Maß 1000 mm breit x 800 mm tief. Wir wollen eine DIGA Pendel-Falttür einbauen lassen und davor, quasi direkt bündig, im Duschbereich die Duschrinne montieren lassen.

    Der Installateur sagt, wenn die TECE (wir planen einen Ablauf flach mit 0,65 l/s bzw. nach DIN mit 0,8 l/s) vor der DIGA verläuft, diese nicht in der Lage sei, z. B. "Schwallwasser" beim Duschen aufzufangen, so dass das Wasser dann unter der DIGA in den übrigen Badbereich auslaufen wird. Er schlägt daher vor, die TECE entweder an eine der beiden Seitenwände oder an der hinteren Wand einzubauen. Er setzt entsprechendes Gefälle voraus.

    Außerdem meint er, man könne den kompletten Badbereich nicht durchfliesen, sondern im Duschbereich müsste beispielsweise Mosaik oder Kieselstein-Matten verlegt werden, damit man das Gefälle optisch nicht sieht. Fliesen in der Größe 30 x 60 cm seien hierfür nicht geeignet. Der Fliesenleger hat jedoch bei der Besichtigung nichts davon erwähnt, sondern nur von dem Gefälle von der Rückwand nach vorne zur DIGA gesprochen.

    Nun zu den Fragen:
    Wie viel Gefälle benötigt man in dem vorgenannten Duschbereich hin zur TECE? Da meines Wissens erst die Seitenwände gefliest und danach immer der Boden gefliest wird, wäre das Gefälle doch auch bei Mosaik oder Ähnlichem an den Seitenwänden sichtbar.

    Sollte der Duschbereich zusätzlich komplett mit Flüssigfolie abgedichtet werden?

    Ist es tatsächlich so, dass die TECE die Wassermenge nicht aufnimmt und es unter der DIGA herläuft? Dann würde ich mich nämlich fragen, wieso solches System dann überhaupt angeboten wird und in den Badausstellungen so auch präsentiert wird.

    Bin gespannt auf die Antworten. Vielen Dank im Voraus.


    Grüße Ginger
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 15. Oktober 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Nein - das gesamte Bad muss fachgerecht abgedichtet werden.

    Eine solche Maßnahme gehört sorgfältig geplant!! Und Handwerker (Fliesör) sind Ausführende, keine Planer.
    So wenig wie man von mir erwarten kann, dass ich ein Loch in eine Fliese pickern kann, so wenig kann man von einem Fliesör eine entsprechende Planung erwarten. Ausnahmen bestätigen diese Regel nur (:winken Enrico)

    Nehmen Sie sich einen Planer, der die Detailplanungen macht und lassen Sie diese von den Handwerkern ausführen.
     
  4. Primi

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    Bei den Durschrinnen wird auch oft die Ablaufleistung bei einer Aufstauhöhe angegeben. D.h. dass von einer überflutung der Rinne ausgegangen wird, um die Werte zu erreichen. Wird die Rinne vorne angelegt, wäre das natürlich katastrophal. Auch bei einer Verstopfung des Rohres wäre der Schaden Groß. Übrigens wird bei dieser Einbausituation oft auch ein Gegengefälle angegeben. Also hättest Du dann bei der Rinne einen merkbaren übergang.
    Also lieber die Rinne an die Wand und Gefälle zur Rinne. Dann kann auch ein Gefälle mit Großen Fließen gelegt werden, ohne diese Diagonal zu schneiden.
    Als Gefälle wird glaube ich 1° angegeben. Also 1cm bis 1,5cm sollte reichen.
    Wie Ralf schon schrieb Abdichtung ist wichtig. Dazu ist aber schon viel geschrieben worden. Erstmal Suchfunktion bemühen.
    Primi
     
  5. operis

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    Das mit dem Mosaik ist Quatsch, gerade bei Linienabläufen können große Formate benutzt werden.
    Trotzdem hat Ralf recht, planen lassen. Gibt wenige Fachbetriebe, die auch nur ansatzweise verstehen, was Sie da bauen. Es fängt schon bei der Rinne an, die 80er Drainline hat einen Einlauf, der nur 77,6 cm lang ist.

    Soll die Drainline unter die Tür, so darf die Dusche im Fertigmaß nicht breiter als 78,2 cm sein und aufgepasst.
    Die Drainline muss von der Duschfläche gesehen vor die Tür, sonst kann man den Rost nicht mehr entfernen und sauber machen, wenn die Duschabtrennung darüber steht.

    Das waren nur 2 Punkte, die man bedenken muss. Achso, ab 100 cm haben die Rinnen zwei Abläufe, Überflutung wird die Duscharmatur kaum schaffen, aber das lässt sich leicht errechnen.


    Ansonsten wie Ralf, Operis
     
  6. Primi

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    Mal ne blöde Frage. Es wird immer ein Planer empfohlen. Ist damit ein Architekt gemeint oder wonach muss man im Telefonbuch oder sonstwo suchen um einen kompetenten Mann zu bekommen?
    Primi
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 16. Oktober 2009
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    Es gibt "Hochbau"architekten (also EFH +), die so etwas können und auch für ein einzelnes Bad machen. Anderen ist das zu "popelig" :motz
    Ausserdem eine Reihe von Innenarchitekten.
    Hier hilft oft eine Frage bei der Architektenkammer. Viele Kammern machen zu solchen Projekten auch so genannte Themenabende.
    Einige Bauings können und machen das auch. Ob die Ing.-Kammer da helfen kann = ???

    Dann gibt es spezielle Badplaner. Das sind aber oft eher Designer wunderhübscher Wellnaßoasen denn Wissende im Abdichtungsbereich. Wenn da die Antwort kommt -> Das macht der Handwerker schon - ist mensch falsch.

    Auch einige ganz wenige "Alles aus einer Hand - Handwerker" befassen sich mit solchen Nebensächlichkeiten wie Detailplanung.
     
  8. Roth

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    @ Ralf Dühlmeyer

    So kann die Praxis aussehen, sogar wenn man einen Architekten als Planer und Bauleiter hat. Arch. zum Fliesenleger: "Das Abdichten und Fliesen der Dusche machen Sie. Schicken Sie dann die Rechnung an mich."
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 16. Oktober 2009
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    Ja, das gibt es (leider) auch.

    Ist das ein Grund, nicht zur Planung zu raten? N E I N !!!!
    Höchstens ein Grund, zum Hinterfragen der Fachkenntnisse des ins Visier genommenen Planers zu raten.

    Kunden, die bei/mit mir Gespräche führen, zeige ich gerne auch Teile meiner Detailplanungen, damit die a) sehen, dass ich das beherrsche und mache und b) auch wissen, wofür sie das Honorar zahlen sollen.
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 16. Oktober 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Aber ich meine, das
    ist doch ein netter Zug des Architekten, Ihnen die Abdichtung zu bezahlen - oder ;)
     
  11. Roth

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    @ Ralf Dühlmeyer

    Nee, geblecht hab alles ich..:motz
    Eine Frage hätt ich noch an Sie (obwohl sie hier nicht richtig passt): Muss der Architekt (L. 1-9 beauftragt) beim Aufmaß für die Schlussrechnung (Dach, Dämmung usw.) dabei sein? Oder genügt es, wenn er die Zettel der Handwerker im Büro abhakt?
    Danke!
     
  12. #11 Cincinnatus, 16. Oktober 2009
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    damit war sicherlich die Prüfung der Rechnung gemeint :think
     
  13. Roth

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    Von mir gezahlt. Wie die Abdichtung ist, wage ich aber nicht zu beurteilen, ist ja zugefliest, bodeneben, man sieht nur noch ein viereckiges Rost.
    Auf der Rechnung stehen 5,0 lfm Dichtband und 8,0 kg(?) Dichtfolie, 2 Wediplatten 1 cm stark, 4,0 qm Kerdimatte.
    Für mich fliesige Dörfer...
     
  14. ManfredH

    ManfredH Gast

    "Abhaken" genügt jedenfalls nicht, und wenn er sorgfältig arbeitet, wird er auch nicht einfach abhaken.

    Grundsätzlich muss er das Aufmass *prüfen*. Ob er dazu das Aufmass gleich gemeinsam mit dem Handwerker auf der Baustelle nimmt, oder das vom Handwerker allein erstellte Aufmass im Büro prüft, ist sekundär und für das Ergebnis nicht relevant.
     
  15. Roth

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    Danke! Aber wie kann man wissen, ob er geprüft oder nur abgehakt hat?
     
  16. susannede

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    I.A. ist die zu prüfenden Menge, die abgerechnet wird, doch aus den Plänen nachvollziehbar zu ermitteln - bei Fällen, wo dies nicht so ist, sollte entweder gemeinsam mit dem Handwerker vor Ort gemessen werden (dies erspart Debatten und längeres Hin und Her der Zahlungsfreigaben) oder man/frau misst selbst alleine nach.

    Schwierig wird es immer nur, wenn anders gebaut, als geplant wurde.

    Es ist ja nicht so, dass verbaute Mengen unprüfbar wären - selbst für den Laien nicht !!! - es macht halt nur Arbeit.
     
  17. Wicki

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    Und wie kann man dann mit Estrich übergossene FBH-Leitungen messen?:confused:
     
  18. operis

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    Mit 8 kg Dichtfolie streicht man 2 bis 3 Duschen.


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  19. #18 Roth, 17. Oktober 2009
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2009
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    @ operis

    Nur die Rückwand der Dusche ist mit 1,80 m x 2,25 m gefliest. Der geflieste Boden ist 4 qm.
    Stimmen da meine 8,0 kg Dichtfolie wohl nicht?
     
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  21. susannede

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    8,0 kg Dichtfolie sind angeordnete Regiearbeiten mit Materialverbrauch.
    Ansonsten nach m2.

    Länge FBH messen ??? Nach Verlegeplan - der sollte schon dabei sein.
    Für Fetischisten -> wo die Leitung läuft kann am am Estrich erfühlen (= nix für Unsensible).
     
  22. #20 Ralf Dühlmeyer, 17. Oktober 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Oder man rechnet nach m² ab. Da braucht man nicht mühsam mit dem Maßband Bogen für Bogen nachmessen :D
     
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Gefliester Duschbereich mit TECE-Drainline und Kermi DIGA

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