Geschossdecke dämmen als Alternative zur Dachdämmung bei Dachsanierung?

Diskutiere Geschossdecke dämmen als Alternative zur Dachdämmung bei Dachsanierung? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Liebe Experten, ich plane den Kauf einer Bestandsimmobilie aus dem Baujahr 1962. Weder das Dach noch die oberste Geschossdecke sind gedämmt....

  1. de25kmc

    de25kmc

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    Liebe Experten,
    ich plane den Kauf einer Bestandsimmobilie aus dem Baujahr 1962. Weder das Dach noch die oberste Geschossdecke sind gedämmt.
    Der Dachboden soll nicht zu Wohnzwecken genutzt werden und ist ungeheizt.

    Da wir das Dach sanieren müssen (neue Lattung und neue Pfannen) stellt sich mir die Frage, ob eine Dämmung gem. EnEV gegeben ist, wenn ich anstatt des Daches "nur" die oberste Geschossdecke (mit den entsprechenden Werten) dämmen würde.

    Als Laie kann ich dazu nichts konkretes aus der EnEv herauslesen. Kann mir hier jemand einen Tipp geben, was möglich ist?

    Lieben Dank im Voraus und Viele Grüße

    de25kmc
     
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  3. planfix

    planfix Gast

    zu dämmen ist erstrangig die beheizte hülle. also damit die geschoßdecke.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Planfix hat die Frage ja bereits beantwortet. Ich würde noch gerne ergänzen, dass es unter Umständen einfacher ist das Dach zu dämmen. Wie kommt man in den Dachboden? Treppenaufgang mit Tür? Bodenluke?

    Der Dachboden soll zwar nicht zu Wohnzwecken genutzt werden, aber er wird doch sicherlich als "Lagerplatz" benutzt. Man muss also irgendwie auf dem Boden auch laufen können, ohne dass man die Dämmung ruiniert. Der Zugang zum Dachboden ist ebenso eine Schwachstelle, man kann ja eine Tür nicht komplett dämmen, oder einen Treppenaufgang. Selbst eine Bodenluke kriegt man nicht so einfach "dicht". Das alles produziert Aufwand der Geld kostet, so dass eine Zwischensparrendämmung o.ä. vielleicht einacher und kostengünstiger zu realisieren ist.
     
  5. Inkognito

    Inkognito Gast

    Sicher möglich, eventuell auch wirtschaftlich, aber nie ganz unproblematisch: Die Dichtheit der Dachluke stellt hier ein häufiges Problem dar, genau so wie ein ungeeigneter Bodenbelag auf der Dämmung und eine fehlende Zwangsbelüftung des kalten Dachraums.

    Die Problematik der Anschluss- und Durchdringungsdetails haben beide Sanierungskonzepte gemeinsam.
     
  6. de25kmc

    de25kmc

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    Vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten!

    Das heißt für mich, dass ich lediglich das Dach neu eindecken müsste, ohne auch noch eine Zwischensparrendämmung durchzuführen, und ich wäre dann immernoch konform mit der EnEv, sofern ich eine Geschossdecken-Dämmung vornehme.

    Als Bodenbelag auf der Dämmung sind derzeit normale Holzdielen/Bretter vorgesehen, die jeweils mit einer kleinen "Fuge" dazwischen, nebeneinander liegen. Die Dämmung der Dachluke (Einstiegsluke zum Dachboden) kann in der Tat schwierig werden. Aber ich gehe davon aus, dass ich mich dann immernoch im Rahmen der EnEv bewege, richtig?

    Viele Grüße

    de25kmc
     
  7. #6 saarplaner, 3. Februar 2015
    saarplaner

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    Die EnEV ist nur ein Teil der notwendigen Betrachtungen.

    Mindestens genauso wichtig wie die Einhaltung der EnEV ist die Tatsache, dass deine Aufbau auch in bauphysikalischer Sicht funktioniert.

    Wenn du vor hast den Speicher als Lagerraum zu nutzen, kann ich dir nur von der Lösung mit dem Dielenboden abraten, weil du den Belag mit dem Einräumen von Kisten doch wieder sperrst und die Tauwasserproblematik auch schon losgeht.

    Es gib vernünftige Bodentreppen, die luftdicht und wärmegedämmt sind. Dennoch sind diese Teile immer eine potentielle Schwachstelle. Wenn es auch nur so ist, wenn du die Luke öffnest und warme, feuchte Luft nach oben schickst.

    Je nach Nutzung des Bodens würde ich dann eher zur Dämmung des Steildaches tendieren.

    Beor es soweit ist, würde ich mit einem Architekten/Energieberater das Vorhaben durchsprechen und rechnen lassen.
     
  8. Kalle88

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  9. #8 saarplaner, 4. Februar 2015
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    Tja Kalle, nix genaues weiß man nicht...
     
  10. edgar

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    Wenn er dioch sowieso das Dach neu decken muß, ist doch eine Aufsparrendämmung besser. Es sei denn die Dachziegel sind von innen verkleidet. oder? Denn Probleme mit dem Dachboden als lager oder spätere Wohnn-Nutzung gibt es dann nicht mehr.
     
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  12. #10 Rudolf Rakete, 30. April 2015
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    Also wenn ich ein Dach anpacken muss, dann dämm ich auch das Dach. Alles andere ist irgendwie unlogisch.

    Die Idee begreif ich nicht.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Eine Zwischensparrendämmung ist meist kostengünstiger zu realisieren, und da Geld bei den meisten Vorhaben auch eine Rolle spielt, sollte man die beiden Varianten schon genauer miteinander vergleichen.

    Wenn das Dach angepackt wird, dann halte ich eine Dämmung der oberen Geschoßdecke nicht für sinnvoll. Für mich hätte die Dachdämmung Priorität.
     
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Geschossdecke dämmen als Alternative zur Dachdämmung bei Dachsanierung?

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