Giebel: Innenverkleidung / Wand herstellen

Diskutiere Giebel: Innenverkleidung / Wand herstellen im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo Mitglieder des Bauexpertenforums, bei der Recherche nach Lösungsansätzen für verschiedene Probleme, bin ich bereits auf das Forum...

  1. belnack

    belnack

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    Hallo Mitglieder des Bauexpertenforums,

    bei der Recherche nach Lösungsansätzen für verschiedene Probleme, bin ich bereits auf das Forum gestoßen. Jetzt ist es soweit, ich habe eine Frage, auf die ich bisher keine Antwort finden konnte.

    Wir haben ein Haus gekauft (Bj '33). Dieses wurde in der Vergangenheit aufgestockt, so dass die obere Etage keine Dachschrägen mehr hat. Während der Renovierung viel uns auf, dass die Giebelwand offensichtlich vorgesetzt ist. Da wir uns nicht erklären konnten, warum, haben wir die vorgesetzte Wand abgebaut.

    IMG_20160222_173627.jpg

    IMG_20160222_193130.jpg

    IMG_20160222_193135.jpg

    Wie ihr sehen könnte, wurde nicht der alte Giebel aufgestockt / gemauert, sondern mit Holz "verkleidet". Hinter diesem Holz ist Dachpappe, dahinter Eternit (wie man sie öfters an alten Fassaden sieht). Die herausgerissene Wand, war auf die oben beschriebene Konstruktion aufgebracht und bestand aus Heraklithplatten, die mit Gips verputzt waren.

    Die Giebelkonstruktion soll jetzt wieder verkleidet werden, allerdings wissen wir nicht genau wie wir vorgehen sollen.

    Wie sehen die möglichen Aufbauten aus? Würde es reichen, sicherzustellen, dass dort alles trocken ist und eine diffusionsoffene Wand (z. B. Ytong) davor zu mauern?

    Grüße,
    David
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Ich würde mir zuerst noch Gedanken über Wärmedämmung machen, denn das bisschen Holz hat keine nennenswerte Dämmwirkung. Die Wand wird im Winter verdammt kalt, und wenn das Wohnräume gibt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Luftfeuchtigkeit dort niederschlägt. Was dann folgt, das dürfte klar sein.

    Dämmung bis der U-Wert der Flächen besser wird als der U-Wert der Fenster, so dass sich Luftfeuchtigkeit vorzugsweise an den Fenstern niederschlägt, wo man sie wieder entfernen kann. An sich wäre hier auch mal die EnEV zu betrachten, dann wäre der notwendige U-Wert 0,24W/m²K. Außen "Dachpappe", also wäre es sehr wahrscheinlich sinnvoll, innen diffusionsdicht zu arbeiten. Da müsste man sich einmal hinsetzen und ein bisschen rechnen.
    Danach dann alles mit einer Vorbauwand, Gipskarton zum Beispiel, verkleiden.

    Das wäre "mein" Ansatz über den ich mal nachdenken würde.

    Nebenbei bemerkt, es wäre sinnvoll hier mal jemanden zu holen der sich auskennt. Das ganze sieht nicht gerade vertrauenserweckend aus.
     
  4. belnack

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    Danke für die Antwort R.B.!

    Eine Dämmung soll eingebracht werden, allerdings bin ich mir mit dem Aufbau noch nicht sicher. Die Balken werden mit 200mm SteicoFlex gedämmt und dann von unten mit einer Isover Vario KM Duplex UV "versiegelt". Vielleicht würde sich ein ähnlicher Aufbau für die Giebelwand eignen (außen nach innen):

    Eternit
    Dachpappe
    Bretter
    SteicoFlex (oder einen anderen passenden Dämmstoff)
    Dampfbremse (oben genannt)
    Vorbauwand

    Müsste dann nicht dementsprechend alle Wände gedämmt werden? Die Wände um die Fenster herum z. B. sind ja gar nicht gedämmt.

    Habs gestern Abend erst aufgemacht. Werde mal meinen Nachbarn (Dachdecker) fragen, was er davon hält.

    Grüße
     
  5. Kalle88

    Kalle88

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    Ganz ganz ganz heikle Kiste! Das gedämmt werden muss ist wohl klar, weil dir sonst die Flächen den Raum permanent runter kühlen. Dass das aber nicht ganz so einfach ist hat R.B ja schon anklingen lassen.

    Problem sind das Mauerwerk und die Bitumenbahn. Kannst du mal ein Foto von Außen machen? Innen wirst du da meiner Meinung nach weniger Erfolg haben. Dämmst du nun vor dem MW, nimmst du dem MW die Heizquelle, es wird zwangsläufig ziemlich kalt und damit wird Wasserdampf hier im Zweifel ausfallen und Kondensat bilden. Mich nur auf die Luftdichtigkeit innen und einen ausreichende Sperrung der Gasmoleküle zu verlassen wäre mir zu heikel.

    Sinnvoller wäre es, wenn man hier ggf. mit einer VHF arbeitet und von außen dämmt oder aber das MW plus den darüber liegenden Teil mit dem Eternit hinterlüftet. Dann braucht es aber unten Zuluft und logischerweise oben Abluft. Klappt das alles nicht, dann bleibt vermutlich nur die Kombi aus sorptivem Dämmstoff und sorptivem Putzen (Lehm)
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Theoretisch ja. Bei alten Fenstern wäre das egal, aber die Wand aus irgendwelche Steinen die man irgendwo aufgesammelt und dann zusammengemörtelt hat, wäre an sich eher ein Fall für den Bagger. Keine Ahnung wie man das rechnerisch ansetzen soll, und ob das "Mauerwerk" überhaupt noch lange lebt. Ich würde da nichts groß anfassen, denn die Steine können wohl kaum sich selbst halten, geschweige denn Lasten.
     
  7. Gast036816

    Gast036816 Gast

    da gibt es planer - architekten und ingenieure - die das wissen und können!
     
  8. belnack

    belnack

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    Viel zu sehen gibt es von dort aus nicht, habe aber trotzdem mal ein paar Fotos geschossen.

    IMG_20160223_174458.jpg

    IMG_20160223_174805.jpg

    IMG_20160223_174831.jpg

    "Leider" sind die Fenster vier bis fünf Jahre alt und dreifachverglast.

    Gestern war der Dachdecker da und hat sich die Geschichte mal angeschaut. Er meint ich soll etwas Luft zur Mauer lassen und mir eine diffusionsoffene Konstruktion davor setzen. Da weder die Außenmauer, noch die Giebel-Holzkonstruktion dicht seien und der Bereich zum Speicher hin offen wäre, bräuchte ich nicht mit Schimmel zu rechnen.

    Er gibt dem Dach noch 5-10 Jahre und schlägt vor es danach richtig zu machen. Sprich, weg von der Bretterkonstruktion des Daches (meine "Dachbalken" sind immer 3-5 miteinander vernagelte Bretter).

    Der Aufbau, den er angedacht hat könnte so aussehen (~10cm von der eigentlichen Wand entfernt):

    Sorptiver Dämmstoff (z.B. Holzfaserdämmung)
    Folie
    Lattung
    Sorptiver Dämmstoff/Putzträger
    Lehmputz

    Der Raum zwischen der "Dämmwand" und der Außenwand wäre ganzjährig belüftet.


    Bring mich echt weiter, danke ;)
     
  9. Kalle88

    Kalle88

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    Mir fehlt da die definierte Luftdichtheit. Wenn man für eine Belüftung sorgen kann, dann kann man da mal drüber nachdenken, wenn man die Luftdichtigkeit ergänzt. In Form von Details der Anschlüsse und der Anordnung der Schicht.
     
  10. Gast943916

    Gast943916 Gast

    da du ja nicht weißt wie du vorgehen sollst, sollte dich Rolf aib´s Kommentar viel weiter bringen,
    ein Handwerker ist da nicht der richtige Ansprechpartner
    aber man will ja sparen auch wenn es dann mehr kostet.....
     
  11. belnack

    belnack

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    Die Luftdichtheit würde doch durch eine ordnungsgemäß angebrachte Dampfbremse mit Verbindung zu Boden, Wände und Decke gegeben sein. Oder? So wurde uns das zumindest von einem Bauingenieur für die Dämmung der oberen Geschossdecke empfohlen.

    Dort sollte der Aufbau wie folgt sein (kalt nach warm):

    - Ungedämmter Dachboden
    - Holzfaserdämmung zwischen den Dachbalken
    - Dampfbremse unterhalb der Dachbalken, luftdicht verklebt mit den Wänden
    - Lattung
    - Decke (z.B. Rigips oder Holzdecke)
    - Raum

    Da die Giebelwand und der Dachboden sich die selbe Luft und den selben Giebel teilen, sollte man doch hier ähnlich vorgehen können. nur vertikal. Leider waren die Giebelkonstruktion noch nicht sicht- und absehbar, als der Ingenieur da war…

    Ich hätte erwähnen sollen, dass bereits ein Bauingeneur sich den Dachstuhl angeguckt hat. Allerdings als die Konstruktion des Giebels noch noch nicht sichtbar war.

    Bei einer Suche im Internet bin ich auf dieses Forum gestoßen und dachte, vielleicht hat hier jemand die zündende Idee.

    Habe heute auch dem Ingenieur die Bilder geschickt, mal schauen, vielleicht kann er ja noch was dazu sagen.
     
  12. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wenn du wüsstest, wieviel dich das genau weiter bringt!
     
  13. Gast943916

    Gast943916 Gast

    dann hättest du aber auch das meckern sein lassen sollen
     
  14. belnack

    belnack

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    Sorry, wenn das falsch rübergekommen ist. Ich wollte nicht meckern, dein erster Post kam nur so im Befehlston (!) rüber
     
  15. Kalle88

    Kalle88

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    Ja, ein wenig Luftdicht gibt es aber eben nicht. Einbindende Bauteile, Geschossdecken und anderes können vielfältige Probleme bringen um die man wissen MUSS, damit es auch wirklich Luftdicht wird und die Sperrwerte passen. Wenn es so einfach wäre, würde es nicht am laufenden Band schief gehen ;)
     
  16. Gast943916

    Gast943916 Gast

    naja, die hatte Rolf ja, aber es wäre bestimmt vorteilhaft, wenn der Bauing. im jetzigen Zustand eine Bestandsaufnahme und eine Ausführungsplanung macht.
    :28:
     
  17. belnack

    belnack

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    Das Luftdichtheit ein wichtiges Thema ist und sauberes, genaues Arbeiten erfordert ist mir klar.

    Ich habe wie gesagt die Bilder an den Bauingeneur weitergeleitet und mit ihm einen möglichen Aufbau besprochen.

    So sieht der besprochene Aufbau aus:

    Bildschirmfoto vom 2016-02-25 22-58-21.jpg

    Grüße

    Edit: Die Granitwand ist natürlich nicht aus Granit. Es gibt leider keine "Bruchsteinmauer aus versch. Materialien" im u-wert-Rechner.
     
  18. Kalle88

    Kalle88

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    Tut mir leid aber der Aufbau ist Schrott und inhaltlich falsch. Hat der Ing. das wirklich gerechnet? Was soll die feuchteadaptive Dampfsperre, wenn vor und dahinter Schichten mit höherem Diff.widerstand sind?
     
  19. belnack

    belnack

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    Er hat sich den Giebel angeguckt und mit mir den möglichen Aufbau besprochen. Nach der Folie habe ich nicht mehr speziell gefragt. Es ist dieselbe, die ich an der Decke verwende. Durch die Packungsgröße bleibt davon einiges über…
     
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  21. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wenn ich befehle, dann fallen mindestens 2 worte: du musst!

    wenn ich das alles lese, habe ich bedenken, dass bei dir etwas vernünftiges raus kommt.
     
  22. Gast943916

    Gast943916 Gast

    vor allem muss man aber erst mal wissen WAS man macht....
    und dein Ing. weiß es nicht
    wenn irgendjemand gerechnet hätte, musst du auch nicht nach einer Folie fragen, weil die hier absolut sinnfrei ist

    und nichts gerechnet

    GK auf OSB,
    oh mein Bauch tut weh....
     
Thema:

Giebel: Innenverkleidung / Wand herstellen

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