Grenzbebauung mit Streifenfudament; wie das richtige Vorgehen?

Diskutiere Grenzbebauung mit Streifenfudament; wie das richtige Vorgehen? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Community, im anderen Thread zu den L-Steine wurde angeraten, dass ich hierfür ein eigenes Thema aufmache. Wir brauchen eure Hilfe zur...

  1. #1 spike1302, 28.09.2018
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    Hallo Community,
    im anderen Thread zu den L-Steine wurde angeraten, dass ich hierfür ein eigenes Thema aufmache. Wir brauchen eure Hilfe zur schrittweisen Umsetzung. Im Internet liest man verschiedene Meinungen und Ansätze, sodass wir uns entschlossen haben nochmals ein eigenes Thema aufzumachen und damit um Unterstützung / Klärung zu bitten.

    Wir hoffen sehr, dass ihr uns helfen und Klarheit verschaffen könnt.
    Vielen Dank im Voraus an alle!

    Hintergrund:
    • Bilder: siehe Lageplan + Gebäudepositionierung + Schnitt im Anhang
    • Das Eckgrundstück ist von West nach Ost uneben
    • Anforderung ist, ein ebenes Grundstück zu haben;
      • FFB Haus = 122,25NHN;
      • Demnach Planum für Bodenplatten (Garage+Haus) bei = 121,85NHN (Bodenplatte 20; Aufbau 20 laut Architekt). Das Steifenfundament müsste demnach auch bei 121,85NHN liegen.
    • Im Westen müssen wir somit teils abtragen und im Osten auffüllen und später mittels L-Steine zum Nachbarn absichern (Neben dem Streifenfundament)
    • weitere Info: Im Osten soll eine Garage (mit Bodenplatte) als Grenzbebauung entstehen. Die Architektin und die Statikerin sieht für den Teil auf der Ostseite (da wo letztendlich die Bodenplatte der Garage aufliegt) ein Streifenfundamt vor (9m lang; 0,3m breit; 1m tief)
    • weitere Info: Das Bodengutachten besagt, dass für die Bodenplatten 1m ausgeschachtet und mittels Mineralgemisch (0/45er frostsicher) aufgefüllt und verdichtet werden muss.
    • Der Nachbarboden liegt ca. bei bei = 121,50NHN (Unser derzeit gewachsener Boden ist ebenfalls bei 121,50NHN; soll aber angehoben werden (siehe oben). Demnach muss also auch das Streifenfundament Richtung Nachbar eingeschalt werden?!
    • Das ist soweit auch alles genehmigt und abgeklärt.

    Uns geht es jedoch um die Umsetzung, und da ergeben sich Fragen zur korrekten Ausführung


    Fragen zur Vorgehensweise:
    Wie sollen wir vorgehen? Was empfehlt ihr und warum?
    1. Die Grube (Für Garage+Haus) soll bis 120,50NHN ausgehoben werden. Geotextil rein und lagenweise aufgefüllt und verdichtet bis 121,50NHN. Anschließend den Graben für das Streifenfundament nochmals ausheben, einschalen bis 121,85NHN (Endhöhe für das Planum) und Beton eingießen. ?!
    2. oder soll der Graben für das Streifenfundament ausgehoben werden? Anschließend einschalen bis 121,85NHN und den Beton gießen. Anschließend die restliche Grube ausheben und Schotter reinfüllen+verdichten?
    3. oder soll die Grube bis 120,50NHN ausgehoben, dann das Fundament bis 121,85NHN (Endhöhe für das Planum) eingeschalt und gegossen werden? Anschließend dann Schotter verfüllen+verdichten?
    4. oder doch irgendwie ganz anders?
    Wir möchten am Liebsten auch vieles parallelisieren, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Denn wir wollen dieses Jahr noch die Bodenplatten schaffen vor dem Frost.


    Weitere Fragen:
    - Kann der Beton einfach in den Graben gegossen werden oder muss bis unten hin eingeschalt werden (sprich die kompletten 9m lang, 0,3m breit, 1m tief)?!
    - Soll/muss das Streifenfundament eine Bewehrung haben? Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Fundament höher liegt als der Nachbar. Wie die Bewehrung (Matten übereinander oder "Käfige" bauen)?
    - Können dann später neben dem Streifenfundament L-Steine rechts und links gesetzt werden, um das restliche Gelände noch abzufangen?
    - sonst noch irgendwelche Hinweise?




    Fundament_für_Forum.jpg Lageplan_für_Forum.jpg Grundstücksplan_für_Forum.jpg

    Vielen lieben Dank und freundliche Grüße
     
  2. #2 bauspezi 45, 28.09.2018
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  3. #3 spike1302, 28.09.2018
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    Hallo,
    leider sehe ich keine ANtwort von dir. Du hast nur zitiert.

    Eventuell zu früh "abgeschickt"? :)
     
  4. SIL

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    In dem anderen Tread hieß es doch noch es wäre ein Abstand der Garage bis zur Grenze, jetzt schließt doch ab. Überall wo die Böschung ist gehen L Steine /Winkel nur an der Grenze nicht dort muss halt verblendet oder alternativ müsste, das Streifenfundament etwas versetzt werden. Schalungsteine in Sichtoptik wäre eine Option. In der Verlängerung können wieder L Steine hin. Ob bewehrt oder unbewehrt weist der Tragwerksplaner aus, ich gehe aufgrund des Schnittes aber von bewehrt aus.
     
  5. #5 spike1302, 28.09.2018
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    Hallo,
    im anderen Thread wären die L-Steine direkt an die Grenze gekommen und die BP+Garage davor (weil es ja nicht direkt auf die L-Steine soll). Da nun hier die BP auf das Fundament soll, kann direkt an die Grenze ran.

    Das verstehe ich leider nicht
    - Das Streifenfundament kann nicht direkt an die Grenze? Warum nicht?
    - Schalungssteine wäre dann die Alternative zum Streifenfundament? Da soll dann auch die BP drauf? Das geht?
    - oder Streifenfundament bis Höhe Nachbar (121,50NHN) und die restlichen 0,35NHN (oder die Steinhöhen halt beachten) dann mit Schalungssteinen?!
     
  6. #6 SIL, 28.09.2018
    Zuletzt bearbeitet: 28.09.2018
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    Doch das Streifenfundament kann dort stehen, wenn sie aber dort unbedingt L Steine haben wollten, müsste die BP auskragend sein- d. h. Streifenfundament nach innen versetzt. (,gibt aber wieder andere Probleme) Ja Schalungsteine mit Bewehrung können und werden als Streifenfundamente verwendet mit direkter BP Auflagerung oder gleitend, auch in '"gemischter Bauweise' ein Teil Streifenfundament und dann halt nur 'oben' Schalungsteine dann aber immer mit Anschluss Bewehrung. Oder Sichtbeton in den sichtbaren Bereich, das müssen Sie aber im Vertrag richtig definieren incl. der SB Klasse etc.
     
  7. SIL

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    Fragen wir @Yilmaz dieser führt solche Bauweisen sicher aus, bzw weiß das dies eigentlich recht gut funktioniert :e_smiley_brille02:
     
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  8. #8 spike1302, 28.09.2018
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    ok,
    ja wir hatten vor nur das Streifenfundament zu setzen. Nur rechts und links vom Fundament dann L-Steine.


    Kann mir bitte noch jemand diese Fragen beantworten? Wie sollen wir vorgehen?
     
  9. #9 spike1302, 30.09.2018
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    Hallo,
    wir sind wirklich verunsichert, wie hinsichtlich unserer Gründung vorgegangen werden soll. Es gibt es so viele Ansätze, doch was ist der „richtige“ Ansatz? Auch vor dem Hintergrund der Zeit, Anlieferungen, Beton etc.

    Wir sind wirklich für jeden den Hinweis dankbar.

    Vielen Dank
     
  10. SIL

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    Die Frage erübrigt sich doch, Ihr Streifenfundament liegt unten im Erdbereich dort können Sie gegen Erdreich Betonieren, oben der sichtbare Teil also die Verlängerung entweder SB geschalt oder Schalsteine, das betrifft doch laut Schnitt nur Ihre Garage-woanders sind keine? Das letzte Stück vllt 20 cm bis zur GOK ( Nachbar) auch Schalen, den Bewehrungsanschluss gibt ihr Tragwerksplaner vor. Ist die Garage eigentlich beheizt? Dann geht es nur mit Frostschürze ...
     
  11. #11 spike1302, 30.09.2018
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    Danke, doch es geht um die Vorgehensweise, weil wir ja noch die komplette Grube ausheben und auffüllen müssen. Daher die Frage was zu erst kommt?

    Soll vorher schon die Grube ausgehoben und mit Mineralgemisch komplett gefüllt werden, um anschließen für das Streifenfundament nochmals aufzubaggern?

    Oder soll der Graben ausgehoben und ausgegossen werden? Und anschließend dann die Grube ausgehoben+aufgefüllt werden? Weil wir Baggern das Streifenfundament ja dann wieder frei
     
  12. SIL

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    Ihr Schnitt stimmt nicht ganz das ist der vom Architekten, dieses Streifenfundament '"taucht" tiefer also unter der GOK Nachbar-oder stimmt der Höhenlauf nicht? Es gibt keine einseitig frei stehenden Streifenfundament, das wäre ein Block und dieser muss auch Frost frei sein, maßgebend zur Gründung ist immer die tiefste End GOK ob links oder rechts is da egal.. @bauspezi 45 sach doch ma was..
     
  13. #13 simon84, 30.09.2018
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  14. #14 spike1302, 30.09.2018
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    Hallo ihr beiden und hallo nochmal an alle,
    ich glaube ich habe mich nicht präzise genug ausgedrückt oder eventuell auch noch nicht zu 100% verstanden :) Daher nochmal ganz kurz grob zusammen gefasst.

    - Die GOK vom Nachbar ist bei 121,50NHN; genauso wie meine derzeitige GOK auf der OST-Seite
    - meine neue GOK (aufgefüllt mit Mineralgemisch) für die anschließende Gießung der Bodenplatten soll auf 121,85NHN sein
    - Im ersten Bild (siehe unten) dieser Antwort ist in rot die Baugrube (1m tief vom alten GOK (sprich bis 120,5NHN)) gekennzeichnet. Diese soll mit Mineralgemisch aufgefüllt und lagenweise verdichtet werden
    - Im zweiten Bild (siehe unten) dieser Antwort ist in blau das zusetzende Streifenfudament gekennzeichnet, was ebenfalls die gleiche Höhe die das aufzufüllende Streifenfundament haben soll; sprich auf 121,85NHN. Dieses Bild soll letztendlich der Endzustand sein --> an der Grenze Streifenfundament umgeben mit Mineralgemisch; damit anschließend auf dieses Planum die Bodenplatten gegossen werdne können (siehe Bild 1 rote Kennzeichnung; das alles soll Bodenplatte werden!
    - Bild3 soll nochmals den Schnitt darstellen zur besseren Veranschaulichung (Bild 3 in dieser Antwort (siehe unten))


    Jetzt kommen unser Verständnisproblem zum Ablauf:
    Wie sollen wir vorgehen? Was empfehlt ihr und warum?

    entweder
    1.) soll bis 120,50NHN ausgehoben werden (siehe auch Bild1 unten). Mineralgemisch lagenweise aufgefüllt und verdichtet werden bis 121,50NHN. Anschließend den Graben für das Streifenfundament nochmals ausheben (siehe Bild 2), einschalen bis 121,85NHN (Endhöhe für das Planum; neue GOK) und Beton eingießen. / bzw. Schalungssteine verwenden+Beton gießen

    oder soll

    2.) nur der Graben für das Streifenfundament ausgehoben werden (9m lang, 0,4m breit, 1m tief)? Anschließend einschalen bis 121,85NHN und den Beton gießen. Anschließend die restliche Grube ausheben und Mineralgemisch reinfüllen+ lagenweise verdichten; sprich auch das zuvorgegossene Streifenfundament "ausgraben"?

    oder soll

    3.) die Grube bis 120,50NHN ausgehoben, dann das Fundament bis 121,85NHN (Endhöhe für das Planum; neue GOK) eingeschalt und gegossen werden? Anschließend dann Mineralgemischverfüllen+lagenweiseverdichten?

    oder soll

    4.) irgendwie ganz anders vorgegangen werden?


    Was ist der "richtige" Weg und warum?



    Lageplan_für_Forum2.jpg Lageplan_für_Forum3.jpg Streifenfundament.jpg


    Vielen lieben Dank für eure Unterstützung.
    Freundliche Grüße
     
  15. #15 Spezialtiefbau, 17.10.2018
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    Was sagt denn Ihr Planer ... oder sollen wir den ersetzen ... ?? In dem Fall DIN 4124 und 4125 gilt ... immer! Kaufen lesen verstehen.
     
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