Gispkarton statt Innenputz im Neubau?

Diskutiere Gispkarton statt Innenputz im Neubau? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, es geht hier um das Thema Eigenleistungen. Laut BuL des Unternehmens wird ein Gipsmaschinenputz in Q2 angebracht (bzw. Kalkzement oder...

  1. Gast34097

    Gast34097 Gast

    Hallo,

    es geht hier um das Thema Eigenleistungen. Laut BuL des Unternehmens wird ein Gipsmaschinenputz in Q2 angebracht (bzw. Kalkzement oder Gips-Kalk im Bad), geglättet.

    Wenn wir dieses Gewerk rausnehmen und in Eigenleistung machen, würden wir eher Gipskartonplatten anbringen und verspachteln. (Im Bad dann andere (grüne?) nehme ich mal an.) Auf diese würde wir dann wahrscheinlich direkt streichen!? Kleinere Unebenheiten stören uns nicht, man sollte vlt. nicht den Verlauf jeder einzelnen Platte sehen. :)

    Was ist davon zu halten? Ist Innenputz besser/schlechter als Gipskartonplatten und verspachteln? Was sind die Vor- und Nachteile? Einsparpotential ca. bei 125-130qm 1,5-Geschossigen EFH? Bin für alle Gedanken dankbar und ja ich weiß dass es viel Arbeit wird.
     
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  3. H.PF

    H.PF

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    Nein, vergiss den Gipskarton auf den Aussenwänden weil die Putzschicht ist die Luftdichtigkeitsschicht.

    15 mm Putz müssen das da schon ungefähr sein...
     
  4. Gast34097

    Gast34097 Gast

    Lässt sich die Wand mit Gipskartonplatten und spachteln nicht dicht bekommen?
    Gibt es Alternativen, welche sich als Eigenleistungen lohnen?
     
  5. feelfree

    feelfree Gast

    Dass es Unsinn ist hat ja H.PF schon geschrieben. Was mich aber interessieren würde: Wieviel würde euch denn da gutgeschrieben? Würde mich nicht überraschen, wenn der Betrag für Material und Werkzeug draufgehen würde.
     
  6. Kalle88

    Kalle88

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    Mich würde es nicht wundern, wenn die Kosten versteckt an anderer Stelle lauern. Ich wünsche zwar jedem seine Hütte, aber das Bauen am Kostenlimit ist ja echt zermürbend. Sparen, Sparen, Sparen....
     
  7. Gast34097

    Gast34097 Gast

    Ich weiß nicht wie viel wer gut schreibt. Sobald ich einen genauen Plan habe, welche Gewerke oder Teile von Gewerken oder wie auch immer ich übernehmen werde, werde ich 3-4 lokale Baufirmen genau danach fragen. Ein wenig haben wir aber durchaus schon mit 2-3 Anbietern gesprochen, auch über Preise.

    Wir bauen nicht am Kostenlimit, je nachdem wie man es definiert. Wir wollen in 10 Jahren komplett abzahlen und nicht bis in 35 Jahren zahlen, wenn die Rente ansteht. Wir sind Mitte/Ende 20 und die meisten unsere Freunde wohnen noch in einfachen Mietwohnungen, etc. - das erste Haus muss kein Luxus werden. Wenn es nicht schlechter als in der Altbau-Wohnung wird, dann sind wir super zufrieden. Außerdem würde ich gerne einiges selbst machen. Trockenbau wäre da nur ein Gewerk von vielen...

    Also, was wäre die Eigenleistungs-Alternative zum Innenputz?
     
  8. #7 Gast943916, 26. August 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. August 2014
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    Unsinn ist es nicht und machbar ist es auch, auch als Luftdichtigkeitsschicht. Aber nicht als EL unbedingt zu empfehlen, sparen wirst du dadurch eher nicht

    da hast du dir aber eines der schadensträchtigsten ausgesucht
     
  9. Gast34097

    Gast34097 Gast

    Könntest du das bitte genauer ausführen?
     
  10. #9 Gast943916, 26. August 2014
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    ja, hast du Ahnung von fachgerechter Dämmung oder Dampfbremse/sperre und deren Verarbeitung?
     
  11. Kalle88

    Kalle88

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    Ok, ich definiere es neu: Die anhaltende Selbstüberschätzung unter den Häuslebauern kotzt mich gelinde gesagt an. Denn die ganzen DIY-Gematsche übersteigt jeglichen Grad den man einem Bauwerk zumuten kann. Ansonsten, siehe Gipser.
     
  12. Gast943916

    Gast943916 Gast

    schlechten Tag gehabt, Jan?
     
  13. Kalle88

    Kalle88

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    Nein. Ich frage mich nur, warum LEHRBERUFE im DIY enden, wenn es selbst ausgebildete an einigen Stellen mangels Unwissen versieben. Ich finde es ja gut, wenn man selber am Haus anpacken will. Aber warum will man, nur der Eigenleistung wegen, so ein Gekrampfe eingehen wollen? Das ist so unsinnig. Es besteht doch ein Unterschied, nen Akkuschrauber zu halten und ne Trockenbauschraube in ne Platte zu drehen, oder paar Haufen hinten drauf zu matschen und es an die Wand zu kleben. Als um das grundsätzliche, warum wird das überhaupt gemacht? Es sind doch die Zusammenhänge die etwas entscheiden. Das Führen von Werkzeug sagt doch nichts über die Qualität der Arbeit aus. Das ist es, was mich nervt.

    Ich hab heute erst wieder einen Besucher auf der Baustelle gehabt. Der sich erkundige wollte, was ja nicht schlimm ist aber wenn dann Tipps, die eigentlich unerlässlich sind, abgetan werden, weil man es nicht selber machen kann... Ey, Hutschnur...

    Sorry TS, wenn ich dir irgendwie wat unterstellt hab. Aber vielleicht sollest du wirklich noch mal ganz stark in dich gehen und selber realistisch bewerten, was du von den Arbeiten die du da vor hast - siehe anderes Thema - wirklich kannst. Und damit meine ich wirklich Können. Nicht zu glauben, oder zu wissen... ;) Ist nicht böse gemeint, aver unsere heutigen Häuser sollten theoretisch länger stehen, als es die alten tun.
     
  14. feelfree

    feelfree Gast

    Ich verstehe es sowieso nicht. In #1 schreibt der TE was von BuL der Bauunternehmers - also Vertrag in trockenen Tüchern(?) - und in #6 will er lokale Bauunternehmen fragen (nach was???).
     
  15. Gast943916

    Gast943916 Gast

    Hast ja recht, aber schau mal was alles an DIY hängt:
    das Forum, Baumärkte, Gutachter.......
     
  16. Julius

    Julius

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    Bei den geschilderten Rahmenbedingungen frage ich mich sowieso, warum man nicht einen passenden Altbau nimmt. Sollte gerade in Sachsen ja kein Problem sein!
    Dabei kann man sich auch in Eigenleistung austoben.
     
  17. Kalle88

    Kalle88

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    Hängt das wirklich alles am DIY? Ich denke eher, gerade was den Baumarkt angeht, wird das DIY nur mehr unterstützt? Warum? Weil man einen lukrative Käuferschicht lokalisiert hat und entsprechend blind und ahnungslos mit super Zeug bombardiert. Als HW hat man ja beim Fachhändler schon manchmal Probleme dem Industriegewäsch zu entkommen und auch dort sitzen nicht immer die fähigsten "Berater". Am Ende wird verschachert, was sich gut verschachern lässt. Stichwort PUR-Aufdachdämmung.

    Das Forum selber bedient ja keine DIY und ehrlich gesagt versumpft es doch eher an Gehalt. Wenn alle 2 Tage nen neuer "wie mach ich es richtig"- Thread auf taucht. Das inhaltlich Gehaltvolle, wenn nicht Sticky, verschwindet in den Weiten der Seitenanzahl. Und ich muss ehrlich zugeben, dass mir - persönlich - das Forum schon viel geholfen hat. Seither komme ich nämlich nicht mehr auf den Trichter, dass was mir täglich beigebracht wurde für bare Münze zu nehmen. ;)

    Gutachter, die können auch nur die Krankheit diagnostizieren. Wenn man sich als DIY wenigsten einen mit Ahnung an die Seite stellt. Der jeden Ablauf nach kontrolliert und eine vorausplanung erstellt - nun gut. Dann passieren sicherlich weniger Fehler. Ansonsten, sehe ich einen Gutachter eher als Qualitätsprüfer. Uns passieren ja auch oft genug Fehler - was ja nur menschlich ist. Warum also keinen, der uns drauf aufmerksam macht. Ich finde es nicht verkehrt und als wichtiges Instrument auf dem Bau. Wenn es A. nicht Oberlehrerhaft passiert und B. auch inhaltlich richtig ist. Leider ist das ja nicht immer der Fall...
     
  18. Gast036816

    Gast036816 Gast

    ein klassischer nassputz mit dem vorteil, dass es dicht ist, die wohnfläche nicht mindert. wenn du es selbst machst, solltest du erst einmal im keller üben. das sparpotential beim nassputz ist eh nicht hoch.
     
  19. Gast34097

    Gast34097 Gast

    Nein, es ist nichts unterschrieben. Ich habe mir die BuL unseres zur Zeit favorisierten Anbieters genommen um daran zu trennen, was davon ich selber machen möchte und was nicht. Ich habe weder etwas unterschrieben, noch wird zwingend mit diesem Anbieter gebaut.

    Altbau in meiner Gegend, ne wird nichts. Hier werden abbruchreife Schrotthütten für 200k+ verkauft. :confused:
    Wenn man daraus überhaupt was machen könnte, dann müsste man das mindestens komplett auf Rohbau rückbauen. Und im Gegensatz zu einem Ausbauhaus hat man dann ja noch zusätzliche Arbeitsschritte wie WDVS und Außenputz, evtl. Dach neu, Fenster wechseln, ...

    Ich habe keine Ahnung von Dämmung, Dampfbremse, etc. - werde mir entsprechendes schon rechtzeitig beibringen oder beibringen lassen. Gerade bezüglich Dachdämmung etc. haben wir jmd. in der Verwandtschaft, der es selbst gemacht hat vor einigen Jahren. Haus steht noch, nix schimmelt und es bleibt warm. Am Ende ist es eine sehr monoton Arbeit, für welcher der Handwerk 35-50 Euro pro Stunde verlangt. Kann mir nicht vorstellen, dass ich dabei 3x langsamer als ein "Profi" bin und sicher ist es eben auch ein bisschen Spaß am eigenen Hausbau.
     
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  21. Flip74

    Flip74

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    Guten Abend TE,

    tut Euch einen Gefallen und lasst die Wände klassisch verputzen. GKP haben höchstens was im klassischen Trockenbau (Ständerwerk, Dachschräge oder Deckenbeplankung) zu suchen. Wände gehören verputzt, basta.

    @ Kalle

    Hallo Kalle,

    ich glaube die viele DIY Arbeit hat nichts mit "Geiz ist Geil" zu tun, vielmehr sind viele Leute nicht bereit für Handwerkermurks (den gibt es ja leider) auch noch Geld zu bezahlen.

    Wobei ich auch sagen muss, gute Handwerker kosten Geld und liefern dann auch entsprechend gute Arbeit ab.

    Grüsle

    Tom
     
  22. Gast34097

    Gast34097 Gast

    Es beschwert sich nun auch nicht jeder Steuerberater, dass Leute ihre eigene Einkommensteuererklärung abgeben und nicht einen Profi konsultieren. Und Steuerberater ist immerhin ein Beruf, welcher Studium, anschließende Tätigkeit und danach eine weitere, extrem schwere Prüfung erfordert (zig 4-6h Klausuren an aufeinanderfolgenden Tagen).

    DIY ist für viele Hobby oder beim Hausbau gehört es eben dazu. Ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir die Bude für xxx.000 EUR fertig hinstellen lasse. Bin jung, habe zwei funktionstüchtige Hände... Und fast alle Gewerke welche ich plane hat schon jemand mal in der Verwandtschaft selbst gemacht und damit ist bisher keiner baden gegangen. Ich sehe es ein, dass ich keinen Gasanschluss machen werde oder alleine einen Rohbau hochziehe, woran viele Handwerker zig Wochen arbeiten. Aber es gibt viel einfache arbeiten, welche sonst eben der 16 jährige Geselle machen würde. Nichts gegen den, aber ich habe auch keine 2 linken Hände und auch wenn ich etwas langsamer bin, ist vieles nun mal keine Rocket Science.

    Da braucht man sich hier nicht so angegriffen fühlen. Wie gesagt, wenn Steuerberater auch so drauf wären, bei einem weitaus komplexeren Thema...

    Ich hoffe jetzt einfach mal auf einen konstruktiveren Verlauf, danke! Wer nicht mitdiskutieren möchte, muss es ja nicht.
     
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Gispkarton statt Innenputz im Neubau?

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