Geschossdecke zum DG = Wärmebrücke / Schimmel

Diskutiere Geschossdecke zum DG = Wärmebrücke / Schimmel im Spezialthema: Wärmebrücken Forum im Bereich Bauphysik; Hallo! Ich wohne seit März in einen Mehrfamilienhaus BJ 1997. Meine Wohnung befindet sich direkt unter der ausgebauten Dachgeschosswohnung. Nun...

  1. #1 holzgewehr, 13. Januar 2009
    holzgewehr

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    Hallo!

    Ich wohne seit März in einen Mehrfamilienhaus BJ 1997. Meine Wohnung befindet sich direkt unter der ausgebauten Dachgeschosswohnung. Nun habe ich Schimmelbildung an den Außenecken/Zimmerecken des Schlafzimmers und des Wohnzimmers festgestellt. Beides sind Außenecken des Mehrfamilienhauses ( Nord-Ost + Nord-West) nur seitenverkehrt. Meine Hausverwaltung behauptet ich heize und lüfte nicht richtig. Das kann ich nicht bestätigen. Die Ecken fühlen sich feucht und kalt an, obwohl teilweise bis 25 Grad im Raum sind und sich die Heizkörper in der Nähe befinden.
    Jetzt die Frage:
    Ich vermute nun, das sich Wärmebrücken dort befinden. Genauer gesagt, das meine Zimmerdecke/Geschossdecke dort teilweise nicht isoliert ist! Denn die DG Wohnung ist kleiner im Grundriss als meine und reicht nicht an die Außenwände des Hauses heran. Der Raum zwischen DG Wand (SCHRÄGE) und Ringanker scheint m. E. nach, schlecht oder garnicht isoliert zu sein.
    Kann das sein?
    Muß sowas isoliert sein und wie?
    Wie verhalte ich mich?
    Kann eine Thermographie Infos bringen?

    Danke, Gruß hg
     
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  3. Meizter

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    Die ecken bilden immer die größte fläche im vergleich zu den angrenzenden Wänden. Eine T.grafie kann hier schon aufschluss geben inwiefern im Ringankerbereich gedämmt wurde. Steht den ein Möbelstück in diesem Eck?
     
  4. #3 holzgewehr, 19. Januar 2009
    holzgewehr

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    Nein, die Ecke ist frei von Möbeln.
    Probleme entstehen nur wenn Frost draussen ist. Die Wände wirken kühl obwohl geheizt wird.
    Was kostet eine Thermografie?

    Gruß hg
     
  5. Andy974

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    Hallo HG,

    ich würde dir eine Thermografie und eine Wärmebrückenberechnung empfehlen. Damit kann man zweifelsfrei feststellen ob es sich um einen Baulichen Mangel handelt oder nicht. Es gibt da nämlich die DIN 4108 Wärmeschutz in Gebäuden. Dort sind Mindeststandards festgelegt. Bei einem Bauwerk von 1997 dürfen solche Probleme nicht auftreten. Vorausgesetzt natürlich du heizt und lüftetest wirklich korrekt. Leider wohne ich zu weit weg von Thüringen, da werden die Fahrtkosten zu hoch, aber sicherlich gibt es auch bei dir in der Gegend kompetente Thermografen. Einfach unter www.VATH.de suchen.


    Gruß
    Andreas Schulte
     
  6. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    In diesen Zwischenraum kann man vermutlich auch mit der Taschenlampe leuchten.
    Dann sieht man ob dort Dämmaterial liegt. Vermutlichnicht

    Ggf. eine Rolle Glas-oder Steinwolle dort ausrollen.

    Gerade jetzt sieht man ja dann die Wirkung.

    Sas ist zunächst mal der billigste Weg.

    pauline
     
  7. sailboy

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    wärmebrücke

    wie sie schon sagen, sie heizen richtig und lüften auch
    ihre wohnung wie es sein soll. wenn sie dass alles tun ist darf es nicht schimmeln.
    schimmel entsteht wenn die oberflächentemperatur unter 12.6 grad ist.
    trotz der richtigen luftfeuchtigkeit wird auf dieser stelle durch kondensation
    feuchtigkeit entstehen. dies ist mit einfachen wärmemessgeräten nachzuweisen.
    sie sollten unbedingt etwas unternehmen bevor sie der schimmel langfristig krank macht.
    ist es ihre wohnung oder gemietet?
    ....es geht darum die oberflächentemperatur auf ihren innenwand zu erhöhen. in ihrem falle ist der schaden nur zu beheben wenn von aussen gedämmt wird. (sie können ja keinen heizstrahler hinstellen)
    ich selber bin gebäude-energieberater und den fall hab ich immer wieder
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 17. Februar 2009
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    Ob hier die Ursache im Nutzerverhalten oder in baulichen Gegebenheiten zu suchen ist, kann eine Thermographie nicht unbedingt nachweisen.
    Die würde zwar Durchbinder oder Löcher in der Dämmung zeigen. Wenn es aber nur um die Geometrie des Gebäudes geht, wird sie nur zeigen, wie sich Temperaturen verteilen.

    Ob die Temperaturen an falschen Nutzerverhalten liegen oder ob der Nutzer es mit zumutbarem (Robby und Mark - Euer Einsatz ;)) Aufwand nicht schaffen kann, diese auf ein schadenverhinderndes Niveau zu heben, dazu brauchts mehr als nur ein buntes Bild.

    @ Schiffsjung
    Wenn Sie solch platte Aussagen als Energieberater tätigen, müssen Sie damit rechnen, eines Tages von einem Nutzer in Regress genommen zu werden, der auf Basis Ihrer falschen Aussagen einen Prozess begonnen und verloren hat.
    :mauer
     
  9. Andy974

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    Ob hier die Ursache im Nutzerverhalten oder in baulichen Gegebenheiten zu suchen ist, kann eine Thermographie nicht unbedingt nachweisen.
    Die würde zwar Durchbinder oder Löcher in der Dämmung zeigen. Wenn es aber nur um die Geometrie des Gebäudes geht, wird sie nur zeigen, wie sich Temperaturen verteilen


    @ Ralf Dühlmeyer
    Nun ja die die Temperaturen sind ja auch das wichtige. Natürlich kann das auch mit einem Kontaktthermometer gemessen werden. Aber da HG sagt er lüfte richtig ( ich kann ja seine Aussage nicht einfach anzweifeln ) müssen doch erst mal die Gegebenheiten geklärt werden. Das dass keiner aus der Ferne kann ist klar. Um Abhilfe zu schaffen ist der Erste Schritt wohl die Diagnose. Passende Möglichkeiten der Sanierung kann man dann auswählen.
    Wobei, wenn die Temperaturen grenzwertig sind, auch eine Innendämmung möglich wäre.
    Aber bei einem Haus BJ 1994 ist das schon komisch. Aber ohne Ortstermin ist keine genaue Analyse machbar.


    Gruß

    Andreas Schulte
     
  10. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Es ist in der Tat richtig, daß man für Schimmel keine feste temperatur angeben kann. Die festen Temperaturwerte sind immer auf eine bestimmte Temperatur und Feuchte, das sog. Normklima, im Inneren bezogen.

    Im letzten Winterurlaub hatte ich mein Strahlungsthermometer mitgenommen. Danach hätte das ganze Haus voller Schimmel sein müssen. Aber bei der trockenen Luft konnte sich eben doch kein Schimmel bilden. Alles frei von Schimmel.

    Wenn allerdings der Bereich oberhalb einer Wandecke nicht beheizt wird weil die Dachwohnung kleiner ist, kann natürlich dort leichter Schimmel entstehen, wenn oben kein Dämmmaterial an dieser Stelle eingebaut ist.

    Wie sieht den dieser Raum oben aus???

    pauline
     
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  12. #10 holzgewehr, 1. März 2010
    holzgewehr

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    Danke für eure Infos...!
    Mittlerweile ist der besagte Raum (Scjhlafzimmer) zum Fiasko geworden.
    Wir sind dort erstmal ausgezogen (Raum) um dem Schimmel zu entkommen und zu sanieren.
    Story:
    Im letzten Herbst wurde die Hausfassade neu armiert und verputzt. Somit wurde die schon feuchten, rissigen Wände (erst später erfahren!) nach aussen hin dicht gemacht. Alle Feuchtigkeit drückte sich nun nach innen durch und unser Schlafzimmer wurde dann vom Schimmel übermannt.
    Zuerst ganz unbemerkt (nur die Ecke war ja immer sichtbar) und dann per Hygrometer (immer über 70%) und dann per Geruch. Wir bemängelten beim Vermieter und dieser schickte und einen Sachverständigen und den Hausverwalter vorbei. Mit einer Wärmebildkamera wurde die besagte Ecke als Wärmebrücke ausgemacht (innen 21 Grad Raumtemperatur und die Ecke nur 5 Grad Oberflächentemperatur, bei 15 Grad minus draussen).
    Nun muß geprüft werden ob überhaupt eine Deckendämmung gemacht wurde!
    Mein Nachbar über mir muß jetzt Probebohrungen dulden um dort einsehen zu können. Sollte die Dämmung fehlen, werden seine Wände geöffnet um nachzurüsten!
    Hinter unserem Kleiderschrank, der natürlich vor dieser Außenwand stand, hatte sich gelbbrauner Schimmel gebildet. Sogar die Rückwande waren massiv befallen (bei 7 cm Abstand zur Wand). Wir mussten alles entsorgen, Wandbeläge, Möbel, Fussboden. Nun stehe ich nur noch vor Putz und Beton. Mein Vermieter lässt sich Zeit mit der Entscheidung wies weitergeht...!
    Ich werde jetzt in Eigenregie weitermachen und erstmal austrocknen...
    Melde mich...
     
  13. #11 pauline10, 8. März 2010
    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Wie ist denn der Wandaufbau jetzt?
    Was heißt , "armiert und verputzt"?
    Waren die Wände vorher unverputzt?
    Was ist das für eine Armierung?

    Da müßte ja jemand den Verputz mit Latexfarbe dick gestrichen haben.
    Kann denn auch die Feuchtigkeit aus dem unteren Geschoß kommen?
    Fehlt da evtl. eine Sperrschicht im Mauerwerk?
    Da muß man auch nach einer Dämmung der Wand suchen!
    Wenn eine Sperrschicht in der Wand eingebaut ist, sollte ein WDVS mit mindestens 15 besser 20 cm styropor plus einer Dämmung der Decke den Spuk beseitigen.
    Es ist immer die Rückwand!

    pauline
     
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Geschossdecke zum DG = Wärmebrücke / Schimmel

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