Gewölbekeller mit selbstgebauter Taupunktsteuerung trockenlüften

Diskutiere Gewölbekeller mit selbstgebauter Taupunktsteuerung trockenlüften im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen! Unser Haus Bj. 1930 steht auf einem deutlich älteren Gewölbekeller. Dieser ist vorallem in einer Ecke sehr durchfeuchtet und dort...

  1. #1 DanielEnergy, 02.11.2018
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    Hallo zusammen!
    Unser Haus Bj. 1930 steht auf einem deutlich älteren Gewölbekeller. Dieser ist vorallem in einer Ecke sehr durchfeuchtet und dort bildet sich grünes Moos und Schimmel.
    Im Sommer habe ich meist Nachts quer gelüftet und jetzt im Winter ständig das Fenster offen im Keller. Der muffige Geruch ist schonmal weg. Früher hatten die Keller wohl min eine Lüftöffnung in Bodennähe mit einer Schachtverbindung über die Wand nach oben und dann noch eine Öffnung in Deckennähe. Oben haben wir 2 Fenster, unten vermute ich dass Öffnungen da waren und zugemauert wurden.
    Das müsste wie folgt funktioniert haben: Luft von aussen sinkt über den Schacht ab und kühl sich ab. Kommt trocken und kalt unten an. Luft erwärmt sich im Keller, nimmt Feuchte auf und zieh nach oben ab durch einen Kamineffekt. Leider finde ich so gut wie keine Informationen darüber wie Kellerlüftung früher funktioniert hat. Es muss jedoch funktioniert haben, denn sonst wären die ja immer schimmlig gewesen ;).

    Mir schwebt nun vor eine taupunktgesteuerte simple Lüftungsanlage selbst zu bauen. Zur Erklärung für den der es nicht kennt: Je ein Sensor innen im Keller und aussen an der Außenluft, messen Temperatur und Luftfeuchte und und eine Zentrale ermittelt den Taupunkt. Wenn die Bedingungen erfüllt sind, dass die Aussenluft den Keller trocknen würde, dann gehen die Lüfter an und Lüftungsklappen auf, ansonsten bleiben die Lüftungsklappen zu.

    Mit einem Ventilator würde ich Aussenluft unten in Bondennähe einblasen und mit einem anderen gegenüberliegend in Deckennähe die Luft abziehen.

    Ein Gerät das sowas kann wäre z.B. dieses hier (fehlen nur Lüfter): PLS 1000 - Luftfeuchteschalter,Taupunktsteuerung, Wohnraumlüftung

    Hat jemand hier Erfahrung damit? Im Selbstbau oder auch mit Komplettlösungen?
    Danke!

    Daniel
     
  2. #2 simon84, 02.11.2018
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    Mal nach Bayernlüfter googeln, gibt es fertig.

    Selbstgebaut ist halt immer selbstgebaut mit allen Vor- und Nachteilen.
     
  3. SIL

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    So ein kleiner Lüfter für Ihren Keller liegt bei vllt 400 € rum, plus die Steuerung, selber etwas basteln ist da meist aufwendiger, eventuell benötigten Sie auch 2. ( ivent, Zehnder,meico, Wolf,systemair oder Fred's bevorzugte Marke Helios Anbieter gibt es da genug - berechnen Sie überschlägig das Volumen und suchen Sie sich den passenden raus oder 2.
     
  4. #4 DanielEnergy, 03.11.2018
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    Hallo! Danke! Aber warum kostet ein Lüfter 400€? Ich dachte ich nehme so einen in der Art:
    SIKU 100AZL - Lüfter, kugelgelagert, Jalousie

    Mein Keller besteht aus einem Raum mit ca. 100 Kubikmeter. Dieser Lüfter schafft 98 Kubik/h, also einfacher Luftwechsel. Müsste eigentlich reichen oder?
    Mein Ziel ist keinesfalls ein richtig trockener Keller, sondern insofern eine Verbesserung, dass es aufhört zu mordern in der einen Ecke. So ein Gewölbekeller braucht auch etwas Restfeuchte.
     
  5. SIL

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    Sie brauchen ja auch Zuluft-- ein Lüfter der schaltet und zwar in beide Richtungen. Sie könnten Zuluft auch über Nachströmer EHT regeln kostet einer DN 100 aber auch ca 140 €, permanent ein Fenster offen zu lassen, ist ja nicht sinning - es dringt ja dann jeweils die Aussen Luft unkontrolliert ein.... So einfach 'quer zug luft - wird wohl nicht den gewünschten Effekt erzeugen, und was Ihre Ansaugung in Böden Nähe heisst, da bin ich mir nicht sicher... Was ist das überhaupt für ein Gewölbekeller Naturstein? Klinker?...
     
  6. #6 DanielEnergy, 03.11.2018
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    So soll es funktionieren, mit einer Taupunktsteuerung und Sensoren innen und aussen.

    Kellerlüftung.jpg
     
  7. SIL

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    Das ist der Ansatzfehler - ihr System muss unabhängig von der AussenLuft arbeiten - im ungünstigen Fall, wird ja gerade dann wenn die Luftfeuchte innen schon hoch ist ( durch Wand und Boden) über längere Zeit, bei gesättigter AussenLuft ja kein Austausch stattfinden ergo ergibt das so nicht richtig Sinn BTW Klinker Gewölbe brauch keine Feuchtigkeit...
     
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  8. #8 DanielEnergy, 03.11.2018
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    Mir geht es primär darum günstig den Status Quo zu verbessern und dann zu sehen ob ich es so lassen kann, oder noch etwas tun muss. So lange die Taupunktdifferenz nicht passt, wird nicht gelüftet, das ist mir klar. Ein aussenluftunabhängiges System wäre bspw. ein Trocknungsgerät/Luftentfeuchter, was eine energetische Katastrophe ist. Oder eine bauliche Änderung über Drainage und/oder das Absperren des Naturbodens.
     
  9. #9 simon84, 03.11.2018
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    Warum ist das energetisch eine Katastrophe ?
    Hast du schon mal tatsächlich ausprobiert, wie oft so ein Gerät überhaupt tatsächlich läuft, über das Jahr gerechnet ?
    Z.b. Luftfeuchtigkeitsgesteuert mit einem Ziel von 65% ?
     
  10. #10 petra345, 04.11.2018
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    Wer einen Keller im Sommer lüftet, macht ihn nicht trocken sondern er bringt Feuchtigkeit in den Keller hinein.
    Wenn man sich darüber nicht im klaren ist, sollte man von solchen "Lösungen" die Finger lassen.
     
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  11. #11 simon84, 04.11.2018
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    Auch eine vereinfachte Steuerung auf Basis von Zeit ist denkbar
     
  12. #12 DanielEnergy, 04.11.2018
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    Wer die Fragestellung nicht verstanden hat, braucht nicht unsachlich zu antworten. Danke :)
     
  13. #13 Lexmaul, 04.11.2018
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    Wer schreibt hier unsachlich?
     
  14. #14 DanielEnergy, 04.11.2018
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    Ja das habe ich mir auch überlegt, einfach Nachts immer die Lüfter angehen zu lassen. Taupunktsteuerung ist mir aber lieber.
     
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  15. zecko

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    Hallo,
    zu aller erst: Ja, eine Bastellösung bleibt eine Bastellösung! Aber, die Preise die teilweise für solche Steuerungen verlangt werden sind schon heftig.

    @DanielEnergy: Wenn du von Programmierung (und ein bisschen experimentieren) nicht abgeschreckt bist:

    Ich habe vor, meinen Keller auch kontrolliert mit einer eigenen (Bastellösung :-) zu Lüften.
    Zur Steuerung dient ein Arduino. Dieser bekommt Temperatur- und Feuchtesensoren für Außen und Innen. Zustätlich ein 433Mhz Sendemodul. Alles zusammen ca 40€.
    Funktionsweise:
    Es wird die absolute Luftfeuchtigkeit Innen und Außen gemessen. Wenn entsprechende Differenz besteht, wird gelüftet. Über die 433Mhz-Antenne werden die Lüfter per Funksteckdose geschalten (Ich möchte mit einer Bastelplatine nicht direkt 220V schalten!
    Ggf. könnte man auch noch einen Luftentfeuchter schalten/steuern.
    Da ich die Programmierung selber mache, sind alle Parameter frei wählbar:
    - wann wird gelüftet
    - wie oft
    - bei welchen Temperaturen
    - soll zusätlich noch ein Entfeuchter eingeschalten werden
    - ...

    Die Komponenten habe ich alle schon da, allerdings fehlt mir aktuelle die Zeit. Andere Baustellen am Haus haben höhere Priorität.

    Du musst natürlich selber eintscheiden, ob du so viel Zeit in dieses Thema investieren möchtest. Die Programmierung sollte man nicht unterschätzen. Ich sehe es eher als Hobby. Als Programmierer finde ich es schön mal ein Projekt gefunden zu haben, dass eine praktische Anwendung hat.
     
  16. #16 simon84, 12.11.2018
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    Ich weiss ja nicht was du pro Stunde verdienst, aber wenn ich ein Fertiggerät für 400 EUR krieg finde ich das nicht heftig.
    Bevor ich mich dann 5 oder 10 Stunden mit rumbasteln hinsetze.....
     
  17. #17 Fabian Weber, 12.11.2018
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    Ich finde es cool wenn man was bastelt, das schärft den Verstand.
     
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  18. #18 simon84, 12.11.2018
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    Klar, aber ob es dann unbedingt sowas sein muss ? :) Geschmacksache
     
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  19. zecko

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    Hi,
    nein, ich Stufe das ganz klar als Hobby ein! Ich bin Programmierer und da muss man sich auch mal "fortbilden". Und da darf man dann natürlich die Zeit nicht mit reinrechnen. (Andere fahren am Wochendende sinnlos mit den Motorad rum oder sitzen vor der Glotze. Ich hoffe hier gibt es jetzt keine Motoradfahrer :lock )
     
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  20. #20 Bromm Edmund, 28.11.2018
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    " ein Trocknungsgerät/Luftentfeuchter, was eine energetische Katastrophe ist".
    Woher kommt diese Behauptung?
    Es wurde zwar erwähnt, dass vorab eine genaue Analyse erfolgen muss woher die Feuchte kommt.

    Dies ist nicht immer einfach. Es bedarf schon besonderer Kenntnis und auch ein Gefühl um den Aufwand in einem vernünftigen Rahmen zu erstellen.

    Ich habe mir 1982 ein feuchtes Haus (Baujahr 1954) gekauft. Der Keller und das Erdgeschoß waren total verschimmelt. Statt der Elektroheizung wurde ein Kachelofen eingebaut und im Keller habe ich einen elektrisch betriebenen Luftentfeuchter laufen. Seitdem habe ich keine Probleme mehr.

    Es wird zwar immer behauptet ein Luftentfeuchter ist teuer und verbraucht viel Strom aber ob dies stimmt ist eine andere Sache.

    Mein Keller ist ca. 70m² X 2,20 hoch. Mein Luftentfeuchter ist mit einem Zeitschalter versehen und läuft im Jahresdurchschnitt ca. 2,5 Stunden. Im Winter brauche ich diesen nicht. Bei 400 Watt ergibt dies täglich 1 KW ca. 25 Cent ist X 30 Tage = 10 Euro im Monat. Daraus folgen 100 Euro im Jahr.
    Ich versuche die Feuchte bei ungefähr 55 bis 60 % zu halten.
    Dafür erhalte ich a: eine geringe Wärme (nicht uninteressant in der Übergangszeit) und b: bleiben meine Wände und auch die Decke trockener und haben somit eine bessere Wärmedämmung. Dies ergibt sicher einen positiven Effekt.
     
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