Genügte Isover Klemmfilz-Uniroll 040 120 mm den Dämmvorschriften 1993?

Diskutiere Genügte Isover Klemmfilz-Uniroll 040 120 mm den Dämmvorschriften 1993? im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Wie ich schon in anderen Anfragen geschrieben habe, steht die Dachsanierung an. 1993 habe ich das Dach ohne Bauantrag/-genehmigung ausgebaut....

  1. Reto

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    Wie ich schon in anderen Anfragen geschrieben habe, steht die Dachsanierung an.
    1993 habe ich das Dach ohne Bauantrag/-genehmigung ausgebaut.
    Dabei erfolgte im Sommer 1993 eine Zwischensparrendämmung mit Isover Klemmfilz-UNIROLL 040 120 mm.
    Es stellt sich mir die Frage: Hat obiger Klemmfilz den damaligen Dämmvorschriften entsprochen? Oder wo könnte ich danach suchen?

    Ganz naiv denke ich sogar, dass damals zur Dämmung nicht viel vorgeschrieben war. Grund:
    2 Jahre zuvor habe ich ins Untergeschoss des Hauses eine 3-Zi.-Wohnung eingebaut. Untergeschoss war innen noch nicht verputzt. Mauer der Außenwand: 30 cm Ziegelstein, keine Dämmung.
    Konstruktion des Gebäudes laut Bauantrag/-genehmigung:
    Außenwände (§6 LBO AVO) Material / Feuerwiderstand / Dämmstoff / Verkleidung außen
    Bn 150 + Lz 0,8/150/II
    Die Außenwände wurden während der Baumaßnahme nur verputzt, nicht gedämmt. Wohnung wurde so abgenommen
    Falls mir jemand helfen kann, danke.
     
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  3. Reto

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  4. Andybaut

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    das dürfte wohl nicht gereicht haben.
    Laut Anlage 1 ist ein Wert von U<=0,3 W/m²K einzuhalten gewesen.

    12cm WLG 040 gibt 0,32.
    Wenn dann noch alle 60cm Sparren mit 12cm breite angenommen werden, dann komme ich auf 0,42
    und wenn ich noch eine Gipskartonplatte darunter ansetze, komme ich auf 0,41
     
  5. Reto

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    Danke Andybaut.

    Dann bin ich jetzt einen Schritt weiter. Die billigste Variante bei der Dachsanierung scheidet jetzt aus. Ich hatte die Alternativen
    • nur neue Dachziegel, da die alten großflächig defekt sind
    • Konterlattung/Lattung/Dachziegel und dann selbst Sparrenzwischendämmung
    • Dämmung auf Sparren und neue Dachziegel.
    Die erste Variante scheidet jetzt aus. Denn die Maßnahme 1993 war schon falsch und dies bei der jetzigen Maßnahme nicht auszubügeln, würde kein zufällig erscheinender Prüfer verstehen.
     
  6. simon84

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  7. #6 Reto, 31. August 2017
    Zuletzt bearbeitet: 31. August 2017
    Reto

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    Danke simon84.

    Der einzige Weg um dies zu erfahren, wäre vermutlich der Kontakt mit dem zuständigen Bauamt. Diesen Gang werde ich allerdings möglichst meiden. Grund: Ich habe ja 1993, als ich das Dachgeschoss ausgebaut habe, die Dämmung zu gering "nachgerüstet". Außerdem ist mir nicht bekannt, ob ein Dachausbau in BW damals genehmigungsfrei möglich war. Jetzt wäre er ohne Genehmigung möglich.

    Wenn ich jetzt das Bauamt frage, könnten mir finanzielle Nachteile (Bußgeld) wegen a) nicht eingehaltener Wärmeschutzverordnung und b) evtl. nicht genehmigtem Ausbau drohen. Wenn ein Bußgeld nur wenige hundert Euro betragen würde ginge ich das Risiko ein. Ich kenne aber die Obergrenze nicht. Abgesehen von den max. 50.000€ laut ENEV.

    Alternativ könnte ich einen Anwalt fragen. Aber was letztendlich ein Bauamt entscheidet, wird in deren Ermessen liegen.

    Und da stecke ich nun. Auch wenn ich das Geld sparen möchte, habe ich den Vermerk von Andybaut als Entscheidung des Schicksals genommen, und schwanke jetzt wieder. Entscheidungsstark sieht anders aus.
     
  8. Andybaut

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    ich sag´s mal so:
    Eine ENEV Polizei gibt es nicht und das Bauamt hat noch genügend andere Dinge zu tun.
    Ich hatte bei all unseren Bauvorhaben noch nie, wirklich nie jemanden, der die Dicke einer Dämmung nachgemessen hat.
     
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  10. #8 simon84, 31. August 2017
    Zuletzt bearbeitet: 31. August 2017
    simon84

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    Woher weiß das Bauamt ob die Dämmung 1993 oder 1989 eingebaut wurde ?

    Rechne es doch selber mal aus.
    Wie viel Heizenergie sparst du zwischen aktueller (damaliger Standard) Dämmung und heutig gefordert laut EnEV in 10 Jahren ?

    2500 Euro ? 4000 Euro ?

    Was kostet es die Dämmung zu tauschen ? Material+Einbau, ggf. auch Ausbau und Entsorgung der alten Dämmung (falls keine Verbundarbeit, also falls von innen).

    10.000 EUR ?

    Also ist das ganze so gesehen nicht wirtschaftlich.
     
  11. #9 Reto, 1. September 2017
    Zuletzt bearbeitet: 1. September 2017
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    Danke Simone84.
    Zu Heizkosten und Kostenunterschied Dachumdeckung mit/ohne neue Dämmung habe ich relativ konkrete Angaben. Ohne neue Dämmung umzudecke werde ich mich aber kaum trauen. Bin halt ein Schi....
    Hätte trotzdem am Ende zwei Fragen.

    Ich hab schon viel gefragt. Falls noch jemand weitere beantwortet, jetzt schon danke. Hier die Fragen:
    • Wo liegen die Grenzen der Zumutbarkeit?
    • Wie hoch liegen die Bußgelder bzw. wie werden sie ermittelt, wenn ich jetzt das Dach als Sanierung nur umdecke?
      Das Wort Sanierung ist m.E. gerechtfertigt, da ich nur umdecke, weil viele Ziegel wegen Kalkeinschließungen abplatzen / defekt sind.

    Zunächst:
    • 1986: Die Hälfte des Daches einfachst als ein großer Raum zum Toben für die Kinder ausgebaut (Teppichboden, Hebelstein für Trennwand zum unausgebauten Teil, Dämmung und Verschalung). Zwischensparrendämmung Rollisol SB 040 (Stärke?) lt. Lieferschein.
    • 1993: Die andere Hälfte (wirkliche Kinderzimmer mit Bad und drei Einzelräumen) ausgebaut. Zwischensparrendämmung mit Isover Klemmfilz-UNIROLL 040 120 mm.
    • Für beide Maßnahmen habe ich noch Rechnungen. Sicher würde es kein Prüfer glauben, wenn ich behaupte, dass ich alle Rechnungen weggeschmissen habe.
    Haus
    • Erdgeschoss 120 qm
    • Dachgeschoss gleich groß, aber mit Dachschrägen
    Heizkosten aktuell
    • Heizkosten für ganzes Haus: 1600-1700 € (Öl und Holz aus Reisschlag).
    • davon Heizkosten Dachgeschoss: grob geschätzt 600-700€
    • Heizkosten fürs gesamte Haus könnte ich auf 300€ drücken, wenn ich einen Heißwasserspeicher für Heizkreislauf einbaue und dann nur noch mit Holz heize. Ist aber im Moment nicht beabsichtigt. Wäre aufgrund meines Alters aber auch nur noch etwa 10 Jahre realistisch.
    Sonstiges zum Dachgeschoss
    • Familienangehöriger wohnt darin. Wird vermutlich in den nächsten 1-3 Jahren ausziehen. Kann er aber selbst noch nicht genau sagen. Danach bleibt das Dach auf jeden Fall leer.
    Kostenvoranschläge (liegen vor)
    • Dachumdeckung ohne Lattung/Dämmung
      17.000€
    • Dachumdeckung mit Folie/Lattung/Konterlattung
      (Zwischensp.-Dämmung und Entsorgung ca. 150 qm Glaswolle selbst aber ungern aufgrund Alter – Kosten unbekannt)
      22.000€
    • Dachumdeckung mit Aufdachdämmung
      39.000€
     
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