Geothermie (Erdsonde) bezahlbar?

Diskutiere Geothermie (Erdsonde) bezahlbar? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo :) vielleicht kann jemand etwas Licht in mein Dunkel bringen hier :-). Ich bin dabei für uns hier Optionen herauszusuchen. Nach einigen...

  1. #1 aloa, 27.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 27.01.2020
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    Hallo :)

    vielleicht kann jemand etwas Licht in mein Dunkel bringen hier :-).

    Ich bin dabei für uns hier Optionen herauszusuchen. Nach einigen paar Tagen informieren bin ich schlauer, weiß jedoch nichts wirklich etwas, aber bin irritiert. Ich sehe gerade den Punkt nicht, ab welchem sich Geothermie rechnet.

    Grob das Problem hier. Es sind 2 mehr oder mindere Altbauten nebeneinander (gut 10m dazwischen). In einem Wohneinheiten, welche bisher mit Flüssiggas betrieben werden (auf dem Land; keine Alternativen). Haupthaus hier mit klassischem Holzofen. Der Holzofen und eine Uralt-Gastherme sind eigentlich fällig.
    Was tun heutzutage? Öl geht nicht, Flüssiggas nutzen wir derzeit, ist jedoch nur mäßig billig (10ct/kwh).... Pelletofen wäre auch teuer (müsste auch was umgebaut werden) und wohl auch nur etwas fürs Haupthaus. Außerdem soll man Holz ja auch nicht...

    Da kam ich auf die verwegene Idee durchzurechnen, unter welchen Voraussetzungen Erdsonden machbar wären um Beide Häuser zu heizen. Holla...... Jetzt mal von dieser JAZ abgesehen. In einem entsprechenden "FachWiki" bin ich auf eine Beispielrechnung gestoßen, das man für 25000kwh (das wäre etwa die Energiemenge für das Haupthaus hier) eine 10kwh Wärmepumpe und 160m Erdsonde benötigen würde. Ich bin für Süddeutschland auf einen Meterpreis für Bohrungen von 80-100EUR/m(?) gekommen. Das wären rundweg 16k EUR und sagen wir noch einmal so viel für die Wärmepumpe, also >30k EUR zusammen für eine Sole-Wasser Anlage? Für Beide Häuser (sagen wir noch einmal +25k kwh) wären das dann im günstigsten Fall 45k EUR (da noch einmal 160m=16000 EUR für Bohrungen)?
    Selbst wenn wir die Häuser auf die Hälfte gedämmt bekommen würden wären das noch 30k EUR, die spätere Ersparnis würde sich jedoch ebenfalls halbieren.

    [edit]
    Beim Rest habe ich mich selbst überholt.

    Die Frage für mich ist, ob die überschlägigen Preise so richtig sind um einen Anhaltspunkt zu haben. Die Summe der kwh liegt aktuell überschlägig bei 50-60.000. Ob die JAZ4 für die Förderung erreicht werden kann dürfte in den Sternen stehen, nehme ich an.


    :-)
     
  2. #2 Andreas Teich, 27.01.2020
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    Heizsystem Kriterien
    Erdwärme ist generell nur bei gut gedämmten Gebäuden sinnvoll in Verbindung mit großflächig wärmeabgebenden
    Systemen wie bei Wandheizungen oder Fußbodenheizungen, da geringe Vorlauftemperaturen zur Effizienz vorausgesetzt werden.

    Wenn genug Außenflächen vorhanden sind könntest du statt Bohrsonden auch einen Grabenkollektor ins Auge fassen
    (Infos zB im Haustechnikdialog-Forum oder im Energiesparhaus.at-Forum)
    In beiden Foren gibts aktive und kompetente Leute, die zahlreiche Projekte geplant und umgesetzt haben
    - teilweise zu einem Bruchteil der Kosten wie bei Bohrungen.
    Es wird ein kleinerer Bagger benötigt, der die Gräben im Garten gräbt, in denen die Rohre verlegt werden.
    Das Graben ausheben kann man auch mit gemietetem Bagger selbst erledigen, ggf mit gestelltem Fahrer.

    Bei schlechter gedämmten Häusern mit vorhandenen Heizkörpern könnten auch Scheitholzkessel oder Holzvergaser
    verwendet werden. Es kommt darauf an ob ihr entsprechendes Holz günstig bekommt, Lagerflächen habt
    und mehr Arbeit ins Heizen investieren wollt als bei anderen Heizsystemen.

    Bei Erdwärme generell würde ich mir auch überlegen, ob nicht Fotovoltaik zum Betrieb der Pumpen
    installiert werden könnte.
    Förderungen gibts ohnehin von der KfW für solche Maßnahmen

    Andreas Teich
     
  3. aloa

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    Danke für die Rückmeldung.

    Vorlauftemperatur würde ich mit 45°C ansetzen (das reicht hier im Haupthaus eigentlich; sind m.E. aktuell eher 40°C bis in den negativen Bereich hinein; Fenster im EG sind neu) und im zweiten Gebäude wären für Winter-Lastspitzen zwei neuere Gasthermen vorhanden. Ich hätte, so als Laie, 45°C Vorlauftemperatur angesetzt und falls es im Winter unter -3°C geht für das Gästehaus die Gastherme zugeschaltet.

    Das mit den Kollektoren geht eher nicht gut. Dafür ist das Aussengelände zu uneben (Hanglage) und für sagen wir 50.000kwh für Beide Häuser denke ich auch zu klein.

    Scheitholz haben wir aktuell, will man (hier: Schwester/Mutter) nicht mehr, wäre für das Gästehaus daneben auch nicht machbar. So das hier eigentlich nur Gas oder Thermie bleiben. Und da für 2 Gasthermen 16.000 EUR im Raum stehen dachte ich, das man das evtl. geschickter und zukunftssicherer gestalten könnte mit überschaubarem Mehraufwand.

    Wie sieht das aus mit den JAZ/Dämmung/Heizkörper? Ich meine, wir haben hier keinen Druck. Noch geht die letzte Therme und der Holzofen ist noch funktionstüchtig. Wir hätten noch etwas Zeit für Maßnahmen.


    Aber für das Verständnis bitte noch. So weit ich es verstanden hatte ist doch eine Erdsonde wegen der höheren Temperaturen weiter unten doch eher besser als Luft/wasser oder Erdkollektor für höhere Vorlauftemperaturen und schlechter gedämmte Häuser geeignet dachte ich [und JAZ höher]? Wenn nicht, weshalb? [Ich blicke da nicht mehr durch....]
     
  4. #4 Andreas Teich, 27.01.2020
    Andreas Teich

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    Luft- Wasser Wärmepumpen werden zwar besser- dann aber allenfalls mit Fotovoltaik oder Ökostrom sinnvoll,
    jedoch weniger haltbar, lauter etc und nur bei wirklich niedrigen Vorlauftemperaturen.

    Die benötigte Grabenkollektorlänge kann leicht mit dem im WWW zu findenden Rechnern kalkuliert werden.

    Es gibt Holzvergaseröfen für Meterstücke oder automatischer Zuführung von Hackschnitzeln-
    das hängt von Lagermöglichkeiten und Holzbezugsmöglichkeiten ab.

    Als erstes würde ich gut dämmen, da dies nur einmal im Gebäudeleben notwendig ist
    und danach die Heizleistung bestimmen und das benötigte Heizsystem auswählen.

    Techn. Fragen eher im Haustechnikdialog- oder Energiesparhaus-Forum besprechen.

    Andreas Teich
     
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