Gestrichene Holzfassade aus Fichte oder Lärche?

Diskutiere Gestrichene Holzfassade aus Fichte oder Lärche? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Ein Teil unserer Fassade wird als Holzfassade in Stulpschalung ausgeführt. Das Holz soll gehobelt sein (also nicht sägerauh) und es soll...

  1. #1 hausbauer2008, 11. Februar 2010
    hausbauer2008

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    Ein Teil unserer Fassade wird als Holzfassade in Stulpschalung ausgeführt. Das Holz soll gehobelt sein (also nicht sägerauh) und es soll gestrichen werden.

    Der Zimmermann hat nun Farbmuster vorgelegt, jeweils für Fichte und Lärche. Er meinte, er würde unbedingt Fichte empfehlen, weil Lärche zum Harzen neigt und man dann sehr unschöne Flecken bekommt.

    Leider gefällt uns das Lärchenholz besser, weil die Farbe (Eiche hell) darauf besser aussieht und das Holz irgendwie solider wirkt (bessere Haptik würde ein Autodesigner sagen ;) ).

    Frage: Ist nun Lärche gestrichen aus Eurer Sicht ein absoutes No-Go, oder doch noch akzeptabel? Lärche ohne Anstrich und dann ergrauen lassen kommt für uns nicht in Frage.
     
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  3. Julius

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    ME dürfte das ziemlich egal sein, wenn Du den Kardinalfehler (gehobelt statt rauh) schon unbedingt machen möchtest...
     
  4. H.PF

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    Aussenfassade?

    Auf jeden Fall Lärche, sehr viel haltbarer als Fichte...

    Fichte wird dir faulen ohne Schutz, Lärche nicht.

    Das Holz wird frei bewittert, da gehört Fichte nicht hin.

    Und wenn es harzt, dann lass es doch harzen... Stellste halt irgendwas drunter...

    Und es ist doch egal, wie du es streichst, kannst es ja auch in Ochsenblutrot streichen oder Hellblau, völlig egal.
     
  5. #4 hausbauer2008, 11. Februar 2010
    hausbauer2008

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    Warum Kardinalfehler? Ich habe gehört, dass es regional unterschiedlich bevorzugt wird.

    Ja, Aussenfassade, bedingslos dem Wetter ausgesetzt. Es gibt namhafte Anbieter, die das Holz fertig gestrichen liefern, und das ist Fichte. Trotzdem so schlecht?
     
  6. ThomasMD

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    Ich würde mich da auf die Erfahrungen unserer Altvorderen verlassen und die haben für Fassaden und Dachschindel fast ausschließlich Lärche genommen.

    Warum man die aber dann auf Eiche quälen muss?:confused:

    Anstriche schützen nie dauerhaft. Die Leute kriegen es schon nicht hin, ihre xxxxx-Holzfenster vor Fäulnis zu schützen, da sollte man bei einer Fassade eher auf ein Holz zurückgreifen, was von Hause aus witterungsbeständig ist.


    herstellername ge-x-t, mls 100211
     
  7. Evander

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    Eins sag ich Dir gleich: Deine Fassade wird mit der Zeit ordentlich angrauen-trotz Anstrich, dass muss Dir vorneweg klar sein.
     
  8. acensai

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    ... über wieviel m2 sprechen wir denn?
     
  9. #8 Christian79, 11. Februar 2010
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    Wir werden auch einen Teil der Fassade in Lärche ausführen.

    Damit es nicht zu Unregelmäßigkeiten im Farbton kommt, soll das Holz mit einem Anstrich vorbewittert werden. Dann ist es von Anfang an gleichmäßig grau. Für uns war natürliche Verwitterung ebenfalls ein No-Go...
     
  10. #9 hausbauer2008, 12. Februar 2010
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    Wir sprechen von ca. 70qm.

    In der Ausschreibung steht u.a.:
    - Grundierung
    - 2-facher Anstrich mit MP-Dickschicht-Lasur

    Etwas nachgrauen ist ja ok, aber nicht so, wie man es von ungestrichener Lärche kennt. Dann muss ich halt alle 5 Jahre mal streichen.

    Ich habe hier Muster vom Zimmermann vorliegen. Bei Fichte sieht man jeden Eindruck mit dem Fingernagel, Lärche wirkt deutlich fester.

    Alternativ hatten wir noch Resopal in der Ausschreibung, aber das sieht uns zu unnatürlich aus.
     
  11. juni74

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    Keine Frage, dass Lärche haltbarer ist, aber so schlecht ist Fichte auch wieder nicht. Mein Schwiegvater hat von 2 Jahren Teile der Außenverkleidung seiner Scheune erneuert. Die Bretter waren 60 Jahre alt und wurden nie gestrichen. Aber vermutlich gibt es auch einen Unterschied zwischen Fichte und Fichte.
     
  12. zoigl

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    Dickschichtlasur ist nicht für Dein Vorhaben geeignet, da ist Ärger programmiert . Ist nur für maßhaltige Bauteile mit entsprechender Vorbehandlung lt. Herstelleranweisung.
    Lasuranstriche auf Holzverkleidung bereiten grundsätzlich wenig Freude.
    Helle Lasuren haben einen geringen UV-Schutz, dunkle Lasuren erhitzen das Holz zu sehr, Harzaustritt und kleine Pflegeintervalle sind die Folge.
    Helle Lasuren werden durch kurzfristige Nachbehandlung immer dunkler, ein Teufelskreis .
    Wieso nicht vor Montage beidseitige Imprägnierung und 2-3 Deckanstriche mit Acryl-Wetterschutzfarbe , nach Montage nachstreichen oder komplett finishen. Dann hast Du sehr lange Ruhe, wenn Du trockenes Holz hast .:28:
     
  13. mls

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    das liegt wohl auf der hand ;)
    auf niedrigstes niveau runtergebrochen, muss da nix besseres rauskommen,
    als im eingangsfall.
    warum nicht einfach mal dem zimmerer glauben?
    zumal eh schon eine wichtige entscheidung (hobelware) steht.
     
  14. Netzer

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    Ich schließ mich mal dem Zoigl an!
    Bewitterte 70m² Eiche hell kannst du alle 2 Jahre schleifen und neu überarbeiten.Und ddie Fläche sieht nach 2-3maliger Überarbeitung wirklich nicht mehr schön aus.Alternativ zur Wetterschutzfarbe bietet sich auch noch ein deckender Standölanstrich an.
     
  15. acensai

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    Wenn Du Spass am schleifen und streichen von Holz hast, dann wirst Du ein glücklicher Mensch sein - denn bei 70 m2 braucht's gerade nach einigen Jahren schon etwas Zeit und Durchhaltevermögen ...
     
  16. #15 hausbauer2008, 12. Februar 2010
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    Na ihr macht mir ja Mut ... :confused: ... auf alle 2 Jahre Schleifen und Malen habe ich natürlich keine Lust.

    Einen Königsweg scheint es aber nicht zu geben, da die Meinungen hier ja auch ein wenig auseinandergehen. Dann nehmen wir jetzt Lärche und ich sag dem Zimmermann, er solle sich mal Gedanken machen hinsichtlich Imprägnierung/Wetterschutzfarbe. Kann man das so zusammenfassen?
     
  17. mls

    mls Bauexpertenforum

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    du willst es kompliziert! :)
    dann setz dich mal mit der funktionsweise "üblicher" "wetterschutzfarben"
    auseinander.
    es gibt welche -wenige- auf ölbasis (s. netzer). verbreitet sind aber die "billigeren"
    kunstharzfarben. dazwischen liegt ein kilometer qualitätsunterschied und ein
    beachtlicher preisunterschied ;)
     
  18. Netzer

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    Standölfarben sind nicht günstig,aber verdammt ergiebig.
    Da hat man das Geld wieder herinn.
    Mal schlau machen darüber bei Kreidezeit oder Beek`sche Farbwerke.
     
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  20. zoigl

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    "Schuster bleib bei Deinem Leisten" !
    Der Zimmerer soll ein ordentliches Holz bereitstellen, das Anstrichmäßige Bearbeiten sollte man aber schon dem Maler überlassen .
    Erstens hat Er das Wissen, zweitens benötigt Er weniger Arbeitszeit als der Zimmermann !:28:
     
  21. Netzer

    Netzer

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    Da Ungeübte den Standölanstrich oft zu dick auftragen und dadurch häßliche
    gerissene Schwarten auftreten noch eine Alternative-die bewährte Osmo Landhausfarbe.Narrensicher zu verarbeiten,langlebig,leichtzu überholen.
     
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